Montag, 25. August 2014

Absolutes Wohlfühlbuch




Wilder Wacholder


Einen neuen Anfang will Isabell in der Lüneburger Heide wagen und ihre schmerzliche Vergangenheit in Cornwall vergessen. Doch das ist unmöglich – eine neue spannende Lovestory von Susanne Schomann!

Die grünen Hügel von Cornwall hat Isabell Valentine gegen die blühende Heide von Lunau eingetauscht: Nach dem Unfalltod ihres Mannes wagt sie in der Lüneburger Heide einen Neuanfang: Beruflich mit ihren Modetorten, privat ist da Dr. Kjell Loewenthal. Aber der Landarzt von Lunau ist ein Mann, der sich auf keine feste Beziehung einlassen will, auch wenn seine Blicke in kostbaren Momenten etwas zu versprechen scheinen, an das Isabell nach all den Tränen nicht mehr glauben konnte. Es duftet nach wildem Wacholder, als Kjell sie zum ersten Mal küsst. Und er ist für sie da, als die Vergangenheit sie einholt – und ihr Glück unter dem weiten Heidehimmel in Gefahr gerät.

ISBN 978-3-95649-042-2
8,99 EUR 
320 Seiten
ISBN eBook 978-3-95649-346-1 8,99 EUR 



Mir war bewusst, als ich mich auf BloggdeinBuch auf "Wilder Wacholder" bewarb, das es sich hierbei um eine Liebesgeschichte handelt, die Frau einfach zwischendurch einfach auch mal braucht, zwischen all den anderen Genres in der sie sich normalerweise bewegt beim Lesen. Mir hat es sehr gefallen abzutauchen in die chaotische Liebesgeschichte von Isabell und Kjell, die sich in einer traumhaften Kulisse abspielt und die Farbenpracht der Heide, wie man auf dem Cover bewundern kann, wirklich heraussticht. Die Menschen sind mir durchweg sympathisch, natürlich gibt es Ausnahmen, aber da sie nur Nebenrollen im Buch einnehmen, sind sie wirklich nebensächlich. Isabell und Kjell treffen aufeinander und man hört den Knall förmlich, denn sie fühlen sich definitiv ab dem ersten Moment zueinander hingezogen. Ehrlich gesagt hätte es der Story sehr geschadet, wenn sie sich von Anfang an bewusst gewesen wären, das sie zusammengehören. Für mich als Leserin ist es natürlich eindeutig, aber für den Verlauf der Story, die auch einige erotische Szenen parat hat, (olala) war es zwingend notwendig uns hinzuhalten. Schön fand ich, das hier nicht nur Liebe / Sex im Vordergrund stand, sondern auch echte Krimianteile vorhanden waren. Im Prinzip also ein Buch ganz nach meinem Geschmack und eben dadurch anders als erwartet. Nicht nur 08/15 Liebesgeschichte, sondern wie auch oft in Nora Roberts Romanen echte Leidenschaft und Spannung. Ich habe das Lesen wirklich genießen können, da die Autorin wirklich sehr bildhaft die jeweilige Situation umschreiben konnte, ihren Charakteren echtes Leben einzuhauchen verstand und eben auch die Kulisse Heide und Cornwall eingeflochten hat. Es war ein Ausflug für alle Sinne (Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen), denn die Rezepte hinten im Buch sind auch nicht zu verachten. Ich, die ich ein Faible für Käsekuchen habe, werde diesen sicherlich nachbacken. 

Insgesamt ein tolles Buch, welches ich gerne weiterempfehle, da es mich wirklich überzeugen konnte. Einen kleinen Anteil hat dabei Siegmund Freud übernommen, denn dieser hat sich von Anfang an nicht nur mein Herz im Sturm erobert. Leseempfehlung! Ich freue mich im übrigen sehr, das "Wilder Wacholder"ein Auftakt einer Serie ist und ich im nächsten Band dann nachlesen kann, warum Luisa es schwer fällt sich zu binden und was es dabei mit den "Drei Musketieren aus Lunau" auf sich hat. Ich würde sagen Auftakt gelungen ☺

Ausgenutzt und missbraucht im Namen der Forschung



Die Quintessenz von Staub



„Der Tod wäre sicher eine Lösung, aber so einfach komme ich nicht davon. Leider. Oder glücklicherweise.”

Für Marie ist die Liebe zu Pius ein großes, unerwartetes Glück. Doch ein schwerer Schlaganfall verändert alles. Marie ist in ihrem Körper eingeschlossen, kann nicht einmal mehr sprechen und muss sich fragen, ob sie ihren Mann und seine Motive wirklich kennt.


  • Format: Kindle Edition
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 237 Seiten
  • Verlag: bookshouse
  • ISBN-13: 978-9963525133

