Dienstag, 19. August 2014

Leider viel zu oberflächlich abgehandelt




Ich bin leider tot und kann heute nicht in die Schule kommen - E-Book inklusive 



John hat Schluss gemacht, einfach so! Doch wie soll Olivia ohne ihn überleben? Wer ist sie ohne John, ohne ihre perfekte Beziehung? So einfach gibt sie sich nicht geschlagen. Und so gründet sie die "Operation Vogelkacke": John zurückzuerobern, das ist das Ziel. Doch so leicht ist das alles nicht, wenn man ständig von anderen abgelenkt wird, wie zum Beispiel von Danijel, bei dem man gar nicht anders kann als zu denken: Sexy, toll! Nicht so wie John, überhaupt nicht so perfekt. Aber o Mann, so sexy! ... Kann das Leben wirklich so einfach sein, wie Danijel sagt? Dass man lachen soll, wenn man glücklich ist, schreien, wenn man wütend ist und mit jemandem schlafen, wenn man es gerade will?


  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Carlsen  
  • 11,99 Euro
  • ISBN-13: 978-3551312907
  • empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren





Angesprochen durch den wirklich außergewöhnlichen Titel "Ich bin leider tot und kann heute nicht zur Schule kommen", las ich mir auf Buchbotschafter die Leseprobe durch, um mich dann auf das Buch zu bewerben. Ich gewann es auch und freute mich schon aufs Lesen, da ich mich im Bereich Jugendbuch sehr wohl fühle.
Leider fand ich die Handlung sehr oberflächlich, da Olivia scheinbar in einer Krise steckt seitdem John sich von ihr getrennt hat und sich seitdem jeden Jungen an den Hals wirft, der nicht bei drei auf den Bäumen ist oder konsequenterweise Nein sagt. Die Handlung ist sehr sexlastig, was natürlich an für sich kein Problem ist, aber Olivia übertreibt sehr und hält sich am Ende selbst für eine Schlampe. Ich will mich nicht verklemmt nennen, aber ich fand es einfach ein klein wenig to much, zumal es auch verbal echt zur Sache geht. Für jugendliche Leser ab 14 Jahren sollte es nicht zur Normalität werden gleich mit jedem ins Bett zu hüpfen. Dieses ist zumindest nicht das, was ich meinen Kindern vermitteln möchte. Liebe fehlt hier total, obwohl Olivia jedes Mal glaubt, egal mit wem sie das Bett geteilt hat in Karl, Danijel oder auch erneut in John verliebt zu sein. 
Natürlich schmerzt es, wenn man verlassen wird, aber die Suche nach dem Warum sollte nicht darin enden plötzlich sich selbst fremd geworden zu sein und sich selbst kaum noch im Spiegel zu ertragen können. So weit kommt es nämlich mit Olivia, die sich und ihr Handeln (meist durch Alkoholeinfluss) verurteilt und sich vor sich selbst ekelt.
Gerade dadurch, das ich mit den Augen meiner Teenietochter gelesen habe, sind mir gerade die genannten Dinge sehr ins Auge gestochen. Die meisten Dialoge drehen sich um Sex und alles andere leider auch. Für mich einfach zu oberflächlich, es sei denn man sieht es als Warnung an Teens, seinen Verstand nicht durch Alkohol / Drogen auszuschalten und seinen Körper als wertvoller anzusehen, als es Olivia letztendlich tut.
Mir wollte das Buch leider nicht gefallen, daher nur eine bedingte Leseempfehlung von mir!
                                                                                                                                                     

1 Kommentar:

  1. Das wirkt ja extrem effekthascherisch! Also... das Buch :-)

    AntwortenLöschen