Samstag, 10. November 2012

Liebe Emily, ........





Camron Wright

Briefe für Emily

Roman
Taschenbuch
Preis € (D) 7,95

ISBN: 978-3-596-15956-7



Verlag: Fischer

Harry Whitney hat Alzheimer. Nach seinem Tod finden sich verschlüsselte Briefe, die er an seine kleine Enkelin Emily geschrieben hat. Harry erzählt Emily darin von den Herausforderungen des Lebens, von der Liebe und dem Verzeihen. Mit großem Erstaunen erkennt die Familie, dass Harry ihnen ein Geschenk von unschätzbarem Wert gemacht hat.



Der Autor:

Camron Wright lebt mit seiner Familie in der Nähe von Salt Lake City. Die Aufzeichnungen seines Großvaters, der 1996 starb, inspirierten ihn zu seinem ersten Roman, ›Briefe für Emily‹. Zunächst im Selbstverlag nur per Internet erhältlich, fand das Buch viele tausend begeisterte Leser, kam schließlich in einem großen Verlag heraus und wurde in mehrere Sprachen übersetzt.






Meine Meinung:

Da ich an einer Challenge teilnehme und mir  auf der Seite des Fischer Verlages dieses Buch wirklich ansprang und ich den Klappentext sehr ansprechend fand, bestellte ich es mir und las es dann auch wirklich zügig, denn die Geschichte die dort erzählt wird geht wirklich mitten ins Herz. Es gab den einen oder anderen Moment, wo ich wirklich sehr schlucken musste, da es mich sehr berührt hat. Ich gehöre zu den sehr emotionalen Menschen und wenn mich Dinge an mein eigenes Leben erinnert fühle ich mich sehr getroffen und berührt. So auch hier!

Was sehr interessant ist, ist die Tatsache, das in einer anderen Challenge Abschiedsbriefe an unsere Liebsten geschrieben werden sollen, eine wirklich emotionale Aufgabe, aber nichts was sich für mich nicht bewältigen lässt, denn wie jede Mutter denke auch ich oft daran: "Was will ich meinen Liebsten noch sagen?" "Was ihnen mit auf den Weg geben?"


Harry Whitney nutzt die Zeit die ihm noch bleibt um Emily aus seinem Leben zu erzählen. Ihr Weisheiten mit auf den Weg zu geben, dann wenn er diese Welt verlassen hat. Es ist wunderschön und für die Familie zuerst ein Puzzlespiel. In jedem Gedicht von Harry steckt ein Passwort, welches eine Datei auf dem Computer schützt. Sobald das Passwort gefunden und eingegeben wurde öffnet sich ein wunderbarer Brief, der Harrys Leben beleuchtet und nach und nach werden viele Dinge offenbart und sogar bereinigt. Insgesamt hat er an 3 gebundenen Büchern gearbeitet und seinem Sohn und seiner Tochter Michelle damit nicht nur eine große Freude gemacht, sondern ihnen einen ganz anderen Harry / Vater offenbart als er es zeit seines Lebens getan hat.


Es ist ein Buch der Versöhnung und der Weisheit, denn Harry gibt seinen Kindern / Enkelkindern davon jede Menge mit auf ihren Lebensweg und sorgt nach seinem Tod dafür das Menschen sich wieder annähern und miteinander reden, alles das, was sie vorher vergessen hatten. Es ist ein Annähern unter Geschwistern. Ein Annähern unter einem Ehepaar, welches kurz vor der Scheidung steht. Emilys Briefe zu entdecken war wirklich ein Schatz und das Beste was dieser Famile passieren konnte. Ich bin fest davon überzeugt, das wir in unserem Leben auch davon profitieren könnten, wenn jemand uns Briefe schreibt die mitten in unser Leben hineinpassen um uns aufzurütteln, zu trösten und zu stärken, aber vielleicht sind solche Briefe schon lange vorhanden und wir müssen nur danach suchen?


Von mir eine Leseempfehlung für dieses authentische und lebensbejahende Buch "Briefe für Emily!"


Freitag, 9. November 2012

Plötzlich Verliebt


 


Megan Bakerville ist 29 und lebt in New York. Eigentlich hat sie alles, was man braucht: einen Job, eine Beziehung und Molly, ihre beste Freundin. Doch ihre heile Welt bricht zusammen, als sie herausfindet, dass ihr Freund fremd geht. 

Höchste Zeit für einen Neuanfang. Da kommt das Job-Angebot aus London gerade recht. Sie nimmt es an, trifft dort Sebastian und ihr ganzes Leben wird auf den Kopf gestellt.



  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 419 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 202 Seiten
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B008XMCYRE




Eine erneute Leserunde stand an und dieses Mal erwartete mich ein echt pfiffiges und charmantes Frauenbuch. Es liest sich quasi von alleine und man hält tatsächlich nur inne um tief durchzuatmen (Meg ist zwischendurch wirklich etwas naiv und wir als Leser merken schnell woher der Wind weht) oder zu schmunzeln (denn Meg neigt dazu auch mal in ein Fettnäpfchen zu treten und ist mir dadurch wirklich ähnlich). Vielleicht muss man sich auch tatsächlich Lachtränen aus den Augenwinkeln wischen?


Das Buch ist wunderbar dazu geeignet die Seele baumeln zu lassen und den Alltag einfach mal außen vor zu lassen. Schon der Trailer zum Buch ist der absolute Hammer, denn so leicht wie er daher kommt ist auch das Buch. Ich las die eBook Version, die uns freundlicherweise von der Autorin zur Verfügung gestellt wurde. Ich habe allerdings auf meinem Amazonkonto 1Klick eingestellt und konnte den Code nicht mehr eingeben und bezahlte so die 2,99 Euro für das eBook. Es tat mir nicht weh, denn erstens hat es sich sehr gelohnt und zweitens lässt es das Autorinnenherz sicherlich auch etwas höher schlagen, wenn ihr Buch verkauft wird.


Einen Abend habe ich gebraucht um das Buch zu beenden. Ein Frauenbuch, wie es wirklich nicht witziger sein kann. Ideal für die trüben Herbsttage da draußen um sich eingekuschelt in einer warmen Decke, vielleicht mit einer Tasse Tee auf andere Gedanken zu bringen. Der Autorin ist es wirklich gelungen mich zu begeistern.


Natürlich ist die Geschichte nicht neu - Frau wird betrogen, zieht zu besten Freundin und bewirbt sich auf eine Stelle in London (das Bewerbungsschreiben, ist der Oberbrüller, schon alleine deshalb lohnt es sich das Buch zu lesen), weit weg von dem was schmerzt. Dabei hat sie aber nicht damit gerechnet, das ihre beste Freundin mitkommen wird (zumindest die ersten 3 Wochen bis Meg sich eingelebt hat) und auch ihr EX folgt ihr und kämpft um sie. Er ist aber so ein Blödmann, das sie ihn abblitzen lässt, dafür steht schon der nächste attraktive Kandidat am Start.


Meg unsere Hauptprotagonistin ist wirklich knuffig und auf Anhieb wünscht man sich sie zur Freundin. Im Prinzip ist sie zwar die Betrogene und muss erst einmal verdauen, was ihr passiert ist, aber letztendlich ist sie eine Gewinnerin und behält in allem die Oberhand. Ihr werdet schon sehen!


Lasst euch einfach von Meg verzaubern! Sie ist wirklich richtig nett und ich bin schon sehr gespannt auf das eBook "Plötzlich verlobt", denn die Geschichte von Meg geht natürlich noch weiter. Manchmal braucht man einfach mal ein echtes Frauenbuch und wem Bücher wie "Die Schnäppchenjägerin" oder "Shopaholic" von Sophie Kinsella gefällt, der wird auch "Plötzlich verliebt" lieben!


