Donnerstag, 10. März 2022

Sehr gelungener Abschluss der Tom Babylon Thrillerreihe

 


Violas Versteck

Marc Raabe

"Violas Versteck" ist ein sehr gelungener Abschluss der Thrillerreihe rund um den Ermittler Tom Babylon. Mir hat es sehr gefallen, endlich Erkenntnis über das Verschwinden von Viola zu erhalten, da diese auch in den Thrillern zuvor sehr präsent ist. Ihre Abwesenheit führt dazu, das Tom Babylon total verrückt wirkt durch die Stimmen in seinem Kopf. Seine Schwester glänzt zwar durch Abwesenheit, ist aber für Tom immer noch real, obwohl sie viele Jahre zuvor verstorben ist. Der Buchtitel verrät schon ein klein wenig über Viola, auch wenn es  erst zum Ende hin zur Wahrheit wird. Marc Raabe führt diesen 4. Band zu einem schlüssigen Ende, dessen Hochspannung sich schon nahezu ab der ersten Seite entwickeln kann. Es lohnt sich definitiv, auch die vorherigen Bände der Reihe zu kennen, um den Wahnsinn am Ende zu durchschauen, um Handlungen und Protagonisten besser zu verstehen. Es baut sich mehr und mehr auf und lässt erkennen, dass Toms Suche nach seiner Schwester nicht erfolglos bleiben wird. Zumindest wird es eine schlüssige Wahrheit geben, die für Tom sicherlich Heilung bieten wird. 

Durch Perspektivwechsel in Gegenwart und Vergangenheit ist aufmerksames Lesen erforderlich. Hinzu kommen mehrere Handlungsstränge, die auch in die psychiatrische Klinik führen, in der Dr. Walter Bruckmann behandelt wird. Wie er die Fäden aus der Klinik heraus führen soll, die Tom eine Amnesie bescheren, ist zunächst fraglich. Klar ist, dass es in der Vergangenheit viele Dinge gegeben hat, die definitiv strafbar waren und vertuscht wurden. Die Gerechtigkeit vergisst nicht und irgendwann kommt alles ans Licht. 

Mir hat dieser Thriller einige wunderbare Lesestunden beschert, sodass ich unbedingt eine Leseempfehlung aussprechen möchte, auch wenn ich leider darauf hinweisen muss, dass diese Serie nur dann Sinn ergibt, wenn man die Bände zuvor kennt. Zumindest hier bei "Violas Versteck" werden viele Begebenheiten keinen Sinn ergeben oder auch verwirren, da es aufeinander aufbaut. Tom Babylon zu begreifen ist mitunter schon recht schwierig, da er immer wieder anders agiert als erwartet, wie soll da alles andere schlüssig sein oder einen Sinn ergeben? Ich mag Ermittler, die sich aus dem Mainstream erheben und es ist schon sehr Schade, dass es nun endet, da Tom Babylon eine sehr interessante Persönlichkeit ist und auch Dr. Sita Johanns mir sehr gefällt. Manchmal ist das Ungewöhnliche einfach das, was einen Thriller beleben kann. 


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