Mittwoch, 7. Mai 2014

(M)eine Welt in Farben



Alice, wie Daniel sie sah

Für den obdachlosen Daniel ist jeder Buchstabe mit einer Farbe verbunden. Seit Jahren streift er durch London und sammelt Papierschnitzel und andere achtlos weggeworfene Dinge in den Farben, die den Namen seiner Tochter bilden: Eisblau für A, Gold für L, Rosa für I, Dunkelblau für C, Grau für E - Alice. Daraus formt er kleine Kunstwerke, die er für sie in der Stadt verteilt. Daniel hat seine Tochter noch nie getroffen. Bis ihm der Zufall eines Tages ihre Adresse zuspielt.

"Ein Buch, das voller Hoffnung funkelt.“ Independent on Sunday

Quality Paperback 
Knaur TB 
320 S.

ISBN: 978-3-426-51409-2
14,99 Euro



LESEPROBE!




"Alice, wie Daniel sie sah" ist ein sehr melancholisches Buch, welches angefüllt ist von der Trauer die Alice bekämpfen will nachdem ihr Vater gestorben ist. Daniel tritt als Landstreicher in ihr Leben und gibt sich nicht als ihr Vater zu erkennen, sondern  macht ihr kleine Geschenke aus Müll. Die Bedeutung ist Alice nicht klar, auch nicht nachdem sie Daniel kennen lernt. Daniel sieht alles um sich herum in Farben, was ja eigentlich sehr schön ist, aber so wirklich wollte der Funke bei mir nicht überspringen. Insgesamt fand ich das Buch nämlich viel zu traurig und es gab außer dieser Emotion nicht viel mehr preis, was ich als sehr Schade empfunden habe, da meine Erwartungen an das Buch durch Klappentext und dem wirklich ansprechenden Cover wahrscheinlich doch sehr hochgeschraubt war. Insgesamt ist es zwar eine solide Story, die mich aber nicht ganz packen konnte. Hin und wieder gönnt uns Daniel einen kleinen Einblick in sein Leben, was mir aber doch zu kurz erschien, auch wenn ich verstehe, warum er sich nicht zu Alice bekennen konnte. Auch wenn man seine große Liebe verliert, wird man doch nicht gleich obdachlos, oder? Macht eine unerfüllte Liebe einen Menschen so fertig, das es egal ist, das er / sie alles verliert? Gut rüber gekommen ist das Leben unter der Brücke bzw. den Obdachlosenheimen. Daniel der sich aufhübschen will um seiner Tochter entgegen zu treten trifft auf Menschen die ihm wohlgesonnen sind, aber dennoch kann er seinen ersten Eindruck eines Landstreichers nicht ganz loswerden und seinen Geruch wohl auch nicht. Mir war es oft etwas zu seicht und zu wenig in die Tiefe gehend, denn genau das habe ich erwartet. Ein Buch, welches mich mitten ins Herz trifft und mir vielleicht den einen oder anderen Griff zu Taschentüchern beschert. So ist es nicht gekommen, da ich das Buch zwar ganz nett fand, weil es sich leicht lesen ließ, aber so ganz überzeugend fand ich die Story dann doch nicht. Mir fehlte das Bunte eines Regenbogens, wie im Klappentext erwähnt, denn das düsternde Schwarz voll Trauer fehlte die Hoffnung und das ersehnte Happy End. Das Buch endet meiner Meinung nach einfach zu abrupt ohne mir das zu geben, was ich mir ersehnt hatte. Ein Buch voll von schönen, leuchtenden Farben die mein Herz erwärmen. 4 Sterne, fast schon 3 und zwar HIER!

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