Samstag, 13. Dezember 2014

Schuldfrage(n)





Ich bin unschuldig

THRILLER
352 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-86612-361-8
14,99 Euro

Wer unschuldig ist, hat nichts zu fürchten. Sagt man...
Von einem Tag auf den anderen wird Gaby Mortimers Leben zum Albtraum. Beim Joggen entdeckt sie einen hellen Fleck zwischen den Bäumen – die blasse Haut einer ermordeten jungen Frau. Doch das ist erst der Anfang. Gaby ruft die Polizei, versucht, alles richtig zu machen, aber plötzlich wird sie verdächtigt. Niemand will ihr mehr glauben, dass sie die Tote nicht kannte, sie nie zuvor gesehen hat. Immer mehr Indizien sprechen gegen sie, die Beweise werden erdrückend. Gaby steht mit dem Rücken zur Wand, ganz allein. Und sie spürt, dass ihr Mann mehr weiß, als er zu erkennen gibt …


Leseprobe auf der Verlagsseite verfügbar!




"Ich bin unschuldig" ist ein Thriller, der seine Spannung sehr langsam aufbaut und seine Leser dazu verleitet eigene Ideen einzubringen, da es verwirrt und wenig offensichtlich ist. Alle Indizien sprechen dafür, dass Gaby die Mörderin der jungen Polin ist, die sie beim Joggen im Wald entdeckt hat. Als Leserin war ich eher dazu geneigt, die Ermittlungen der äußerst unsympathischen Komissare als unglaubwürdig einzustufen, da es einfach zu offensichtlich ist. Alles spricht dafür und doch fühlte ich mich erschlagen von den Beweisen. Gaby, eine junge Mutter, die einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort war?

Der Spannungsaufbau ließ sehr lange auf sich warten, dennoch konnte mich "Ich bin unschuldig" fesseln, da viel auf Details und Beobachtungen wert gelegt wurde. Erst die letzten Seiten geben Aufschluss über den Tathergang und auch wenn ich es geahnt habe, war ich wirklich überwältigt davon, was die Autorin mit meinen Gedanken und Emotionen angestellt hat. Sie hat mich regelrecht überrumpeln können und das ist, was einen Thriller ausmacht, obwohl es zuvor eher um ein gut geschriebenes Buch gehandelt hat, dem die Thrilleranteile komplett zu fehlen schienen. Zum Ende hin, als ich tiefe Einblicke in die Psyche eines verletzten Menschen eintauchen konnte, war es genau das, was ich von einem echten Thriller erwarte. Ich denke, dass "Ich bin unschuldig" auf jeden Leser unterschiedlich wirken wird, denn wer einen blutigen Thriller erwartet ist komplett falsch, da hier mehr Wert auf Menschlichkeit und Hintergründe zur Tat gelegt wurde. Jeder Mensch reagiert anders auf Verletzung und auch wenn mir das Verständnis für einen Mord fehlt, wirkte das Ende authentisch und hat mich vollends überzeugen können.

Zusammengefasst ist "Ich bin unschuldig" eher eine Lebensbeichte, die nach und nach Formen annimmt. Es liest sich flüssig und baut erst nach und nach echte Spannung auf, bis es am Ende hin komplett explodiert. Als Leser wurde ich regelrecht überrannt, da ich fast schon nicht mehr damit gerechnet hatte, doch noch echten Thrill zu erleben. Nachdem der Knoten endlich geplatzt war, war ich regelrecht davon überrascht davon, wie sehr die Autorin mich in die Irre führen konnte.  Ich vergebe sehr gerne eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne --> HIER!


Mein Dank an den Piper Verlag, der mir diesen Thriller zum Lesen und Rezensieren zur Verfügung gestellt hat!

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Charmant und Amüsant



KATJA K.

Wenn die Kuckuck zweimal klingelt - Kurioses aus dem Leben einer Gerichtsvollzieherin



ISBN 978-3-95649-068-2256 Seiten
9,99 EUR 
ISBN eBook 978-3-95649-372


Besser als jede Reality-Show: die Memoiren der Gerichtsvollzieherin! Wenn die Kuckuck zweimal klingelt, stecken sie bereits tief in ihren persönlichen Finanzkrisen: der hochverschuldete Promi-Fußballer, die spielsüchtige Baronesse, die Puff-Mutter, die schrille Operndiva und der Spinnenmann ... sogar Tote tauchen wieder auf! Tränen, Gezeter und sogar körperliche Attacken sind ebenso vorprogrammiert wie gnadenlos Witziges, Skurriles und haarsträubend Schrilles. 




