Montag, 26. März 2018

Hohe Erwartungen wurden leider nicht erfüllt ★★★

Daniel Meyer + Lars Amend

Dieses bescheuerte Herz

Über den Mut zu träumen


Daniel ist erst 15. Er weiß, dass er bald sterben wird – 
und er hat noch so viele Wünsche: 

Mal ohne Aufpasser zu sein 
In einem tollen 5-Sterne-Hotel übernachten und beim Zimmerservice so viel Schnitzel mit Pommes und Cola bestellen, wie man möchte 
Ein fremdes Mädchen küssen 
Einen Liebesbrief schreiben und abschicken 
Mit einem coolen Sportwagen durch die Gegend fahren 
Mama endlich wieder von Herzen glücklich sehen 

Und über alles ein Buch schreiben. 

Dann trifft Daniel auf einen, mit dem er sich seine Herzenswünsche erfüllt, und gemeinsam erleben sie, was wirklich zählt im Leben.





"Dieses bescheuerte Herz" hat meine hohen Erwartungen leider nicht erfüllen können. Natürlich ist es schlimm, das die Lebenserwartungen von Daniel nicht sehr hoch sind und der Tod greifbar, dennoch empfand ich ihn als Protagonisten undankbar, trotzig wie ein Kleinkind und mitunter auch sehr anstrengend. Ich kann nicht sagen, ob es normal ist ständig an dicke Hupen oder blonde, langhaarige Mädchen zu denken, wenn man 15 Jahre alt ist. Mir ist Daniel definitiv zu sexualisiert. Ich empfand es als albern. Da ich den Film nicht gesehen habe, kann ich keinen Vergleich ziehen, obwohl Elyas M´Barak natürlich immer sehenswert ist. Vielleicht ist die Umsetzung gelungen? Ich habe bisher nur gutes gehört und daher war ich ganz wild darauf das Buch zu lesen. Nun ja, für mich war es leider wenig ansprechend und ich gestehe, dass ich oft davor war es zur Seite zu legen und nicht zu beenden. Ich konnte mich einfach nicht auf Daniel einlassen. Natürlich ist er todkrank und es ist ja auch nicht nur das Herz welches stresst, was sehr bewegend ist und ich auch nachvollziehen kann, was Daniels Mutter empfindet, wobei nicht geklärt ist, warum sie ihren Sohn zwei Jahre lang in Südafrika bei ihrem Ex - Mann lässt. Vieles wird nur angeschnitten. Wenn über mich ein Buch geschrieben werden sollte, möchte ich doch sehr darum bitten alles aufzuführen und nicht in Rätseln zu sprechen. Da aus Daniels Sichtweise geschrieben wurde wirkt die Sprache oft sehr kindlich. Es dauert eine gewisse Zeit der Eingewöhnung bis der Lesefluss beginnen kann. Die Sprache ist leicht und dem Alter Daniels angemessen. Die Lebensfrreude die das Cover vermittelt ist innerhalb der Story nicht zu finden. Lars tritt als Wunscherfüller auf, der sich dabei mächtig ins Zeug legt, um Daniel Wünsche zu erfüllen bevor dieser es ausspricht. Ist nett, aber überzeugt mich nicht komplett, denn es ist eben nur dadurch bedingt möglich, weil das finanzielle keine Rolle spielt. Hat mich leider nicht angesprochen, da die ganzen Markennamen, Hotelbesuche und diverser Schnickschnack nur mit einem gut gefüllten Konto möglich sind oder eben bestimmte Kontakte damit Cro zum Geburtstag ein paar nette Worte sagt oder Darsteller der Reality - Seifenoper Berlin Tag und Nacht getroffen werden können. Hier spricht definitiv kein Neid aus mir, denn wenn ich meine Kinder so betrachte sind ihre Wünsche um einiges bescheidender. Ich bin leider nicht zufriedengestellt und hatte die Erwartung, dass mich das Schicksal Daniels mehr bewegt. Ich fühle mich gerade wie ein Unmensch, da ich das Leben eines todkranken jungen Mannes zerrede, aber ich möchte auch nicht lügen müssen. Mir hat das Buch leider nicht gefallen!
★★★

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