Mittwoch, 6. November 2013

Blogtour "Irgendwo Dazwischen" / Anne Freytag - DAS INTERVIEW





Guten Morgen Ihr Lieben,
ich durfte im Vorfeld das eBook "Irgendwo dazwischen" schon lesen und war am Anfang doch erstaunt, dass hier ganz offen über Sexualität geschrieben wird. Mitunter war es mir fast schon too much, aber irgendwann dazwischen gingen mir die offenen Worte der Autorin runter wie Öl, denn letztendlich kann man sich nämlich interessanterweise mit den Hauptprotagonisten identifizieren. Sie werden von Seite zu Seite immer sympathischer. Ich selbst muss da natürlich zwar ein paar Jahre zurückblicken und wenn ich ganz ehrlich bin, sind es einige mehr Jahre die irgendwo dazwischen liegen. Meine beiden ältesten Kinder befinden sich jetzt wohl eher in dieser Phase in der Marie, Lilli und Emma stehen. Letztendlich fand ich dann "Irgendwo Dazwischen" richtig, richtig gut und daher auch meine Teilnahme an der Blogtour zu dem Buch. Ich schreibe dies als Einleitung, damit ihr seht wo ich mich beim Lesen befunden habe und vor allem, weil ich wirklich ehrlich sein möchte. Ich würde niemals ein Buch präsentieren, welches mich nicht hat begeistern können. Meine Rezension zum Roman findet du HIER!

Heute darf ich der Autorin mal so richtig auf den Zahn fühlen und daher habe ich mich natürlich ein klein wenig mit der Person Anne Freytag beschäftigt, zumindest das was sie im Internet von sich preisgeben wollte. 

Mel:
Anne, vielleicht stellst du dich in ein paar Worten mal selbst vor? (Wohnort, Alter, Lieblingsessen, Lieblingsbuch .........) Alles was du meinst, was meine Blogleser interessieren könnte. Ich habe nämlich im Netz nur dieses hier von dir gefunden:
Ich liebe Geschichten (vor allem, die, die das Leben schreibt). Ich liebe spannende Charaktere und erschaffe diesen gerne einen eigenen kleinen Kosmos. Inspiriert vom Leben (und den Geschichten, die es schreibt), schreibe ich Geschichten die diesem gewidmet sind. Ich sage mir gerne, dass meine Romane Geschichten sind, die auch das Leben schreiben würde (wenn es die Charaktere wirklich gäbe). Ich liebe glaubwürdige und greifbare Charaktere. Das Genre ist mir dabei egal. Ein Held muss authentisch sein. Ist er es nicht, ist er kein Held. Es gibt noch viele Charaktere - die meisten wurden noch nicht geboren, sie rumoren lediglich als Ideen in meinem Hirn. Ich hoffe, einige von Ihnen werden im Laufe meiner Gedanken noch spannend genug, um ihnen einen eigenen kleinen Kosmos zu erschaffen. Ich liebe das Schreiben und das Eintauchen in den Kosmos meiner Charaktere. Ich liebe jeden einzelnen meiner Protagonisten. Ganz tief in mir drin, bin ich davon überzeugt, dass sie alle in München leben und die Geschichten genießen, die das Leben (für sie) schreibt.


Anne:
Ich wohne mit meinem Freund in meinem Lieblingsstadtteil in der Stadt, die ich immer im Herzen tragen werde: München. Ich bin vor zwei Wochen 31 Jahre alt geworden und freue ich über die Primzahl... Puh, Lieblingsessen... das ist schwer, weil das bei mir so launenabhängig ist. Mal muss es Spaghetti Bolognese sein, mal ein Burger, mal Bratkartoffeln, mal die Spätzle. Und an anderen Tagen ist es die Avocado mit Tomaten und frischem Brot mit rescher Kruste oder es müssen Kroketten her. Lieblingsbücher... da gibt es eine Hand voll, die mich wirklich umgehauen haben, obwohl ich zugeben muss, dass ich nie der Viel-Leser war. Ich habe schon sei jeher lieber geschrieben. Die, die mich wirklich nachhaltig richtig begeistert haben: ‚Das Parfüm’ von Patrick Süßkind, ‚Catcher in the Rye’ von J.D. Salinger, Harry Potter, (der sechste Band ist mein Favorit)... Mein Highlight 2013 war ‚Lieblingsmomente’ von Adriana Popescu. Ich bin ein Serienjunkie (Damages, Homeland, ... habe neulich Breaking Bad angefangen und bin begeistert) und liebe Filme... Ich gehe gerne ins Kino und stricke (Schals, weil ich nichts anderes kann) (Aber nicht im Kino, sondern zu Hause. ;-) )... Wenn ich weiß, dass mich niemand hört, singe ich gerne zu Fiona Apple (‚Criminal’). Ich höre unheimlich viel Deutschlandfunk (angefangen hat das damit, dass ich nur diesen Sender reinbekommen habe, aber inzwischen bin ich ein treuer Anhänger). Von Handtaschen und Turnschuhen kann ich nur schwer genug bekommen. Ich habe einige Brillengestelle zusammengesammelt und habe ein Faible für Nagellacke... Das einzig Materielle, was ich aus einem brennenden Haus retten würde: Mein Laptop. Es geht nichts über Menschen. Nichts ist mir so wichtig wie meine Beziehung, meine Familie und meine Freunde.


Es geht wie ihr am Titel schon erkennen könnt um "Irgendwo dazwischen". Ein Buch, welches Anne selbstständig veröffentlicht hat. Die Frage gab es zwar schon in einem anderen Interview (HIER! und HIER!), aber sie brennt mir dennoch unter den Nägeln:

Mel:
Anne, die eBooks / Taschenbücher, die du bisher veröffentlicht hast ( Renate Hoffmann, 434 Tage, Irgendwo Dazwischen ) hast du ja im Selbstverlag herausgebracht. Mich interessiert jetzt, ob das jedem der meint, er wäre ein guter Schriftsteller (damit meine ich jetzt natürlich nicht dich, aber ich habe schon Bücher gelesen ohlala) möglich wäre und vor allem wie viel Gefühle da eine Rolle spielen, bis das Buch dann tatsächlich auf einer Verkaufsplattform wie Amazon erscheint und von den Lesern gekauft, geladen und rezensiert wird. Es ist ja sicherlich auch reichlich frustrierend, wenn man von Verlagen abgelehnt wird, nachdem man sein Manuskript eingereicht hat, oder? Nicht böse sein, denn ich weiß ja, das man über Geld normalerweise nicht gerne redet, aber mich interessiert jetzt auch, wie man den Druck eines Buches finanziert. Ich hab da irgendwie wirklich horrende Summen vor Augen und kann mir nicht vorstellen, dieses zu stemmen. OK, das sind jetzt einige Fragen, daher lasse ich dir mal Zeit diese zu beantworten, bevor wir uns aufmachen zur Nächsten, ok? Sorry, ich sprudel manchmal förmlich über, wenn ich mit jemanden ins Gespräch komme.