Ganz klar eine Leseempfehlung!


Donnerstag, 8. November 2012

Verliebt in einen Selkie


Trailer zu "Sturmherz" von Britta Strauß from Anders Balari on Vimeo.




  • Maris Sehnsucht nach dem Meer wächst von Tag zu Tag. Immer wieder träumt sie sich in eine Welt voller Wunder und Freiheit, bis sie in einer eisigen Winternacht erkennt, welche Geheimnisse der Ozean tatsächlich verbirgt. Man sagt, es gäbe Seehunde, die ihre Tiergestalt ablegen und zu Menschen werden. Man sagt, sie seien ebenso kaltherzig wie verführerisch. Nur ein Märchen für kalte Winterabende? Während Mari die Wahrheit hinter einer uralten Legende aufdeckt, entspinnt sich eine Liebesgeschichte, wie sie magischer nicht sein könnte. Doch die Gier eines gnadenlosen Feindes droht alles zu zerstören.







Meine Meinung:

Ich habe das Cover zum ersten Mal auf Facebook erblickt und wenn man Coververliebt sein kann, dann war es bei mir Liebe auf den ersten Blick und das Buch wanderte vorerst sofort auf meine Wunschliste. Ich wollte es unbedingt Lesen, da ich von der Autorin schon "Nocona" und auch "Nathaniels Seele" gelesen hatte  und beide Bücher mich wirklich begeistern konnten.

Eine Leserunde auf lovelybooks.de ermöglichte mir, mich für das Buch zu bewerben und das Buch zu gewinnen. Meine Freude war riesig als ich ausgelost wurde und mein persönliches Exemplar per Post direkt von der Autorin signiert erhielt. Schaut mal, wie schön es ist:





Es geht um das Meer und doch umso viel mehr. Britta Strauß hat eine alte nordische Legende wiederbelebt. Sicherlich hat jede/r schon einmal von den Selkies gehört oder gelesen, oder? Nein? Dann werde ich eure Erinnerungen mal in ein, zwei Sätzen aufleben lassen. Selkies sind Robben / Seehunde die sich, indem sie ihr Fell ablegen, in wunderschöne Menschen verwandeln können. Sie können uns Menschen regelrecht bezirzen und wir folgen ihnen blind. Auch hier in diesem Buch ist die Mythologie, die aus dem Norden Schottlands stammt ein großer Teil der Geschichte. Ich fand es sehr faszinierend, wie Britta Strauß ihrer Liebesgeschichte von Mari, dem Mädchen und Louan dem Seehundmann Leben eingehaucht hat. Kann eine Liebe zweier so unterschiedlicher Menschen, der eine ist immerhin ein Seehund, gut gehen? Können dieses beiden unbeschadet Liebende sein oder wird Mari dabei das Herz gebrochen? Die Story ist leider nicht immer nur schön, sondern auch wirklich aufwühlend. Sie veranlasst uns dazu, vor Anspannung an unseren Fingernägeln zu knabbern, denn diese wunderbare Liebe bleibt nicht unentdeckt. Vielleicht wäre es dann auch langweilig geworden? Wie anders wäre es verlaufen, wenn diese unglaubliche Liebe ein Geheimnis geblieben wäre? 
Es wird immer wieder Menschen geben, die aus ihrer Entdeckung Profit schlagen wollen ohne Rücksicht auf Verluste und ohne Rücksicht auf diejenigen, denen sie Schaden zufügen wollen. Das erzeugt natürlich eine große Anspannung bei den Leser/innen, aber auch eine echte Wut. Warum kann es nicht einfach bleiben wie es ist? Wie soll sich eine Liebe entwickeln, wenn es immer jemanden gibt der sich einmischt und schaden möchte? 

Eine sehr moderne Liebesgeschichte, die von Anfang an fesselt. Das Buch aus den Händen zu legen fällt wirklich schwer und wer mich kennt, weiß, das ich mein Happy End brauche um das Buch zufrieden lächelnd zur Seite legen kann. Ob ich es bekommen habe? Niemand glaubt ernsthaft, das ich Euch hier alles verrate, oder etwa doch? "Sturmherz" ist so bezaubernd, das ich es einfach nur weiterempfehlen kann. Die Autorin ist ihrem Stil treu geblieben, obwohl ich die Leidenschaft die ich aus ihren anderen Büchern kennengelernt hatte doch ein klein wenig vermisst habe. Hier gibt es zwar Leidenschaft, aber sie ist doch eher kühl. Liegt es daran, das ein Seehund, auch wenn er ein Mensch werden kann einfach kühler ist als ein echter Mensch? 

Im Buch gibt es einen Satz, wo mir beim Lesen fast das Buch aus der Hand gefallen ist, als ich es gelesen habe und zwar erzählt Louan Maris Vater ganz trocken, das er und Mari sich gepaart haben. Ich musste wirklich lachen, denn mal im Ernst, wer möchte denn wirklich wissen, wann und wie seine Kinder sexuell aktiv werden? Anders herum möchte ich ja auch nicht wissen, was meine Eltern des Nachts so treiben. Egal, ich wollte es nur mal so in den Raum werfen, da ich zuvor schrieb, dass das Buch mitunter doch einen melancholischen Stil hat, dabei aber auch zum Nachdenken auffordert, denn es beleuchtet auch den Fisch - Wal und Robbenfang, vielleicht nur angedeutet, aber zwischen den Zeilen lesen wir doch noch viel mehr heraus und das ist sicherlich auch die Absicht der Autorin um uns zum Nachdenken zu verdonnern. Vielleicht sollten wir wirklich mehr überlegen, was wir uns auf den Mittagstisch stellen? Das Pelze völlig inakzeptabel sind brauche ich hoffentlich nicht näher erläutern. 

Mir hat das Buch sehr gefallen, denn es ist einfach mal etwas ganz anderes und da die Romantik auch hier nicht zu kurz kam, vergebe ich dem Buch alle vorhandenen Sterne und eine Leseempfehlung! Da jedes Kapitel mit einem Zitat überschrieben ist, ende ich auch mit einem Zitat aus dem Buch (Kapitel 13, Seite 38)
"Das Meer ist alles. Sein Atem ist rein und gesund. Es ist eine immense Wüste, wo ein Mensch nie alleine ist, in der er fühlen kann, wie das Leben aller in ihm bebt. Das Meer ist ein Behälter für all die ungeheuren, übernatürlichen Dinge, die darin existieren. Es ist nicht nur Bewegung und Liebe, es ist die lebende Unendlichkeit."
Jules Verne

Das Buch lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Dramatisch, Faszinierend und ein Roman fürs Herz. Was will Frau meer? 

Für mich definitiv ein Lesehighlight in diesem Jahr!






Dienstag, 6. November 2012

Herbstgewinnspiel Gewinnerin

Ich habe mich total gefreut als ich heute meine Post entgegennahm und einen netten Brief von Papermind www.tamaraisreading.wordpress.com las, in dem sie mir mitteilte, das ich auf ihrem Blog gewonnen habe. Ich gestehe, das ich total überrascht war und dadurch war die Freude natürlich um einiges größer.
Vielen, vielen Dank für den tollen Gewinn und da du mich direkt nach der Laterne gefragt hast, habe ich sie gleich mit abgelichtet. Wir waren gestern mit dem Kindergarten zu einem kleinen Umzug und hoffentlich hält sie bis Samstag durch, wenn Minimaus durch die Nachbarschaft zieht um mehr Süßigkeiten zu bekommen wie sie tragen bzw. essen kann.
Freue mir immer noch ein Loch in den Bauch!








Montag, 5. November 2012

Spieglein, Spieglein ......



Beautiful

Entdecke die Schönheit in dir.





