Freitag, 16. Mai 2014

Archäologischer Fund



Der steinerne Zeuge




David ist wie vor den Kopf geschlagen: Vor zwanzig Jahren ist sein Vater auf einer archäologischen Expedition verschollen, und nun bekommt er ein Paket, das dieser kurz vor seinem Verschwinden abgeschickt hat. Es enthält eine kleine antike Statue und einige Hinweise, die ihn auf die Spur der damaligen Geschehnisse führen. Gemeinsam mit der jungen Archäologin Kira macht er sich in Mexiko auf die Suche nach Antworten: Was ist mit seinem Vater damals geschehen? Was hat es mit dem geheimnisvollen Schatz auf sich, dem er auf der Spur war? Und welche Rolle spielt der seltsame Kunstsammler Belmont, der sehr an der Statue interessiert ist? Diese kleine Statue scheint der Schlüssel zu allen Antworten zu sein, doch sie sind nicht die Einzigen, die das wissen. Auch andere sind hinter dem Schatz her, und ihnen ist jedes Mittel recht. Eine wilde Jagd beginnt, an deren Ende nichts mehr so ist, wie es einmal war.

  • Taschenbuch: 340 Seiten
  • Verlag: Sieben-Verlag  
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3864433443
  • TB      14,90 Euro
  • eBook   6,99 Euro






"Der steinernde Zeuge" ist für David eine Reise in die Vergangenheit, die damit beginnt, das er ein Päckchen bekommt, das sein Vater für ihn aufgegeben hat. Da sein Vater seit 20 Jahren verschwunden ist, löst dieses die in David die unterschiedlichsten Gefühle aus, sodass er sich der Vergangenheit seines Vaters stellt und nach Mexiko reist um das Geheimnis der Statue zu lüften. Die Reise stellt alles auf den Kopf, denn David wird mit vielen schmerzhaften Wahrheiten konfrontiert, die er zusätzlich zur Suche nach dem Schatz verarbeiten muss. 

Der Roman, den man auch gut in die Genre Krimi / Thriller einordnen kann, begeistert durch seinen Schreibstil und eine abenteuerliche Reise in das Land Mexiko. Wer Indiana Jones, der übrigens auch im Buch erwähnt wird, liebt, wird in  "Der steinernde Zeuge" vielleicht nicht unbedingt Parallelen finden, aber ähnliche verrückte Abenteuer erleben. Wer sich für Archäologie interessiert, wird definitiv auf seine Kosten kommen. Auch die Kultur der Mayas wird hier und da ihren Platz finden. Im Großen und Ganzen also ein Buch, welches auch lehrreich ist. Nicht nur Krimi / Thriller, sondern auch abenteuerlich und interessant. 
  
Man lernt David recht gut kennen, da er nicht nur die Hauptperson des Romans ist, sondern auch aus seiner Sicht geschrieben wird. Mitunter ist der Handlungsstrang sehr rasant und das Ende für mich völlig unerwartet. Es ist wirklich erstaunlich, wie weit Menschen gehen, wenn sie das große Geld wittern. Intrigen, Mord und über Leichen gehen, ist nur ein Teil dessen was uns beim Lesen begegnen wird. 

Eine Statue, die Dinge dazu bewegt aufgelöst zu werden. Nicht nur Schmerz und Trauer, sondern auch weitere Schätze. Für David das Abenteuer seines Lebens, in dem er erkennen muss, das nicht alles so ist wie es scheint und in seinem Umfeld so einige Dreck am Stecken haben. David ist eine starke Persönlichkeit, die mir sehr gefallen hat, da er nicht aufgibt und wirklich eine Kämpfernatur ist trotz allem was er entdecken und schmerzlich erkennen wird. Letztendlich tritt er in die Fußstapfen seines Vaters und bringt zu Ende, wozu dieser aus welchen Umständen auch immer nicht mehr gekommen ist.

Ich empfehle "Der steinernde Zeuge" sehr gerne weiter, da es ein für mich doch völlig untypischer Roman war und dennoch sehr gefallen hat. Ein klein wenig Indiana Jones und ganz viel geheimnisvolles machen das Buch zu einem echten Pageturner. Leseempfehlung!

 

Donnerstag, 15. Mai 2014

Erkennen, was im Leben wirklich zählt


Britta Sabbag

Das Leben ist (k)ein Ponyhof

Roman
mit Illustrationen von Peter Frommann

WENN DU DEN ROTEN FADEN VERLOREN HAST, HALT NACH EINEM ANDEREN AUSSCHAU – VIELLEICHT IST DEINER BUNT!
Antonias Leben ist perfekt. Bis ihre Mutter sie dazu verdonnert, auf ihren leicht senilen Stiefvater aufzupassen, während sie selbst sich in einem indischen Ashram vergnügt. Dabei hat die Karrierefrau Antonia für so etwas nun wirklich keine Zeit. Schließlich steigt sie gerade zur Partnerin in einer Unternehmensberatung auf und will ihren langjährigen Freund und Kollegen heiraten.
Zurück im Heimatkaff stellen Walters Schrullen Antonia gehörig auf die Probe. Bald steht ihr ganzes Leben Kopf. Oder lernt sie vielleicht gerade erst zu leben?