eBook in anderen Formaten auf der Verlagsseite verfügbar


eBook             3,99 Euro
Taschenbuch 11,99 Euro








"Die Quintessenz von Staub" hat einen wirklich außergewöhnlichen Titel, der mich so ansprach, das ich mir das Buch auf meinen Reader lud. Erwartet hat mich ganz viel Ehrgeiz. Ein Ehrgeiz, der Pius irgendwann zum Verhängnis werden wird, denn niemand hat das Recht Menschen zu Forschungszwecken zu missbrauchen. 
Da der Klappentext schon einiges nennenswertes verrät, werde ich mich nicht zurückhalten müssen, denn Marie, die an ihrem Hochzeitstag einen Schlaganfall erleidet, ist Pius nun komplett ausgeliefert und er ist es der plötzlich komplett über ihren Körper bestimmt. Man kann es Wahnsinn nennen oder auch Selbstüberschätzung, denn mir fehlten wirklich die Worte, um es zu benennen. Ich hatte wirklich Wut im Bauch, denn meiner Meinung nach hat niemand das Recht sich in Gottes Schöpfungsplan einzumischen. Dieses unterscheidet mich ganz deutlich von Pius, der sein Wissen nutzt um eben genau dieses zu tun. Er benutzt seine Frau, die er am Anfang ihrer Beziehung so sehr um den Finger wickelt, das Marie ihm regelrecht hörig wird. Scheinbar geht von Pius etwas aus, was einer Schlange ähnelt, die ihre Beute betäubt, denn Marie schafft es nicht sich von ihm zu lösen. Von Anfang an war Pius mir suspekt und ich ahnte, was geschehen wird. Als Marie dann tatsächlich einen Schlaganfall erleidet, mitten in Afrika auf ihrer Hochzeitsreise wurde mir klar, dass dieser von Pius herbei geführt worden sein muss. 
Über Lock - In - Syndrom habe ich in "Die Quintessenz von Staub" zum ersten Mal bewusst gelesen und dieses schürte meine Wut auf Pius noch mehr, denn er nimmt sich Dinge heraus, die mich wirklich sprachlos machten. Es ist schon vorhersehbar was sich anbahnt, aber dennoch bietet der Thriller genügend Stoff um nachzudenken. Der Spannungsbogen ist zwar eher niedrig, dennoch geht von "Die Quintessenz von Staub" ein echter Sog aus, der mich ans Buch fesselte. Ich litt mit Marie und hoffte für sie, das sich ihr Umstand irgendwann bessert und sie die Kraft findet sich zu wehren.

Ich kann für "Die Quintessenz von Staub" eine Leseempfehlung aussprechen, denn es regt zum Nachdenken an und hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack im Gesamtergebnis. Niemand sollte das Recht haben unser Leben zu bestimmen, denn wir sind geschaffen, um soweit es möglich ist, selbst Entscheidungen zu treffen. Menschen ihren Willen zu nehmen, und wie Marionetten fremd zusteuern, macht mich echt sauer und daher bin ich zufrieden mit dem, was Pius letztendlich ereilt.

Sonntag, 24. August 2014

Urlaubsbekanntschaften




Die Lügen der Anderen


Der Zufall führt drei Pärchen zusammen, die sich reihum zu drei Abendessen einladen, um sich besser kennenzulernen. Was sie dabei voreinander verheimlichen, hat in England bereits über hunderttausend Leserinnen und Leser um den Schlaf gebracht.
Die Lügen der Anderen ist ein abgründiger Thriller, der aufregend anders ist.


416 Seiten · mit Schutzumschlag
Atrium Verlag
für Erwachsene
EUR 19,99 
ISBN-13: 978-3-85535-054-4


In "Die Lügen der anderen" begegnen uns unterschiedliche Charaktere, die sich durch ihr Leben quälen und sich voreinander profilieren müssen, um möglichst gut dazustehen und dabei leider sich immer mehr in Lügen verstricken. Im Urlaub gelingt es uns leicht uns voreinander zu verstellen, wenn wir uns aber in unserem echten und wahren Leben treffen, kommen schnell die Unzulänglichkeiten unserer Ehen, unseres Lebens zum Vorschein. Ich würde spontan keinem der Ehepaare meine Gunst schenken, denn ich verabscheue Unehrlichkeiten und das Tragen von Masken. Wir treffen hier nicht nur auf Unehrlichkeit, sondern auch auf das Verschwinden eines geistig behinderten Mädchens, welches sich erst klärt, nachdem die Paare wieder zuhause sind. Das Mädchen ist der ständige Begleiter im Gespräch als sich die Paare treffen und sich gegenseitig einladen. Ich hatte das Gefühl, das sich alle gegenseitig übertrumpfen müssen um zu glänzen, dabei aber oberflächlich bleiben, zumindest am Anfang, denn irgendwann fallen die Masken und der Mensch wird gläsern.

Der Täter lässt sich leicht in seine Karten schauen, denn ihm sind einige Abschnitte im Buch gewidmet. Es nimmt nach und nach Gestalt an, mir aber doch nicht verdeutlicht, wieso jemand sich das recht herausnimmt einem anderen Menschen zu schaden. Alle sind verdächtigt und bis zum Ende hin malte ich mir diesen oder jenen Ablauf aus. Es geschieht wieder ein Mord, dem den ersten sehr ähnelt. Ab da war ich vollends verwirrt, zumal die Paare auch immer mehr Gestalt annehmen und manche Lüge zumindest für mich offensichtlich wird. Man stellt sich als Friede - Freude - Eierkuchen - Paar hin, obwohl es doch sehr brodelt und ehrlich gesagt nichts ist, wie es den Anschein hat. Einige Beispiele, wären z. B. die Schauspielerin die versucht sich hoch zu schlafen um eine begehrte Rolle zu bekommen oder der Macho, der jedem Rock hinter her steigt um sein Ego zu pflegen. Das Typische, was mitunter auch menschlich ist, ist der Neid, den alle irgendwie verspüren, denn der Wunsch besser, reicher oder gut aussehender zu sein als der oder die andere, wird hier sehr deutlich hervorgehoben.  Dadurch, dass hier alle irgendwie lügen, ist es auch für mich als Leser schwer sich ein Urteil über die jeweiligen Personen zu bilden, da alle zwar auffallen durch ihre Besonderheiten, aber ich nur bedingt zutraue einem geistig behinderten Menschen das Leben zu nehmen, denn der Sinn, der Grund erschließt sich mir nicht. Erst zum Ende des Buches bekomme ich Klarheit und war wirklich erschrocken über die Abgründe der menschlichen Psyche.

