Freitag, 14. Dezember 2018

Grenzüberschreitend - Nichts für schwache Nerven



Ich weiß, wo sie ist


broschiert
304 Seiten
ISBN-13: 978-3959672344
14,99€






"Ich weiß, wo sie ist" ist ein Thriller, der definitiv nichts für schwache Nerven ist, da das Grundthema mich wirklich schockiert, da es leider nicht utopisch ist, dass es Menschen, insbesondere Männer gibt, die sich an der Angst eines Menschen ergötzen und ihre Lust befriedigen. Es hat mich absolut umgehauen, da der Klappentext nichts vom Inhalt verrät und ich mich in einem Geschehen wiederfinde, welches mir die Nackenhaare zu Berge stehen lässt. Herausragend ist hierbei die Liebe einer Mutter, die alles daransetzt, ihre Tochter zu finden und gegebenenfalls zu befreien. Absolut irrsinnig und dennoch nachvollziehbar, denn es gibt nach vielen Jahren der Hoffnung endlich ein Lebenszeichen ihrer Tochter, auch wenn die Übermittlerin absolut verwahrlost, irre und unglaubwürdig erscheint. Francine entwickelt sich zu Superwoman und auch wenn es komplett übertrieben wirkt, geht "Ich weiß, wo sie ist" für mich genau in die richtige Richtung. Der Spannungsbogen bleibt erhalten von Beginn an und ich gestehe, es gab Momente, da fand ich es unerträglich weiterzulesen. Ich bin kein Fan von Spoilern, daher lasse ich es an dieser Stelle unerwähnt, was mir begegnet an Grauen, da ich natürlich das Ziel habe, diesen Thriller weiterzuempfehlen, wobei natürlich heraus scheinen soll, dass der zukünftige Leser / die zukünftige Leserin sich zuvor mit der Thematik des Thrillers beschäftigen muss, da es auf der einen Seite triggern könnte, aber eben auch schwache Nerven überfordern könnte. Es ist das Grundthema des Autors, welches absolut barbarisch, widerlich und kaum auszuhalten ist, zumal ich selbst Mutter bin und meinem Kind dieses Leben oder Erleben ersparen möchte. Autuum wirkt stark und widerspenstig, dennoch hat dieses Erleben ihr ihre Kindheit genommen, Es ist nicht nur eine Entführung, sondern viele, viel mehr und das ist letztendlich das Grauen, welches sich in jeder Zeile erleben lässt. Wieso kann ich also sagen, dass mir "Ich weiß, wo sie ist" gefallen hat? Ganz einfach, da es ein sogenanntes Happy End gab und diejenigen, die große Schuld auf sich geladen haben ihre gerechte Strafe bekommen, ist es komplett in meinem Interesse gelegen und hat mich zugegebenermaßen auch mit großer Schadenfreude erfüllt. So konnte ich den Thriller zufrieden beenden und somit auch eine Leseempfehlung ausprechen. Ich vergebe 4 Sterne, da ich mich ins kalte Wasser geschmissen fühlte, da mir der Klappentext ausreichte, um mir zu präsentieren, was mich letztendlich erwartete und das war ein kurzer Schockmoment, der fast dazu geführt hat, "Ich weiß, wo sie ist" abzubrechen, da ich mich mit den Geschehnissen überfordert gefühlt habe.

★★★

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