  • Klappenbroschur 
  • 13,5 x 21,5 cm, 
  • 192 Seiten
  •  
12,99 EUR


Zu dick, zu klein, zu unförmig, zu unbeliebt oder nicht gut genug – fühlst du dich auch oft so? Die Medien, die Werbung und andere Leute versuchen uns ständig einzureden, wie wir zu sein haben. Wir sollen mithalten, so sein wie die anderen – und fühlen uns meist unsicher und unglücklich. 


Die Autorin Erin Davis weiß aus erster Hand, wie es sich anfühlt, sich selbst und seinen Körper nicht besonders zu mögen. Aber in all ihren Kämpfen hat sie verstanden: Ich bin etwas ganz Besonderes. Wertvoll. Und Gott sehnt sich danach, dass auch du das entdeckst. Den Reiseführer dazu hältst du gerade in der Hand!



Leseprobe










 Das Buch, welches ich euch heute vorstellen möchte ist ein Sachbuch über Schönheit. Genauer gesagt ein Sachbuch für Jugendliche und wenn ihr euch das Cover betrachtet, wird sicherlich schnell klar, das es sich um ein Buch für Mädchen handelt, denn es ist in Lila und Pink Tönen gehalten und die Schmetterlinge auf dem Cover finden wir auch in den einzelnen Kapiteln, die das ganze noch etwas aufhübschen. Als ich zum ersten Mal den Titel las "Beautiful" kam mir spontan zuerst einige Songs in den Kopf unter anderem dieser hier, ein Song den ich immer wieder hören kann:





Eine wunderschöne Frau mit einer kraftvollen Stimme und einem Song mit Botschaft. Eine Botschaft die mir signalisiert das ich schön bin. WOW! Das Buch habe regelrecht verschlungen, denn es zeigt mir ganz deutlich wo es bei mir hapert, wo ich mich unwohl fühle und wie ich dies ändern kann und zwar muss ich lernen mich selbst so zu akzeptieren wie ich bin und das ist natürlich nicht einfach, wenn ich nur mit eingezogenen Bauch vor dem Spiegel stehe oder wie ich im Selbsttest, der aus einigen Fragen besteht völlig versage. Hier ein kleiner Auszug:


Vergleichst du deinen Körper mit dem deiner Freunde und schneidest selbst jedes Mal schlechter ab?


Fällt es dir schwer in einen Ganzkörperspiegel zu schauen?


Trägst du oft "Schlabberklamotten" um darin deinen Körper zu verstecken?


Lässt du dich ungern fotografieren?


Ich schäme mich nicht zu sagen, das ich die meisten Fragen mit "Ja" beantwortet habe. Mmmpffffff, mein eigenes Selbstwertgefühl ist also auch nicht das wahre. Wie soll ich denn da das Selbstwertgefühl meiner Töchter stärken? Erin Davis hat einige wirklich sehr wertvolle Tipps parat und dabei ist sie nicht anmaßend, sondern sehr liebevoll und bemüht uns das was sie selbst erfahren hat zu vermitteln. Für junge Leser also auf keinen Fall überfordernd, sondern herausfordernd, tröstend und begleitend. Begleitend durch ihre Zeit als Teenie, in der sie gerade dabei sind sich selbst zu entwickeln und sich und ihren Körper, der sich mit rasanten Schritten verändert kennen und lieben zu lernen.


Das Buch ist sehr authentisch und ich merke der Autorin an, das es ihr sehr am Herzen liegt uns aufzuzeigen, wie viel schöner unser Leben sein könnte, wenn wir uns nicht immer nur mit anderen Frauen vergleichen würden und uns nicht an dem messen was gerade Trend ist, denn dies führt einfach dazu, das wir unzufrieden werden und vergessen, was wirklich zählt. Unterstrichen ist dies mit einigen Geschichten und Versen aus der Bibel. Schon bei Adam und Eva nahm es seinen Anfang (Eva wollte Weisheit und Gott ähnlicher werden!), Kain und Abel ( Kain erschlägt Abel aus Neid) und viele andere Beispiele, die aufweisen das wir Menschen mit dem was uns gegeben ist unzufrieden sind. Manchmal verfälscht unser Spiegel das Bild was wir von uns haben und führt hin und wieder auch zu Essstörungen. Als Eltern sind wir wirklich gefragt unsere Töchter zu stärken. Mich hat es sehr zum Nachdenken gebracht, denn Mütter die ewig eine Diät machen leben ihren Töchtern schon vor, das nur Schlanksein das wahre ist und die kleinen Pölsterchen hier und da nicht wirklich ansehnlich sind. Puh, schwere Kost, aber sooooooooooo wahr!


Jedes Kapitel endet mit Fragen und genügend Platz um dort seine Gedanken aufzuschreiben. Ich finde dieses sehr hilfreich, habe meine Gedanken aber für mich behalten, denn ich möchte das Buch gerne an meine Tochter weitergeben, die auch oft genug darüber stöhnt, das ihr Po zu dick ist oder ihr ihre Sachen nicht passen. Macht uns wirklich aus, was wir im Spiegel sehen oder ist da noch viel mehr? Eine bemerkenswerte Lektüre, definitiv nicht nur für junge Leserinnen, daher eine echte Leseempfehlung von mir!

Sonntag, 4. November 2012

Pollonia Petersiel + Camillo der Hexenkater

Ein wirklich bezauberndes Kinderbuch wehte uns ins Haus und es zu Lesen bereitete nicht nur mir Freude. Wir gewannen es auf Lovelybooks und passend zu Halloween in der letzten Woche begannen wir es in unsere allabendliche Vorlesezeit einzubauen. Wir feiern hier zwar kein Halloween aber das Buch passte einfach in diese Zeit super hinein.
Minimaus war ganz begeistert von der Geschichte und dem besonderen Clou einige der Seiten auszuklappen. Es ist nämlich nicht nur ein popeliges Bilderbuch, sondern es enthält noch die eine oder andere Überraschung parat. Aber dazu später mehr, jetzt folgt zuallererst das Allgemeine zu dem Buch und nachher erzähle ich euch dann die Geschichte in meinen eigenen Worten nach. Da es sich hierbei um ein Kinderbuch handelt, darf ich mal so richtig spoilern und muss nicht immer Rücksicht darauf nehmen zu viel zu verraten und darauf freue ich mich schon ganz Besonders.

Weitere Geschichten von Angelika Diem und ihrer bezaubernden Hexe sind:

Gut so, Hexe Pollonia
Hexe Pollonia macht das Rennen








Hexe Pollonia will unbedingt den tollen Superturbohexenbesen gewinnen, den es beim Hexenfest für das beste Hexentier zu gewinnen gibt. Zwar hat Pollonia ihren lieben Hexenkater Camillo, doch die anderen Hexen können über so ein gewöhnliches Tier nur lachen. Daher versucht Pollonia sich ein ausgefalleneres Tier herbeizuhexen. Aber keines der Tiere - vom Eisbären über den eitlen Pfau bis hin zum gefährlichen Tiger - passt so gut zu ihr wie Camillo. So beschließt Pollonia mit dem treuen Kater zum Hexenfest zu fliegen, auch wenn sie ausgelacht wird. Denn sie hat gemerkt: Ich mag dich so, wie du bist. Für mich bist du der Beste! Und allen zum Trotz gewinnen sie zu guter Letzt den ersten Preis für das beste Hexentier.Mit ausklappbaren Seiten!


  • Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
  • Verlag:  Albarello
  • Sprache: Deutsch
  • 10,90 Euro
  • ISBN-10: 386559039X
  • ISBN-13: 978-3865590398
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate - 6 Jahre



Informationen zur Autorin? Klickst du hier!