Anne:
Also, zu aller erst: Ja, es ist total frustrierend, Absagen zu bekommen. Aber ich denke, eine Absage sagt nicht unbedingt etwas über die Qualität des Manuskripts. Klar kann inzwischen wirklich jeder alles veröffentlichen. Und Manches ist nicht meins. Aber vielleicht freut sich jemand andres dran...
Ich habe einige Absagen bekommen. Inzwischen bekomme ich Anfragen. Ich denke es ist so, dass die Verlage in Manuskripten ersticken. Eine Freundin von mir hat mir erzählt, was alles eingeschickt wird und dass nur noch Material von Agenten gesichtet wird... Wir Autoren denken natürlich, dass unsere Skripte einfach nicht gut angekommen oder nicht gut genug ist, aber oft wird es einfach nur von einem Umschlag in den anderem gepackt und an den Autoren zurückgeschickt.
Ja heutzutage kann tatsächlich jeder alles veröffentlichen. Die Leser entscheiden letztlich, was sich halten wird. So werden die Leser zu den Lektoren. Was gut ankommt, wird empfohlen und rezensiert, was nicht gefällt oder unlektoriert angeboten wird, wird abgestraft und geht schließlich irgendwann in den unendlichen Weiten des Amazon-Nirvana verloren.
Selbst zu veröffentlichen kann vor allem deswegen jeder, weil es nichts kostet. Man hat die gesamte Arbeit und die sollte man nicht unterschätzen, aber es kostet nichts – wenn man es ‚richtig’ macht. Ein bisschen technisches Geschick braucht man natürlich und man muss an anfallende Kosten denken. Das Korrektorat oder Lektorat, ein Cover, etwas Werbung... Meine Bücher kann man als Taschenbücher bestellen, aber man bekommt sie eben nur online und nicht im Buchhandel. Einen Tod stirbt man wohl, aber so habe ich kein Risiko.





Mel: 
Anne, deine weiblichen Hauptcharaktere sind ja nun wirklich sehr unterschiedlich gezeichnet und dennoch sind sie Freundinnen. Emma erscheint mir im ersten Moment wirklich sehr oberflächlich und dies war z.B ein Grund, warum mir das Buch erst nicht gefallen wollte. Marie und Lilli hätte ich da schon eher als Freundinnen auf meiner Seite, da sie ehrlich und authentisch erscheinen. Emma macht ja im Laufe des Buches eine erstaunliche Entwicklung und irgendwann mochte ich sie tatsächlich. Wie schafft man es Menschen, egal ob nun Jungs oder Mädchen so zu beschreiben, dass man sie sich als Leser tatsächlich vorstellen kann. Für mich haben Emma, Lilli und auch Marie irgendwann ein Gesicht bekommen und ich litt und freute mich mit ihnen. Mit welchem der Mädchen könntest du dich am ehesten identifizieren?

Anne:
Ich finde, die Charaktere entscheiden alles. Wenn die nicht gut sind, dann kann die Geschichte oder die Idee noch so toll sein, das Buch wird niemanden erreichen. Emma darf einem unsympathisch sein, solange sie einem nicht unrealistisch erscheint oder gleichgütig ist. Der Leser muss Gefühle entwickeln können – kann er das nicht, habe ich meine Arbeit nicht richtig gemacht. Und mit wem ich mich am meisten identifiziere... Hm... Ich denke am ehesten mit Marie, wobei ich ganz klar sagen muss, dass das nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun hat, sondern mit ihrem Wesen, ihrer Art. Ich denke, fast jede Frau hat einzelne Fragmente eines jeden Charakters, aber bei mir überwiegt Marie. Emma ist die unsicherste, die, die mitläuft und die Meute hinter sich braucht, weil sie nicht allein stehen kann. Aber ich liebe Emma. Sie ist so... Emma eben... Ich liebe sie alle. Für mich sind sie echt. Sie und Renate und Anja und Julian...


Mel:
Natürlich gibt es zu den Mädchen auch den männlichen Part. Elias, Clemens, Paul, Stefan ........ Ich gestehe, das ich mich in Paul oder auch Elias auch hätte verlieben könne, da ich sie vom Charakter her sehr mochte. Sind da eigene Erfahrungen / Beziehungen mit in die Geschichte eingeflossen oder ist alles fiktiv? 

Anne:
Meine Charaktere sind alle frei erfunden und komplett fiktiv, aber ich denke, dass unbewusst immer etwas einfließt. Aber keiner der Protagonisten ist nach einem „Vorbild“ erschaffen worden. Sie sind fiktiv, aber in meinem Kopf sind sie sehr echt und sehr lebendig. Ich liebe sie und sie gehen mir auf die Nerven, sie sind eigensinnig und stur, aber auch liebevoll. Für mich sind sie Freunde. Vielleicht sogar noch mehr.


Mel:
Es geht in "Irgendwo Dazwischen" ja um eine Art Selbstfindung, die ja gerade bei Marie und Emma sehr deutlich wird. Gibt es da vielleicht auch die eine oder andere persönliche Erfahrung die du hast einfließen lassen oder sind dir die verschiedenen Persönlichkeitsmerkmale erst beim Schreiben gekommen?

Anne:
Ich denke, es fließt immer ein Stück von einem selbst ein. Bewusst oder unbewusst. Es sind ja meine Gedanken. Und in meinen Gedanken ist immer ein Stückchen von mir. Ein bisschen von meinen Ängsten, meinem Humor, meinen Fragen. Und doch ist mir aufgefallen, dass ich nichts schreiben kann,d as zu nah am mir und meinem Leben ist. Das heißt, meine Protagonisten sehen die Welt durch meine Augen, aber sie treffen doch ihre eigenen Entscheidungen. Die Charaktere entstehen. Wenn sie sich nicht verselbstständigen, wird die Geschichte meistens nicht fertig. Ich habe einige dieser Geschichten, die einfach nach und nach gestorben sind, weil die Figuren eindeutig erfunden waren und man es ihnen angemerkt hat. Manchmal mochten wir uns auch gegenseitig nicht. Ich kann nicht über jemanden schreiben, den ich so gar nicht mag. Und eine Geschichte habe ich angefangen, in der die Hauptfigur sich nicht öffnen will. Vielleicht irgendwann. Jetzt aber noch nicht. Wenn der Charakter stimmt, dann erzählt sich seine oder ihre Geschichte oft fast von allein. Es ist, als wäre die Geschichte die ganze Zeit schon fertig gewesen, nur, dass ich immer nur ein Stück davon zu sehen bekomme. Und wenn sie ein Eigenleben entwickeln, zwingen sie mich nicht selten, alles zu ändern. Marie zum Beispiel sollte lesbisch bleiben. Ich hatte Paul nur als Randperson angedacht. Eben jemanden, mit dem sie über Lili reden kann. Einen Freund, der sie aber kalt lässt. Doch es kam anders. Er hat sie nicht kalt gelassen. Marie hat sich in Paul verliebt und ihre eigene Entscheidung getroffen. Solche Dinge passieren oft und dann freue ich mich, weil die Geschichte dann eine eigene Dynamik bekommt. (Zumindest im Nachhinein. Währenddessen finde ich es schon manchmal nervig, wenn alle machen, was sie wollen und ich dann versuchen muss, alles unter einen Hut zu bekommen...) Aber genau das liebe ich am Schreiben. Am Anfang erfindet man etwas und dann auf einmal trägt es einen davon – wenn man es zulässt.


