Mittwoch, 24. Oktober 2018

Brautzilla und andere Katastrophen



Winter im kleinen Brautladen am Strand


408 Seiten
ISBN: 9783955768584
9,99€






"Winter im kleinen Brautladen am Strand" ist als Fortsetzung des Romans "Der kleine Brautladen am Strand" anzusehen, wobei beide Romane sehr gut getrennt voneinander gelesen werden können. Die Protagonisten sind liebenswert und machen die Story kitschig schön durch ihre kleinen und großen Katastrophen ihres Lebens im Küstenstädchen St. Aiden in Cornwall. 
Im Mittelpunkt steht Seraphina, kurz Sera, die Designerin der Brautkleider, die in dem kleinen Brautladen am Strand angeboten werden. Sera ist sehr talentiert und hat sogar schon für eine  prominente Persönlichkeit ein Kleid entworfen, wobei sie um ihr Talent vor ihrer Familie ein großes Geheimnis macht, sodass ihre Schwester Alice einer anderen Designerin den Vorzug gibt. Um die perfekte Hochzeit zu planen und auszuführen ist Sera allerdings gut genug und wird auch rasch Herr über diverse Katastrophen. Obwohl es ein von ihrer Schwester angelegtes "Hochzeitshandbuch" entwickeln sich die Vorbereitungen zu einer Katastrophe. Sera kann mit sehr viel Engagement und  Geschick einiges abwenden, dennoch ist die Hochzeit am Ende ganz anders als von ihrer Schwester ursprünglich geplant. Eine andere Katastrophe sind die beiden Trauzeugen des Hochzeitspaares, die um Sera buhlen und ihr Entscheidungen zu treffen schwer fallen lassen. Es ist herrlich sich nach Cornwall zu begeben, denn schon die beschriebene Umgebung des Romans zeugt von echter Romantik.
Ich empfand es als wunderschön leicht mich mit einer Winterhochzeit auseinanderzusetzen, da dieses auf amüsante und liebenswerte Art und Weise geschildert wird. Es ist romantisch und chaotisch, aber letztendlich bekommt Alice eine wunderbare Hochzeit, die sie würdigen kann, da sie sich von Brautzilla fast schon in ein Lämmchen verwandelt, aber eben nur fast. Eigentlich geht alles schief was nur schiefgehen kann und wenn sich Alice nicht immer so unverschämt und eklig verhalten hätte, wäre sie mir fast sympathisch geworden, diese geschieht dann erst in den letzten Abschnitten. Zuvor empfand ich sie als oberflächlich und regelrecht unangenehm als Person. Sera selbst ist sofort eine Lieblingsprotagonistin, die ihre eigenen Kämpfe ausführt, um am Ende ihre große Liebe für sich zu gewinnen. Nach vielen Höhen und Tiefen erhielt ich ein Happy End, wie ich es mir erhofft hatte.
Gerne eine Leseempfehlung an alle Leserinnen, die auf Romantik und Kitsch zwischendurch nicht verzichten möchten.  ★★★★★

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