Freitag, 1. April 2022

Liebesgeschichte der anderen Art

 


Jeden Tag für dich

Abbie Graves

"Jeden Tag für dich" ist ein Liebesroman mit vielen Facetten, der nicht leicht zu durchschauen ist und letztendlich einiges an Überraschungen zu bieten hat. Am Ende bleibt die Frage dennoch bestehen, was würdest du tun, um deine große Liebe erneut an dich zu binden? Warum ist das Loslassen so schwer? Mary steht Tag für Tag bei jedem Wetter mit einem Schild in den Händen am Bahnhof, um Jim auf sich aufmerksam zu machen. Warum aber ist Jim verschwunden? Es gibt viele Geheimnisse, die es zu klären gilt. Klar ist, das Mary für eine neue Liebe nicht offen ist, da sie sich ganz und gar an Jim gebunden hat. Es erscheint völlig obsessiv und völlig verrückt und als Leserin bin ich dennoch geflasht von diesem Statement an die Liebe. 

In Rückblenden erkennen wir schnell, dass die Beziehung von Jim und Mary ziemlich verworren ist und eben leider nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, sondern einiges an Problemen vorherrschen, die sich nicht leicht lösen lassen, denn nur Liebe allein heilt keine Wunden und Menschen schon gar nicht. Es ist ein Auf und Ab der Gefühle und es gelang mir schnell, mich in dieses Chaos einzufügen.

Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, da ich diesen Liebesroman als sehr gelungen erachte. Es ist nicht die heile Welt in der ich mich zwischen den Seiten bewege, sondern ein Roman, der Loslassen und Neuanfänge zulassen sollte, um sich wieder im Leben zurechtfinden zu können. Die Suche nach Jim gestaltet sich als schwierig, denn die Wahrheiten, die somit ans Licht kommen, rücken auch Mary in ein Licht, welches komplett unerwartet kommt und mich förmlich überrollt. Da hier mehrere Perspektiven dargestellt werden, wird das Lesen definitiv nicht langweilig und das ist, was mich letztendlich überzeugt hat. Eine wirklich interessant gestrickte Liebesgeschichte, die letztendlich keine ist. Oder doch?

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