Taschenbuch, 222 Seiten 
8,99 Euro
ISBN: 978-3-404-16977-1




Mein Dank an BloggdeinBuch und den Bastei Lübbe Verlag, die es mir ermöglicht haben, dieses wirklich unterhaltsame Buch zu lesen. Ich habe mich wirklich köstlich amüsiert. Für mich war es das dritte Buch der Autorin und ich kann sagen, das ich den locker, flockigen Schreibstil immer mehr zu schätzen weiß.  Es lenkt ab vom stressigen Alltag und zaubert auch hin und wieder ein Lächeln in mein Gesicht. Ich fand die 222 Seiten Ablenkung wunderbar und fand es echt Schade, das Buch so zügig gelesen zu haben. Ein klein wenig mehr hätte es meiner Meinung nach ruhig sein können.

Auch auf diesem Cover zu "Das Leben ist (k)ein Ponyhof" begegnet uns ein Tier, was auch auf den Covern der anderen Bücher
dominiert. Ich empfinde es als sehr ansprechend, denn Tieren geht oftmals ein Niedlichkeitsfaktor voraus. Was das Zebra auf dem Cover zu suchen hat, kann ich allerdings nach dem Beenden des Romans nicht erkennen, was wahrscheinlich daran liegt, das das Leben eben kein Ponyhof ist, was auch unsere Protagonistin Antonia erkennen muss, die von ihrem Stiefvater ganz liebevoll Tönchen genannt wird. Antonia hat vergessen, was es heißt zu leben, denn sie gibt sich ganz ihrer Arbeit als Unternehmensberaterin hin. Ihren Heimatort hat sie schon lange verlassen und dabei auch alte Freunde aus ihren Gedanken verbannt. Durch den Spontanurlaub ihrer Mutter Inge ist sie gezwungen sich ihrer Vergangenheit zu stellen, dadurch, das sie ihren Stiefvater Walter betreuen muss. Walter ist wirklich ein Schatz, denn er bringt uns durch seine Art zum Lachen und auch zum Nachdenken. Zwischen den Zeilen finden wir Tiefgang, was  "Das Leben ist (k)ein Ponyhof" nicht zu einem oberflächlichen Roman macht, da er auch voll von Weisheiten ist. Gerade dieses hat mich schwer beeindruckt, denn ich hatte natürlich erwartet mich nur berieseln zu lassen und nicht auch noch darüber nachdenken zu müssen, ob ich nicht selbst auch meine Prioritäten falsch gesetzt habe. Ist es wirklich von Wert 80 Stunden in der Woche in die Firma zu investieren?  Einer Firma, in der es scheinbar nur darum geht pünktlich zu sein und vorbereitet auf Gespräche mit Geschäftspartnern? Wo bleibt da die Spontanität? Die Lebensfreude? Selbst für Familie fehlt die Zeit, denn Carl, der Lebenspartner von Antonia zeigt kein Verständnis für das Chaos in Antonias Leben, welches durch Walter förmlich auf den Kopf gestellt wird. Durch die Suche nach dem roten Faden in ihrem Leben werden Antonia einige Dinge klar und sie verändert ihre Prioritäten. Ich denke, das sie mit den Entscheidungen die sie trifft um einiges glücklicher werden wird, als sie es zuvor war, denn sie erhält dadurch jede Menge Lebensqualität zurück. Davon solltet ihr euch aber selbst überzeugen, denn "Das Leben ist (k)ein Ponyhof" ist ein wirklich toller Schmöker, der wirklich die Sonne scheinen lässt wie das sonnengelbe Cover des Romans verheißt. Ich wünsche euch dabei viel Spaß. Ein Buch zum Genießen, Schmunzeln und leicht nachdenklich stimmend.  Leseempfehlung!

Mittwoch, 14. Mai 2014

Wirklich Eiskalt




ALEX KAVA

Eiskalter Wahnsinn




ISBN 978-3-95649-010-1
9,99 EUR 
304 Seiten
Eiskalte Spannung bis zur letzten Seite!
FBI-Agentin Maggie O'Dell hat eigentlich Urlaub. Doch als eine Freundin sie um ihre Mithilfe bei der Suche nach einer verschwundenen Patientin bittet, kann sie nicht Nein sagen. Da wird in einem Steinbruch ein grausamer Fund gemacht: Tonnen voller zerstückelter Leichen, denen Organe entfernt wurden. Welcher psychopathische Mörder war hier am Werk? Ist die verschollene Patientin unter den Leichen? Und - wer wird das nächste Opfer des Wahnsinnigen sein?





"Eiskalter Wahnsinn" ist der vierte Fall rund um die FBI-Agentin Maggie O´Dell. Es wäre mir nicht aufgefallen, wenn ich nicht im Internet auf der Seite des Verlages gestöbert hätte, denn der Thriller ist in sich abgeschlossen und Rückblenden auf die vorherigen Bücher sind mir nicht aufgefallen. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr zugesagt, daher bin ich natürlich in Versuchung geraten auch die anderen Thriller der Reihe zu lesen.

Die Reihenfolge der Thriller findest du HIER! 