Mel:
Nachdem du mir schon einiges beantwortet hast, was direkt mit dem Buch zu tun hat und dafür danke ich dir recht herzlich, kam mir direkt eine weitere Frage in den Sinn und zwar: Reich wird man scheinbar nicht mit dem Schreiben von Büchern, aber ich vermute eine echte Leidenschaft dahinter, denn sonst wären es nicht immerhin schon drei die du selbst herausgegeben hast. Wahrscheinlich kam auch schon in einem Interview die Frage, woher die wirklich gelungenen Cover stammen. Gerade bei "Irgendwo dazwischen" ist es ja recht auffällig und erinnert ganz spontan an die Schöpfungsgeschichte. Woher kommen dir solche Ideen? Oder hast du dir da Hilfe geholt? Außerdem stellt sich mir die Frage, ob wir noch mehr von dir erwarten und erhoffen dürfen?  Vielleicht sitzt du auch schon an einer neuen wunderbaren Liebesgeschichte?

Anne:
Ich denke es gibt inzwischen mehr Autoren als man denkt, die tatsächlich vom Schreiben leben können oder einen Großteil ihres Lebens dadurch finanzieren… also bei mir ist es zumindest so und ich kenne auch noch ein paar andere, bei denen es so ist. Außerdem gibt es auch Erfolgsgeschichten von Independent-Autoren, die sich tatsächlich einen Namen gemacht haben - mit Verlag und ohne. Katelyn Faith, Adriana Popescu, Hanna Hotel um nur ein paar zu nennen… Ich mache das, was ich am liebsten tue (zumindest meistens). Das ist ein riesiger Reichtum. Wenn man davon dann auch noch Leben kann, dann ist das fantastisch. Und wenn man sich mit der Zeit einen Namen machen kann, dann ist das die Erfüllung eines Traums. Klar ist das anstrengend und es ist wirklich verdammt viel Arbeit, aber wie heißt es so schön: Dreams come true, not free. 

Ja, was die Gestaltung angeht habe ich schon immer Ideen, aber die Cover als solche entstehen bei ad. Grafik Design. Anna versteht intuitiv, was ich will. Es ist klasse, wenn das so ohne Worte funktioniert. Und es ist sicher auch ein Vorteil, dass die meine Bücher kennt. Das macht es leichter etwas Passendes zu kreieren. Wir überlegen gemeinsam, aber dann lasse ich sie machen. Und die Ergebnisse zeigen, dass sie meine Hilfe dabei nicht braucht. Wenn Zusammenarbeit doch immer so laufen würde… (www.annadavis.de | Facebook.de/Ad.GrafikDesign) 

Ich schreibe gerade das Ende meiner ersten E-Novella. Der Titel ist: Liebeswogen. Vom Stil: Ein bisschen Irgendwo dazwischen (aber erwachsen), mit einem Hauch Sex and The City (aber in München) und einer Prise Dawson’s Creek. Die Geschichte wird etwa 80 Seiten umfassen und die Art Hinführung zum kommenden Roman. Außerdem führe ich zur Zeit spannende Gespräche mit anderen Autoren. Wenn alles klappt, werden bald nicht nur meine Romane unter Freytag Literatur veröffentlicht. Ich bin sehr gespannt. Und das macht Spaß. Türen zu öffnen und etwas Neues dahinter zu entdecken. Einen erotischen Liebesroman oder einen Fantasy-Roman? Wenn der Stil passt, ist unter Freytag Literatur alles willkommen. Der neueste Schützling heißt erst einmal Liebeswogen. Was danach alles kommt? Keine Ahnung. Aber ich freue mich drauf.









Allen die bis jetzt aufmerksam gelesen haben, ein dickes Dankeschön, sicherlich auch von Anne, mit der es wirklich Spaß gemacht hat zu quatschen ☺ Danke auch an Anne, die sich meinen Fragen gestellt hat und so offen und ehrlich geantwortet hat.


Für euch als Blogleser lohnt es sich aber auch doppelt. Erstens ein tolles Interview in der ihr die Autorin ein klein wenig näher kennen lernen konntet  und zweitens ein wirklich toller Gewinn. Ich darf nämlich unter allen Kommentaren die bis morgen um 12.00 Uhr eingehen ein Taschenbuch "Irgendwo dazwischen" verlosen. Also ran an die Tasten und mitmachen!





Morgen und übermorgen geht es dann hier weiter:

7.11



Rundgang durchs Buch
8.11

Jessi von Secret Garden

http://feenzauberbuchnews.blogspot.de
Charakter & Leserfrage



Schönen Tag euch allen!
Alles Liebe,
Mel




Dienstag, 5. November 2013

Mit Schirm, Charme und Melone





Gefährliche Gefühle
Zu schön zum Sterben (2)

Hanna Dietz



Neue Liebe (streng geheim!), neuer Zickenstreit (blöde Silvy!) und auch sonst nur Stress. Dabei wollte Natascha ab sofort das Leben genießen. Doch erst taucht Enzos Ex-Freundin auf und will ihn zurückhaben, dann muss sie ihrem Bruder aus der Patsche helfen. Denn der hat sich mit gefährlichen Leuten eingelassen und sehr bald merkt Natascha, dass die Sache selbst für sie eine Nummer zu groß ist.

978-3-401-06830-5
12,99 €
376
Klappenbroschur




Meine Meinung:
Es empfiehlt sich ein klein wenig auch den ersten Band "Gefährliche Gedanken / Zu schön zum Sterben" zu lesen, damit man einige Rückblenden im zweiten Band versteht. Klar ist es nicht zwingend notwendig, aber es gibt so einiges was auch im zweiten Band dann relevant ist, was man dann vielleicht Dinge oder Situationen nicht kapiert. Ich habe beide Bände relativ schnell hintereinander gelesen und bin total fasziniert von Natascha. ich frage mich, wie man es schafft immer wieder in brenzlige Situationen zu kommen und dabei wirklich am Leben zu bleiben? Wo der erste Band endet, knüpft der zweite Band nahtlos an.

Besonders interessant finde ich hier, das Hanna Dietz Natascha viele Personen an die Seite geschrieben hat, die sie begleitend unterstützen oder eben einfach nur nerven. Silvy kennen wir schon aus dem ersten Band und Boahhhhhh, echt, das Mädel geht gar nicht. Egoistisch, zickig und Tussi durch und durch. Nataschas Eltern haben auch Geld, aber Natascha lässt es nicht so raushängen und wirkt auch absolut nicht arrogant. Sie wirkt verliebt und chaotisch. Sie zieht das Chaos regelrecht an wie ein Magnet. Es könnte auch alles so schön sein, wenn da nicht Bastian wäre, ihr Bruder, hinter dem die Mafia her ist und Natascha hat tatsächlich nichts besseres zu tun als ihrem Bruder aus der Patsche zu helfen. Die Rettungsaktion scheint erst einmal in die Hose zu gehen, denn mal ehrlich, wer ist so dämlich sich mit der Mafia anzulegen? 
Dann haben wir noch Becky, die nach einem schrecklichen Unfall die auf ihre Umwelt nur noch aggressiv reagiert und daher in der Skala der netten Menschen erst einmal rapide nach unten steigt. Manchmal muss man Menschen erst einmal näher kennen lernen um hinter die Fassade zu blicken. Nats lässt sich aber nicht einschüchtern und begegnet ihr ebenso wie sie ihr und daraus entsteht dann etwas wie Freundschaft. Mehr über Becky wünsche ich mir auch in Band 3, denn die Verwandlung die sie gemacht hat fand ich wirklich faszinierend.