Die Geschichte aus meiner Sicht:

Zu allererst muss ich etwas zu den Zeichnungen sagen, bevor ich mit der wirklich ganz entzückenden Geschichte anfange. Die Zeichnungen sind schön weich gezeichnet und von den Farben her nicht so grell und schrill, das sie Angst einflößen würden, nein, sie sind genauso gezeichnet, das man sich im Buch gleich wohlfühlt und Pollonia und ihren Kater Camillo gleich ins Herz schließt. Spontan erinnert mich Pollonia an Pippi Langstrumpf, denn sie ist ähnlich bunt und verrückt gekleidet wie sie. Natürlich sind die anderen Hexen, die meisten haben auch Kräuternnamen wie Hiberia Majoran etwas gruseliger und böser dargestellt, aber nicht so schockierend das Kinder davon Alpträume kriegen könnten. es bleibt alles im Rahmen und Mama oder Papa sind ja auch dabei, wenn sich die Kinder das Buch anschauen oder Vorlesen lassen, denn mit dem Kind zusammen macht es doch um so mehr Spaß, zumindest mir.

Nun geht es aber los mit Pollonia und Camillo, das will ich euch nicht weiter vorenthalten wollen.

Pollonia wohnt in einem kleinen gemütlichen Haus am Waldrand. Das Haus sieht wirklich schon von außen sehr urig aus und da es gerade in Strömen regnet hat es sich Pollonia auf ihrem Sessel gemütlich gemacht und studiert gemeinsam mit Camillo ihr Hexenbuch auf der Suche nach einem wichtigen Zauberspruch als es an der Tür klopft und besagte Cousine Hiberia Majoran Pollonia eine Einladung zum Hexenfest überreicht. Dieses Jahr gibt es einen ganz besonderen Wettbewerb - das beste Hexentier wird gesucht und der Preis ist ein Superturbohexenbesen. WOW! Den will sich Pollonia natürlich nicht entgehen lassen. Woher aber ein außergewöhnliches Hexentier nehmen, wenn einem nur ein gewöhnlicher Hexenkater zur Verfügung steht. Camillo brummelt vor sich hin und ist natürlich beleidigt, aber dennoch schaut er ganz gebannt zu wie Pollonia einen Kreis aufzeichnet und ihren ersten Hexenspruch aufsagt:#
"Sommergold und Winterweiß,
erscheine Eisbär im Zauberkreis!"
Welches Tier nun erscheint ist eigentlich keine große Überraschung, aber für die Kinder dann doch, denn sie können die Seite umklappen und sehen einen riesigen Eisbär, der völlig verdutzt im Zauberkreis sitzt und gleich losmeckert, das es ihm viel zu warm ist in Pollonias Haus und er einen Bärenhunger hat. Er plündert auch sogleich Pollonias Kühlschrank und das geht nun wirklich nicht, also muss der Eisbär zurück dahin wo er hergekommen ist.
Pollonia hat aber dadurch nicht gelernt, sondern zaubert erneut und zwar:
"Grünes Kraut und Spinnenfrau,
ich wünsche mir diesmal einen Pfau."
Und wie es so ist, sind Pfauen tierisch eingebildet und da macht dieser keine Ausnahme. Er bestaunt sich und plustert sich auf und wünscht sich im ganzen Haus Spiegel um sich zu betrachten. Er muss also weg, denn so ein eingebildetes Tier kann Pollonia nicht gebrauchen, obwohl er wirklich sehr schön anzusehen ist. Auch hier müssen die Kinder die Seite aufklappen um den Pfau in seiner ganzen Pracht bestaunen zu können.
Glaubt ihr Pollonia hat etwas dazugelernt? Nein? Richtig, sie zaubert erneut und diesmal ist es ein ganz beeindruckendes und gefährliches Tier. Ich möchte es in freier Wildbahn nicht erleben, geschweige denn es in meinem Wohnzimmer sitzen sehen.
"Rotes Licht und blaue Steine,
Königstiger komm erscheine!"
Jetzt ist alles zu spät, denn der Tiger will schon zum Sprung ansetzen als Camillo sich vor ihm aufplustert und Pollonia beschützen will, die sich hinter einem Tisch versteckt, den sie vor Schreck wahrscheinlich umgestoßen hat. Es geht natürlich gut aus und Pollonia schafft es den Tiger wegzuzaubern.
"Hexenkraft gehorche mir,
Königstiger fort mit dir!"
Tja Pollonia, was willst du nun tun? Alles was du gezaubert hast war nicht zu gebrauchen um die anderen Hexen zu beeindrucken. Nachdem auch Einhörner und Drachen verworfen werden und Pollonia feststellt, das kein Tier Camillo ersetzen könnte, nimmt sie einfach ihn mit zum Hexenfest. Die anderen Hexen finden Camillo zwar lächerlich und auf den ersten Blick wirkt es auch eher so, als könnte man gegen Schlangen, Fledermäuse & Co nicht bestehen, aber die Oberhexe sieht das ganz anders, denn sie verkündet laut, das das beste Hexentier eine schwarze Katze ist, denn Katzen sind klug, fangen Mäuse (das tut Camillo wohl eher nicht, denn in Pollonias Haus lebt ein ganz süßes kleines Mäuschen), sie wärmen kalte Füße und Schnurren macht die Menschen ähhhhhh Hexen natürlich glücklich. Manchmal können schwarze Katzen sogar ein bisschen zaubern. Die anderen Hexen sind zuerst sprachlos, aber dann freuen sie sich mit Pollonia und Camillo (wie Kamille übrigens - ich erwähnte ja die Gewürze weiter oben!) Der erste Preis geht also an die kleine Hexe und nachdem sie den Superturbohexenbesen ausgiebig getestet haben, geht es wieder nach Hause.
Der nächste Wettbewerb beim Hexenfest - Verzaubere dein Hexentier - Gewinn: ein Mikrowellenkessel! Camillo stellen sich sicherlich schon die Schnurrhaare auf, aber Pollonia wird ihm keine 3 Schwänze anhexen oder sogar Flügel, denn sie hat erkannt: Für mich bist du der Beste!


Meine Meinung:

Ich finde die Geschichte wirklich bezaubernd, denn seien wir doch mal ehrlich, wir sind leider auch nicht immer zu zufrieden mit dem was wir haben, oder? Eigentlich ist das ganz schlimm, denn es macht unzufrieden und manchmal sogar richtig neidisch auf andere. Bei uns Erwachsenen ist es vielleicht, das der Nachbar ein besseres Auto fährt oder ein größeres Haus hat und bei den Kindern ist es das die Freundin ein Spielzeug hat, welches man selbst vielleicht auch gerne hätte. Hier könnte man also vertiefen, wenn man wollte, das es sich lohnt einmal zu schauen, was man denn hat und wie gut es einem doch eigentlich geht und wenn man noch genauer schaut, hat man vielleicht ganz lange schon übersehen, das man z.B Spielzeug hat, was die Freundin nicht hat. Ich liebe es, wenn Bücher für Kinder eine Botschaft haben, auch wenn Kinder sie im Vorlesealter natürlich noch nicht haben, aber da sind wir dann als Eltern gefragt. Wenn Minimaus also das nächste Mal ankommt und mir sagt Leonie, Emily oder auch Hannah haben aber das und das, dann kann ich ihr vielleicht anhand von Pollonia und Camillo erklären, das es kein Grund ist sich zu ärgern, denn sie selbst hat auch viele schöne Sachen und muss nicht immer alles haben was andere haben. Vielleicht kann man schon den Anfängen wehren, damit Kinder nicht immer allen Trends hinterherrennen? Bei den anderen beiden Kindern hat es ja auch geklappt.
Das ist aber noch nicht alles. Ich mag Pollonia einfach, denn sie ist wirklich zum Verlieben süß und das Buch gemeinsam zu erleben hat wirklich Spaß gemacht. Schauen wir mal, vielleicht zieht ja das eine oder andere Buch noch bei uns ein? Es ist ja schon bald Weihnachten und so eine bezaubernde kleine Hexe passt immer, egal ob Frühling, Winter oder Sommer. Uns hat es sehr gefallen und daher empfehlen wir das Buch gerne weiter. Erschienen ist es zwar schon 2007, aber es ist bei Amazon und Co immer noch zu bekommen. Wenn  ihr also nach einem passenden Geschenk sucht, kann ich euch Pollonia wirklich ans Herz legen.









