Montag, 5. Mai 2014

Wer nicht schwimmen kann, muss sterben


Freda Wolff

Schwesterlein muss sterben

Klappenbroschur, 400 Seiten
Rütten & Loening
978-3-352-00874-0
14,99 Euro

„Du wirst jetzt schwimmen lernen“, sagt er. „Schwesterlein muss schwimmen können, sonst stirbt sie.“

Bergen in Norwegen. Merette Schulman liebt ihren Beruf als Psychologin – bis sie an Aksel gerät, einen eindeutig soziopathisch veranlagten Patienten. Nicht nur, dass er gesteht, bereits als Vierzehnjähriger seine Stiefschwester getötet zu haben, er scheint auch Merettes Tochter Julia nachzustellen. Als deren Freundin Marie spurlos verschwindet und Merette herausfindet, dass in Aksels Umfeld weitere mysteriöse Badeunfälle geschahen, gerät sie in Panik. Die Opfer waren immer junge Mädchen – wie Julia und Marie.




"Schwesterlein muss sterben", ist ein Thriller, der mich nicht wirklich überzeugen konnte, denn die Handlung ist eher verwirrend und kommt auch nicht wirklich in Fahrt. Ein netter seichter Roman, dessen Grundidee wirklich gut ist, aber die Ausführung mich nicht begeistern konnte. Normalerweise finde ich an einem Buch immer irgendetwas was mich letztendlich doch mitreißen kann, aber hier habe ich vergeblich gewartet. Schon als Merette in der Nähe des Bootshauses anzutreffen ist, waren es mir doch einige Zufälle zuviel und ich hätte das Buch am liebsten zur Seite gelegt. Ein Buch abzubrechen kommt für mich in den seltensten Fällen in Frage, daher hielt ich durch in der Hoffnung doch noch etwas geboten zu bekommen, was meine Meinung der ersten 150 Seiten niederreißen kann. Der Schreibstil der Autorin ist leicht zu lesen. es liest sich quasi von alleine, das ist immer positiv und auch hier nicht anders, dennoch waren hier zu vieles an Geschehnissen, zu viele Gedanken, zu viele Zufalle, von allem ein klein wenig zu viel um mich zu überzeugen. Schade, denn der Klappentext klang toll und auch das Cover hat etwas sehr Bedrohliches. Im Thriller fehlt dieses allerdings und ich, die ich ja auch Mutter bin kann die Gefühle die Merette hegt schon nachvollziehen, aber letztendlich fand ich es doch recht oberflächlich abgehandelt. Die Personen erscheinen eher blass und werden uns nur in Auszügen präsentiert. Letztendlich ist mir keine der Personen so beschrieben worden, das ich mich in sie hätte hineinversetzen könnte. Mitunter hatte ich den Eindruck, das die Geschehnisse holter die polter abgehandelt werden um uns als Lesern einen Thriller zu präsentieren und die Romanidee noch nicht ganz ausgereift war.  Nett für zwischendurch, aber nichts was im Kopf bleibt oder so beängstigend ist, wie ich es erwartet hätte. Schade!

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