Auch der zweite Band rund um Natascha und Enzo hat mir wirklich gefallen, denn durch Nataschas Alleingänge wirkt das Buch mitunter zwar völlig abgedreht, aber das ist es gerade was es so richtig gut macht, denn wir wünschen uns ja eigentlich ein Buch like Lara Croft oder doch lieber Emma Peel oder Miss Marple? Ich glaube ein klein wenig hiervon und davon und die bunte Mischung ergibt dann Nats. Nats die unausweichlich auf Chaos trifft und sich von wirklich nichts erschüttern lässt und ihr Ding durchzieht. Mit Charme, Schirm und Melone oder so ähnlich ☺Es ist manchmal zum Haare raufen, zum Lachen und vor allem mit genügend Spannung um das Buch unbedingt weiterlesen zu wollen. 

Wir haben hier also ganz viel Action, aber auch eine Liebesgeschichte, denn auch Enzo bekommt eine kleine Rolle in Nataschas Chaos. Leider ein klein wenig weniger als im ersten Band, aber ich habe die Hoffnung, das im dritten Band die junge Liebe vielleicht ein klein wenig mehr Platz eingeräumt wird und wir zu einem phänomenalen Finale kommen. 

Von mir eine Leseempfehlung für "Gefährliche Gefühle / Zu schön zum Sterben", welches packend genug war durch all die chaotischen und witzigen Einlagen von Nats, das ich das Lesen wirklich genossen habe. Ein rundum Wohlfühlpaket sozusagen, denn es bietet alles, was ein gutes Jugendbuch braucht. Spannung, Intrigen, Lügen, Gefahr und ganz viel Liebe.

Lesenswert - definitiv!




Sonntag, 3. November 2013

Blogtour Assjah - Die lebenden Träume + Die vergessenen Kinder / Juliane Seidel





Guten Morgen Ihr Lieben,
heute macht die Blogtour zu Assjah "Die lebenden Träume" und "Die vergessenen Kinder" auf meinem Blog Station. Wer bis hierhin schon verfolgt hat, wird wissen, das wir jeden Tag ein eBook verlosen unter all denen die sich hier in den Kommentaren melden. Am letzten Tag der Tour also morgen, wird dann auf dem Blog von Regenbogentraum die Printausgabe von Assjah verlost und das 3x signiert. Da lohnt es sich doch morgen auf jeden Fall bei Juliane vorbeizuschauen, oder?

Nun denn, meine Aufgabe ist es einen Augenmerk auf zukünftige Werke der Autorin zu richten und das habe ich mir nicht leicht gemacht. Dazu ist es erst einmal wichtig, überhaupt zu wissen, wer Juliane Seidel überhaupt ist.


Juliane Seidel wurde 1983 in Suhl/Thüringen geboren und lebt seit mehreren Jahren in Wiesbaden. Neben ihrer Arbeit als Dokumentations-Assistentin in Offenbach, programmiert sie nebenberuflich Internetseiten, zeichnet leidenschaftlich gern und schreibt seit knapp 10 Jahren vorwiegend fantastische Kinder- und Jugendbücher. Bisher sind zwei Kinderbücher fertiggestellt, an einem Jugendbuch wird gearbeitet.
Mehr Informationen bekommt ihr über ihre Homepage Regenbogentraum die auch für morgen Endstation der Blogtour zu Assjah ist.


Bisher sind zwei Kinderbücher erschienen und zwar Assjah "Die lebenden Träume" (meine Rezension zu dem Buch findest du HIER!) und Assjah "Die verschwundenen Kinder" (meine Rezension zu dem Buch findest du HIER!) Meist ist es ja doch so, das eine Autorin noch nicht abgeschlossen hat und sehr viele Ideen in ihren Köpfen herumspuken, die sich dann nur noch zu Papier bringen lassen müssen. Das wird bei Juliane ja nicht anders sein, nehme ich mal an, daher habe ich einfach mal die Gunst der Stunde genutzt und ganz frech nachgefragt. 





Mel: Juliane, wie sieht es aus, wie viele Ideen spuken in deinem Kopf herum und was meinst du wie viel davon wird sich verwirklichen lassen?

Juliane: 
Ideen spuken unendlich viele in meinem Kopf herum, zu viele um sie wirklich alle aufzuschreiben oder zu verwirklichen, wenngleich ich natürlich versuche jedem Geistesblitz eine passende Form zu geben. Teilweise werden daraus längere Projekte und Romane, manchmal Kurzgeschichten, wobei mir letztere irgendwie weniger liegen. Ich kann mich halt selten kurz fassen und schaffe es fast nie eine Kurzgeschichte mit einer guten Pointe abzuschließen. Daher wähle ich zumeist Romane, um meine Ideen zu transportieren, auch wenn diese natürlich mehr Zeit verschlingen. Wieviel ich davon letztendlich umsetze hängt davon ab, ob ich von Ideen auch Monate später noch begeistert bin und ob sie sich für längere Erzählungen eignen.

Mel: Wirst du auch in Zukunft mit bookshouse.de zusammenarbeiten, oder hast du  etwas anderes geplant?


Juliane:
Das ist eine gute Frage – im Grunde arbeite ich gern mit dem Verlag zusammen, da ich gut mit meiner Lektorin auskomme und ich in den letzten Monaten viel gelernt habe. Allerdings arbeite ich an einigen Projekten, die für Bookshouse uninteressant sind bzw. nicht in das Programm des Verlages passen. In so einem Fall sucht man als Autorin natürlich nach Alternativen.
So ergab es sich auf der Buchmessecon Mitte Oktober, dass mein Urban Fantasy Projekt „Nachtschatten“ voraussichtlich 2014 beim Machandel Verlag erscheinen wird. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit diesem engagierten Kleinverlag und freue mich, dass sie meinen Schutzengeln eine neue Heimat geben.

Mel: Kim ist ja ein echter Träumer. In wieweit siehst du dich als Träumerin? Was wäre dein größter Traum? Hast du schon etwas dafür getan um ihn dir zu erfüllen? 

Juliane:
Puh – das ist eine wirklich gute Frage. Ich muss gestehen, ich habe gar keinen wirklich großen Traum, den ich unbedingt verwirklichen möchte. Einer der Größten ging in Erfüllung, als „Assjah“ einen Verlag gefunden hat und auf dem deutschen Markt erschien. Ich habe lange daran gearbeitet, zusammen mit meiner Freundin Tanja und meinen Betalesern gut und gerne 5-6 Jahre, wenngleich das „Assjah“-Projekt bereits 15 Jahre alt sein dürfte. Schön wäre es, wenn sie mehr Leser für Kims Abenteuer begeistern könnten, doch das liegt jenseits meines Einflussbereiches – da kann ich nur abwarten und hoffen.


Mel Interviews mit dir gibt es ja nun schon einige und ich fand es schon sehr charmant, wie du auf die einzelnen Fragen eingegangen bist. Nun das, wozu wir das hier heute überhaupt veranstalten. Die Frage, die uns allen unter den Nägeln brennt: Was ist in Planung und wie genau können wir uns das vorstellen? Wird es weitere Bücher im Kinderbuchbereich geben? Oder wirst du eine ganz andere Genre ausprobieren wollen?

Juliane:
Ich habe tatsächlich einige Projekte in Planung bzw. in Arbeit, darunter auch Bücher im Kinderbuchbereich, da es mit „Assjah“ weitergehen soll.