Im Thriller geht es um einen echten Psychopathen dessen Beweggründe erst sehr spät klar werden. Da die Autorin ihn zwar zu Wort kommen lässt, ihn aber nicht beim Namen nennt, war ich lange verwirrt und konnte daher die Auflösung kaum erwarten. Hier werden scheinbar wahllos Männer und auch Frauen getötet um Organe als Trophäen zu entnehmen. Als Leser sind wir live dabei, wenn die Knochenteile und Leichen durch Zufall in einem Steinbruch entdeckt werden. Wie lange schon treibt der Mörder sein makaberes Spiel? Maggie O´Dell befindet sich im Urlaub, als ihre Freundin Gwen Patterson sie um Hilfe bittet. Eine ihrer Patientinnen scheint verschwunden und es liegt nahe, das sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Befindet sich ihre Leiche zwischen den Bergen von Knochen? Maggie O´Dell reist nach Connecticut um die örtlichen Ermittler zu unterstützen, außerdem gibt es da auch noch ein kleines Geheimnis, was ihr Privatleben betrifft.

Sehr positiv finde ich, das wir gleich ohne großes Bla, bla im Geschehen sind und auch ein klein wenig Einblicke in die Polizeiarbeit bekommen. Kein Vorgeplänkel, sondern echte Hochspannung, die ab etwas Mitte des Buches dann auch noch richtig rasant ansteigt. Mir hat der Thriller wirklich gut gefallen, obwohl er mir fast schon zu schnell beendet war mit seinen 304 Seiten mit doch recht großzügiger Schrift.

Auch sehr positiv empfand ich das Thema Alzheimer, welches auch im Thriller seinen Platz einnimmt. Es gibt zwar keine Aufklärung über diese Krankheit, aber sie einzubauen fand ich interessant und auch sehr passend. Im allgemeinen sind die verschiedenen Personen, die uns begegnen sehr ausgereift und ansprechend, da es zeigt das es sich hier auch nur um Menschen mit all ihren Problemen oder Psychosen handelt.

Von mir eine Leseempfehlung für "Eiskalter Wahnsinn", dessen Titel erst zum Ende des Buches hin schlüssig wird. Lasst euch einfach überraschen.






Dienstag, 13. Mai 2014

Abba Mania




Dancing Queens - Alle Wege führen nach Waterloo

Linda ist Single aus Überzeugung, Helen gewissenhafte Ehefrau und Mutter. Sie sind die weltgrößten ABBA-Fans – und kennen sich nur »online«. 
Als eine Feier zum 40. Grand-Prix-Jubiläum in Stockholm angekündigt wird, besteht kein Zweifel: Genau da müssen sie sich treffen! 
So verschieden die zwei Frauen sind, so unterschiedlich fallen auch ihre Pläne aus: Helens Mann wird gar nicht erst eingeweiht, dann kann er auch nicht protestieren. Und Linda spekuliert auf einen smarten Schweden als Reisebegleitung, statt auf die korrekte Route zu achten. Aber was soll da schon passieren? Im schlimmsten Fall ein Waterloo. 

Taschenbuch, Knaur TB 
320 S.

8,99 Euro
ISBN: 978-3-426-51491-7


Leseprobe!



"Dancing Queens - Alle Wege führen nach Waterloo" ist nicht nur ein Buch für eingefleischte ABBA Fans, sondern ein humorvoller Roman, der einfach nur gute Laune versprüht. Ich habe oft gegrinst und mich vom ABBA Fieber anstecken lassen. Interessant hierbei ist, das ich beim Lesen der kursiven Liedtexte tatsächlich hätte mitsingen können. Die ABBA Ära ist wohl auch an mir nicht spurlos vorbeigegangen, völlig unterbewusst könnte ich den einen oder anderen Song sicherlich auch mitschmettern. Es versprüht einfach gute Laune und das liegt sicherlich nicht nur an den ganzen Komplikationen, die sich die beiden Damen Helen und Linda stellen müssen. So einfach ist es nämlich nicht zum 40 Jährigen Grand Prix Jubiläum zu kommen, allerdings wäre es wirklich langweilig geworden, wenn alles reibungslos verlaufen wäre. Die Autorinnen bedienen sich allerhand Klischees und das Buch tropft förmlich vor Kitsch und Übertreibungen, aber gerade das ist es, was das Buch so liebenswert macht. Immer wenn man als Leser/in denkt, schlimmer kann es nicht mehr kommen, kommt es schlimmer. Ein Chaos jagt das Nächste und vielleicht sind mir Damen Helen und Linda doch nicht so unähnlich wie ich dachte? Manchmal wäre ich gerne ein klein wenig wie Linda. Lebensfroh und gute Laune versprühend. Leider muss ich erkennen, das ich doch eher bieder bin wie Helen. So ein "Dancing Queen - Gefühl" - mal alles hinter sich lassen und abschalten wäre schon ganz schön. Allerdings würde ich darauf verzichten mich krankschreiben zu lassen, so etwas kann einfach nicht gut gehen. Schweden übt schon immer einen gewissen Reiz auf mich aus und wurde durch das Lesen des Romans noch etwas verstärkt, denn da der Roman in Schweden spielt, bringt das lesen mich dem wunderbaren Land ein kleines Stück näher, aber ob es wirklich daran liegt, das ABBA Schweden geprägt hat? Es hat definitiv unheimlich viel Spaß gemacht "Dancing Queens - Alle Wege führen nach Waterloo" zu lesen. Für mich war es Entspannung, obwohl meine Bauchmuskeln und meine Gesichtsmuskulatur doch hin und wieder gelitten haben, aber heißt es nicht immer "Lachen hält gesund?" Ich wünsche mir mehr solcher Bücher, die man zwar nicht ernst nehmen kann, die aber eindeutig gut sind für das innere Wohlbefinden. Ich konnte das Lesen genießen und mich komplett darauf einlassen. Vielen, vielen Dank dafür! Eine Erfolgsgeschichte mit ganz viel Wortwitz und einiger peinlicher Pannen nacherzählt und dem Leser nahe gebracht. Von mir eine Leseempfehlung!


