Der Ursprung der Welt
304 SeitengebundenS. FISCHERISBN: 978-3-10-397273-322€
"Der Ursprung der Welt" ist ein Roman, der mich widersprüchlich zurücklässt. Zum einen, ist die Grundidee einen Zeitsprung innerhalb der Story zu verfolgen gelungen, aber mühsam und zweitens hinterlässt mich das Buch am Ende mit ganz vielen Fragen. Ich habe nicht immer verstanden, was der Autor aussagen will und daher kann ich mich nicht entscheiden, ob ich das Buch nun außergewöhnlich finden soll oder doch eher gewöhnlich, was zutreffend wäre, wäre die Tatsache, das der Schreibstil eher herausfordernd ist, da die erschaffene Parallelwelt, so will ich es nennen mit der Gegenwart, obwohl es wäre ja eher Zukunft, da wir und im Jahr 2033 befinden, verschmilzt. Dieses verwirrt und bremst den Lesefluss sehr ein.
Ich denke, das ich mit einer drei Sterne Rezension sehr gnädig bin, da ich diese nur vergebe, weil ich mich einfach schwer getan habe, die Story zu verstehen und daher angemessen auf das Gelesene zu reagieren. Sich selbst und seine Herkunft zu finden, ist sicherlich ein guter Ansatz, dennoch gab es Szenen im Buch, die ich anstößig fand und mich eher irritierten als faszinierten. Ebenfalls ist mir bewusst, das es immer Menschen geben wir, die sich am Leid anderer ergötzen und bereichern. Den Bezug in die Vergangenheit, die letztendlich ein klein wenig Spannung erzeugt, ist definitiv gelungen, ansonsten bleibt mir Paul Goulett eher unangenehm und nichtssagend.
Ich vergebe eine eingeschränkte Leseempfehlung, da ich auch einige Tage nach Beenden des Romans immer noch darüber nachdenke, warum es mir so schwergefallen ist, "Der Ursprung der Welt" zu begreifen. Waren es die Zeitsprünge? War es die Oberflächlichkeit? Die Grausamkeit der Protagonisten aus Vergangenheit und Gegenwart? War es der Schreibstil? Der Bezug zu Freud? Diverse Klischee, die sich erfüllen? Klar ist, das ich den Roman leider nicht komplett verstanden habe und er mich nur mittelmäßig überzeugt hat. Schade, denn der Klappentext klang vielversprechend.
Mein Dank an netgalley und Fischer E-Books für die Bereitstellung dieses Leseexemplars, auch wenn es mir nicht gänzlich zugesagt hat, möchte ich auf eine Rezension nicht verzichten.

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