Nicht nur den Paaren kommen wir näher, sondern lernen auch den Ermittler des Falles sehr gut kennen und eine der Kolleginnen, Jenni, die auch auf den Fall angesetzt wird. Durch ihre Besonnenheit und Nachfrage verstricken sich die Paare immer mehr in ihr Lügengeflecht. Für uns als Leser wird es immer verwirrender und hat am Ende eine echte Überraschung parat. Ich empfand es als sehr spannend, denn ich wurde immer wieder auf falsche Fährten gelockt. Es war ein echtes Psychospiel, daher kann ich "Die Lügen der anderen" allen empfehlen, die gerne ohne blutige Details einen Thriller lesen wollen. Sich einem Thriller zuwenden wollen, der immer wieder überraschen kann. Die Protagonisten sind eindeutig unsympathisch, da wir in ihre Abgründe blicken können und nicht nur das sehen, was sie sehen lassen wollen. Eine gewisse Spannung will ich "Die Lügen der anderen" nicht absprechen. Mir hat es wirklich gefallen, zumal die Schlange auf dem Cover schon viele Lügen versprach und ich mich mit voller Absicht darauf eingelassen habe.

Leseempfehlung! 

Samstag, 23. August 2014

Hinterlässt mich sprachlos vor Wut





Niemand liebt November



Schatten der Vergangenheit: ein Spiel um Leben und Tod.

Kurz vor Ambers sechstem Geburtstag verschwanden ihre Eltern auf unerklärliche Weise. Jetzt ist Amber, die eigentlich November heißt, 17 Jahre alt und glaubt, eine Spur zu haben. Doch was hat es mit dem Jungen auf sich, der in dem erleuchteten Zelt ein Buch liest, sich aber in Luft auflöst, sobald sie sich ihm nähert? Welche Ziele verfolgt der Kneipenwirt, zu dem sie sich immer stärker hingezogen fühlt, und der immer für sie da zu sein scheint? Steckt er vielleicht sogar hinter den anonymen Drohungen, die sie erhält? Amber muss sich entscheiden: zwischen ihrer zerstörerischen Vergangenheit und dem Aufbruch in die Zukunft.

Ein großer Roman von Antonia Michaelis: eine starke, zugleich verletzliche Heldin inmitten mörderischer Geheimnisse, soghaft zwischen Traum und Realität und atemlos spannend.

www.oetinger.de/antoniamichaelis

432 Seiten · gebunden
ab 16 Jahren
EUR 17,99 
ISBN-13: 978-3-7891-4295-6
 



Mich hat selten ein Buch so sehr bewegt, das es mir regelrecht die Luft abgeschnürt hat vor Wut. Es gab eine Situation, wo ich das Buch zur Seite gelegt habe, weil ich die Lieblosigkeit, den Egoismus nicht ertragen konnte und den Schmerz der Amber / November fühlt, so greifbar für mich war. Für mich war "Keiner liebt November" keine leichte Kost, denn für mich ergab Ambers Geschichte lange keinen Sinn und bis ich es dann erkannte, hat es mich förmlich überrollt. Antonia Michaelis benutzt Worte, die sich regelrecht einbrennen und damit meine ich nicht die Dinge auf dem Sofa im Hinterzimmer, sondern Dinge, Worte, Erinnerungen aus Ambers Leben, die durch die Gedichte am Anfang jedes Kapitels wunderbar reflektiert werden. Es ergibt nicht gleich alles Sinn, aber wenn es dann endlich soweit ist, das man versteht, überrollte es mich total und ich hätte am liebsten selbst zur CZ gegriffen um manchen Menschen Herz und Verstand beizubringen. Ich gestehe, das ich das Buch lange Zeit nicht verstanden habe, denn es waren mir viel zu viele Fragen in mir, die eben erst sehr spät beantwortet werden. Mitunter fiel es mir schwer der Handlung zu verfolgen, denn auch wenn sich die Ereignisse überschlagen, bleibt doch mehr als eine Frage: Wer ist Amber? Wo sind ihre Eltern? Wer ist derjenige, der die Drohbriefe schreibt? Was hat es mit der roten Tür auf sich? Wer ist der lesende Junge im Zelt? Letztendlich klärt es sich dann doch und verfügt leider auch hier und da über Situationen, die ich eines Menschen entwürdigend und erniedrigend fand. Körperlicher und innerer Schmerz gehen einher und lassen mich nach Luft schnappen vor Empörung. Wo ist die Menschlichkeit? Ich war zuerst eher enttäuscht von der Handlung, vielleicht, weil sie so komplex und unwirklich erscheint? Die letzten gut 50 Seiten haben mich dann entschädigt dafür, das ich letztendlich ausschließlich nur Bahnhof verstanden habe. 
"Keiner liebt November" hätte keine passenden Titel haben können, denn das ist letztendlich die einzig wahre Aussage des Buches. Ein Kind, ein junges Mädchen, welches auf der Suche nach der Wahrheit, ihren Wurzeln ist und erkennen muss, das es letztendlich niemanden gibt, der wirklich geliebt hat. Der Egoismus der hier zum Vorschein kommt hat mich regelrecht überfordert, denn als Mutter habe ich doch ganz andere Gefühle für meine Kinder und kann diese und jene Handlung nicht nachvollziehen. Ja, ich konnte für "Keiner liebt November" gewonnen werden, obwohl sich die Aussage des Buches erst zögerlich entfaltet hat.

Von mir eine Leseempfehlung!



Ehrlich währt am längsten


Weit weg und ganz nah



Einmal angenommen, dein Mann hat sich aus dem Staub gemacht. Du schaffst es kaum, deine Familie über Wasser zu halten. Deine hochbegabte Tochter bekommt eine einmalige Chance. Und du bist zu arm, um ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Plötzlich liegt da ein Bündel Geldscheine. Du weißt, dass es falsch ist. Aber auf einen Schlag wäre dein Leben so viel einfacher.

Und einmal angenommen, du strandest mitten in der Nacht mit deinen Kindern am Straßenrand – und genau der Mann, dem das Geld gehört, bietet an, euch mitzunehmen. Würdest du einsteigen? Würdest du ihm irgendwann während eures verrückten Roadtrips gestehen, was du getan hast?

Und kann das gutgehen, wenn du dich ausgerechnet in diesen Mann verliebst?

rororo

 512 Seiten
ISBN 978-3-499-26736-9
14,99 Euro


LESEPROBE!