Alle Details zum Buch sind der Verlagsseite http://www.albarello.de/ entnommen!




Emely + Elyas Teil 2

Nachdem ich "Kirschroter Sommer" beendet hatte, war ich ehrlich gesagt sehr froh, das ich auf den zweiten Band rund um die Geschichte von Emely und Elyas nicht lange warten musste, denn einige Tage später veröffentlichte die Autorin im Selbstverlag "Türkisgrüner Winter." Ich befreundete mich mit ihr auf Facebook um den Termin nicht zu verpassen. "Kirschroter Sommer" endet nämlich quasi mitten im Geschehen und die Autorin ließ mich frustriert und mitten im Regen stehen. Das war alles? Ehrlich gesagt, war ich schon leicht angesäuert, aber das war sicherlich auch Taktik, oder Frau Autorin? Damit ich mir sofort am Tag des Erscheinen des eBooks auf Amazon das Buch auf meinen Kindle lade? Die Taktik ging auf und scheinbar war ich nicht alleine in meiner Neugier, denn das eBook stand schon am Erscheinungstag auf Platz 3 der meisten Downloads. Mittlerweile hat es den ersten Platz erreicht und ich gestehe, ich freue mich für Carina Bartsch, denn sie hat gekämpft wie eine Löwin um ihr Manuskript an einen Verlag zu bringen, aber sie wurde überall abgelehnt. Für mich unverständlich, denn die Geschichte rund um Emely und Elyas ist für mich eine der bezauberndsten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe und das war im Laufe meines Lebens nicht nur eine oder auch zwei, sondern jede Menge. Die letzte die mich sehr begeistert hat und mir ebenso mitten ins Herz geht war die Story um Leo und Emmi von Daniel Glattauer.
Am 28.10.2012 ging das Ebook online und wenige Stunden später hatte ich es mir geladen. Ich konnte es kaum erwarten anzufangen mit dem Lesen und ja, es hat sich gelohnt, denn auch hier kribbelte mein Kindle vor Spannung und nicht nur er, denn Elyas und Emely kriegen es auch hier vorerst nicht gebacken zueinander zu finden. Ich raufte mir meine Haare, ich hätte die beiden am liebsten geschüttelt und angebrüllt, denn die Felsbrocken die ihnen im Weg liegen könnten schneller beiseite geräumt werden als sie es dann letztendlich tun. Warum dauert es so lange? Die beiden lieben sich doch, warum machen sie es sich gegenseitig so schwer? Grrrrrrrrrrr! Wer glaubt das es sich hier um eine schnöde Liebesgeschichte handelt ist echt schief gewickelt, denn in dieser Story steckt noch soooooooo viel mehr. Eine Liebesgeschichte, die emotionaler und gefühlvoller wirklich nicht sein kann.
Das Buch zur Seite zu packen bzw. meinen Kindle fiel mir wirklich schwer und ich hätte sogar das Essen vergessen, wenn meine Kinder mich nicht daran erinnert hätten. Immer wieder musste ich unterbrechen und war wirklich stinkig. Ich wollte endlich mein Happy End. Habe ich es bekommen? Glaubt ihr ernsthaft das ich hier jetzt ins Detail gehe? Euch die Spannung nehme? Auf keinen Fall, denn ich will niemanden diesen Lesegenuss verderben, denn die beiden Bücher zu lesen lohnen sich. Es handelt sich hierbei eindeutig um ein Frauenbuch, denn meinen Mann, da bin ich ganz sicher wäre die Tragweite der Handlung hier sicher nicht bewusst und es würde ihn nicht so tief berühren und bewegen wie mich.
WOW! Was für eine Fortsetzung! Ich bin mehr als begeistert und freue mich wirklich, das ich "Kirschroter Sommer" und auch "Türkisgrüner Winter" für mich entdecken konnte.

Eine echte Leseempfehlung von mir! Lasst euch von Emely und Elyas verzaubern und euch von der Begeisterung vieler Leserinnen anstecken! Die beiden Bücher haben es verdient gelesen zu werden.







Klappentext:

Emely und Elyas sind zurück! Nach dem Erfolg des Debüts von Carina Bartsch erscheint nun endlich die langersehnte Fortsetzung: Aus »Kirschroter Sommer« wird ein »Türkisgrüner Winter«. Es geht nahtlos weiter: Emelys Freundin Alex raubt wie gewohnt jedem den letzten Nerv und Elyas spukt Emely besonders zu Halloween im Kopf herum. Die Frage, warum er sich auf einmal distanziert, lässt ihr keine Ruhe und auch das noch ausstehende Treffen mit Luca sorgt für ein mulmiges Gefühl.
Es gilt ein Geheimnis um den Mann mit den türkisgrünen Augen zu lüften, doch die Wahrheit könnte erschreckender sein als gedacht. Wie tief sind die Schluchten der Vergangenheit wirklich? Und auch Emely muss einsehen, dass die altbekannten Pfade nicht immer die richtigen sind.
Durch die erste große Liebe für immer miteinander verbunden, kommen die beiden nicht voneinander los und der Kampf zwischen Herz und Verstand ist allgegenwärtig. Wer wird am Ende gewinnen?

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 891 KB
  • Verlag: Schandtaten Verlag (28. Oktober 2012)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B009YDQMBU

Als Taschenbuch Ende 2012/ Anfang 2013 erhältlich!




Wer mehr über Carina Bartsch erfahren möchte, kann dies hier nachlesen: Klick







Wer das Buch gelesen hat, weiß um die Playlist Bescheid. Danke Ni Cole für deine Mühe und das ich es auf meinem Blog einstellen durfte! Freu mich!



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Samstag, 3. November 2012

Schatzsucher





»Man weiß nie, was man findet. Das ist das Spannende an dem Job …«

Seit dreißig Jahren räumt Hans-Jürgen Heinicke Wohnungen und Häuser aus. Dabei findet er Schönes und Hässliches, Anrührendes und Kurioses und manchmal auch Kostbares. Mit feinem Gespür für die Schicksale hinter den Dingen sammelt er Geschichten, die nur das echte Leben schreiben kann.
»Auf den ersten Blick mag es nicht so scheinen, doch Wohnungsräumungen sind eine recht intime Angelegenheit. Man dringt in das Leben wildfremder Menschen ein, auch wenn es die nicht mehr gibt, zumindest nicht an diesem Ort. Wenn man mit offenen Augen durch die Zimmer geht, erfährt man sehr viel über die Menschen, die darin gelebt haben. Obwohl ich den Job schon lange mache, ist das für mich immer noch aufregend.«



Sachbuch
Taschenbuch
Verlag: Fischer
Preis € (D) 8,99 

ISBN: 978-3-596-19520-6



1951 in Görlitz geboren, lernte Hans-Jürgen Heinicke zunächst Betriebsschlosser, später holte er das Abitur per Abendschule nach, arbeitete als Requisiteur bei der DEFA und begann noch in der DDR, alte Möbel und Antiquitäten zu sammeln. Sein Buch entsteht in Zusammenarbeit mit Fred Sellin, geboren 1964 in Wittenberg, der als freier Autor in Hamburg lebt. Fred Sellin hat u.a. Biographien über Heinz Rühmann und Ben Becker veröffentlicht.




