Samstag, 13. Februar 2016

Paris - Die Stadt der Liebe


Katrin Koppold

Hoffnung auf Kirschblüten

«Glaubst du eigentlich noch an die Liebe, Mia?» 
Mia fährt nach Paris. Im Gepäck: ein gebrochenes Herz und ein Bolzenschneider. Sie möchte das Liebesschloss durchtrennen, das sie ein paar Wochen zuvor mit Rik an einer der vielen Brücken befestigt hat - aber an welcher? Als Mia dem geheimnisvollen Noah mit den traurigen Augen begegnet, der sie zu den schönsten Plätzen der Stadt führt, wird ihre Suche recht bald zur Nebensache. Doch noch hat sie mit der Vergangenheit nicht abgeschlossen.



Homepage der Autorin: HIER!



"Hoffnung auf Kirschblüten" ist nun leider der Abschluss einer wunderbaren Buchreihe und ich freute mich sehr darauf, den Roman zu lesen. Auf lovelybooks startete eine Leserunde, an der ich unbedingt teilnehmen wollte. Ich gewann das Buch und nun steht es neben seinen Schwestern in meinem Buchregal. Katrin Koppold hat ihre Bücher zuerst als selfpublisher herausgegeben und in Rowohlt einen Verlag gefunden, die den Büchern einen neuen Look verpasst hat und die Taschenbuchausgabe auf den Buchmarkt gebracht hat. Ich habe diese Entwicklung über Facebook miterlebt und freue mich auch heute noch sehr darüber, denn es ist absolut verdient.

Weitere Rezensionen zur Sternschnuppen-Reihe:


"Hoffnung auf Kirschblüten" spielt in einer wunderbaren Kulisse und konnte mich schon durch den Schauplatz Paris begeistern. Mia macht sich auf eine kleine Reise, um ihre Wunden zu lecken und mit dem Ziel, das Schloss, welches sie an einer der Brücken befestigt hat zu entfernen. Ein Liebesschloss soll die Liebe zweier Menschen demonstrieren, aber wenn die Liebe vorbei ist, nutzt auch kein Liebesschloss. Die Idee dahinter finde ich sehr schön, aber es ist eben auch nur dann sinnig, wenn Menschen füreinander Liebe empfinden und sich nicht gegenseitig verletzen. Was genau zum Bruch zwischen Mia und Rik führte, bleibt lange ein riesiges Fragezeichen, denn erst nach und nach bringt uns die Autorin auf die richtige Spur. Leider kommt Mia mir durch ihr Verhalten oft naiv und oberflächlich vor, da sie selbst nicht weiß, was sie will und wie ihr Leben neu gestalten wird. Mir hat nicht gefallen, dass sie sich Rik angepasst hat und sich dabei scheinbar selbst verloren hat. Sie wirkt dadurch oft wie ein kleines Mädchen, welches den Sinn des Lebens neu erforschen muss. Ihre Kreativität wiederum hat mir sehr gefallen, denn sie steckt voll von Ideen, die aber oft einfach nur Ideen bleiben. Als sie auf Noah trifft, scheint sie aufzutauen, obwohl auch dies wirklich lange dauert und die Autorin uns lange am ausgestreckten Arm verhungern lässt. Ich will eine Liebesgeschichte lesen und keine Selbstfindung, denn so kam es mir oft vor. Für mich war "Hoffnung auf Kirschblüten" leider das schwächste Glied der Buchreihe, was aber vielleicht auch daran lag, dass Mia mir nicht so sympathisch war wie ihre Schwestern Helga, Lilly oder Fee. Diese haben leider nur einen kurzen Auftritt im Buch und auch der recht gelungene Weihnachtsabend konnte nicht alles herausreißen. Mia ist mir zu unsicher und ihr Verhalten, ihre Gedanken sind für mich nicht nachvollziehbar. Romantisch wird es dann zum Ende doch noch und ich konnte mich völlig darauf einlassen, auch wenn es vor Kitsch nur so triefte und komplett vorhersehbar war. Mia kann einen Neuanfang wagen, aber wo und wie dieser stattfinden wird, solltet ihr selbst herausfinden.

Fazit:
Ein Roman, der in einer wunderbaren Kulisse spielt und uns mitnimmt an die Seine, den Eifelturm und vielen, vielen schönen Schauplätzen, die Paris in einem tollen Licht erstrahlen lassen. Die Protagonistin Mia erscheint mir anfangs recht blass und ihr Potential entwickelt sich leider erst zum Ende hin. Begleitet wird sie von allerlei verrückten und ungewöhnlich gezeichneten Menschen, die dem Roman einiges an Farbe geben. Wo die Story hier und da schwächelt, wird durch einige Begebenheiten und Dialoge einiges herausgerissen. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, da das Gesamtergebnis doch überzeugen konnte.


★★★★ 

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