"Weit weg und ganz nah" ist nicht zu vergleichen mit "Ein ganzes halbes Jahr", schon alleine dadurch, dass die Thematik sich komplett voneinander unterscheidet. Ich war sehr neugierig darauf, ob mich ein weiteres Buch auch begeistern kann, denn "Eine Handvoll Worte" fand ich leider nicht sehr aussagekräftig. Die Erwartungshaltung der Leser ist natürlich auch sehr hoch, wenn man schon einen echten Kracher der Autorin gelesen hat und das zweite Buch dann doch eher enttäuscht hat. Zumindest war es mein Empfinden und dennoch war ich sehr neugierig auf "Weit weg und ganz nah" und habe es mir letztendlich selbst zum Geburtstag geschenkt.
Nun ist es gelesen und hat mich mit einem warmen Gefühl zurückgelassen. Es ist eine ganz zarte Liebesgeschichte, die mich leicht an "Manhattan Love Story" erinnert. Eine junge Frau in Not, die sich nur mühsam über Wasser halten kann, da das Geld dauernd knapp ist. Ein Mann, der vor seinen Problemen weglaufen will und vielleicht nicht im Geld schwimmt, aber sich auch erst einmal keine Sorgen darum machen muss. Diese beiden treffen aufeinander und Jess durch ihre wirklich unkomplizierte Art imponiert mir sehr. Sie imponiert aber nicht nur mir, sondern sie hinterlässt auch echten Eindruck auf Ed. Jess kämpft wie eine Löwenmutter um ihre Jungen und ist dabei liebevoll und warmherzig. Mir hat ihr Denken und Handeln sehr imponiert. Sie färbt auf Ed ab, denn ich eher als oberflächlich empfunden habe. Diesem Buch geht ein ganz besonderer Zauber ab, denn diese Liebesgeschichte ist zwar nicht einzigartig, aber erwärmte doch mein Herz. Es ist eine dieser Geschichten, die zwar absolut vorhersehbar sind, sich aber dennoch einprägen, weil der Wunsch in mir, das alles ein gutes Ende nimmt, vorherrscht. Jess, die immer nur erst an die Kinder denkt und dann erst an sich, begeht einen großen Fehler, der sich vielleicht nie wieder gut machen lässt, denn sie enthält Ed ganz wichtige Informationen über das Geld, welches sie im Taxi an sich genommen hat, nachdem sie Ed völlig betrunken zuhause abgeladen hat. Eine Unterlassungslüge, die Ed sehr enttäuscht, was natürlich logisch ist, denn jeder an seiner Stelle hätte sich betrogen gefühlt. Manchmal zeigt sich, das Ehrlichkeit wichtig ist im Zusammenleben mit anderen, denn wenn unser Leben von Lügen geprägt sind machen wir uns verletzlich und verletzen auch andere. Jess, die in der Erziehung großen Wert darauf legt ihren Kindern viele wichtige Werte zu vermitteln scheitert selbst, dennoch wird sie für ihre Kinder zum Vorbild, da sie ihre Fehler nicht verschleiert, sondern dazu steht. Im Leben von Nicky und Tanzie ist sie diejenige, die immer wieder Licht sieht, auch wenn das Leben ihnen übel mitspielt. Sie ist diejenige, die die Familie zusammenhält, dort wo der eigene Vater gründlich versagt hat.

                             

Es ist ein Buch mit vielen Enttäuschungen des Lebens, aber auch ein Neuanfang. Ich mochte den Schreibstil und auch das offensichtliche, denn solch eine wunderbare Person wie Jess verdient es einfach glücklich zu sein. Es hätte mich enttäuscht, wenn das Lächeln nicht wieder in ihr Gesicht zurückgekehrt wäre. Ein wundervolles Buch, welches mich hier und da erstaunt hat, obwohl es eben doch eine typische Liebesgeschichte war mit all ihren Ecken und Kanten des Lebens.










Donnerstag, 21. August 2014

Echter Wahnsinn



Taschenbuch - Schattenzwilling



Text von Katrin Bongard
Einbandgestaltung von David B. Hauptmann
Gefährliches Verwechslungsspiel

Teresa ist ziemlich verunsichert, als ein Freund ihrer Eltern mit seinen Zwillingssöhnen Kai und Adrian zu Besuch kommt. Vor zwei Jahren war Teresa in Adrian verliebt. Der sitzt nun im Rollstuhl, und Teresa fühlt sich stark zu Kai hingezogen – und schämt sich dafür. Doch ist Kai wirklich Kai? Oder ist Teresa das Opfer eines gefährlichen Verwechslungsspiels? Als plötzlich mehrere Tiere auf dem Hof ihrer Eltern auf seltsame Weise sterben, wird es auch für Teresa bedrohlich …

Ein fesselnder Thriller für Erwachsene und Jugendliche - Nervenkitzel bis zur letzten Seite!

Oetinger
272 Seiten · broschiert
ab 14 Jahren
EUR 12,99 
ISBN-13: 978-3-8415-0279-7


Leseprobe



Durch "Schattenzwilling" bin ich gerast wie selten bei einem Buch zuvor. Man wird erst in den Thriller erst ganz langsam eingeführt, um dann am Ende einen echten Kracher zu erleben. Natürlich ist die Erwartungshaltung hoch, denn wo Thriller draufsteht, sollte auch ein Thriller vorhanden sein.
Die Überraschung am Ende, der Showdown sozusagen hat mich wirklich umgehauen, auch wenn es natürlich leicht vorhersehbar war. Trotzdem ist es der Autorin gelungen mich mitzunehmen in "echten Wahnsinn". Es wird am Ende verdeutlicht, wohin das Buch zielte, aber erst einmal werde ich als Leser mit den Protagonisten des Buches vertraut gemacht, bevor die Story langsam an Fahrt aufnimmt. Die Idee des Buches ist wirklich faszinierend, denn durch diese ganze Adrian / Kai Geschichte war ich mitunter wirklich verwirrt, daher konnte ich gut mit Teresa mitfühlen, deren Leben durch den Besuch der Zwillinge völlig auf den Kopf gestellt wurde. Für mich war es ein großartiges Erlebnis und ich flog wie gesagt durch die Seiten und bin überzeugt davon, das dieser Thriller optimal geeignet ist für die angegebene Zielgruppe vom Verlag vorgesehen.