"Wenn die Kuckuck zweimal klingelt" habe ich als sehr authentisches Buch empfunden, da es zwar über die Arbeit einer Gerichtsvollzieherin berichtet, dabei aber doch menschlich bleibt. Hinter jedem Erlebnis steht ein Mensch und auch Katja K. erschien mir nicht als würde sie immer nur ihren Job tun. In machen der Lebenskrisen der Menschen, die sie pfänden muss, steht sie auch mit Rat und Tat zur Seite, aber auch nur dann, wenn es erwünscht scheint. Nicht alle, die vor einem riesigen Schuldenberg stehen, ist es bewusst. Manche verschulden sich immer mehr und mehr und nehmen Katja K. nicht ernst. Wie der Klappentext schon beschreibt, treffen wir hier auf eine echte Reality - Show, denn ich nehme dem Buch ab, dass das Erleben von Katja K. nicht erfunden ist, sondern sich ebenso wie beschrieben abgespielt hat. Katja K. selbst überträgt ihre Erlebnisse auf uns und lässt uns mitfühlen. Manchmal mit einem Grinsen im Gesicht und manchmal mit echter Wut im Bauch durch die Unverschämtheiten, die uns präsentiert werden. Das Leben schreibt einfach die besten Geschichten und eine Gerichtsvollzieherin in ihrer Arbeit zu beobachten war auf der einen Seite urkomisch, bot aber auch Situationen, die traurig machen könnten. Menschen auf der Suche nach Liebe, werden blind durch diese und fallen auf Betrüger / Betrügerinnen rein, die nur darauf aus sind, denjenigen zu schröpfen finanziell. Diesen wird es erst bewusst, wenn Katja K. vor der Tür steht und ihr Siegel aufbringen möchte. Ich will nicht behaupten, dass es Dummheit ist, die die Menschen in die Schuldenfalle treibt, aber oft wäre es einfach angebracht, erst den Verstand einzuschalten und vielleicht kommt dann doch das Bewusstsein, dass man sich dieses oder jenes eben nicht leisten kann. 

Die Schuldner die im Buch beschrieben werden, sind unterschiedlich wie Tag und Nacht. Manche von ihnen haben horrende Summen an Schulden und bei manchen sind es nur ein paar Hunderte, die aber auch nicht abgezahlt werden können, da das Geld einfach nicht vorhanden ist. Mir wurde dennoch deutlich bewusst, wie schnell auch ich in eine Falle hätte geraten können. Eine kleine Anzahlung an ein Versandhaus und der teure Fernseher gehört mir, denn dem Versandhaus ist es völlig schnuppe, wer den Fernseher bestellt hat und wie er letztendlich finanziert wird. Im Notfall kommt dann Katja K. ins Spiel und versucht aus dem was du hast Geld zu machen. Wenn du Glück hast, berät sie dich auch und du schaffst es vielleicht doch noch aus der Falle, die du selbst verschuldet hast herauszukommen. 

Charakterlich unterscheiden sich die Schuldner natürlich auch komplett voneinander. Gerade dieses machte das Buch sehr lesenswert. Mit hochmütigen, oberflächlichen und arroganten Menschen kann ich auch im wahren Leben nichts anfangen, daher waren sie mir auch in "Wenn dieKuckuck zweimal klingelt" eher suspekt als liebenswert. Natürlich gab es aber auch beschriebene Personen, die eben nicht gerissen und unnahbar erschienen und diese waren mir gleich sympathisch. man erlebt auch an Katja K. das der Umgang mit netten und zuvorkommenden Menschen ganz anders war. Auch das ist menschlich, denn wenn mir jemand quer kommt, fällt es schwerer freundlich zu bleiben.

Im Gesamtergebnis haben wir hier ein Buch, welches mich wirklich auch mitnehmen und begeistern konnte. Wie schon erwähnt kam es sehr authentisch rüber und hat mir tatsächlich auch das eine oder andere Schmunzeln beschert. Es liest sich sehr leicht und flüssig und ich würde es niemals in den Bereich Sachbuch einordnen wollen, dafür ist es dann doch viel zu wahr und authentisch. Gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus und vergebe 4 Sterne --> HIER!



Sonntag, 7. Dezember 2014

Buchüberraschungen, Lesung, Spendenaktion und mehr


Guten Morgen,

meine letzte Woche war recht voll und Lesezeit eher mager, dennoch sind einige Bücher in mein regal eingezogen, über die ich mich wirklich sehr gefreut habe. Außerdem waren wir gestern zu einer "Mörderischen Reise" mit Eva Ehley, Kathrin Heinrichs und Arno Strobel. Einen Blogpost hierzu wird es sicherlich in der nächsten Woche geben. Ich habe den Abend sehr genossen und da es meine erste wirkliche Lesung war, bin ich von den Eindrücken noch ziemlich erschlagen. 


Diese Woche zog ein weiteres Wunschbuch bei mir ein, über das ich mich wirklich sehr gefreut habe "Das Jahr, nachdem die Welt stehenblieb". Der Klappentext verspricht ein sehr anspruchsvolles Buch und ich bin schon sehr gespannt darauf, ob es meine wirklich hohen Erwartungen erfüllen kann.



"Winterzauber wider Willen" und "Wenn die Kuckuck zweimal klingelt - Kurioses aus dem Leben einer Gerichtsvollzieherin " sind beides Bücher aus dem Mira Taschenbuchverlag, die unabhängig voneinander den Weg zu mir fanden. Das eine werde ich in einer Leserunde auf Lovelybooks lesen und das andere wurde mir vom Verlag über Facebook zur Verfügung gestellt. 



