Samstag, 30. Mai 2020

Der Tod im weißen Kleid



Schwestern im Tod



  • 432 Seiten
  • ISBN: 978-3-426-45834-1 





"Schwestern im Tod" ist für mich der erste Thriller des Autors Bernard Minier, obwohl ich einige der bisher erschienen Bücher auf meinem Reader geladen habe, bin ich bisher nicht überzeugt gewesen, diese von meinem SUB zu befreien. Dieses ändert sich nun, da ich den Spannungsaufbau sehr genossen habe, der schon gleich zu Beginn an Fahrt aufnimmt und mehr und mehr verwirrt, da das Geschehen immer faszinierender und krankhafter wird. Zwei getötete Mädchen, deren Mord nur oberflächlich aufgeklärt wird und sich ein Tatverdächtiger selbst der Tat bezichtigt? Reicht dieses, um einen Fall abzuschließen? Kommissar Martin Servaz zweifelt und nachdem der Hauptverdächtigte nun erneut in den Fokus rückt, beginnt die Suche nach den Hintergründen der Tat. Es ist perfide und grausam, was sich letztendlich offenbart, aber definitiv eines Thrillers würdig. Manche Taten bleiben ungesühnt, während andere aufgedeckt werden, auch nach langer, langer Zeit. Für mich ist es immer wieder erstaunlich, wie das Rechtsystem funktioniert, aber es es stellt mich natürlich zufrieden, wenn der wahre Mörder seine Strafe erhält. Hier geht es definitiv um Lebenslügen und Suggestion, was wirklich faszinierend ist, wie Worte Menschen überzeugen können, wenn auch nur in Buchform und schriftstellerischer Leistung und sie zum Teil dadurch auch wahnsinnig werden lassen. Wie schnell lässt sich ein Fan in Wahnsinn treiben? Ist es das Auftreten des Autors Erik lang oder ist es viel, viel mehr? Bernard Minier hat dieses wunderbar aufgeführt, da dieser Wahn auch Grenzen überschreiten wird, die zuvor nicht ersichtlich waren. Insgesamt ein sehr gelungener Thriller, der in mir den einen oder anderen Verdachtsmoment weckte, aber letztendlich eine ganz andere Wendung nimmt, die mich überzeugen konnte. 
Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, da ich die Handlung gut verfolgen konnte, auch wenn Gegenwart und Vergangenheit sich mitunter nahtlos ablösen, ist es nicht verwirrend, sondern dem Spannungsaufbau angemessen. 











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