Wir haben hier Teresa, die kurz vor den Sommerferien steht. Ihr Bruder Jasper will für einige Zeit nach Australien. Ihre Freundin Hannah wird mit ihren Eltern Urlaub in Griechenland machen und Pablo, in den sie sich frisch verliebt hat geht für vier Wochen nach Spanien. Wären da nicht die Zwillinge Adrian und Kai, wären die Ferien sicher stinklangweilig geworden. In Adrian war Teresa sehr verliebt, aber der Kontakt ist abgebrochen, da Adrian durch einen Unfall beim Motocross verletzt wurde und nun im Rollstuhl sitzt. Diese beiden sind also zu Besuch auf dem neuerworbenen Bauernhof der Familie und stellen Teresas Leben komplett auf den Kopf. Zu wem fühlt sie sich wirklich hingezogen? Ist es Kai? Oder vielleicht doch Adrian oder Pablo? Teresa muss selbst herausfinden für wen ihr Herz schlägt und dabei kann es auch passieren, das man dieses oder jenes übersieht und vielleicht sogar in eine tödliche Falle tappt.

Die Personen sind authentisch und klar gezeichnet, sodass man das Gefühl hatte, Teresa schon ewig zu kennen. Sie verhält sich wie ein ganz normaler Teenager, mitunter verunsichert durch die Eindrücke die ihr das Leben bietet, aber dennoch stark genug um sich auch zur Wehr zu setzen. Hier wurde den Protagonisten echtes Leben eingehaucht und noch einmal ganz klar verdeutlicht, wie verunsichert wir gerade im Teenageralter sind, wenn es gleich drei junge Männer gibt die uns den Kopf verdrehen. Für manche Mädchen ein Traum, aber für Tessa entwickelt es sich zum echten Alptraum, zumal sie nicht weiß, wem außer Pablo sie wirklich vertrauen kann.

Wir bekommen als Leser ganz sanft eine Einführung in die Astronomie. Ich fand gerade dieses Thema für mich sehr spannend, da ich mich zuvor mit Sternen und Co nicht auseinander gesetzt habe. Horoskope sind für mich ziemlich unwichtig, aber sie nehmen auch nur einen kleinen Teil im Buch ein, sodass ich sie nicht als störend empfunden habe. Für das Buch war es aufpeppend wichtig um die Story besser und nachdrücklich zu präsentieren und eine Rahmenbedingung zu schaffen.

Der ausgewählte Erzählstil ist locker und durch die Spannung die sich nach und nach aufbaut, lesen wir ein Buch, welches mich wirklich begeistern konnte. Durch das Cover und auch dem Klappentext vermutete ich schon, das einer der Zwillinge im Schatten des anderen steht, nur welcher es nun wirklich ist, solltet ihr für euch selbst herausfinden. Es wird sich lohnen, denn auch wenn wir ganz langsam herangeführt werden, öfter auch ein Fragezeichen im Gesicht tragen, wird das Ende aufzeigen, wohin wir uns nach und nach hingearbeitet haben. Durststrecken gab es keine, nur oftmals Verwirrung und das ist genau das, was "Schattenzwilling" so bedeutsam gemacht hat. Einmal angefangen, war es schwierig das Buch zur Seite zu legen, da ich in recht großer Erwartungshaltung war, die dann auch nicht enttäuscht wurde. Leseempfehlung!


Mittwoch, 20. August 2014

Ein Buch vom Lieben, Loslassen, Ankommen







Pia Ziefle

Länger als sonst ist nicht für immer


Arche Literatur Verlag
Hardcover
ISBN 978-3-7160-2715-8
19,99 Euro


Warum wir werden, wie wir sind
Pia Ziefle erzählt in ihrem neuen Roman von Kindheit und Verlust, einem Sommertag im Jahr 1976 und dem schmalen Grat zwischen Liebe und Schuld.
Sommer 1976. In Ostberlin kommt der 9-jährige Lew in eine neue Familie, nachdem seine Eltern Republikflucht begingen. In einer schwäbischen Kleinstadt wird ein Mädchen namens Ira geboren und muss lernen, dass es von der Mutter nicht geliebt wird und dem Vater nicht zu nahe kommen darf. In einem Dorf in Jugoslawien begibt sich der 4-jährige Fido mit seinem Großvater auf die Reise nach Deutschland und wird nie mehr in die Heimat zurückkehren. Lew, Ira und Fido - zu unterschiedlichen Zeiten begegnen sie einander, lieben und verlieren sich wieder, können nicht finden, wonach sie sich sehnen: einen Ort, an dem sie zu Hause sind. Erst als fast 30 Jahre nach jenem Sommer Iras Vater im Sterben liegt und Lew überraschend eine Nachricht aus Indien erhält, öffnet sich ein Weg in die Vergangenheit, der ein Ankommen "für immer" noch möglich macht.



Es gibt Autorinnen und Autoren die ihrem Schreibstil treu bleiben und so erging es mir auch beim Lesen von "Länger als nichts ist für immer", denn auch in diesem Buch ist das Lesen zwischen den Zeilen zwingend notwendig und auch die Suche nach den Wurzeln eines Menschen wird hier in den Vordergrund gerückt. Es fasziniert mich auf die Reise zu gehen und Menschen auf ihrer Suche zu begleiten. Woher komme ich? Wo gehe ich hin? Auch wenn ich es am Anfang etwas schwierig fand die einzelnen Personen zuzuordnen wird es im Laufe des Buches immer offensichtlicher und die Reise die ich gemeinsam mit Ira, Fido und Lew antrete bekommt einen Sinn, obwohl ich erst ganz zum Ende hin ein Bewusstsein dafür bekam, wohin mich die Autorin ausgesendet hat.

