Dienstag, 25. Juni 2019

Sci-Fi mit herausragenden Charakteren


Becky Chambers

Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten
544 Seiten, FISCHER TorISBN: 978-3-596-03568-7, 10,99€



Ich bin normalerweise einigen anderen Genre treu, da ich Science - Fiction normalerweise nichts abgewinnen kann, aber da ich den zweiten Band der Wayfarer Trilogie geschenkt bekommen habe und nicht mitten ins Geschehen eintauchen wollte, beschaffte ich mir zeitnah "Der lange Weg zu einem zornigen kleinen Planeten". Es ist sicherlich nicht der Titel des Buches, der mich ansprach, da ich ihn erstens viel zu lang finde und zweitens wenig ansprechend. Er ist zwar komplett dem Original entnommen, aber ins Deutsche übersetzt empfinde ich es eigenartig. Trotzdem wurde ich neugierig und bin nach Beenden des Buches auch keineswegs enttäuscht. sondern so begeistert, das ich gestern gleich mit "Zwischen zwei Sternen" begonnen habe, sollte dieser Roman mir ebenfalls zusagen, wird der dritte Band alsbald in mein Buchregal einziehen. 
Fremde Planeten, außergewöhnliche Charaktere und inmitten dessen der Mensch, obwohl dieser eher Schwachpunkte aufweist, als normalerweise üblich als Krönung der Schöpfung. Mir haben die Besonderheiten der verschiedenen Spezies sehr gefallen und insbesondere die Toleranz der anderen Arten gegenüber. Auf der Wayfarer müssen alle miteinander agieren um die Aufträge des Raumschiffs erledigen zu können und nach einiger Eingewöhnung an den neuen Arbeitsplatz und den wunderbar gezeichneten Charakteren ist es letztendlich eine Art Hand in Hand, wobei nicht alle Hände haben, sondern auch Krallen oder Federn. Die Ausarbeitung der verschiedenen Spezies ist der Autorin so großartig gelungen, das ich mir diese bildlich vorstellen kann. Als Tochter einer Astrobiologin und einem Luft - und Raumfahrttechniker ist Becky Chambers sicherlich schon von Kindheit an in ihrer Fantasie im Weltall zuhause und diese Liebe spürt man auf jeder Seite. Es hat mir sehr gefallen in eine für mich doch sehr ungewöhnliche Genre einzutauchen. Manchmal muss man Büchern eine Chance geben, die man eigentlich nicht lesen will, denn der Überraschungseffekt ist dann umso höher, wenn man sich doch gefangen nehmen kann von wirklich ungewöhnlichen Protas und Abenteuern.
Gerne eine Leseempfehlung für "Der lange Weg zu einem zornigen kleinen Planeten." Ein Buch, welches mich auf Anhieb und aufgrund des Titels nicht angesprochen hätte, aber aufgrund des Inhalts doch begeistern konnte. Wertschätzendes Verhalten und Toleranz ist etwas, was wir alle ausüben sollten und auch wenn dieser Roman der Fantasie der Autorin entsprungen ist, gibt es viele Aspekte die übernommen werden könnten und zum Nachdenken anregen. 

1 Kommentar:

  1. Hallöchen Mel =)

    Ehrlich gesagt finde ich den Titel echt gut! Ich kann mich erinnern, dass das Buch vor einigen Monaten verstärkt auf den Blogs vertreten war. Damals war ich schon sehr neugierig, hab aber auf Grund einiger durchwachsener Kritiken, nicht den Mut gehabt, mir das Buch zuzulegen. Wenn du jetzt erzählst wie sehr dich das Buch überzeugen konnte und was du daran so gut findest, dann bekomme ich richtig Lust, es auch zu lesen. Ich werde mal Ausschau halten =)

    LG
    Anja

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