Die Engelsforce Trilogie gewann ich auf kasas buchfinder und da sie nun komplett in meinem Regal steht, kommt heute auch das Foto. Ich hoffe, ich finde die Zeit sie noch vor Weihnachten zu lesen. 









Eine sehr gute Woche liegt hinter mir und ich bin dankbar für das was ich erleben durfte. was ich noch erwähnen möchte, bevor ich den Blogpost für heute schließe ist, dass seit einigen Tagen "Am Ende des Tages" endlich käuflich zu erwerben ist. Wir haben monatelang auf das Buch gewartet und endlich ist es soweit. Ich habe mir das Buch schon geordert und freue mich schon sehr darauf. Für mehr Informationen zum Buch genügt ein Klick auf Amazon  Es ist ein Charityprojekt an dem ich mich sehr gerne beteiligt habe und der Erlös des Buches unterstützt komplett ein wirklich wunderbares Projekt --> Offroad Kids - und allein dafür hat sich der ganze Aufwand der letzten Monate gelohnt. Das es überhaupt so viele Straßenkinder in Deutschland gibt, hat mich schier erschlagen, zum Nachdenken gebracht und die knapp 10 Euro, die ich für das Buch bezahle ist nur ein ganz kleiner Teil von dem, was ich an Spenden für die Organisation erwarte.






Wünsche euch einen gemütlichen und stressfreien 2. Advent
Viele Grüße,
Mel


Samstag, 6. Dezember 2014

Mel proudly presents "Am Ende des Tages"








Guten Morgen ihr Lieben,

ich freue mich sehr, dass "Am Ende des Tages" nun endlich offiziell erschienen ist. Ich habe es mir gestern schon bei Amazon geordert, da ich es kaum erwarten kann das Buch, welches mich nun schon einige Monate sehr beschäftigt hat, in den Händen zu halten, daran zu schnuppern und die Beiträge der Autoren und Autorinnen zu lesen. Durch die bunte Mischung wird es sicherlich ein Highlight in meinem Buchregal. Mich hat die gemeinsame Zeit mit allen Bloggern und Bloggerinnen schwer beeindruckt und meine Hoffnung ist, dass wir einen großen Beitrag dazu leisten werden "Offroad Kids" mit dem Kauf des Buches zu unterstützen. Wenn ich bedenke, in was wir für einen Schrott wir oft investieren, taten mir die knapp 10 Euro wirklich nicht weh. Es ist also amtlich und "Am Ende des Tages" kann auch in dein Buchregal einziehen. Wie ich sah, ist es auch als eBook verfügbar --> HIER!

Falls es dir wie mir geht und der Nikolaus dich übersehen hat, könntest du dich ja auch theoretisch selbst beschenken? Wie wäre das?


Wünsche euch trotz vielleicht leeren Stiefeln einen tollen Nikolaustag. Ich habe heute Abend noch ein Date mit "Arno Strobel" und freue mich schon sehr darauf.


Viele Grüße,
Mel



Freitag, 5. Dezember 2014

Primatenforscher trifft auf Ameisenkönigin - Romantisch und voller Wortwitz




Kerstin Engel

Ameisen küssen nicht

rororo
320 Seiten
ISBN 978-3-499-23483-5

«Liebe ist nichts als eine biochemisch produzierte Illusion!» 
Isa lebt nur für die Wissenschaft. Gefühlen misstraut die Biologin (Fachgebiet: Ameisen) zutiefst. Primatenforscher Dr. Ben Breitenbach dagegen pflegt sein Image als verwegener Abenteurer und Frauenheld. Als beide für einen wichtigen Forschungspreis nominiert werden, ist der Konkurrenzkampf vorprogrammiert. Auf dem Schiff zur Preisverleihung in Norwegen treffen die Kontrahenten aufeinander. Während Ben sofort erkennt, wer ihm da gegenübersteht, ist Isa völlig ahnungslos. Daraus muss sich doch ein Vorteil ziehen lassen! Ben schmiedet einen Plan: die harte Schale der Frau Professorin knacken, um bei der Preisverleihung an ihr vorbeizuziehen. Doch er hat nicht damit gerechnet, dass er Gefühle entwickeln könnte – und das ausgerechnet für die «Ameisenkönigin».





"Ameisen küssen nicht" war mir vermehrt im Internet aufgefallen, da ich das Cover einfach so herrlich erfrischend empfunden habe. Eine Leserunde auf Lovelybooks gab mir dann die Gelegenheit den Roman zu lesen. Ab der ersten Seite fühlte ich mich pudelwohl und ich konnte mich komplett auf die Story einlassen, die natürlich wie in Liebesromanen üblich komplett klischeehaft ist und dennoch einiges an Überraschungen bietet.