Montag, 12. Mai 2014

Rapha - die Heilerin

Rapha - Die Tore von Ephesus


Ephesus im ersten Jahrhundert n. Chr.: Ihr Leben schien vorbei zu sein, als die Judenchristin Hadassa in der Arena den Löwen vorgeworfen wurde. Doch wie durch ein Wunder überlebte sie ihre schrecklichen Verletzungen. Als Helferin des jungen Arztes Alexander setzt sie sich mit großem Einsatz für die Kranken und Verzweifelten von Ephesus ein. Rapha nennen sie sie – die Heilerin. 

Heilung und Hilfe braucht auch Julia, Hadassas ehemalige Herrin, deren Weg immer steiler in den Abgrund führt. Und Marcus, der seine geliebte Hadassa tot glaubt und sich auf eine Pilgerreise in ihre Heimat Jerusalem begibt, um den Gott zu suchen, für den Hadassa zu sterben bereit war. Kann aus den Trümmern ihrer Träume neues Leben wachsen?

Die sprachliche überarbeitete und erweiterte Fortsetzung des Bestsellers von Francine Rivers.



Leseprobe auf der Verlagsseite oder Amazon (HIER!) verfügbar!





Nachdem mich Hadassa, der erste Teil der Trilogie schon sehr begeistern konnte (meine Rezension zum Buch findest du HIER!) freute ich mich sehr auf die Leserunde auf Lovelybooks und den Buchgewinn des Buches.

"Rapha - Die Tore von Ephesus" ist ein historischer Roman, der direkt an den ersten Band anknüpft.

VORSICHT SPOILER! Hadassa, die am Ende des ersten Bandes mehr tot als lebendig war, wird dennoch die Hauptrolle spielen und ist dabei noch intensiver und lebendiger als im ersten Buch. Auch dort hat sie ihren Glauben ausgelebt und mich persönlich immer wieder mit der Nase darauf gestoßen, wie lebendiger Glaube aussehen kann. Francine River benutzt als Überschriften etwas was sich nicht nur mir in der Leserunde eingeprägt hat. Der Töpfer und der Ton! Als Geschöpfe Gottes müssen uns formen lassen, manchmal auch durchs Feuer gehen und werden dann wunderbare Gefäße, die Gott füllen kann. Hadassa ist so ein Gefäß, denn sie lässt sich gebrauchen und auch wenn ich zum Ende hin alles etwas dick aufgetragen empfand gehört es dennoch zu den Büchern, die sich mir besonders einprägen werden und zu einem Lieblingsbuch mutieren. "Rapha - Die Tore von Ephesus" ist ein Roman, der mich mit hinein nimmt in eine andere Zeit und dennoch sind die Aussschweifungen und Intrigen auch in unserer Zeit zu finden. Hadassa ist voll von Liebe und Vergebung, was mich schwer beeindruckt und das nicht nur in Nebensätzen, sondern wie ein roter Faden durch das komplette Buch. Hadassa ist nicht ein Moment verbittert, sondern sie dient, auch wenn es gefährlich für sie sein könnte, erneut in die Arena zu müssen, dient sie aus Liebe zu Gott. Es ist nicht einen Moment lang kitschig oder unglaubwürdig, sondern etwas, was wir mitunter fehlt. Ist es nicht so, das wir als Menschen erst einmal unseren Vorteil sehen wollen, bevor wir etwas tun zum Wohle eines anderen? Hadassa ist auch wenn Narben ihr Gesicht verdecken und sie es durch einen Schleier verhüllt, wunderschön, denn sie hat einen inneren Frieden, natürlich hat sie hin und wieder innere Kämpfe, aber sie schafft es ihren Frieden auch nach außen zu tragen. Als rechte Hand des Arztes Alexander geschieht das eine oder andere Wunder und in diesen Augenblicken erfüllte mich eine tiefe Dankbarkeit, denn Hadassa lässt sich gebrauchen und dient somit dem einzig Wahren.
Ich habe das Buch zur Osterzeit gelesen, da ich es als passend empfand es dann zu lesen, aber dies war ein Trugschluss, denn "Rapha - Die Tore von Ephesus" ist ein Roman der jeden Tag gelesen werden kann. Ich wollte mir zu der Zeit allerdings ganz bewusst machen, was Ostern für mich bedeutet und musste erkennen, das Gott als Töpfer noch sehr viel an mir formen muss um mich zu einem wertvollen Gefäß zu machen.
"Rapha - Die Tore von Ephesus" ist für mich ein Buch, welches wirklich ganz viel Wärme ausstrahlt trotz Krankheiten und Tod. Es ist zu allererst ein Buch über Vergebung und Rettung. Auch wenn alles zu spät zu sein scheint, bietet Gott Rettung, wenn auch nicht Heilung an. Hadassa ist für die Familie  Valerian zum Segen geworden und wer sich auf  "Rapha - Die Tore von Ephesus" einlässt wird sich dem Charme des Buches nicht entziehen können. Im Original heißt der Roman "Echo in the Darkness" und auch das empfinde ich als sehr treffend. Hadassa bringt Licht in das Dunkel und wird dadurch zum Echo an denjenigen, dem sie ihr Leben gewidmet hat.