Ich fühlte mich sehr wohl, denn die Sprache die die Autorin verwendet ist sehr anschaulich und die Begebenheiten, Orte und Menschen werden so bildlich dargestellt, das ich sie in meinem Inneren sehen, spüren, fühlen und auch riechen kann. Diese offensichtlichen Worte sind mächtig und lassen das Buch lebendig werden. Ich habe das Buch sehr genossen, obwohl es eben keine leichte Kost ist, sondern wirklich anspruchsvoll.

Auch wenn das Leben der Protagonisten unterschiedlich verläuft sind sie sich doch näher als ich vermutete. Das Lieben ist hart, manchmal schmerzhaft und dennoch immer präsent, gerade dann wenn man auch innerlich loslassen muss. Diese Tatsache hat mich am meisten fasziniert. Ankommen wird hier in einigen Begebenheiten sehr deutlich und bedeutet manchmal auch einfach nur sich selbst finden oder Antworten zu finden, die den Sinn des Lebens, meines eigenen Lebens betreffend, erklären.

Natürlich gab es auch hier Personen oder Taten, die mich stutzig machten oder mich dazu zwangen den Kopf zu schütteln, aber ist es nicht menschlich, das wir Dinge tun oder sagen, die andere nicht verstehen? Weil sie ganz tief aus unserem Inneren kommen? Unsere Verletztheit wiederspiegeln?

Wer sich ein Buch wünscht bei dem man eben auch mal seine grauen Zellen anstrengen muss und es genießt auch zwischen den Zeilen zu lesen, wird hier ein Buch bekommen der all diese Kriterien erfüllt.

Von mir definitiv eine Leseempfehlung für "Länger als nichts ist für immer"!






"Du hast dich auf den Weg gemacht" sagt sie, "und ich werde bei dir bleiben bis du angekommen bist" Zitat S. 157



Dienstag, 19. August 2014

Trilogie beendet und für sehr gut befunden




Das Labyrinth ist ohne Gnade

Rainer Wekwerth


 

Sie sind nur noch zu dritt und sie sind geschwächt. Aber sie wollen überleben – um jeden Preis. Zweifel überschatten den Kampf gegen das Labyrinth, das mit immer neuen Mysterien für die Jugendlichen aufwartet. Ihr mühsam erworbener Teamgeist scheint nicht zu brechen, doch lohnt sich für Jeb, Jenna und Mary der gemeinsame Kampf, wenn nur einer von ihnen überleben kann? Die entscheidende Frage aber wagt niemand zu stellen: Was erwartet den letzten Überlebenden hinter dem sechsten Tor?

ISBN:978-3-401-06790-2
Preis:16,99 €
Alter ab:14 Jahre
Seitenzahl:344
 Arena Verlag
Einbandart:gebunden
Ausstattung:Mit UV-Lackierung auf dem Cover






"Das Labyrinth ist ohne Gnade" ist der Abschluss einer wirklich genialen Trilogie, die mir so manchen Leseabend versüßt hat. Auf den letzten Band war ich natürlich wirklich gespannt, denn endlich löst sich das Rätsel der sieben Protagonisten, die sich ab Band 1 im Labyrinth befunden haben und nun ihrem großen Finale entgegentreten. Auch wenn ich hin und wieder einige Ideen hatte, was dazu geführt hat, das gerade diese Personen auserwählt waren an diesem perfiden Spiel teilzunehmen, war ich doch erstaunt über den Spielmacher, denn ohne nun zu spoilern, ist es natürlich Menschenwerk, denn Zufälle im Leben gibt es meiner Meinung nach nicht. Es gilt eine Menge Vorbereitungen zu treffen und manchmal spielen wir Menschen uns durch unsere Erinnerungen denjenigen die uns unbewusst schaden in die Hände. 
Am Anfang von Band 3 "Das Labyrinth ist ohne Gnade" befinden sich nur noch drei Personen im Spiel und gerade hier kochten meine Emotionen über, da ich genau wusste, das nur eine/r gewinnen kann. Das letzte Tor will erreicht werden, um wieder ins normale Leben zurückzufinden. Wer es sein wird, werde ich an dieser Stelle definitiv nicht verraten, aber für mich war es eine echte Überraschung. Es ist jemand, der echte Stärke beweist und sich aufmacht, das Geheimnis des Labyrinths zu entschlüsseln. Können die anderen sechs die im Labyrinth geblieben sind, gerettet werden? Das Ende ist relativ offen und weckt in mir die Hoffnung nach einer Fortsetzung. Vielleicht wird mein Wunsch erhört, denn es ist noch vieles möglich, um diese wirklich packende Story weiterzuführen.
Rainer Wekwerth ist es gelungen mich ab dem ersten Band in den Bann des Labyrinths zu ziehen. Sehr gut fand ich, die Möglichkeit für mich als Leser immer wieder neue Ideen zu spinnen und nicht nur platt zu lesen. Der Überraschungseffekt am Ende ist meisterlich gelungen und ich habe das Buch völlig zufrieden zugeklappt.
Natürlich möchte ich eine Leseempfehlung aussprechen. Um den Sinn zu erkennen, ist es natürlich ratsam auch die beiden vorherigen Bände zu lesen:




Leider viel zu oberflächlich abgehandelt




Ich bin leider tot und kann heute nicht in die Schule kommen - E-Book inklusive 



John hat Schluss gemacht, einfach so! Doch wie soll Olivia ohne ihn überleben? Wer ist sie ohne John, ohne ihre perfekte Beziehung? So einfach gibt sie sich nicht geschlagen. Und so gründet sie die "Operation Vogelkacke": John zurückzuerobern, das ist das Ziel. Doch so leicht ist das alles nicht, wenn man ständig von anderen abgelenkt wird, wie zum Beispiel von Danijel, bei dem man gar nicht anders kann als zu denken: Sexy, toll! Nicht so wie John, überhaupt nicht so perfekt. Aber o Mann, so sexy! ... Kann das Leben wirklich so einfach sein, wie Danijel sagt? Dass man lachen soll, wenn man glücklich ist, schreien, wenn man wütend ist und mit jemandem schlafen, wenn man es gerade will?