Meine Meinung:

Dieses Buch zu beschreiben fällt doch etwas schwer, da es sich nicht genau einordnen lässt. Ist eine Lebensgeschichte? Ist es ein Sachbuch? Auch wenn ich mir da eher unsicher bin, fand ich es doch recht interessant einen Einblick in das Leben eines Wohnungsauflösers zu werfen. Meine Eltern haben vor einigen Jahren selbst einen engagiert als meine Großeltern verstarben, aber erstens gab es da nicht viel zu holen und zweitens hatten wir schon einiges an Vorarbeit geleistet. Ich selbst als meine Großeltern darum baten mit ihnen gemeinsam auszumisten und später dann mein Onkel, der noch bevor meine Oma verstarb plötzlich da war und alles mitnahm was noch zu Geld zu machen war. Die Wohnung war trotzdem nicht leer und die Firma die bestellt wurde, hatte sicherlich noch einiges was zu gebrauchen war und natürlich auch jede Menge Müll, denn was will man mit selbstgebauten Möbeln? Mein Großvater war Tischler und hat das meiste in ihrer Wohnung selbst gebaut, aber wer erkennt darin einen Wert? Wer sieht darin die Geschichte die sich dahinter verbirgt? Ich habe gehofft in dem Buch "Was vom Leben übrig bleibt ...." vielleicht die eine oder andere Weisheit anzutreffen und vielleicht dadurch auch getröstet zu werden. Das Buch war dann doch ganz anders als erwartet, obwohl dadurch nicht uninteressant, sondern eher sachlich und teilweise auch emotionslos, aber wahrscheinlich muss man seine Gefühle abschalten können um Geschäfte mit dem Tod zu machen. Etwas sehr nah an sich heranlassen und die Person hinter den Antiquitäten, Büchern, Teppichen, Leuchtern und was es sonst noch so zu finden gibt muss man sicherlich ausklammern. Außerdem tritt Hans - Jürgen Heinicke auch erst dann auf, wenn der Mensch verstorben ist und lernt ihn lebend nicht kennen.
Ich fand es interessant, aber wirklich vom Hocker gerissen hat es mich dann leider doch nicht, obwohl mir meine eigene Sterblichkeit wieder einmal vor Augen geführt wurde. Niemand bleibt, sondern alle müssen irgendwann die Reise in den Tod antreten und "Was vom Leben übrig bleibt, das kann dann alles weg!", denn wir können nichts mitnehmen und vielleicht ist es das eine oder andere Mal vielleicht besser schon vorher dafür zu sorgen was mit den Dingen passiert, die mich in meinem Leben begleitet haben.
Aufgefallen ist mir, das Herr Heinicke meist Wohnungen entrümpelt hat, wo er das eine oder andere veräußern kann um gute Gewinne abzukassieren, zumindest auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick zahlt er eventuell noch drauf und das nicht nur an Arbeitskraft, sondern auch finanziell, aber das ist ein Risiko das er einfach abwägen muss. Er liebt seinen Job und das konnte ich deutlich herauslesen. Ich wünsche dem Autor viel, viel Freude weiterhin und falls es erneut ein Buch geben sollte, in der er seinen Job beschreibt, wünschte ich mir die eine oder andere vielleicht witzige Geschichte und die eine oder andere Emotion, denn dies blieb dann doch eher oberflächlich.
Ich vergebe gerne 4 Sterne für das Buch, denn 3 oder noch weniger hat das Buch dann doch nicht verdient! 


Wünsche euch ein schönes WE und verbleibe mit GLG,

Mel


Alle Informationen zum Buch sind der Verlagsseite http://www.fischerverlage.de entnommen!

Freitag, 2. November 2012

Erschütternd!

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, was mich wirklich sehr gefangen genommen hat und um es zu verarbeiten, möchte ich das Schreiben eines Berichtes nutzen, in dem ich meine Gedanken ordnen kann und die Gefühle die es in mir hinterlassen hat aufzuschreiben und dadurch vielleicht meinen Kopf wieder freizubekommen, denn in mir ist ein großes Fragezeichen und die Frage Warum entstanden. Dazu werde ich natürlich im Laufe meines Berichts genauer eingehen. Zuerst möchte ich schildern, warum ich dieses Buch überhaupt gelesen habe. Zuallererst muss ich dazu aufführen, daß ich auf einer anderen Plattform ähnlich wie dieser hier einen tolle Rezession zu dem Buch "Der Junge im gestreiften Pyjama" gelesen habe und gleich in meiner Bücherei nachgeforscht habe (dieses geht auch Online!), aber leider hatten sie das gesuchte Buch nicht im Angebot, also wurde das Lesen erst einmal verschoben und den Wunsch das Buch unbedingt zu Lesen habe ich ehrlich gesagt auch vergessen. Als ich dann das Zimmer meines Sohnes aufgeräumt habe, stach mir das Buch gleich ins Auge und ich war erst einmal sprachlos. Ich wusste, daß sie eine neue Lektüre anfangen, aber nicht um welches Buch es sich handelt. Ich habe nur die 5 Euro bezahlt, die er dafür bezahlen musste, habe aber nicht weiter nachgeforscht. Nun war das Buch also da und alles war bereit es zu Lesen. Sohnemann der Lesemuffel gab mir einen Textmarker in die Hand und meinte: "Streich alles an, was wichtig ist, damit ich es nachher beim Lesen einfacher habe!" Hatte ich auch vor, da Hilfestellung zu geben, aber ganz ehrlich, das komplette Buch in gelb, hätte ihn dann auch überfordert, denn mir ist so vieles wichtig geworden und meine Gedanken kreisen und wirbeln komplett durcheinander. Ich bin sauer, ich bin wütend, ich bin sprachlos, ich hatte Tränen in den Augen vor Wut, Zorn und Traurigkeit, ich bin total erschüttert ....... ich steckte in einem absoluten Gefühlschaos fest. 


Wer das Buch selbst Lesen möchte, sollte meinen Bericht vielleicht jetzt komplett nach unten scrollen, denn ich werde es von Anfang bis Ende auseinandernehmen. 




Broschiert: 272 Seiten 

Verlag: Fischer
7,95 Euro
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3596806836 
ISBN-13: 978-3596806836 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 13 Jahre 






Normalerweise findet man hinten einen Klappentext, der hier völlig fehlt und ersetzt ist aus kurzen Sätzen verschiedener Personen: 

"Ein ungeheurer Text." 
Christine Knödler, Die Welt 

"Eine atemberaubend spannende Spurensuche." 
Focus 

"Ein Buch, das man so schnell nicht vergisst." 
Anke Maren Koester, Brigitte 

"Der Junge im gestreiften Pyjama, die Prognose sei gewagt, wird ein Klassiker werden." 
Wilfried von Bredow, Frankfurter Allgemeine Zeitung 


Der Autor wird im Buch wie folgt umschrieben: 

John Boyne wurde 1971 in Dublin, Irland geboren, wo er auch heute lebt. Er ist Autor von sechs Romanen, darunter "Der Junge im gestreiften Pyjama", der zwei Irische Buchpreise gewann, für den "British Book Award" nominiert war und vor kurzem (genauer gesagt lief der Film ab 7. Mai 2009 in den deutschen Kinos). John Byrnes Romane wurden in über dreißig Sprachen übersetzt. 