Von mir eine Leseempfehlung für "Rapha - Die Tore von Ephesus". Ein echtes Lesehighlight!

 



Sonntag, 11. Mai 2014

Buchpost *18 + 19*

Guten Morgen,

heute am Muttertag möchte ich euch natürlich trotzdem meine Neuzugänge der letzten beiden Wochen vorstellen. Ich bin ehrlich gesagt recht froh, das es nicht so ganz so viele sind, denn ich möchte in nächster Zeit einiges an SUB Abbau betreiben, da mir meine vollen Buchregale wirklich schon Angst machen und ich so viele tolle Bücher im Regal stehen habe, die ich unbedingt lesen möchte und mir die Zeit oft einfach fehlt. Ein neues Buch zaubert mir einfach ein Lächeln ins Gesicht und lenkt mich einfach von meinen Alltagssorgen ab. Zur Zeit mache ich mir ein klein wenig Sorgen um meine mittlere Tochter und sobald ich da ein klein wenig mehr weiß, werde ich es euch vielleicht mitteilen, aber zur Zeit ist da ein dicker Klumpen an Angst, der dazu führt, das ich schlecht schlafe und dementsprechend auch alles andere leidet. Morgen haben wir einen Arzttermin und vielleicht lässt sich dort einiges klären?



"Das Vermächtnis des Zimmermanns" habe ich bei der Aktion Blogger schenken Lesefreuden auf dem Blog von Mone gewonnen und mich riesig über meinen einzigen Buchgewinn der Aktion gefreut. 

"Dancing Queens - Alle Wege führen nach Waterloo" habe ich mir ertauschen können, da ich Klappentext einfach witzig fand. Außerdem steht hinter dem Pseudonym Jana Fuchs zwei Autorinnen, die ich schon recht gut über Lovelybooks kenne und deshalb das Buch unbedingt lesen wollte.

"Singe, fliege, Vöglein, stirb" habe ich mir gekauft, da ich bisher alle Bücher der Autorin wirklich spannend fand. Trotz SUB Abbau ein Buch, welches für mich ein echtes MUST HAVE war.

"Eiskalter Wahnsinn" habe ich auf der Facebookseite des Mira Taschenbuchverlages gewonnen und gestern schon begonnen. Es ist wirklich gut geschrieben und ich bin gespannt auf den großen Showdown, den ich nämlich erwarte. 

"Wen liebst du wenn ich tot bin" wurde auf Lovelybooks gegen Porto angeboten und es klang vom Klappentext her sehr gut und ich habe zugeschlagen. Nachdem ich nun die Rezensionen auf Amazon las, bin ich doch eher unsicher, ob ich nicht zu viel von dem Buch erwartet habe.




 

Hier noch zwei eBooks die auf meinem Reader eingezogen sind. "Der steinerne Zeuge" und "Das 2. Gesicht"


Ich komme also wie ihr seht aus dem Lesen nicht heraus und natürlich lenkt mich dies schon von meinen Sorgen ab, aber löst sie natürlich nicht. Ich versuche mich nicht unterkriegen zu lassen, obwohl ich das Gefühl habe mein Herz bricht.




Wünsche euch trotz allem, was sich in meinem Kopf abspielt eine gute neue Woche!


GLG,
Mel


Samstag, 10. Mai 2014

Die Geschichte eines Serienkillers



Ethan Cross

Ich bin die Nacht

Thriller 

Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen.


Taschenbuch, 398 Seiten 
ISBN: 978-3-404-16923-8
9,99 Euro





"Ich bin die Nacht" ist ein Thriller, der ganz anders war als ich zunächst angenommen hatte, denn er spricht zwar von einem Serienmörder, der widerlicher nicht sein kann, aber auch von einer Verschwörung, die mir am Ende wirklich den Atem stocken ließ, da ich dieses so nicht erwartet hätte. Ich liebe es, wenn Bücher mich tatsächlich noch überraschen können. "Ich bin die Nacht" ist der zweite Band über den Serienmörder Francis Ackermann junior und nachdem ich nun den Thriller beendet habe, bin ich sehr versucht auch "Racheopfer" zu lesen, da ich darin vermute mehr über Francis Ackermann zu lesen. Wir bekommen immer wieder kleine Einblendungen über Francis Ackermanns Vergangenheit und er ist das Ergebnis seines kranken Vaters, der einen Serienmörder aufgezogen und regelrecht gezüchtet hat. Francis mordet ohne mit der Wimper zu zucken und spielt dabei ein Spiel mit seinen Opfern. Ein regelrecht krankes Spiel. Zwischendurch empfand ich es als wirklich sehr, sehr grausam, besonders wenn es darum ging, das Mütter lediglich ihre Kinder beschützen wollten. Mir ist aufgefallen, das Mutterliebe etwas ist, was Francis Ackermann völlig fremd ist. Es verwirrt ihn und er kann sich nicht darauf einlassen. Francis ist ein Spieler und seine Mitspieler sind dazu verdammt zu verlieren. Die Chance das Spiel zu gewinnen ist einfach zu gering und dennoch hat man als Leser immer wieder die Hoffnung das sich der Spieß umdreht. Francis hat keinerlei Gefühlsregung in sich und das ist etwas, was sicherlich im Zusammenhang mit seinem Vater steht. "Ich bin die Nacht" lebt von Zufällen und wirklich interessanten Protagonisten, die uns entweder sympatisch sind oder uns verachtenswert erscheinen. Ich konnte mich auf den Thriller einlassen und auch wenn manches wirklich überspitzt und unglaubwürdig erscheint, hat mir das Gesamtbild des Thrillers sehr gefallen. Ich möchte gerne eine Leseempfehlung aussprechen, denn die Jagd auf Francis ist wirklich spannend, da auch noch andere Personen in diese Jagd miteinbezogen werden, die mit den Taten des Killers wenig zu tun haben und sich einfach nur im falschen Moment am falschen Ort befunden haben. Lediglich das Ende der Verschwörung, der Marcus ausgesetzt ist, beschert dem Thriller einen leicht bitteren Nebengeschmack, denn es wirkt zu aufgesetzt und selbst für amerikanische Verhältnisse komplett unglaubwürdig. Für mich nebensächlich, denn das Katz und Maus Spiel des Serienkillers ließ mich als hartgesottenen Thrillerfan ganz auf meine Kosten kommen. 