  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Carlsen  
  • 11,99 Euro
  • ISBN-13: 978-3551312907
  • empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren





Angesprochen durch den wirklich außergewöhnlichen Titel "Ich bin leider tot und kann heute nicht zur Schule kommen", las ich mir auf Buchbotschafter die Leseprobe durch, um mich dann auf das Buch zu bewerben. Ich gewann es auch und freute mich schon aufs Lesen, da ich mich im Bereich Jugendbuch sehr wohl fühle.
Leider fand ich die Handlung sehr oberflächlich, da Olivia scheinbar in einer Krise steckt seitdem John sich von ihr getrennt hat und sich seitdem jeden Jungen an den Hals wirft, der nicht bei drei auf den Bäumen ist oder konsequenterweise Nein sagt. Die Handlung ist sehr sexlastig, was natürlich an für sich kein Problem ist, aber Olivia übertreibt sehr und hält sich am Ende selbst für eine Schlampe. Ich will mich nicht verklemmt nennen, aber ich fand es einfach ein klein wenig to much, zumal es auch verbal echt zur Sache geht. Für jugendliche Leser ab 14 Jahren sollte es nicht zur Normalität werden gleich mit jedem ins Bett zu hüpfen. Dieses ist zumindest nicht das, was ich meinen Kindern vermitteln möchte. Liebe fehlt hier total, obwohl Olivia jedes Mal glaubt, egal mit wem sie das Bett geteilt hat in Karl, Danijel oder auch erneut in John verliebt zu sein. 
Natürlich schmerzt es, wenn man verlassen wird, aber die Suche nach dem Warum sollte nicht darin enden plötzlich sich selbst fremd geworden zu sein und sich selbst kaum noch im Spiegel zu ertragen können. So weit kommt es nämlich mit Olivia, die sich und ihr Handeln (meist durch Alkoholeinfluss) verurteilt und sich vor sich selbst ekelt.
Gerade dadurch, das ich mit den Augen meiner Teenietochter gelesen habe, sind mir gerade die genannten Dinge sehr ins Auge gestochen. Die meisten Dialoge drehen sich um Sex und alles andere leider auch. Für mich einfach zu oberflächlich, es sei denn man sieht es als Warnung an Teens, seinen Verstand nicht durch Alkohol / Drogen auszuschalten und seinen Körper als wertvoller anzusehen, als es Olivia letztendlich tut.
Mir wollte das Buch leider nicht gefallen, daher nur eine bedingte Leseempfehlung von mir!
                                                                                                                                                     

Montag, 18. August 2014

Hey Big Spender




DANIEL GLATTAUER

Geschenkt

Roman 

Fester Einband, 336 Seiten
Preis: 19,90 € 
ISBN 978-3-552-06257-3






Gerold Plassek ist Journalist bei einer Gratiszeitung. Bei ihm im Büro sitzt der 14-jährige Manuel, dessen Mutter im Ausland arbeitet. Er beobachtet Gerold beim Nichtstun und ahnt nicht, dass dieser Versager sein Vater ist. Gerold fehlt jeder Antrieb, die Stammkneipe ist sein Wohnzimmer und der Alkohol sein verlässlichster Freund. Plötzlich kommt Bewegung in sein Leben: Nach dem Erscheinen seines Artikels über eine überfüllte Obdachlosenschlafstätte trifft dort eine anonyme Geldspende ein. Das ist der Beginn einer Serie von Wohltaten, durch die Gerold immer mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückt. Und langsam beginnt auch Manuel, ihn zu mögen … – Ein so spannender wie anrührender Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht.



Mit "Geschenkt" ist Daniel Glattauer definitiv ein weiteres Highlight in meinem Buchregal gelungen. Ich bin wirklich angetan davon wie er mich immer wieder um de Finger wickeln kann, zumal seine Bücher sich nicht ähneln, sondern immer wieder für Überraschung sorgen können. So war ich auch völlig unvorbereitet auf die Story, die sich hinter der Story verbirgt. Ein Geldgeber, der anonym 10.000 Euro an  gemeinnützige Werke oder Menschen in Not gibt, sucht sich dafür einen Mann aus, der mir am Anfang so unsympathisch war durch seinen verlotterten Lebensstil und rückt ihm dadurch den Kopf gerade, auch wenn dieses unbewusst passiert. Gerold Plassek ist Journalist dem das Feuer fehlt, denn wie wir im Nachhinein sehen wir, das ganz viele Talente in ihm schlummern, die herausgekitzelt werden müssen. Dieses geschieht langsam, aber deutlich. Durch die Zeitungsausschnitte die den Geldgeschenken beigelegt sind wird der Fokus auf Gerold / Geri gerichtet und was am Anfang wie Zufall aussieht bekommt seine große Bedeutung dadurch, das sich Gerold nun quasi aussuchen kann wem die Spenden zugute kommen sollten. Gerold ist aber ein feiner Mensch, der sich nur selbst vergessen hat durch Faulheit, Langeweile und Alkohol. Manuel, sein Sohn, von dem er 14 Jahre lang nichts wusste ist ein echter Gewinn für die Persönlichkeit von Gerold, denn mal ehrlich, wer möchte schon vor seinen Kindern als Versager dastehen? Wäre da nicht der Basketballfreund von Manuel, dem die Abschiebung droht, wäre die Geschichte vielleicht anders verlaufen, aber so kniet sich Gerold mächtig rein und verfasst gemeinsam mit seinem Sohn (der natürlich nicht weiß, das Geri sein Vater ist) einen Zeitungsartikel  und so kommt alles ins Rollen, denn die Gratiszeitung weigert sich den Artikel zu veröffentlichen. Geri kündigt daraufhin und bekommt nun die Gelegenheit sich bei einer größeren Tageszeitung zu beweisen. Je mehr er für die "Neustadt" schreibt umso sicherer wird er und das liegt sicherlich auch an Manuel, der Geri zu Recherchezwecken begleitet. Die Artikel verfassen sie gemeinsam und auch die Spenden kommen regelmäßig ein und helfen so Menschen in Not. 