Das Taschenbuch ist komplett in Blautönen gestreift, das könnt ihr gut oben anhand des Bildes erkennen. Nachdem ich das Buch gelesen habe, weiß ich auch warum, vorher habe ich mir da keine Gedanken gemacht, aber nun das Verständnis dafür gewonnen. Die Streifen machen den Unterschied zwischen Schmuel und Bruno sehr deutlich unsere beiden Hauptakteure in dem Buch, aber ich will nichts hinwegnehmen, daher geht es jetzt los und zwar in Brunos Zuhause in Berlin. Bruno kommt nach Hause und sieht zu, wie Maria seine Klamotten in eine von vier Holzkisten packt. Sie sollen umziehen und das ist Bruno gar nicht recht, denn er will nicht weg von seinen Freunden und seiner gewohnten Umgebung. Zu Brunos Famile gehören natürlich Mutter und Vater und seine Schwester Gretel. Gretel ist 12 Jahre alt und daher älter als Bruno, der erst 9 Jahre alt ist und für sein Alter auch recht klein, was ihn oft zum Gespött anderer Kinder macht. Ein Umzug ist immer schlimm, vor allem wenn man ein riesiges Haus in Berlin verlässt und in ein wesentlich kleineres 

ziehen muss in Aus-Wisch. Dort stehen keine anderen Häuser, nur riesige Baracken hinter einem großen Zaun, wo viele, viele Menschen leben, die alle gestreifte Pyjamas tragen und wahrscheinlich ganz viel Spaß miteinander haben. Ganz anders als Bruno, der sich nur langweilt und auf der Suche nach einem Freund ist. 

Warum ist denn die Familie überhaupt nach Aus-Wisch gezogen? Brunos Vater ist Soldat und hat wahrscheinlich einen höheren Posten, denn sogar der "Furor" kommt zum Abendessen mit seiner Freundin Eva. Die einzige die sich traut ein Wort gegen ihren Sohn zu richten und ihn zu kritisieren ist Brunos Großmutter. Leider trennt sich die Familie im Streit voneinander und es geschieht auch keine Wiedergutmachung / Versöhnung, denn Brunos Großmutter stirbt im Laufe der Geschichte. Bruno hat wunderbare Erinnerungen an seine Oma, die beruflich Sängerin gewesen ist und auch ihre Enkelkinder dazu auffordert sich zu verkleiden, zu schauspielern und einfach Spaß zu haben. Die Verkleidung hat im Laufe unserer Geschichte auch eine Bedeutung, die wir später noch weiter verfolgen werden. 


Es gibt aber auch noch jede Menge andere Personen, die uns hier begegnen, zum einen ist das Pavel, der Kellner, der die Familie bei jedem Essen bedient. Hinterher stellt sich heraus, als Bruno sich beim Schaukeln sehr verletzt, daß Pavel Arzt ist und seinen Beruf nicht mehr ausüben darf. Was mit Pavel passiert, können wir uns nur ausmalen als er vom Hunger und der Folter im Lager Wein verschüttet und nach diesem Vorfall nie wieder im Haushalt der Familie zu sehen ist. 

Herr Lizt, der Hauslehrer der Kinder, denn seitdem sie in Aus -Wisch leben nehmen die Kinder natürlich nicht mehr am normalem Unterricht in der Schule teil. Der Unterricht ist sehr, sehr langweilig udn BRuno ist sehr unzufrieden darüber. 
Oberleutnant Kotler, ein Großmaul und scheinbar sehr cholerisch. Er ist 19 Jahre alt und gefällt Brunos Schwester Gretel so sehr daß sie mit ihm kokettiert und ihn dauernd abfängt, wenn er das Haus betritt. Von Schmuel erfahren wir, daß im Lager alle Angst vor ihm haben. 

Nun aber zu unseren beiden Hautpersonen: 

Bruno und Schmuel, die sich kennenlernen, dadurch, das Bruno das Forschen neu entdeckt und dabei am Zaun auf Schmuel trifft. Die beiden freunden sich an und auch wenn die Umstände so garnicht zueinander passen, können diese beiden Kinder Freunde werden und sich gegenseitig Halt geben. Der eine Junge wird in seiner Einsamkeit getröstet und der andere Junge in den Dingen, die er tagtäglich im Lager erlebt. 
Bruno ist schlau genug, niemanden von Schmuel zu erzählen, obwohl er garnicht genau sagen kann, warum. Als die beiden Jungen sich eines Tages in der Küche im Haus begegnen, wo Schmuel für das Abendessen der Familie mit dem Furor Gläser putzt und poliert, da seine Finger klein und dünn genug sind, verleugnet Bruno seinen Freund vor Oberleutnant Kotler, obwohl er hinterher garnicht sagen kann warum. Hinterher schämt er sich so sehr, vorallem als er sieht wie grün und blau das Gesicht von Schmuel ist. 
Als erst der Großvater und dann auch noch der Vater von Schmuel verschwindet, schmieden die beiden einen Plan. Nachdem ich den Plan gelesen hatte, hätte ich am liebsten geschrien: "Tus nicht Bruno!" und es kommt zwar anders als ich dachte, aber grausam genug. Am Tage des Abschied schmieden die beiden nämlich den Plan, daß Bruno das Lager zusammen mit Schmuel besuchen wird, verkleidet mit einem gestreiften Pyjama, damit er nicht erkannt wird, denn das einzige was die beiden Kinder voneinander unterscheidet, ist die Tatsache, daß Bruno ein klein wenig mehr Speck auf den Rippen hat, während Schmuel sehr abgemagert ist und seine Gesichtsfarbe eher grau ist. Schmuel möchte, wenn er groß ist, im Zoo arbeiten und Bruno möchte Forscher werden. Das scheint er ja ganz gut zu können und daher möchten die beiden im Lager nach Spuren suchen um Schmuels Vater zu finden. Im Lager angekommen ist Bruno ganz entsetzt, denn dort wird nicht Fußball gespielt und es gibt auch keinen Laden oder Cafes, sondern alle, aber auch wirklich alle Menschen sind traurig, ängstlich und ganz grau. Dabei hat Bruno etwas ganz anderes erwartet und ihm überkommen ganz ängstliche Gefühle und wenn er Schmuel nicht versprochen hätte, Schmuel bei der Suche nach seinem Vater zu unterstützen, wäre er jetzt abgehauen. Ich habe an diesem Punkt auch mit ganz bangem Gefühl weitergelesen und das schlimmste befürchtet, denn Bruno ist durch seine Verkleidung nicht von den anderen zu unterscheiden. Scheinbar bleibt er cool, denn sein Vater ist ja schliesslich der Leiter des Ganzen. was soll also passieren? Die beiden Kinder geraten in eine Menschenmassen und werden sozusagen mitgeschleift zu einem Marsch. Laut Schmuel kommen diejenigen, die an einem Marsch teilnehmen nie wieder. Ausbrechen geht nicht, daher fassen sich die Jungs an den Händen und geben sich so Trost und Halt. Bevor das Tor der Lagerhalle, in der es dunkel ist und kein Lüftchen weht, ist Brunos letztes Wort an Schmuel: " Du bist mein bester Freund für immer!" Damit ist die Geschichte eigentlich zuende, aber natürlich werden auch auf die Gefühle und Verzweiflung der Eltern eingegangen. Die Karriere des Vaters ist zuende, da er nicht mehr klar denken kann und sich seine Gedanken nur noch darum dreht, was aus Bruno geworden ist. Die Mutter und Gretel kehren nach Berlin zurück. 