Donnerstag, 8. Mai 2014

Ein Leben gegeben


To Save A Life

Bist du bereit, ein Leben zu retten?


  • Paperback, 304 Seiten
  •  
  • · 
  •  
  • 9783865916570 
    Gerth Medien
    12,99 Euro


    Bei Jake Tayler läuft alles glatt: Er hat eine hübsche Freundin, ist Star der Basketball-Mannschaft und immer im Mittelpunkt des Geschehens. Doch als ein alter Jugendfreund sich vor seinen Augen das Leben nimmt, kommt er ins Nachdenken. Hätte er den Selbstmord verhindern können? Trägt er vielleicht sogar Mitschuld daran? 

    Jake beginnt, seinen bisherigen Lebensstil zu hinter fragen. Doch dann geraten die Dinge außer Kontrolle. Es stellt sich heraus, dass seine Freundin schwanger ist. Die Ehe seiner Eltern steht kurz vor dem Aus. Und seine engsten Freunde wenden sich von ihm ab. Inmitten dieser Umbrüche steht Jake vor Entscheidungen mit großer Tragweite.

    Leseprobe! auf der Verlagsseite vorhanden



    "To Save A Life" habe ich ursprünglich für meine Kinder ertauscht, ohne zu ahnen, das beide schon den Film zum Buch gesehen haben. Ob sich der Film vom Buch unterscheidet kann ich leider nicht beantworten, da ich den Film nicht kenne. Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, bin ich überzeugt davon, das sich der Film wirklich lohnen wird. Das Buch ist zwar für Teenager geschrieben, hat dabei aber so viel Tiefgang das es sich auch zu lesen lohnt, wenn man das jugendliche Alter schon weit überschritten hat. Es geht um Schuld und Vergebung, dem Kampf sich seiner Schuld zu stellen und den Veränderungen die es mit sich bringt, wenn man sich für ein leben mit Gott entscheidet. Es ist nicht leicht zu lesen, denn es bringt zum Nachdenken, denn wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, werden wir uns hier und da in Jake Taylor unserem Protagonisten wiedererkennen. Jake ist ein ganz normaler Teenager, der seinen ehemals besten Freund in den Hintergrund stellt, da dieser körperlich durch einen Unfall gehandicapt ist. Jake, der zunehmends zum Star der Schule mausert vergisst seinen Freund quasi bis zu dem Tag an dem sich dieser vor seinen Augen das Leben nimmt. Eine grausame Erfahrung, aber für Jake eine Erfahrung die zu Veränderungen seines Lebens führt. Vorher empfand ich ihn als eher oberflächlich, aber nach und nach macht er eine Entwicklung durch, die ihn durchaus sympathisch macht. Er grenzt sich zwar von seinen "alten" Freunden ab, knüpft aber zügig neue Bande zu Menschen, die er vorher nie beachtet hätte. Letztendlich lernen wir viel über Respekt und Toleranz anderen Menschen gegenüber und lernen vor allem das es nicht darauf ankommt, wie wir uns kleiden oder aussehen, sondern das wir alle wertvoll sind. Mich hat es sehr beeindruckt und hier und da benötigte ich auch ein Taschentuch, da es mich sehr berührt hat. Ich werde nicht ins Detail gehen, da ich sonst viel zu viel preisgeben würde, aber ich wünschte mir ehrlich gesagt mehr solcher Bücher für Jugendliche, die echten Tiefgang haben und unsere Kids mit der Nase darauf stoßen, das jeder und damit meine ich wirklich jeden Menschen ein Recht darauf hat akzeptiert und wertgeschätzt zu werden. Es tat gut dieses Buch zu lesen und ich kann es nur weiterempfehlen, da es auch wenn es viele Klischees erfüllt ein Roman ist, der wirklich unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt.


    Ich ende mit dem Trailer zum Film und spreche zuvor eine Leseempfehlung aus für "To Save A Life" Leider konnte ich den Trailer im Internet nur in Englisch finden.