Die Personen haben von der Autorin ein authentisches Gewand verpasst bekommen. Ich litt und empfand Wut, denn gerade in Liebesromane stehen sich die Protagonisten meist selbst im Weg, anstatt Nägeln mit Köpfen zu machen zieht sich die sexuelle Anziehung, die Verliebtheit und das mit Blindheit geschlagen hin bis zum Happy End, was hier mit einem großen Knall schon vorhersehbar war. Es war dennoch gut der Story einen gewissen Schalk zu verpassen, denn normalerweise sind wir Frauen diejenigen, die eher Emotionalität statt Rationalität versprühen. Hier ist es genau umgekehrt und Isa muss erst lernen die Sprachen der Liebe zu erkennen. Wie gut, das sie eine gute Freundin hat, der die Liebe nicht unbekannt ist und mit Rat und Tat zur Seite steht. Ich vermute, dass jede Leserin sich eine Freundin wie die Meyer wünscht, die sich einmischt und mehr Dinge sieht als Isa selbst.

Ben ist ein echter Frauenheld und macht sich bei mir dadurch nicht unbedingt beliebt. Positiv ist, das er sich im Laufe der Handlung wandelt und ich ihm immer mehr Sympathie entgegen bringen konnte. Spontan hätte ich vom ersten Eindruck an wirklich behauptet, dass die beiden Protas nicht zusammenpassen, auch wenn allgemein behauptet wird, das Gegensätze sich anziehen. Manchmal wird man als Leser dann doch eines besseren belehrt und nachdem dann die ersten Funken sprühen, habe ich meine Meinung ändern können. Ich stehe einfach nicht auf den Typen Womanizer, das ist und bleibt eine Tatsache. Hier erfüllt sich das Klischee, das Männer definitiv Liebe und Sex trennen können und das empfand ich am Anfang doch als recht aufgesetzt und oberflächlich. Je mehr die Story voran geschritten ist, vergab ich immer mehr Sympathiepunkte an Ben und fing an ihn zu mögen.

Am Ende des Romans konnte ich auch Isa verstehen in all ihren Zwängen und Nöten. Ein Mensch, der komplett aus Selbstzweifeln und Schuldgefühlen besteht, kann sich einem Mann nicht öffnen. Wie gut, das wir Menschen uns verändern können und nicht da stehen bleiben müssen, wo wir uns befinden. Auch Isa macht im Laufe der Handlung eine Verwandlung durch und kann sich letztendlich auch auf Emotionen einlassen.

Es hat Spaß gemacht "Ameisen küssen nicht" zu lesen, denn wir haben hier Romantik gepaart mit ganz viel Slap Stick. Urkomisch und dennoch liebenswert. Eine Story, bei der kein Auge trocken bleibt. Ich fühlte mich wohl und konnte meinen Alltag ausblenden, mich zurücklehnen und genießen. Meine Erwartungen an das Buch wurden komplett erfüllt und daher bleibt mir nichts anderes als eine Leseempfehlung auszusprechen. Ob sich Ameisen wirklich nicht küssen, solltet ihr schleunigst selbst herausfinden ☺

Ich vergebe 5 Sterne --> HIER!
  

Menschen in Serie?




Chantal-Fleur Sandjon

Serienunikat

ab 16 Jahren
320 Seiten
ISBN 978-3-8390-0168-4
Klappenbroschur
14,95 €


Wir rasen unserem eigenen Atem hinterher dem Horizont entgegen und wünschen uns Flügel. Würden wir abheben, so wäre es nicht verwunderlich. Wir sind grün und digital, hoffnungsvoll und realistisch, Weltverbesserer und Weltenbummler, verliebt und verlebt, vernetzt und ungebunden, haben die Taschen voll unreifer Ideen und den Kopf voll einstürzender Erwartungen unserer Eltern. Wir sind 100.000 Unikate – in Serie. Und eines davon bin ich, Ann-Sophie …

Sie hat die Nase voll. Von verstaubten Ansichten und den Erwartungen, dass ihre Zukunft eine ausgeblichene Version des Lebens ihrer Eltern sein soll – nur mit Facebook-Profil und Twitter-Updates auf den neuesten Stand gebracht. Hals über Kopf flüchtet die 20-jährige Ann-Sophie nach Berlin, 644 Kilometer weit von den Eltern entfernt und um 3,5 Millionen Einwohner größer als ihr Heimatkaff. Dort hofft sie herauszufinden, was sie vom Leben will. Doch wie macht man das in einer Welt der unendlichen Möglichkeiten?

Das belletristische Debüt der deutsch-afrikanischen Jungautorin Chantal-Fleur Sandjon ist ein unterhaltsames Portrait der Generation Y über Selbstfindung, Erwachsenwerden und das Hipster-Leben in einer Berliner WG. 