So schreibe ich zur Zeit fleißig am dritten Band „Der unsichtbare Feind“, in dem sich Kim einem ungewöhnlichen Gegner stellen muss und der erstmals eher in der Realität spielen wird. Mit etwas Glück erscheint der Band Sommer 2014, aber das steht noch ein wenig in den Sternen, da ich gerade erst am Anfang stehe und noch gut und gerne 300 Seiten vor mir liegen.
Darüber hinaus soll „Assjah“ auch nach Band 3 weitergehen. Von der ersten Staffel (Kims Abenteuer) sind 5 Bände geplant, doch damit wäre im Grunde die Geschichte noch nicht zu Ende … ;)

Darüber hinaus arbeite ich an „Nachtschatten“, einem Urban Fantasy Projekt für Jugendliche ab 14 Jahren, in dem es um Schutzengel geht. Bei diesem Roman stehen die junge Lily und ihr Schutzengel Adrian mit Mittelpunkt und müssen sich gegen eine große Intrige zur Wehr setzen. „Nachtschatten“ umfasst zur Zeit 100 Seiten, auch hier stehen noch mindestens 300-350 Seiten an, um die Geschichte zu erzählen. Dieser Roman wird mein erstes Jugendbuch werden, wenngleich ich auch davor bereits Romane für Jugendliche ab 12/14 geschrieben habe.

Neben diesen beiden Projekten arbeite ich sporadisch an „Geisterkinder“, einem Jugendbuch ab 12, in dem es um die junge Lynn geht, die sich gegen ein Kelpie zur Wehr setzen muss, das im Stechlinsee haust und es auf sie abgesehen hat. Ich habe das Projekt vor Jahren für eine Agentur begonnen, aber nicht beendet, da ich die Agentur vorher verließ. Hin und wieder arbeite ich an dem Buch und würde es gerne beenden, wenn ich ein passendes Verlagszuhause finde.

Ein weiteres persönliches Herzprojekt ist „Was bleibt ist ein Versprechen“ – ein realistisches Coming-of-the-Age Jugendbuch, das ich momentan plane. Von dieser Geschichte gibt es bisher nur einen groben Plot, sprich ich befinde mich momentan in der Recherchephase, die sich wesentlich intensiver gestaltet, da Teile des Buches im 3. Reich spielen und ich dafür entsprechend viele Hintergrundinformationen brauche. Hauptfigur wird der 17-jährige Samuel sein, der seine Homosexualität geheimhält und dem sein verstorbener Großonkel einen Brief, ein Buch und einen persönlichen letzten Willen hinterlässt, der den Jungen nicht nur in die Vergangenheit seines Verwandten führt, sondern auch den Weg in die eigene Zukunft weist.

Zu guter Letzt arbeite ich, wenn ich Zeit und Lust habe, an einem persönlichen, noch namenlosen Spaßprojekt, in dem ich meine eigenen Vorlieben miteinander verbinde – 19. Jahrhundert, Diebe und schwule Hauptfiguren. Momentan schreibe ich dieses Projekt nur zum Spaß, sprich es mangelt an historischer Korrektheit und einer durchdachten Handlung. Vielleicht setze ich mich irgendwann intensiver damit auseinander, wenn ich die notwendige Zeit finde.


Vielen Dank liebe Juliane, das du uns einen kleinen Einblick darüber gegeben hast, was wir in Zukunft noch von dir erwarten können. Ich fand es sehr spannend und freue mich auf neue Werke von dir. Die Blogtour ist ja nun schon fast zu Ende und ich möchte mich ganz ♥lich bedanken, das ihr uns gefolgt seid und Assjah ein klein wenig lebendiger gemacht hat.

Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen, aber da es nicht zu einfach wird, habe ich eine klitzekleine Frage an euch und zwar: Wie kam die Homepage der Autorin "Welcome to my Fantasy" zu ihrem Namen? (Kleiner Tipp: Klick die Homepage an, dann findest du die Antwort ☺) Die Antwort bitte direkt an meine E-Mailadresse senden: Mel33818@aol.com. Unter allen Einsendungen werde ich ein eBook Assjah 2 verlosen.



Wünsche euch einen schönen Sonntag
GLG,
Mel


Nicht vergessen: Morgen endet die Blogtour und zwar HIER!








Samstag, 2. November 2013

Multikulti Patchworkfamilie mit Herzschmerz


Deniz Selek

Heartbreak-Family – Als meine heimliche Liebe bei uns einzog

Roman
Hardcover
Preis € (D) 13,99 
ISBN: 978-3-596-85461-5


Deniz Selek erzählt mit charmantem Witz und reichlich Esprit vom Leben und Lieben ihrer Heldin in einer Multikulti-Patchworkfamilie. 

Jannah ist heimlich verliebt. Er heißt Ken, geht in die Klasse über ihr und würdigt sie keines Blickes. Auch Jannahs Mutter ist verliebt und beschließt, mit ihrem Freund zusammen-zuziehen. Dummerweise ist der Freund ihrer Mutter aber der Vater von Ken! Soll sie etwa in Zukunft in der neuen gemeinsamen Wohnung das Badezimmer mit Ken und der zickigen Merrie, Kens Schwester, teilen? Und kann man noch für jemanden schwärmen, den man Tag für Tag sieht und dessen getragene Socken überall herumliegen? Für Jannah ist das Leben ein Wechselbad der Gefühle!

1. Band einer Trilogie: turbulent, umwerfend komisch und einfach bezaubernd – und so bunt wie das Leben selbst!



"Heartbreak Family - Als meine heimliche Liebe bei uns einzog" lässt sich mit einem Wort beschreiben und zwar wäre dieses "bezaubernd" denn Deniz Selek hat es verstanden mir eine ganz besonere Patchworkfamilie zu präsentieren, die ich sofort in mein Herz schließen konnte. Auch wenn hier und da doch Spannungen vorherrschen, was ja normal ist, wenn plötzlich viele unterschiedliche Menschen zusammengewürfelt werden, die zuvor keinen Kontakt bzw. nur losen Kontakt zueinander pflegten. Mir hat dieses Gefühlswirrwarr sehr gefallen und daher freute ich mich als mir das Buch geschenkt wurde. Cover und Klappentext führten nämlich dazu, das ich mir das Buch auf meinen Wunschzettel gepackt hatte. Es stand auch nicht lange in meinem Regal, da ich einfach viel zu neugierig auf die Story war. "Zimtküsse" der Autorin konnte mich auch schon begeistern, daher konnte ich es kaum abwarten mich endlich diesem Buch zu widmen, welches so herrlich pink ist und einfach wie ein Mädchenbuch aussieht. Ich bin dem Alter zwar schon ein klein wenig länger entwachsen, aber ich konnte einfach nicht widerstehen, zumal im Moment Jugendbücher ganz hoch im Kurs stehen. 

"Heartbreak Family - Als meine heimliche Liebe bei uns einzog" ist wirklich zuckersüß und unheimlich bunt, denn Jannah denkt und fühlt in Farben, was mir unheimlich gut gefallen hat. Ich selbst sehe nämlich meistens nur schwarz, daher war es mal etwas richtig schön buntes in Buchform und zu dem Zeitpunkt genau das Buch welches ich benötigte um meine Stimmung zu heben. Kismet, das es eben genau dieses Buch war, welches ich aus dem Regal zog um mich fallen zu lassen und mich rundum wohlzufühlen.

