Samstag, 28. Juli 2018

Wo bleibt das versprochene Wohlgefühl?




David LevithanLetztendlich sind wir dem Universum egal
416 Seiten - FISCHER Taschenbuch - Ab 14 Jahren - 9,99€







"Letztendlich sind wir dem Universum egal" ist ein Buch, welches mich durch seine unterschiedlichen Kritiken neugierig gemacht hat. Leider muss ich mich in die Reihe derjenigen einreihen, die das Buch unvollständig empfanden, denn das Ende hat mich tatsächlich nicht umgehauen. Es wirkt so, als fehlte einiges an Informationen. Auch mit  "Letztendlich geht es nur um dich", welches ich direkt im Anschluss las, kam kein Wohlgefühl zustande. Ich finde die Idee des Jugendromans sehr gelungen, aber letztendlich muss ich mir eingestehen, dass mich die Story keineswegs so geflasht hat, wie ich es mir gewünscht hätte. Es ist nett, aber eben nicht mehr. Ich bin allerdings voll auf Rhiannons Seite, die es ungewöhnlich und auch mitunter abstoßend findet, A zu küssen, wenn er ein Mädchen ist, wenn er abstoßend aussieht und nur, wenn er sich in einem hübschen jungen Mann wiederspiegelt, kann sie sich auf ihn einlassen. Es zeigt sich, dass Schönheit eben auch in einem Roman präsent sind. Auch wenn ich es eigentlich verabscheue, mich auf Äußerlichkeiten zu beschränken, bin ich in diesem Fall emotional mit Rhiannon verbunden. Der Autor lässt es offen, ob es möglich ist in einem der Körper zu bleiben und ich vermute, dass ich entweder selbst gefragt bin, mir ein Happy End auszumalen oder der Autor wird irgendwann die Auflösung schreiben. Ich hoffe er beeilt sich, denn so ist der Roman absolut unvollkommen und daher kann von mir nur eine eingeschränkte Leseempfehlung erfolgen. "Letztendlich geht es nur um dich" zeigt die Story aus Rhiannons Sicht, aber da es sich um viele Wiederholungen handelt, konnte mich auch dieser Roman nicht zufrieden stellen. 

Ich gehe davon aus, dass die Verfilmung sehr gelungen ist durch die vielen unterschiedlichen Merkmale und Charaktere, in die A schlüpft. Gelungen ist auf jeden Fall das Cover, welches viele unterschiedliche Gesichter zeigt und der Story dadurch sehr nahe kommt. Die Story selbst entwickelt für mcih nicht genügend Potential für ein Lieblingsbuch. Es liest sich relativ zügig und trotz vieler unterschiedlicher Menschen, die uns begegnen und die doch immer A sind, überfordert es dieses nicht. Gefallen hat mir auch, dass Rhiannon Justin letztendlich in die Wüste schickt und somit frei wird, sich mit Freunden zu treffen oder überhaupt mehr Umgang mit Menschen zu pflegen, die ihr gut tun und sie nicht als selbstverständlich nehmen. Sie wirkte auf mich definitiv zu angepasst und der Ausflug ans Meer zeigt sehr deutlich, welche Sehnsüchte in ihr schlummern. Rhiannon entwickelt sich weiter und ist letztendlich mit mehr Glanz behaftet als A.

 "Letztendlich sind wir dem Universum egal" kann man lesen, muss man aber nicht ☺


★★★

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