Mir hat besonders gefallen, das der Fokus natürlich auf den anonymen Geldgeber gerichtet sind, aber auch auf die Vater - Sohn - Beziehung, die zuvor nicht stattgefunden hat und sich nun nach und nach entwickeln kann. Gerold verändert sich zum Positiven und bleibt nicht der Versager, den ich am Anfang in ihm sah. Er wird fast schon sympathisch, obwohl er auch am Ende des Buches noch gerne Bier trinkt, aber vielleicht hat der geheime Spender ganz gezielt Geri benutzt um ihn zum Nachdenken über sein Leben zu bringen? Am Ende erwacht in Geri einiges, was ich vorher nicht sehen konnte, weil es ganz tief in Gerold versteckt war.

Der Schreibstil des Autors ist und bleibt unverwechselbar. Humorvoll, mit kleinen Rätseln und Spitzen hier und da, fühlt man sich einfach wohl. Die Österreicher haben einfach ihren eigenen Humor, den ich wirklich sehr schätze. Für mich bleibt am Ende nichts anderes übrig als eine Leseempfehlung auszusprechen für ein Buch, welches mich restlos begeistern konnte. Vielen Dank dafür!





Sonntag, 17. August 2014

Buchpost *32/33*

Guten Morgen,
ich weiß, das am Wochenenden immer auf den meisten Blogs präsentiert wird, wie viele Bücher im Regal eingezogen sind und ich ahme diesen Post nur nach, um für mich ganz persönlich den Überblick zu behalten. Außerdem habe ich vor am Ende des Jahres eine Statistik zu erstellen, daher sind diese Buchposts wöchentlich sehr wertvoll für mich. Ich finde es schön bebildert zu sehen, was ich für Schätze bekommen habe und auch woher sie stammen. Es ist mein ganz persönlicher Überblick und ein erneutes Erfreuen über die eine oder andere Überraschung. 



Ich wurde im Buchüberraschungsthread mit einem ganz besonderen Buch überrascht, denn "Lotta Wundertüte" sprach mich sehr an als ich den Klappentext las. Ich wusste es ist ein Buch für mich, da ich mich ja auch beruflich dafür entschieden habe mit Menschen mit Behinderungen zu arbeiten. Nachdem ich einige sehr gute Rezensionen zu dem Buch las, landete es auf meinem Wunschzettel und zwar so lange bis ich endlich damit überrascht wurde. Irgendwann hätte ich es mir selbst gekauft, aber eine schöne Überraschung schlage ich nie aus, daher ist der Buchüberraschungsthread mein Liebster auf Lovelybooks. 





"Krähenmann" und "Ich versprach dir die Liebe" habe ich mir gekauft. "Krähenmann" ganz bewusst, da ich Corina Bomann als Autorin sehr schätze und leider bei diversen Verlosungen kein Glück hatte und "Ich versprach dir die Liebe" ganz spontan, als ich vor einem Termin noch massig Zeit hatte und meinen Kobo zuhause vergessen hatte. 

 

Für Buchbotschafter durfte ich "Ich bin leider tot und kann heute nicht in die Schule kommen" lesen. Ein Buch, was wir mir überhaupt nicht gefallen hat. Wirklich Schade, denn es hatte schon etwas von Zeitverschwendung und ich muss wirklich in mich gehen, um dem Buch gerecht zu werden. Vielleicht hilft es manchmal auch mit den Augen von Jugendlichen zu sehen für die das Buch schließlich geschrieben wurde.

"Das Labyrinth ist ohne Gnade" ist der Abschluss einer wirklich genialen Trilogie und ich freue mich riesig, das es jetzt auch in mein Buchregal eingezogen ist. Es war ein geplanter Buchkauf und ich habe gestern schon begonnen das Buch zu lesen. Auch wenn mein SUB echt hoch ist, kann ich manchmal vor lauter Neugierde nicht abwarten ein Buch zur Hand zu nehmen. So ergeht es euch bestimmt auch oft bei manchen Büchern nehme ich an?

"In Liebe, Rachel" habe ich mir ertauscht. Der Klappentext und auch das Cover haben mich so sehr überzeugt, das ich es einfach haben musste als es mir zum Tausch angeboten wurde.  

Für Buchflüsterer darf ich zum zweiten Mal ein Leseexemplar lesen und zwar "Wer weiß, was morgen mit uns ist". 

Vorablesen stellte mir "Geschenkt" zur Verfügung. Gestern habe ich es beendet und es konnte mich wirklich begeistern. Eine geniale Story mit dem Hintergrund einer wahren Geschichte. 



 

Hier seht ihr uns als Gewinnerinnen der schönsten / witzigsten Postkarte, die wir an Buchrättins Buchstabenmalerei verschickt hatten. Meine Tochter freute sich riesig über den Gewinn, wie man sehen kann. Am Donnerstag, 22.8.2014 wird sie eingeschult und da passte "Hedvig - Das erste Schuljahr" wirklich prima. Vielen Dank noch einmal für diese tolle Überraschung!




Hier nun noch die eBooks die auf meinen Reader eingezogen sind:

Cupcake Love - meine Rezension findest du HIER!

Hochzeitsküsse und Pistolen - z.Zt. auf Amazon zum Einführungspreis von 0,99 Euro erhältlich. Außerdem ist auf Lovelybooks eine Leserunde zum Buch gestartet HIER!



Wieder reichlich Lesestoff auf den ich mich sehr freue. Wünsche Euch einen tollen Start in die neue Woche.
Alles Liebe,
Mel