    Mittwoch, 7. Mai 2014

    (M)eine Welt in Farben



    Alice, wie Daniel sie sah

    Für den obdachlosen Daniel ist jeder Buchstabe mit einer Farbe verbunden. Seit Jahren streift er durch London und sammelt Papierschnitzel und andere achtlos weggeworfene Dinge in den Farben, die den Namen seiner Tochter bilden: Eisblau für A, Gold für L, Rosa für I, Dunkelblau für C, Grau für E - Alice. Daraus formt er kleine Kunstwerke, die er für sie in der Stadt verteilt. Daniel hat seine Tochter noch nie getroffen. Bis ihm der Zufall eines Tages ihre Adresse zuspielt.

    "Ein Buch, das voller Hoffnung funkelt.“ Independent on Sunday

    Quality Paperback 
    Knaur TB 
    320 S.

    ISBN: 978-3-426-51409-2
    14,99 Euro



    LESEPROBE!




    "Alice, wie Daniel sie sah" ist ein sehr melancholisches Buch, welches angefüllt ist von der Trauer die Alice bekämpfen will nachdem ihr Vater gestorben ist. Daniel tritt als Landstreicher in ihr Leben und gibt sich nicht als ihr Vater zu erkennen, sondern  macht ihr kleine Geschenke aus Müll. Die Bedeutung ist Alice nicht klar, auch nicht nachdem sie Daniel kennen lernt. Daniel sieht alles um sich herum in Farben, was ja eigentlich sehr schön ist, aber so wirklich wollte der Funke bei mir nicht überspringen. Insgesamt fand ich das Buch nämlich viel zu traurig und es gab außer dieser Emotion nicht viel mehr preis, was ich als sehr Schade empfunden habe, da meine Erwartungen an das Buch durch Klappentext und dem wirklich ansprechenden Cover wahrscheinlich doch sehr hochgeschraubt war. Insgesamt ist es zwar eine solide Story, die mich aber nicht ganz packen konnte. Hin und wieder gönnt uns Daniel einen kleinen Einblick in sein Leben, was mir aber doch zu kurz erschien, auch wenn ich verstehe, warum er sich nicht zu Alice bekennen konnte. Auch wenn man seine große Liebe verliert, wird man doch nicht gleich obdachlos, oder? Macht eine unerfüllte Liebe einen Menschen so fertig, das es egal ist, das er / sie alles verliert? Gut rüber gekommen ist das Leben unter der Brücke bzw. den Obdachlosenheimen. Daniel der sich aufhübschen will um seiner Tochter entgegen zu treten trifft auf Menschen die ihm wohlgesonnen sind, aber dennoch kann er seinen ersten Eindruck eines Landstreichers nicht ganz loswerden und seinen Geruch wohl auch nicht. Mir war es oft etwas zu seicht und zu wenig in die Tiefe gehend, denn genau das habe ich erwartet. Ein Buch, welches mich mitten ins Herz trifft und mir vielleicht den einen oder anderen Griff zu Taschentüchern beschert. So ist es nicht gekommen, da ich das Buch zwar ganz nett fand, weil es sich leicht lesen ließ, aber so ganz überzeugend fand ich die Story dann doch nicht. Mir fehlte das Bunte eines Regenbogens, wie im Klappentext erwähnt, denn das düsternde Schwarz voll Trauer fehlte die Hoffnung und das ersehnte Happy End. Das Buch endet meiner Meinung nach einfach zu abrupt ohne mir das zu geben, was ich mir ersehnt hatte. Ein Buch voll von schönen, leuchtenden Farben die mein Herz erwärmen. 4 Sterne, fast schon 3 und zwar HIER!

    Montag, 5. Mai 2014

    Wer nicht schwimmen kann, muss sterben


    Freda Wolff

    Schwesterlein muss sterben

    Klappenbroschur, 400 Seiten
    Rütten & Loening
    978-3-352-00874-0
    14,99 Euro

    „Du wirst jetzt schwimmen lernen“, sagt er. „Schwesterlein muss schwimmen können, sonst stirbt sie.“

    Bergen in Norwegen. Merette Schulman liebt ihren Beruf als Psychologin – bis sie an Aksel gerät, einen eindeutig soziopathisch veranlagten Patienten. Nicht nur, dass er gesteht, bereits als Vierzehnjähriger seine Stiefschwester getötet zu haben, er scheint auch Merettes Tochter Julia nachzustellen. Als deren Freundin Marie spurlos verschwindet und Merette herausfindet, dass in Aksels Umfeld weitere mysteriöse Badeunfälle geschahen, gerät sie in Panik. Die Opfer waren immer junge Mädchen – wie Julia und Marie.




    "Schwesterlein muss sterben", ist ein Thriller, der mich nicht wirklich überzeugen konnte, denn die Handlung ist eher verwirrend und kommt auch nicht wirklich in Fahrt. Ein netter seichter Roman, dessen Grundidee wirklich gut ist, aber die Ausführung mich nicht begeistern konnte. Normalerweise finde ich an einem Buch immer irgendetwas was mich letztendlich doch mitreißen kann, aber hier habe ich vergeblich gewartet. Schon als Merette in der Nähe des Bootshauses anzutreffen ist, waren es mir doch einige Zufälle zuviel und ich hätte das Buch am liebsten zur Seite gelegt. Ein Buch abzubrechen kommt für mich in den seltensten Fällen in Frage, daher hielt ich durch in der Hoffnung doch noch etwas geboten zu bekommen, was meine Meinung der ersten 150 Seiten niederreißen kann. Der Schreibstil der Autorin ist leicht zu lesen. es liest sich quasi von alleine, das ist immer positiv und auch hier nicht anders, dennoch waren hier zu vieles an Geschehnissen, zu viele Gedanken, zu viele Zufalle, von allem ein klein wenig zu viel um mich zu überzeugen. Schade, denn der Klappentext klang toll und auch das Cover hat etwas sehr Bedrohliches. Im Thriller fehlt dieses allerdings und ich, die ich ja auch Mutter bin kann die Gefühle die Merette hegt schon nachvollziehen, aber letztendlich fand ich es doch recht oberflächlich abgehandelt. Die Personen erscheinen eher blass und werden uns nur in Auszügen präsentiert. Letztendlich ist mir keine der Personen so beschrieben worden, das ich mich in sie hätte hineinversetzen könnte. Mitunter hatte ich den Eindruck, das die Geschehnisse holter die polter abgehandelt werden um uns als Lesern einen Thriller zu präsentieren und die Romanidee noch nicht ganz ausgereift war.  Nett für zwischendurch, aber nichts was im Kopf bleibt oder so beängstigend ist, wie ich es erwartet hätte. Schade!