LESEPROBE! auf der Verlagsseite verfügbar





Leider muss ich gestehen, dass ich mit dem Debüt der Autorin "Serienunikat" nicht wirklich warm geworden bin. Generation Y, ein Buch der Selbstverwirklichung, des Erwachsenwerden innerhalb der Metropole Berlins empfand ich als zu gestellt. Mich hat das Buch in keinster Weise berührt, obwohl es auch nicht so schlecht war, dass ich es hätte abbrechen wollen. Positiv anzumerken, ist das Abnabeln von Ann - Sophie, deren Eltern auch aus der Ferne versuchen ihr Leben zu bestimmen und zu steuern. Eigentlich haben sie schon alles für ihre Tochter geplant und lassen ihr kaum Raum um sich zu entfalten. Eigentlich könnte Ann - Sophie mir schon fast leid tun, aber da ich ihr wenig Sympathie entgegenbringen konnte, fällt das auch fast flach. Ist es wirklich üblich Drogen auszutesten, um Studium und Job unter einen Hut zu bringen? Manches im Buch war mir einfach unerklärlich und hat mir schon fast Angst gemacht, wie leichtfertig die jungen Leute mit ihrem Leben umgehen. Vielleicht bin ich auch einfach schon zu alt für derlei Buch? Vielleicht habe ich schon begriffen, dass es auch ohne Drogen geht? Ich vermute einfach, das ich nicht zur erwählten Zielgruppe gehöre und deshalb "Serienunikat" in meinen Augen ein Fehlgriff war. Natürlich ist die Botschaft des Romans sehr gut, denn um uns selbst zu finden, müssen wir ausbrechen, damit wir nicht in die vorgeschriebenen Formen unserer Eltern passen, dennoch empfand ich die Person Ann -Sophie als unreif und nichtssagend. Vielleicht waren es ihre Eltern, die sie in ihrem Tatendrang gehindert haben? Jeder Mensch muss seine eigenen Erfahrungen machen dürfen und dabei vielleicht auch hin und wieder auf die Nase fallen, aber wenn sogar der Freund der Tochter dazu dient die neue Lebensweise des einzigen Kindes auszuspionieren, empfinde ich dieses als verwerflich. Einzig die Stadt Berlin konnte glänzen und mich wieder einmal faszinieren.
"Serienunikat" hat mich weder berührt, noch begeistert. Warum ich dennoch 3 Sterne vergebe? Die Idee des Buches ist sicherlich als sehr gut einzustufen, denn ein Fünkchen Wahrheit über die Lebensweise der einzelnen im Buch beschriebenen Menschen kann ich nicht absprechen. Ich kann mich nur leider nicht damit identifizieren, daher konnte das Buch sicherlich nicht so auf mich wirken, wie es auf jemanden wirkt, der sich in eben solcher Situation befindet. Das wir uns frei entfalten müssen ist eine Tatsache, der wir uns nicht entziehen können, denn sonst wären wir alle "Menschen in Serie" und keine Unikate. Wir würden uns im Denken und Handeln nicht voneinander unterscheiden und der Welt das Bunte und Außergewöhnliche nehmen.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Etwas weniger Handlung hätte mich mehr überzeugen können




Engelsgleich

Ein verschwundenes Mädchen. Eine verzweifelte Mutter. Eine grauenhafte Entdeckung.

In Berlin wird Hauptkommissar Paul Kalkbrenner zu einem Tatort gerufen. Auf einem Fabrikgelände wurde der verstümmelte Leichnam einer jungen Frau entdeckt. Unweit davon befinden sich stinkende Kloakebecken. Fassungslos müssen Kalkbrenner und seine Kollegin Sera Muth zusehen, wie eine Leiche nach der anderen aus den Gruben geholt wird. Ist unter ihnen auch die verschwundene Merle, die von ihrer Pflegemutter Juliane Kluge verzweifelt gesucht wird? 



  • Thriller
  • Ullstein Taschenbuch
  • Broschur
  • 576 Seiten
  • ISBN-13 9783548286396
  • 9,99 Euro

"Engelsgleich" war für mich das zweite Buch des Autors und da ich mich vom Klappentext her habe verführen lassen, habe ich meine Erwartungen wahrscheinlich doch etwas zu hoch geschraubt. Mir gab es zu viel Handlung, zu viele involvierte Personen zur Story und auch zu viel Nebenschauplätze, um mich komplett überzeugen zu können. Das Buch ist zwar schnell gelesen, aber manchmal ist weniger einfach mehr und ich hatte das Gefühl, dass die Story einfach nur in die Länge gezogen werden musste, um einen Thriller zu ergeben. 

Die Handlung ist wirklich grausam und verstörend. Päderasten sind mir ein Graus und immer wenn Kinder Teil eines Thrillers werden, wird mir regelrecht übel vor Wut. Man fühlt sich als Leserin hilflos und möchte am liebsten in das Geschehen eingreifen. Kinder dürfen niemals Lustobjekte werden und auch nicht so sinnlos gequält werden wie in "Engelsgleich" beschrieben. Es war wirklich etwas zu viel und mir zu genau beschrieben. Es fiel mir regelrecht schwer an dieser Stelle weiterzulesen. Ein Buch abzubrechen kommt für mich in den wenigsten Fällen in Frage, daher habe ich weitergelesen und die Abgründe menschlicher Psyche weiterverfolgt. Leider wurde es nicht besser, denn es ist mitunter äußerst schmerzhaft zu lesen, wie eine Mutter alles verliert, was ihr lieb und teuer ist, da alle davon überzeugt sind, das sie einem Wahn erliegt. Auch ein Bruder muss erleben, wie schnell man verliert, was man liebt, um zu verletzen und Macht auszuspielen. Wo werden Grenzen gesetzt? Wann hört der Schmerz auf oder endet er niemals? Lernt man zu vergessen oder bleibt man dem treu, von dem man überzeugt ist?