Entschlossen fixierte ich mein Gesicht. Das war ich: Glückskind Jannah Kismet. Und ich würde mich verdammt noch mal nicht unterkriegen lassen! Niemals! (Zitat aus dem Buch)


Ich kann "Heartbreak Family - Als meine heimliche Liebe bei uns einzog" nur wärmstens empfehlen, obwohl ich nicht wirklich abergläubisch bin fand ich gerade die Szenen mit dem Gläserrücken und anderen witzigen Anekdoten total genial, da sie das Buch um einiges aufpeppen.Wäre jetzt zwar nicht mein Denken und handeln, aber darum geht es ja auch nicht. Es zu lesen war schon sehr amüsant.

Jannah ist wirklich ein wunderbares Mädchen, die sich in ihrer neuen Familie erst einmal behaupten muss, denn am schlimmsten ist ja dann auch noch die Tatsache, das sie bis über beide Ohren in Kenan verknallt ist und das macht das Zusammenleben ja auch nicht wirklich leichter. Mama und Sebastian haben nur Augen für sich, Merrie und Jannah verstehen sich überhaupt nicht und dann halt noch die Verliebtheit zu Ken. Das da Probleme vorhersehbar sind, ist logisch, oder? Die beste Freundin hat dann auch noch Liebeskummer, Kenan ist ein Tagger und Papa hat auch eine neue Freundin. Chaos in der Gefühlswelt eines Teenagers ist wirklich nicht einfach und dennoch kriegt Jannah es hin und das Buch endet besinnlich und wunder-wunderschön. Es zeigt einen Anfang und gleichzeitig auch ein Ende, aber es tröstet mich sehr, das "Heartbreak Family - Als meine heimliche Liebe bei uns einzog" nur der erste Teil einer Trilogie (meine ich gelesen zu haben) und der zweite Band hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt. Mir hat das Buch nämlich gefallen, da es sich durch diese interessante Konstellation von Menschen aus der Masse hervorhebt. Ein klein bisschen türkische Mentalität hat mir zwar gefehlt, aber vieles andere macht diesen kleinen Mangel wett, so das ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen möchte.


Irgendwo dazwischen - die etwas andere Liebesgeschichte



  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1358 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 586 Seiten
  • Verlag: freytag Literatur
  • TB          14,95 Euro
eBook       4,99 Euro

Lili ist verliebt in Elias. Emma schläft mit Clemens, liebt aber Stefan – und der ist in Kanada. Emma ist perfekt, Lili ihr Schatten. Lili ist klug, Emma blond. Marie liebt Lili, Lili liebt Elias, und Elias bekommt Besuch von Giselle. Emma weiß, dass Clemens sie nicht liebt. Lili redet sich ein, dass sie Elias nicht liebt und Marie denkt, sie weiß, was sie will – bis zu dieser Nacht mit Paul.
Und alle suchen nur eines. Sich selbst. Was ist man denn, wenn man weder Kind noch erwachsen ist? Verwirrt. Unter Druck. Und unsicher. Die Hormone setzen die Segel auf einer Irrfahrt die sich Erwachsenwerden nennt.


Mehr Informationen zur Autorin Anne Freytag HIER! oder auf FB!


"Irgendwo dazwischen" ist eine Liebesgeschichte, die definitiv anders ist, da sie oft aus verschiedenen Erzählperspektiven erzählt wird. Wir lernen unsere Hauptprotagonisten recht gut kennen und dürfen sie auf ihrem Weg der Selbstfindung, ihrem Erwachsen werden begleiten. Es ist interessant zu lesen, in wie weit sich die jeweiligen Mädchen, die zu Frauen werden verändern. Natürlich ist auch der männliche Part irgendwann ein Mann und davon berichtet unsere Story, von dem "irgendwo dazwischen".

Als ich angefangen hatte zu lesen, war ich doch ein klein wenig pikiert, besonders über Emma, die sich quasi dauerhaft an Clemens verschenkt. Ich fand ihr Verhalten extrem oberflächlich und konnte mich mit ihr nicht anfreunden, denn für sie war Sex eher Mittel zum Zweck, an dem sie noch nicht einmal Freude hat, sondern nur Clemens gefallen will. Ich fand ihre Einstellung echt zum Kotzen (Sorry, anders kann ich es gerade nicht ausdrücken) Ein Gutes ist, das es nicht so bleibt und man gerade an Emma zum Ende des Buches die meiste Veränderung ihrer Person wahrnimmt und sie dann doch noch sympathisch wird. Am Anfang fand ich sie wirklich total doof und konnte nicht verstehen, das sie so eine tolle Freundin wie Lilli hat. es ist ein klein wenig so, wie gutaussehendes Mädchen, welches sich im Schatten ihrer besten Freundin sonnt und dadurch noch mehr Aufsehen erregt. Mag ich auch im wahren Leben nicht, daher fand ich es schon fast arrogant und unausstehlich. Emma fällt einige Male aus der Rolle, bis sie zu der Person wird, mit der ich mich anfreunden kann. Ich vermute, wenn sie gleichbleibend oberflächlich geblieben wäre, wäre meine Rezension ganz anders ausgefallen.

Lilli und Marie sind die beiden Mädchen, die mir wirklich gefallen haben in ihrer Charakterbeschreibung und auch die beiden, mit denen ich mir auch vorstellen könnte befreundet zu sein.

Ich möchte hier nicht so viel spoliern, sondern dem Buch "Irgendwo dazwischen" nur so viel Aufmerksamkeit schenken, wie es verdient hat, ohne euch die Freude am Lesen zu nehmen. "Irgendwo dazwischen" ist ein Buch über Freundschaft, der Liebe und dem Entdecken was wirklich zählt. Alle Personen erhalten nach und nach eine Reife, die ich ihnen am Anfang nicht zugestanden hätte, aber ist es nicht wirklich so im Leben, das wir uns erst nach und nach entwickeln? Ich war mit 15, 16 oder auch 17 auch noch nicht die Mel, die ich heute bin und auch unsere Freundinnen müssen sich entwickeln, quasi reifen. Mir hat dieser Prozess wirklich gefallen, denn dadurch wirkt das Buch nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern authentisch. Ich wage zu behaupten, das sich jeder Leser / jede Leserin mit eine der beschriebenen Personen identifizieren kann. Natürlich lernen wir auch den männlichen Gegenpart intensiv kennen und ich glaube der eine oder andere hätte mein Herz auch im Sturm erobern können. Elias wäre im wahren Leben wahrscheinlich genau der Typ auf den auch ich stehen könnte, wenn ich den Mann fürs Leben nicht schon gefunden hätte.

Wirklich interessant ist die Tatsache, das ich mich am Anfang zwar unwohl fühlte und dann aber nach und nach das Buch zu schätzen lernte, auch wenn ich über Emma immer noch bis zu einem bestimmten Punkt die Hände über den Kopf zusammenschlagen wollte. Marie und Lilli sind ihrer Entwicklung schon viel, viel reifer und wenn man dann doch hinter die Zeilen blickt, lernt man eine Emma kennen, die auch im Schatten steht und zwar in dem ihrer Geschwister. Emma mangelt es an Selbstbewusstsein, aber das lässt sie nicht gleich durchblicken, sondern wird erst nach und nach aufgedeckt.

Das Buch ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die immer mehr und mehr an Fahrt aufnimmt. Man wird regelrecht durchgerüttelt und nimmt die Emotionen der jeweiligen Person wahr, die gerade jetzt oder auch im nächsten Kapitel zu Wort kommt. Irgendwann lässt man sich nur noch fallen und genießt. Manchmal möchte man auch schreien und die jeweilige Person durchschütteln, aber da das Buch schon geschrieben wurde, würde das sicherlich auch nichts an der Handlung ändern.

