
Eine Idee von ScrapImpulse
und als "Sehr gut" befunden.
und als "Sehr gut" befunden.
Meine Antworten sind in rot dargestellt.

Ich benötigte einige Seiten, um mit dem Schreibstil des Autors warm zu werden. Mittlerweile list sich das Buch fast von alleine, da es auf wunderbare Art und Weise davon berichtet, wie tief die Liebe zum Buch gehen kann und welch Schaden das Internet den "kleinen" Buchhändlern zufügt. Für mich ist es aufgrund von Schichtdienst nicht immer möglich meine Bücher im Buchhandel zu kaufen und bin daher meist auch Online unterwegs. Einige kleinere und größere Seitenhiebe auf Amazon sind vorhanden und definitiv nachvollziehbar. Shaun Bythell ist Inhaber des Secondhand - Buchhandels "The Bookshop" und erzählt auf eine charmante, skurrile Art, von der Liebe zum Buch und den Buchschätzen die sich in den Regalen tummeln. Interessant ist auch, wie unterschiedlich Menschen auf Bücher reagieren. Die Beschreibungen dieses Erleben ist authentisch und sehr gelungen dargestellt. Bisher kann ich keinerlei Kritikpunkte zu dem Buch finden, was sich mitunter wie ein Sachbuch lesen lässt und dennoch ein Roman ist, der meine Liebe zum Buch noch vertieft. Das Cover empfinde ich als sehr harmonisch und weckt den Wunsch in mir. Wigtown in Schottland zu besuchen, um mir selbst ein Bild zu machen und den Duft alter Bücher zu genießen. Ich gehöre nämlich zu den Personen, die den Duft von Büchern unglaublich schätzt und gerade die, frisch vom Verlag, riechen herrlich angenehm. Ein Kindle ersetzt niemals ein Buch, aber dazu nun noch mehr in Frage 4.
Da ich mit der Kindle - App nachweislich wenig Erfahrungen gemacht habe, muss ich die Frage mit E-Reader beantworten. Ich habe mir erst vor etwa 2 Wochen einen neuen Reader kaufen müssen, da sich mein Kobo Glo im Urlaub mit einem Displayschaden verabschiedet hat. Entschieden habe ich mich für einen Tolino Shine und bin bisher sehr zufrieden. Für mich ist HD und diverser Schnick Schnack nicht wichtig, daher wählte ich einen Reader, der mit Licht ausgestattet ist, denn dieses vermisse ich an meinen UraltKindle, mit dem ich auch zufrieden bin, aber das Lesen im Dunkeln bietet er eben nicht an. Anmerken möchte ich allerdings, das ein Reader niemals ein echtes Buch ersetzen kann und ich diese immer vorziehen würde. Im Urlaub oder allgemein auf Reisen ist ein Reader allerdings prima einsetzbar und dann verzichte ich eben auch auf ein "echtes" Buch in meinen Händen. 
"Wir gegen Euch" ist der zweite Band rund um Björnstadt, eine fiktive Stadt in Schweden.Es dreht sich alles um Eishockey und eine Straftat, die die Menschen entzweit hat. "Stadt der großen Träume" hat mir sehr gut gefallen und ich freute mich sehr, den Nachfolgeband nun in einer Leserunde auf Lovelybooks lesen zu dürfen. Frederik Backmann begeistert mich immer wieder und "Ein Mann namens Ove" des Autors ist ein Roman, der mich wirklich zutiefst berührt hat und immer und immer wieder gelesen kann. Auch die Verfilmung des Romans hat mich sehr begeistert. Definitiv gehört Frederik Backman mittlerweile zu ein meinen Lieblingsautoren. Sein Schreibstil kann mich immer wieder überzeugen. "Wir gegen Euch" ist die Geschichte einer Stadt, die auseinander gebrochen ist und sich nun im Kampf darum befindet, zerbrochenes wieder aufzubauen. Ich bin sehr gespannt, wie der Autor seine Story webt, denn es scheint alles zerstört und auch für die Menschen in Björnstadt nicht einfach sich wieder auf ein normales Leben ohne Eishockey einzustellen.
So richtig schrecklich fand ich "Cows - Folge nicht der Herde" von Dawn O´Porter. Ich bin immer noch hin und hergerissen, da ich mir über die Aussage des Buches unsicher bin. Mach was du willst und bleib dir selbst dabei treu? Ich habe mich tatsächlich oft fremdgeschämt. Für mich hätte ich letztendlich entschieden, lieber nicht aufzufallen und mich anzupassen. Viele Dinge sollte man in der Öffentlichkeit definitiv unterlassen und manche Handlungen sind auch nicht umsonst strafbar, da sie aufwiegeln und die Gemüter erhitzen. Ich habe das Buch als Provokation wahrgenommen und wenn ich es mir recht überlege, ist mir im Nachhinein eine drei Sterne Rezension noch zu milde. Meine Rezension zum Buch kannst du HIER! nachlesen. Ich würde "Cows - Folge nicht der Herde" definitiv nicht weiterempfehlen. Wahrscheinlich bin ich nicht emanzipiert genug und zu bodenständig, um mich so zu profilieren wie die Frauen im Buch. Kann man lesen, muss man aber nicht!
"The Black Coats" ist ein Buch über Selbstjustiz, wobei die Aktionen natürlich komplett überspitzt dargestellt wird. Thea, die Protagonistin ist traumatisiert durch den Mord an ihrer Cousine und besten Freundin Natalie, sodass sie sich schnell davon überzeugen lässt, sich im Kreis der Black Coats aufnehmen zu lassen. Es herrscht ein hoher Spannungsaufbau, der sich lange hält. Ich flog förmlich durch die Seiten, wobei mich am meisten fasziniert, wie schnell uns Rachegedanken dazu bringen, "Gleiches mit Gleichem" vergelten zu wollen. Es herrscht ein hohes Gewaltpotential und mitunter fehlt mir das Mitgefühl für die Männer, die sich hier zuvor Gewalt an Frauen ausübten, ohne dafür bestraft zu werden, aus Mangel an Beweisen. Eine Gruppe von Frauen entschließt sich nun, diesen ihre gerechten Strafe zukommen zu lassen und Thea ist nun eine davon. Da ich selbst erst kürzlich Opfer eines Sexualdelikts geworden bin und der junge Mann unbeschadet davon kommen wird, da er eine Hirnschädigung hat und in der Einrichtung lebt, in der ich arbeite. Aufgrund des Hirnschadens ist er nicht schuldfähig und manchmal würde ich mir eben auch wünschen, das ich zurückschlagen könnte. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, da ich mich noch im Verarbeitungsprozess des Geschehens befinde.