"Engelsgleich" bietet vieles an Story und Gegebenheiten, dass es mir schon fast zu überladen erschien. Der Plot ist super durchdacht und natürlich auch ansprechend, aber an Eindrücken hat es mich mitunter fast erschlagen. Wie schon erwähnt, war es mir mitunter einfach zu viel an Handlung, zumal ich auch erst immer ein paar Zeilen lesen musste, um zu begreifen von wem denn jetzt nun die Rede ist. Markus, Juli oder Kalkbrenner? Dieses grenzt den Lesefluss um einiges ein. Ich will beim Lesen nicht mitdenken müssen, sondern mich zurücklehnen und genießen.

Leider kann ich nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen, denn "Engelsgleich" bot mir wenig Spannung und irgendwann stellte sich fast schon ein Gefühl der Gleichgültigkeit ein. Sehr Schade, aber wahrscheinlich war meine Erwartungshaltung viel zu hoch geschraubt?

3 Sterne und zwar HIER!


Mittwoch, 3. Dezember 2014

Blogger-Adventskalender 2014




Herzlich Willkommen zum 
3. Türchen des 
Blogger - Adventskalender 2014

Ich freue mich total dabei zu sein und habe daher auch etwas ganz Besonderes für euch vorbereitet. Im letzten Jahr hat es mir sehr viel Freude bereitet die unterschiedlichen Blogs durch die Weihnachtszeit zu begleiten, dass ich auch in diesem Jahr nicht lange überlegt habe und gerne "Ja" gesagt habe. Ihr könnt auf Tintenhain verfolgen, welcher Blog seine Türchen für euch öffnet. Dort ist auch die Idee der gemeinsamen Aktion entsprungen. Eine wirklich tolle Sache, denn durch die Individualität der einzelnen Blogs kam viel Interessantes und Schönes zum Vorschein. Lasst euch einfach auch überraschen, indem ihr reinschaut und euch gemeinsam mit uns die Weihnachtszeit versüßen lasst.







In Absprache mit der Autorin Heike Abidi verlose ich heute ein ganz besonderes Weihnachtsbuch. Es wurde vorsichtig von mir gelesen, denn ich mag ungern etwas verschenken, was mir selbst nicht gefällt ☺ Keine Sorge, das Buch ist superschön und stimmt richtig auf Weihnachten ein. Außerdem gibt es zwei Leseproben und eine Autogrammkarte. Meine Rezension zu "Und immer wieder Weihnachten" findest du HIER!









Falls ihr noch nicht 18 Jahre alt seid, benötige ich die Einverständniserklärung deiner Eltern

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ausgelost wird mit random.org oder fruit machine

Das Gewinnspiel läuft bis einschließlich 13.12.  Am 14.12. werde ich die Gewinnerin / den Gewinner bekanntgeben.

Eine E-Mail Adresse unter der ich dich erreichen kann, wäre hilfreich!







Wünsche Euch weiterhin eine tolle Vorweihnachtszeit

Alles Liebe,
Mel





Morgen öffnet sich das 4. Türchen auf buecherinmeinerhand. Schaut herein und begleitet uns unsere Blogs weiterhin durch den gemeinsamen Advent.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Mega - Zicke Bridget Duke





PAIGE HARBISON


Zur Hölle mit Bridget

ISBN 978-3-95649-081-1352 Seiten
ISBN eBook 978-3-95649-374-4 12,99 EUR 


Was Bridget will, setzt sie durch. Immer. Zuhause macht sie ihrer Stiefmutter das Leben zur Hölle, in der Schule tanzen alle nach ihrer Pfeife. Bis eine Neue auf die Winchester Prep kommt: Anna Judge - Judge wie Richterin. Und mit Anna ändert sich alles: Die Lehrer fallen nicht mehr auf Bridgets Masche rein, ihr Fan-Club verkleinert sich blitzartig. Als eines Tages sich auch noch ihr Freund Liam abwendet, baut Bridget, total irritiert, einen katastrophalen Unfall! Sie ist nicht tot - aber auch nicht lebendig. Stattdessen ist sie in einer Schattenwelt gefangen, in der ihr Anna Judge zeigt, was für eine Mega-Zicke sie war. Bridget hat genau eine Chance, das zu ändern und ins Leben zurückzukehren. Oder für immer zu gehen. 