Von mir eine echte Leseempfehlung für eine ganz besondere Liebesgeschichte, die ich so wahrscheinlich noch nie gelesen habe!





Bloggeraktion dtv - Sechs Richtige und eine Falsche - ein Lottomärchen

 Guten Morgen,

heute möchte ich euch eine interessante Aktion für Blogger vorstellen, die der dtv gestartet hat. Das Buch, welches sie an 15 Blogger verlosen möchten klingt recht amüsant und an trüben Herbsttagen ist es sicherlich genau passend. Keine/r von uns möchte von der Herbstmüdigkeit oder einer Winterdepression getroffen werden, daher ist eine Ablenkung durch ein Buch, welches man sicher nicht ganz ernst nehmen kann, sondern wirklich nur genießen, eine tolle Ablenkung.

Mehr Informationen zur Aktion, findest du HIER! Die Bewerbungszeit für das Buch endet am 10.11.2013. Bist du auch dabei?

Darum geht es:


Sechs Richtige und eine Falsche

Ein fabelhaftes Lotto-Märchen und ein warmherzig-witziger Liebesroman


Birgit Hasselbusch: Sechs Richtige und eine FalscheDie Beziehung von Frauen und Schuhen ist mindestens so kompliziert wie die von Männern und Frauen. Jedenfalls für die Radio-Moderatorin Jule (33). Jeden Morgen prüft sie mit einem Opernglas die Position ihres Lieblingsschuhs in der Auslage gegenüber – bis der Stiefel endgültig weg ist – genauso wie Ulf, ihr On-und Off-Freund, der gerade noch schlafend in ihrem Bett gelgen hat. Das Leben ist eben kein Wunschkonzert. Oder etwa doch?
Als Jule beginnt, eine Radio-Story über Lotto-Millionäre auf die Beine zu stellen, und sich mit glücklichen und unglücklichen Millionären beschäftigt, passieren wundersame Dinge: Die Antworten ihrer Freunde auf die Frage »Welchen Wunsch würdest du dir mit den Lotto-Millionen erfüllen?« werden von einem unbekannten Gönner erfüllt und Jule gerät schließlich selbst in Verdacht, die mysteriöse Lotto-Fee zu sein.
Ein Roman zum Träumen für alle, die noch an das große Glück glauben                                                               und an das kleine.


Weitere Infos:

dtv premium

Originalausgabe

272 Seiten

ISBN 978-3-423-24991-1

14,99 Euro 





Wünsche euch ein schönes WE und natürlich Losglück.
Wie sagt der dtv in seinem Magazin?
"Die Wahrscheinlichkeit, den Lotto-Jackpot zu knacken, liegt bei 1:140 Millionen.
Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Flugzeugabsturz zu sterben, bei 1:3 Millionen.
Die Wahrscheinlichkeit, bei unserer Blogger-Aktion eines von 

15 Exemplaren von ›Sechs Richtige und eine Falsche‹ zu gewinnen, ist deutlich höher!"

Na, dann lassen wir uns einfach mal überraschen!
Alles Liebe,
Mel

Freitag, 1. November 2013

Authentische Nachhilfe

  






Tanja Janz

Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt

Unkorrigierte Geschichten aus der Nachhilfestunde 


Tanja Janz tritt immer dann in Aktion, wenn andere schon aufgegeben haben: Schulen, die nur die nächste Pisa-Prüfung und das Zentral-Abitur interessiert, und Eltern, die am Ende ihrer Kräfte sind, weil sie schon seit der fünften Klasse mitpauken - Janz erlebt jede Menge Erziehungssünden und die Auswüchse der Schulmisere hautnah. Doch während sie die Versetzungsprobleme anderer Leute beseitigt, erlebt sie auch die verrücktesten Dinge und weiß heute, warum ein Nachhilfelehrer oftmals auch Therapeut, Koch, Chauffeur, Putzfrau oder Eheberater sein muss.


Bastei Lübbe
Taschenbuch 

269 Seiten 
ISBN: 978-3-404-60750-1

eBook   6,99 Euro
TB         8,99 Euro


LESEPROBE!




"Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt" ist das erste Buch der Autorin Tanja Janz und ich hoffe, das möglichst viele Leser in den Genuss des Buches kommen. Es ist als Sachbuch gekennzeichnet, einer Genre in der ich mich normalerweise nicht zuhause fühle.  Mir sprang aber der Titel förmlich ins Auge und da ich zur Zeit Schulbegleitung mache, bin ich mit manchem was die Autorin zum Besten gibt wirklich vertraut. Über L. könnte ich auch ein ganzes Buch schreiben ☺Die nette Eule vorne auf dem Cover begegnet uns auch im Buch und peppt dieses noch einmal gewaltig auf.
Tanja Janz nimmt uns mit in die Nachhilfestunden mit vielen unterschiedlich geprägten Mädchen und Jungen. Über manche schlagen wir die Hände über den Kopf zusammen. Manche könnten wir einfach nur bemitleiden. Manche würde ich spontan sofort adoptieren und manchmal oder überwiegend sind es die Eltern oder auch Lehrer, die das Leben eines Nachhilfelehrers schreiben. Es ist sehr interessant so vielen unterschiedlichen Menschen zu begegnen. Wie wir alle haben sie ihre Ecken und Kanten. Gerade das ist es was das Buch so authentisch macht. Wer also meint, er würde ein Sachbuch lesen ist wirklich schief gewickelt. Es ist ein Lebensbericht und dieser präsentiert sich in all seinen Facetten. Wir könnten uns kringeln vor Lachen, wir können uns aufregen über Schüler, Lehrer oder Eltern und manches mal hätte ich am liebsten geweint, denn ich glaube das es einem sehr hilflos macht, wenn einem die Hände gebunden sind und man nicht eingreifen kann in das Geschehen. Nachhilfelehrer/innen sind so wie es im Klappentext beschrieben wurde nicht nur da um dem Schüler / der Schülerin etwas in Mathe, Deutsch und anderen Fächern beizubringen, sondern sind mitunter auch Seelsorger, Mediziner, Ersthelfer und oftmals auch Elternersatz. Ich könnte hier noch viele Berufsfelder mehr einfügen, denn das was Tanja janz hier geleistet hat fand ich schon bewundernswert. Man merkt ihre Liebe zum Beruf in jedem Wort und jedem Detail. Auch merkt man sofort, das die Geschichten nicht ausgedacht sein können, denn dazu wirken sie viel zu authentisch und gelebt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung für ein Sachbuch, welches keines ist, dafür ist es einfach zu gigantisch gut. Ich flog durch die Seiten und war am Ende fast enttäuscht das es schon beendet ist. Ich hätte gerne mehr über Ernst - Oliver (ich hoffe tatsächlich der Name des armen Jungen ist nur erfunden worden) erfahren, denn dieser begegnet uns immer wieder im Buch und lässt uns schadenfroh grinsen, erstarren vor Schock oder eben mit ganz viel Mitleid einen Jungen begleiten, der zwar alles im Leben hat und dem doch alles zu fehlen scheint und das sind Eltern die ihm zuhören oder auch Nachts aus der Disco abholen würden, denn dann müsste nicht seine Nachilfelehrerin raus um zu retten was zu retten ist.
Als Eltern wird man sich an der einen oder anderen Stelle vielleicht auch wiederfinden und gegebenenfalls sogar Fremdschämen. Die Müttermafia von Kerstin Gier hat gezeigt, das es tatsächlich Eltern gibt, die zwar das Beste für ihr Kind wollen, dadurch das die Freizeitplanung des Kindes komplett ausgefüllt ist, aber irgendwann kaum noch Freizeit und Freundschaftspflege möglich ist. Ist es wirklich gesund für unsere Kinder kaum noch Luft zum Atmen zu haben? Ist es nicht so, das auf den Schulen schon viel mehr verlangt wurde als früher. Sind unsere Kinder nicht schon ausgelastet genug? Bei der Müttermafia war es Fiktion mit einem kleinen Fünkchen Wahrheit, hier ist es eine Tatsache. Ich meine, meine Kinder sind sowieso die Besten auch wenn die eine "nur" reitet und der andere sich aktiv im Teeniekreis engagiert. Minimaus ist den ganzen Tag in der Betreuung. Irgendwelche Hobbys sind zeittechnisch nicht zu wuppen und es reicht mir, wenn sie sich 1 - 2 x die Woche mit ihren kleinen Freundinnen zum Spielen verabreden kann. Warum lassen wir unsere Kinder nicht einfach Kinder sein?
Ich könnte so vieles anschneiden und verzichte jetzt einfach mal darauf und hoffe lediglich, das sich noch mehr Leser der Grundwahrheit unseres Schulsystems und unserer Erziehung als Eltern stellen wollen. Ich bin weder gerne Terror - Mutti, noch die Mutti deren Kinder nur an zweiter Stelle kommen, noch die Mutter, die ihr Kind von einem Termin zum Nächsten schleift. Ich wäre gerne die Allerbeste Mutti, die von ihren Kindern bedingunsglos geliebt wird und zwar weil ich weder dumm, noch hochbegabt, sondern irgendwas dazwischen bin ☺





