Sonntag, 20. Oktober 2013

Anna + Antonia / Vergangenheit + Zukunft






Die Frau im Stein


Die 23-jährige Antonia glaubt an Übernatürliches. Aber so übernatürlich? Bei der Beerdigung ihrer Großmutter stützt sie sich auf einen alten Grabstein und hört eine Stimme. Die junge Frau zweifelt an ihrem Verstand, doch der Versuchung, den Stein erneut zu berühren, kann sie nicht widerstehen.

Anna – eine Frau aus der Vergangenheit, zieht Antonia immer tiefer in ihren Bann. Die Situation wird verzwickt, als Sascha auftaucht, ein Mann, zu dem sich Antonia augenblicklich hingezogen fühlt. Eine Zerreißprobe der Gefühle beginnt, denn Antonia spürt eine tiefe Verbundenheit zu Anna, hin und her gerissen zwischen dem Wunsch, Anna über die Zeit hinweg zu helfen, ohne von Sascha für verrückt erklärt zu werden, und der Gefahr, den Sinn für die Realität zu verlieren. Kann Antonia der Frau im Stein helfen?

Ändert sich durch die Vergangenheit die Gegenwart?





  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 601 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 325 Seiten
  • Verlag: bookshouse
  • weitere Formate für eBooks auf der Verlagsseite verfügbar
  • eBook 5,99 Euro
  • TB     14,99 Euro






Meine Meinung:
Da mir "Die Gräfin der Wölfe" der Autorin wirklich zugesagt hatte, war ich neugierig, ob mich auch ihr zweites Buch "Die Frau im Stein" begeistern konnte. Das Lesen fiel mir leicht und gerade, da Vergangenheit und Gegenwart wunderbar miteinander verknüpft worden sind, war es ein Buch welches trotz der Grausamkeit des Krieges viele unterschiedliche Gefühle in den Lesern ausüben wird. Einerseits Frustration darüber nicht in die Handlung eingreifen zu können - Wut darüber, was Menschen sich gegenseitig antun - Freude über schöne Dinge die uns begegnen - Magie, denn dadurch, das Anna und Antonia miteinander kommunizieren können, obwohl sich die eine in der Vergangenheit befindet und die andere im Jetzt und Heute lebt - tiefer Frieden darüber das der Schmerz über Verluste nicht überwiegt, sondern einen Neuanfang bereithält - das Lernen voneinander, die in unterschiedlichen Zeiten leben und sich doch als Stütze und Hilfe annehmen können - die Liebe finden, tiefer Schmerz, den historischen Hintergrund des Buches als spannend und aufschlussreich erleben und vieles, vieles mehr."Die Frau im Stein" bietet viele unterschiedliche Emotionen und daher konnte ich mich wirklich fallen lassen und in Annas und auch Antonias Geschichte eintauchen. Beide Frauen werden wir in ihrem Leben begleiten und sehen dabei kleine und größere Erfolge. Anna und Antonia werden beide ihren Weg gehen, auch wenn dieses unterschiedlich sein wird. Letztendlich haben wir hier auch eine Familiengeschichte, die sich erst nach und nach entwickeln muss. Annas Eltern werden verschleppt und Anna scheint die einzige Überlebende in ihrer Familie zu sein. Jakob ist noch bei ihr, aber Jakob ist schwer verletzt. Das Grauen was in Anna aufsteigt als sie durch das Dorf geht und die Schäden sehen muss, die die Schweden oder wer auch immer hinterlassen hat, führt dazu, das Anna ihr Gehör verliert. Die einzige Stimme die sie hören kann, ist die von Antonia aus der Zukunft. Es ist sehr hilfreich für Anna, denn Antonia zeigt ihr Kräuter und auch anderes um Jakobs Fieber zu senken. Irgendwann stößt dann auch Gustav zu den beiden Geschwistern. Ein Schwede, ein Fahnenflüchtiger, will ich ihn mal nennen, der dem Grauen des Krieges entkommen möchte. Ist er Feind oder Freund? Kann er Anna helfen ihre Eltern zu finden?
Antonia hat ihre geliebte Oma verloren und denkt sie wäre verrückt als sie plötzlich eine Stimme hört, die über einen Grabstein mit ihr kommuniziert. Wäre mir ehrlich gesagt nicht anders ergangen. Durch Anna lernt Antonia viele Dinge in ihrem Leben neu zu ordnen, zu überdenken und vor allem der Liebe zu begegnen. Mir hat besonders an der Figur der Antonia gefallen, das sie nicht dort stehen bleibt wo sich befindet, sondern Veränderungen zulassen kann. Letztendlich können beide Frauen voneinander lernen und das ist, was mich zu dem Buch hingezogen hat. Mein Kobo hat mir gestern Abend signalisiert, das ich zwei Stunden am Stück gelesen habe und das spricht doch schon für "Die Frau im Stein", oder?


Von mir eine Leseempfehlung für einen Roman, der Vergangenheit und Zukunft wunderbar miteinander verknüpfen konnte. Historisches wird aufgearbeitet und das Grauen des Krieges noch einmal verdeutlicht. Der Dreißigjährige Krieg war wie alle Kriege unnötig und wird zwar nur oberflächlich von der Autorin angerissen, da sie Annas Geschichte erzählt, aber mich stimmt es doch nachdenklich. Ein gutes und solides Buch, was sich zu lesen lohnt.

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