Die ersten Seiten des Buches "Zur Hölle mit Bridget" empfand ich als sehr verstörend, da ich Bridget als absolut widerlich, egoistisch und teilweise auch als richtig gemein empfand. Mega - Zicke trifft es auf den Punkt, obwohl ich den Titel als sehr hart empfinde und auch das Cover wenig ansprechend. Dennoch bewarb ich mich auf das Buch, da ich einfach zu neugierig darauf war, was sich hinter Klappentext, Cover und Titel verbirgt. Ich tauchte in Bridgets Welt ein und bin ehrlich gesagt froh, das ich sie nicht persönlich kenne, denn ich empfand ihren Charakter wie gesagt sehr verstörend. Bridget verletzt alle Menschen um sich herum und lebt davon, Menschen auszunutzen, anzupflaumen und niederzumachen. Es ist ihr scheinbar nicht bewusst, aber vielleicht ist es nötig sie mit der Nase darauf zu stoßen, wie sehr sie sich verändert hat. 
Diese Zwischenwelt in der sich urplötzlich befindet macht ihr deutlich, was für ein Mensch sie geworden ist. Natürlich muss man ihr zugute halten, das es immer ein schleichender Prozess ist und ihre innere Verwandlung auch Gründe hat. Ich möchte hier nicht in die Tiefe gehen, da ich sonst zuviel des Buches preisgeben würde. Im Prinzip ist Bridget ein ganz einsames Mädchen, was sich nach Liebe und Geborgenheit sehnt. Ob es Sinn macht dabei die Menschen an denen ihr liegt, dauernd vor den Kopf zu stoßen? Für mich als stummer Leser ist vieles schon offensichtlich bevor es überhaupt dazu kommt, dass sich Bridget ihrer Vergangenheit stellen muss. 
Die Idee des Buches fand ich gelungen, denn letztendlich sind wir Menschen darauf angewiesen auf unsere Fehler und Oberflächlichkeiten hingewiesen zu werden. Du denkst du machst alles richtig und stößt anderen Menschen vor den Kopf ohne es dir bewusst zu sein. Bridget braucht die Holzhammermethode um umzudenken, denn ihr Egoismus und ihre eigene innere Einstellung braucht definitiv einen gewaltigen Dämpfer. 
Da "Zur Hölle mit Bridget" als Jugendbuch eingestuft wurde, ist die Schrift ein klein wenig größer und das Buch wirklich rasend schnell gelesen. Kaum begonnen, schon fast wieder beendet. Es fiel mir nicht schwer die Handlung zu verfolgen. Der Schreibstil ist locker und dem jugendlichen Leser angepasst. 
Manchmal braucht man einen erhobenen Zeigefinger, der einem verdeutlicht, dass das Leben so wie man es führt nicht hilfreich ist für die Menschen die mich umgeben, sondern schmerzhaft und tödlich für Beziehungen. Egoismus und ein verzerrtes Selbstbild machen unsympathisch und einsam.

Fazit:
 "Zur Hölle mit Bridget" konnte mich dadurch überzeugen, da Bridget den Mut findet für Veränderungen. Sie stellt sich ihren Fehlern. lernt aus ihnen und versucht sie zu beheben. Ihre Oberflächlichkeit und ihre eigene innere Ohnmacht tritt deutlich hervor und gibt dem Roman doch noch einen gewissen Tiefgang, den ich zuvor nicht erwartet hätte. Ich empfand Bridget als sehr abstoßend und hätte sie gemieden, wenn sie mir irgendwo in meinem Umfeld begegnet wäre. Solch eine Person kann keine Freundin sein, denn sie erscheint kalt wie ein Fisch und keinerlei Gefühle fähig. Da das Buch eine überraschend positive Wendung genommen hat, kann ich ganz klar eine Leseempfehlung aussprechen. Wäre die Handlung weiterhin so verlaufen wie am Anfang hätte ich kein gutes Wort für Bridget finden können, denn sie trug den Titel Mega - Zicke zurecht.


4 Sterne --> HIER!



Vielen Dank an BloggdeinBuch und Mira Taschenbuch, die mir "Zur Hölle mit Bridget" zum Lesen und Rezensieren zur Verfügung gestellt haben! Ein definitiv anderes Jugendbuch, das ich gerne weiterempfehlen möchte.



Montag, 1. Dezember 2014

Der Schattenmann



Wer Finsternis sät


Dein Leben ist eine Lüge.
Deine Mutter war nie tot.
Bis heute.

Jos Welt gerät ins Schwanken, als die Polizei in seinem Elternhaus auftaucht. Seine seit Langem tot geglaubte Mutter wurde auf bestialische Weise ermordet.
Und sie ist nicht das einzige Opfer. Jos Leben zerbricht, denn plötzlich steht er im Fokus des Killers, der jeden mit in die Finsternis zieht, der Jo etwas bedeutet.


  • Format: Kindle Edition
  • 275 Seiten
  • Verlag: bookshouse
  • weitere Formate auf der Verlagsseite verfügbar
eBook    4,99 Euro
TB       12,99 Euro










"Wer Finsternis sät" ist ein wirklich gut durchdachter Thriller, der mich einige Lesezeit über wirklich fesseln konnte. Nicht einen Moment war die Story für mich vorhersehbar und es sind gerade die Überraschungsmomente die mich begeistern konnten.