Ich weiß nicht, wie viel ihr jetzt gelesen habt und wie viel ihr verstanden habt, Worte wie Jude, Führer, Ausschwitz & Co wird kaum bis gar nicht erwähnt. Die Geschichte ist aus der Sicht eines neunjährigen Jungen erzählt, der wirklich nichts merkt von dem was im Lager geschieht. Mich hat der Gedanke fertig gemacht, wie sehr diese Menschen leiden mussten, nur weil sie anders waren / sind. Der Gedanke, daß auch ich meine Augen verschlossen hätte vor dem was in den KZ´s geschehen ist, hat mich echt umgehauen. Kaum einer hat den Mund geöffnet und sich gegen das zu wehren getraut, was den armen Menschen in den Lagern angetan wurde. Beraubt ihrer Identität, ihres Haars, ihren Häusern, ihren Berufen, ihrer Würde. Ich hatte es wirklich bildlich vor Augen, was dort in Aus-Wisch geschehen ist und es hat mich förmlich gegruselt. Ich habe Menschen vor Augen, völlig ausgehungert mit Blähbäuchen vor lauter Hunger mit Läusen und anderen Krankheiten. Verhungert oder wenn sie nicht mehr schnell genug arbeiten konnten, erschossen von einem johlenden und lachenden Soldaten. Laut Brunos Vater, handelte es sich hier ja auch nicht um Menschen, die konnte man eben auch auch behandelt wie man es für richtig gehalten hat ohne schlechtes Gewissen? Der Holocaust wird immer ein schwieriges und heikles Thema sein, was mir im Laufe meines Lebens immer wieder begegnen wird, denn es ist ein Geschehen, was wirklich geschehen ist. Wieso, weshalb, warum? wird mir niemand beantworten können. Mir bleibt nur die Frage, die ich schon gestellt habe, aber es gerne noch einmal tun werde: Wäre ich auch mit dem Strom geschwommen? Hätte ich auch lieber meine eigene Haut gerettet und meine Augen vor soviel Unrecht verschlossen? Geschockt hat mich auch, daß von Brunomerwartet wurde die Hacken zusammenzuschlagen und den Arm zu strecken und den bekannten Gruß zum Abschied und auch als Willkommensgruß seinem Vater gegenüber. Da Bruno Läuse bekommt, wird ihm der Schädel kahlrasiert, sodass er sich äußerlich kaum von Schmuel unterscheidet. Schmuel stammt ursprünglich aus Krakau / Polen und wird eines Tages verschleppt und von seiner Mutter getrennt. Auffällig ist hier, dass es sich in diesem KZ um ein komplettes Männerlager handelt. Frauen gibt es keine! Das macht mich traurig und ich denke schon wieder nach: Wo ist Schmuels Mutter? Die beiden Jungen haben ganz unterschiedliche Meinungen über den Krieg. Schmuel der die hässliche Seite zu sehen bekommt und Bruno der Sohn eines Soldaten, der nie einen leeren Magen hat. Er stiehlt Lebensmittel aus der Vorratskammer und bringt sie Schmuel mit, aber da der Weg zum Zaun sehr weit ist, isst er das meiste selbst und für Schmuel ist es ein Tropfen auf dem heißen Stein. Es ist ungerecht und gemein, aber vielleicht helfen uns solche Geschichten, eine Fabel nennt es der Schriftsteller, dass sich die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen? 


Das Buch erinnert natürlich ein klein wenig an Anne Frank, was ja auch ein Bestseller ist und "Der Junge im gestreiften Pyjama" knüpft auch an das Geschehen an. Man kann es halten wie es will, mich hat das Buch sehr bewegt und ich werde es so schnell nicht aus meinem Kopf herausbekommen. Ob ihr es selbst lesen wollt, müsst ihr für euch selbst entscheiden. Von mir bekommt das Buch natürlich alle 5 Sterne, denn ich kann außer dem Geschehen in Ausschwitz nichts Negatives finden. 





Die 272 Seiten des Buches sind unterteilt in folgende Kapitel: 


Kapitel eins - Bruno macht eine Entdeckung 


Kapitel zwei - Das neue Haus 


Kapitel drei - Der hoffnungslose Fall 


Kapitel vier - Was sie durch das Fenster sahen 


Kapitel fünf - Zutritt Jederzeit und ausnahmslos verboten 


Kapitel sechs - Das überbezahlte Dienstmädchen 


Kapitel sieben - Mutter nimmt Verdienst für etwas in Anspruch, das sie nicht getan hat 


Kapitel acht - Warum Großmutter hinausstürmte 


Kapitel neun - Bruno erinnert sich, wie gern er früher geforscht hat 


Kapitel zehn - Der Punkt, der ein Fleck, dann ein Klacks, dann ein Schemen und schliesslich ein Junge wurde 


Kapitel elf - Der Furor 


Kapitel zwölf - Schmuel überlegt sich eine Antwort auf Brunos Frage 


Kapitel dreizehn - Die Weinflasche 


Kapitel vierzehn - Eine absolut vernünftige Lüge 


Kapitel fünfzehn - Ein Fehler 


Kapitel sechzehn - Der Haarschnitt 


Kapitel siebzehn - Mutter setzt sich durch 


Kapitel achtzehn - Das letzte Abenteuer 


Kapitel neunzehn - Was am nächsten Tag geschah 


Kapitel zwanzig - Letztes Kapitel 


Danksagung 


Nachwort 



Die Schrift ist sehr groß und da es sich um ein Jugendbuch handelt, was mein Sohn im Deutschunterricht als Lektüre behandeln wird, hat man es sehr schnell durchgelesen. Die Wortwahl ist sehr verständlich und überfordert nicht, auch wenn einige Worte nicht ausgesprochen werden und durch ......... ersetzt werden, weiß jeder, was gemeint ist. 





Um das Buch noch verständlicher zu machen, kopiere ich euch einige Sätze aus dem Netz: 

Jugendbuch zum Thema Nationalsozialismus 
Das Buch ist für Kinder ab 14 Jahren absolut geeignet und eine hervorragende Ergänzung zum Geschichtsunterricht, wenn es um das Thema "Nationalsozialismus" geht. Für jüngere Kinder ist der Stoff nicht passend, da sie die Dramaturgie der Geschichte unter Umständen nur sehr schwer verkraften können. Auch ältere Kinder sollten das Buch begleitend mit ihren Eltern oder einem Pädagogen lesen. Die erschütternde Problematik in dem Buch sollte ausführlich besprochen werden. 

Ältere Leser werden das Buch mit großem Interesse lesen, wenn sie sich näher mit der Thematik auseinandersetzen. Vor allem die Möglichkeit, die Geschehnisse mit den unschuldigen Augen eines Kindes zu sehen, öffnet ganz neue Perspektiven und fesselt den Leser bis zum Schluss. 

Quelle: www.suite10.de 


Für mich ein Buch was sehr zum Nachdenken anregt und mich teilweise wirklich überwältigt hat. da es hier um meine Meinung geht, kann jemand anders das Buch mit ganz anderen Augen sehen. Ich habe mitgelitten, gezittert, denn ich habe vieles, was geschehen ist, schon vorausahnen können und auch wenn es nicht beschrieben, sondern nur umschrieben wird, weiß man aus Geschichtserfahrungen, was wirklich geschehen ist und wie mit den Juden umgegangen worden ist! Mich macht das heute noch unheimlich traurig und ich wollte es nicht totschweigen und euch teilhaben lassen in das Geschehen des Holocaust aus der Sichtweise eines dummen und naiven kleinen Jungen namens Bruno. Schmuel und er unterhalten sich stundenlang, wochenlang und monatelang und Bruno sehnt sich eigendlich nur danach zu spielen, während Schmuel einen Ort gefunden hat, der ihn vom Entsetzen des Lagers abschirmt. Schmuel erzählt natürlich, was geschieht, oder auch doch nicht, aber der Leser weiß doch was hinter seinen Worten steckt und es hat mich zutiefst berührt und bewegt! Schon lange nicht mehr war ich so bewegt von einem geschriebenen Text und daher heute mein Bericht dazu. 




Eine echte Leseempfehlung von mir zu einem Buch, welches sicherlich so schnell nicht zu verarbeiten ist!





Alle Informationen rund um das Buch sind direkt der Verlagsseite entnommen! http://www.fischerverlage.de/suche?text=der+junge+im+gestreiften+pyjama