Freitag, 11. März 2022

Verwirrender Plot mit überzeugender Auflösung

 


Dreivierteltod

Christina Stein 

"Dreivierteltod" ist ein Thriller, der mich sehr gelungen in die Irre führen konnte. Auch wenn ich irgendwann zu begreifen beginne, welche inneren Kämpfe Kim in sich trägt, ist es eine hervorragende Ausarbeitung dessen, was mir aufweisen wird, wie stark Zweifel und Schuld sein können. Auch die Wanderung auf dem West Highland Way ist ein faszinierender Ort, um einen Thriller zu nutzen, da es Begegnungen und Begebenheiten geben wird, die Spannung erzeugen konnten. 

Kim, die sich mit ihrem Freund Jon in Schottland befindet, wirkt mitunter mysteriös und unsicher, da der Thriller in der Personalen Erzählperspektive geschrieben wurde, ist es einfach, sich in Kim hineinzuversetzen. Man merkt ihre Unsicherheit, sich mit anderen Menschen zu unterhalten, auch wenn es sich bei Sky anders verhält. Vielleicht ist es auch sein Hund, der sie offener ihm gegenüber macht? Jon ihr Freund hingegen wirkt unnahbar und nur darauf bedacht, die Wanderung fortzusetzen. Es ist schwierig, diese Beziehung zu durchschauen. Es erscheint, als würde Kim Jon lediglich auf dem Weg des  West Highland Way folgen. Gemeinsamkeiten und Nähe lassen sich nicht erkennen. Es verwirrt und irritiert. 

Insgesamt weist "Dreivierteltod" einen gelungenen Plot auf, der mich zwar nicht gänzlich überrascht, aber dennoch überzeugen konnte. Nachdem ich "Searching Lucy" der Autorin gelesen hatte, war ich sehr neugierig auf ein weiteres spannendes Buch und letztendlich wurde ich nicht enttäuscht. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung an einen Thriller, dessen Wendung der Ereignisse mir plausibel und schlüssig erschienen.

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