Um die Spannung aufzubauen, nutzt die Autorin einen sanften Einstieg, indem sie uns sowohl Jo als auch Jael ganz genau vorstellt. Jo, der bei seinem Vater aufwächst, ist frisch verliebt und alles dreht sich nur um Emma, bis seine kleine heile Welt ins Wanken gerät und alles was zuvor war, komplett aus dem Ruder läuft. Seine leibliche Mutter, die er tot geglaubt hat, wurde bestialisch ermordet und Jo selbst gerät in den Fokus der Ermittler.
Mit dem Protagonist Jo hat die Autorin eine Figur erschaffen, die den netten Jungen von nebenan widerspiegelt und wir deshalb noch mehr mitfiebern und mitleiden können. Auch wenn man schon fast Erwachsen ist, ist der Schock darüber riesengroß, wenn man feststellt, dass man von seiner Familie belogen wurde und von der leiblichen Mutter abgeschoben wurde. Ein Kartenhaus aus Lügen bricht komplett über Jo zusammen. In diesen Momenten fühlt er sich mehr als ungeliebt, regelrecht unerwünscht und so ist es kein Wunder, dass Jo die Flucht ergreift und sich zurückzieht. Natürlich macht er sich durch diese Aktion für die Polizei um einiges verdächtiger. Lediglich Hannes, ein Praktikant der SoKo, macht sich seine eigenen Gedanken und stellt Jos Schuld infrage. Auch Hannes nimmt in diesem Thriller einiges an Raum ein und ist mir als Figur sehr sympathisch, der er tiefer blickt als seine Kollegen und Kolleginnen der Polizei. 

Uns gelingt der Einblick in die Gedanken des Täters, der diese scheinbar gerne mit uns teilen möchte, sich dabei aber eher unbeliebt bei mir als Leserin macht. Das Schriftbild ändert sich, sobald sich die Story Jael zuwendet. Wir bekommen Einblicke in seine Kindheit und erst zum Ende hin wird klar, wer er wirklich ist. Den einen oder anderen Verdachtsmoment hatte ich während des Lesens schon, welche sich aber während des weiteren Verlaufs der Handlung immer wieder zerschlugen. Jeal ist regelrecht besessen und lebt das Böse aus, indem er mordet, um sich zu stärken. Dies ist, was von Anfang an fasziniert, denn scheinbar nimmt das Böse in Jeal nicht zu, auch wenn immer mehr Frauen ihr Leben lassen mussten. Jeal nimmt immer mehr Raum in der Story ein. Irgendwann gerät Jo in sein Visier und muss um sein Leben fürchten. Interessant hierbei ist, dass ganz klar aufgezeigt wird, wie wie sehr eine Kindheit voll Gewalt prägen kann. Gewalt erzeugt ebenfalls Gewalt, zumindest hier kommt es ganz klar zum Vorschein. Jaels Kindheit wird von Misshandlungen geprägt und schüren das Böse in ihm. Anstatt das Böse durch Schläge zu bekämpfen, wird es immer und immer stärker. Jeal ist zu keinerlei mehr Emotionen fähig als Gewalt. 

Ich empfand den Plot als sehr gut durchdacht. Mir gefiel im Besonderen, dass die Autorin eine Art multiple Persönlichkeitsstörung eingebaut wurde, denn psychische Störungen faszinieren mich einfach immer wieder aufs Neue. Da Jo und Jael ähnlich klingen, wäre ich nicht sonderlich überrascht gewesen, wenn es sich hierbei um eine Person gehandelt hätte. Es kam dann alles doch anders und das ist, was mich völlig überraschen konnte.

Letztendlich kann ich "Wer Finsternis sät" nur eine Leseempfehlung aussprechen, da ich mich gut unterhalten gefühlt habe. Genügend Spannung, die sich nach und nach aufbaut und mit einem gigantischen Ende endlich eine Lösung für mich als Leser bietet. Da Jo recht jung ist (kurz vor dem Abitur) ist der Thriller auch für junge Erwachsene geeignet, da sie sich sicherlich gut mit Jo identifizieren können. Als junger Mensch ist es wichtig einen Halt im Leben zu haben und für Jo bricht alles zusammen, was ihm vorher genug Geborgenheit bot. Warum wurde er jahrelang belogen? Jede/r an seiner Stelle wäre tief verletzt und würde der Wahrheit auf den Grund gehen wollen. Jo erscheint mir in seinem Handeln äußerst authentisch. Wer ist der Schatten, der Jo in seinen Erinnerungen, seinen Alpträumen begegnet? Wer hätte Interesse daran Jos Familie zu schaden und warum?


FAZIT: Ein Thriller, der mit echtem Wahnsinn behaftet ist und es überzeugend schafft, mich als Leser in die Irre zu führen. Spannungsgeladen, gewaltig und brutal, bis ein gigantisches Finale dem Chaos in Jos Leben ein Ende bereiten kann. Leseempfehlung!

Mini-Challenge im Dezember - Ich bin dabei ☺





Ziel der Challenge ist es 5 Bücher oder mehr zu lesen. Die Idee stammt von Dani und ist HIER! auf Lovelybooks zu finden.  Im Dezember wird Birnchen erneut den Thread leiten.

An dieser Stelle  werde ich meinen Fortschritt nach und nach posten. Mein persönliches Ziel ist es 22 Bücher zu lesen. 

Meine Challengeseite für den Monats November findest du HIER!






Seeherzen / Margo Lanagan 



 Ruht das Licht / Maggie Stiefvater




 Salt & Storm - Für ewige Zeiten / Kandall Kulper




 Lieber für immer als lebenslänglich / Kristan Higgins

 Dunkler Reiz / Isabell Bordermann