    Sonntag, 4. Mai 2014

    Goodbye Deutschland! Welcome in Italiaaaaaaaaahhhhhhhh!


    ANNA GOLD

    Verpissimo! - Ein Sommer in Italien



    ISBN 978-3-95649-009-5
    8,99 EUR  
    304 Seiten
    ISBN eBook 978-3-95649-314-0 

    LESEPROBE!


    Auswandern nach Italien! Nix hält Dana und ihre allerbeste Freundin Mel in Deutschland: Ihre Jobs sind ätzend, ihre Freunde (Käfer-Klaus und Mickey) betrügerisch beziehungsweise Muttersöhnchen. Kurzentschlossen investiert Mel in eine Villa im Piemont, die ihr der italienische Makler am Telefon ans Herz gelegt hat. Eine Frühstückspension ist angedacht. Nur: Der schrullige Vorbesitzer (Müll-Mastro, die Altlast) weigert sich auszuziehen. Zahlende Gäste kommen entweder gar nicht oder sind Rocker. Oder Grufties. Meer ist weniger, und was um alles in der Welt ist die Kottize Fischikale?
     Die Freundinnen sind mittendrin im dolce vita für Hartgesottene inklusive italienischer (Alb-)Traummänner …



    Mit "Verpissimo! Ein Sommer in Italien" haben wir Chick Lit vom Feinsten, denn es ist wirklich amüsant Mel und Dana nach Piemont zu begleiten. Soviel Chaos und Wortwitz, wirkt auf mich äußerst charmant und ist  definitiv ein Buch um dem schnöden Alltag hinter sich zu lassen. Ich selbst bin des italienischen nicht mächtig, aber die beiden Protagonistinnen  im Buch sind da nicht besser und trotz Wörterbuch kommt es zu einigen Ungereimtheiten. Ihre Pläne sind, sich in Italien ein neues Leben aufzubauen, da es im Beruf und mit den Männern hapert. Eine Idee von Dana wird von Mel gleich aufgegriffen und schon wird gekündigt und der Umzug nach Piemont startet recht zügig. Natürlich schon sehr mutig ein Haus zu kaufen ohne es vorher besichtigt zu haben und dann alle Brücken hinter sich abzubrechen. Nun beginnt das Chaos, denn es ist nichts wie es scheint. Auch das Loslösen der Liebe des Lebens erweist sich als äußerst schwierig. Mickey, den Freund von Dana hätte ich mir gerne das eine oder andere Mal zur Brust genommen. Ein Müttersöhnchen wie es im Buche steht und mir echte Alpträume beschert. Was findet Dana nur an ihm? Auch Klaus, der Freund von Mel ist ein interessanter Typ von dem Mel nicht loszukommen scheint. Dazu kommt dann auch Maestro, der Vorbesitzer des gekauften Hauses in Piemont. Dieser entwickelt sich mehr und mehr zum Hausbesetzer und seine Stinkefüße sind so gut beschrieben, das der Gestank mir fast schon aus dem Buch entgegen weht. Uns begegnen hier einige interessante Menschen und witzige Begebenheiten, die  "Verpissimo! Ein Sommer in Italien" wirklich lesenswert machen. Ich konnte mich voll auf den italienischen Flair, die Sommersonne und echtem liebenswerten Chaos einlassen und habe das Buch zufrieden zusammen klappen können, denn es hat alle Kriterien erfüllt die ich erwartet hatte.

    Angesprochen hat mich das Cover, denn es strahlt echte Lebensfreude aus. Zwei Frauen auf einem Motorroller, die lächeln und winkend in die Kamera schauen. Letztendlich ist der Motorroller im Buch rosa und gehört den beiden noch nicht einmal, was jetzt aber nicht wirklich relevant für das Buch ist. Auch Mel, meine Namensträgerin ist mir nicht wirklich ähnlich, denn ich bin von der Statur doch eher wie Dana. Die eine oder andere Parallele zu mir habe ich doch entdecken können, denn auch ich bin ein Mensch der eher schweigt und sich ganz oft zurücknimmt.


    Wer einen Roman nicht ernst nimmt, sondern nur Ablenkung sucht, wird mit "Verpissimo! Ein Sommer in Italien" wirklich sehr viel Spaß haben. Mein Dank an BloggdeinBuch und den Mira Taschenbuch Verlag für dieses kurzweilige Lesevergnügen. Absolut empfehlenswert!