Schlimme Miezi

Schlimme Miezi!

PiNGPONG

Bilderbuch

Autor: Adam Stower

Hurra! Lily bekommt ein süßes Schmusekätzchen geschenkt. Am Anfang funktioniert auch alles ganz gut mit ihm, aber kaum lässt Lily ihr Kätzchen auch nur eine Minute allein, stellt es die schlimmsten Dinge an. Ein fantasievolles Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahren.
  • Geeignet für: für Kinder ab 3 Jahren


ISBN: 978-3-468-21027-3
32 Seiten, 
Pappbilderbuch
12,99 Euro


Die Reihe Pingpong des Langenscheidt Verlages begeistert uns immer wieder, daher bewarb ich mich auf Blogg dein Buch um ein Leseexemplar und so flatterte uns "Schlimme Miezi" ins Haus um mein Kind uns mich wieder einmal komplett zu begeistern. Wir kannten schon "Dummer Schnuffi", daher war uns Lilly und ihr Wunsch nach einem Haustier schon bekannt.  Meine Rezension zu dem Buch findet ihr HIER! Mir gefällt sehr, wie liebevoll die Zeichnungen sind, in denen man sich wirklich gerne vertiefen möchte. Gerade für jüngere Kinder sind die Geschichten und die Zeichnungen optimal. Auch wenn wir hier wenig Text zu lesen haben, ist die Geschichte rund um Miezi wirklich charmant. Wir haben echt gelacht, obwohl uns Miezi wirklich leid getan hat um die Verdächtigungen die Lilly ausspricht, aber dazu später mehr.
Mein kleiner Kritikpunkt ist tatsächlich, das wir hier wirklich wenig Text haben und ich das Buch zwar wirklich toll finde, aber die Seiten für 3 Jährige, die ja noch nicht so ein Fingerspitzengefühl besitzen schnell Knicke oder vielleicht auch Risse bekommen. Als Elternteil kann man ja nicht immer neben dem Kind sitzen und Bücher sollten so konstruiert sein, das Kinder sie sich auch alleine anschauen können. Ich würde mich schon ein klein wenig ärgern, wenn unser schönes Buch unansehnlich und kaputt wäre. Wäre es nicht eine Möglichkeit das Buch tatsächlich komplett als Pappbilderbuch herauszubringen, damit kleine Kinderhände das Buch umblättern können ohne es zu beschädigen? Meine Tochter ist 5 und schafft es schon ganz gut Seiten vorsichtig umzublättern. Vor ein paar Jahren sah das doch noch etwas anders aus, da die Feinmotorik noch nicht so weit ausgebildet war. So, genug Kritik, die mir auch ehrlich gesagt nicht wirklich liegt, aber seht es einfach als lieb gemeinten Tipp einer Mama.


Worum geht es im Buch?
Lilly wird nun endlich ihr allergrößter Wunsch erfüllt und Miezi, die nun wirklich herzallerliebst ist wird Lillys neues Haustier. Sie passt von der Größe auch auf jeden Fall besser zu Lilly als Schnuffi zuvor. Hunde sind zwar auch tolle Haustiere, aber Mama ist definitiv dagegen und so wird Lilly stolze Besitzerin einer kleinen Katze. Miezi hat einen so herrlichen Gesichtsausdruck, das ich sie auch am liebsten adoptieren würde. Leider ist es aber im echten Leben so, das niedliche kleine Katzenbabys nicht klein bleiben, sondern recht schnell ausgewachsen sind und nur noch Blödsinn machen. Zumindest war es bei unseren Tieren bisher so.

Miezi ist noch recht klein und kann auch noch keine Kunststückchen und ich bezweifel auch, das sie sie jemals lernen wird, aber scheinbar gewinnt Lilly Miezi doch lieb,  denn wer kann dem Schnurren einer Katze schon widerstehen?



Eine Katze macht tatsächlich weniger Arbeit als ein Hund. Sie geht aufs Katzenklo und muss nicht auch bei Wind und Wetter nach draußen geführt werden, aber wenn man es genau nimmt braucht auch eine Katze Aufmerksamkeit und möchte spielen. Man lässt sie am besten auch nicht aus den Augen, denn dann könnte schlimmeres passieren, so wie auch hier in "Schlimme Miezi" die nun wirklich nichts dafür kann, was jetzt passiert, denn da taucht plötzlich so ein riesiges oranges Vieh mit Streifen auf und verputzt so mir nichts dir nichts die Torte die auf dem Tisch steht. Miezis Gesichtsausdruck ist auch dieses Mal der Oberbrüller.



Es bleibt nicht bei der Torte, leider. Das Ungetüm, was da vorhin durch die offene Tür gestürmt ist hat es geschafft die Küche komplett zu zerlegen und alles was nicht neitundnagelfest ist zu fressen. Arme Miezi! Lilly schimpft ganz doll und uns tat Miezi wirklich leid. Hätte Lilly mal ein klein wenig besser geguckt, denn dann hätte sie das orange Ding mit den Streifen hinter dem Tisch gesehen, denn die Ohren steckten noch ein klein wenig raus.

Als wäre das nicht genug, lässt Lilly Miezi schon wieder alleine um die Küche aufzuräumen. Das orange Ding mit den Streifen sitzt am Fenster und wir erahnen schon ganz fürchterliches, denn bisher sieht es im Wohnzimmer doch recht gemütlich aus. Ob es so bleibt? Miezis Kopf steckt aus dem Sitzkissen nur noch ein kleines Stückchen heraus und wenn ich es richtig deute, sieht sie schon ein klein wenig panisch aus.

Es kommt wie es kommen muss und als Lilly wiederkommt ist ein Tornado ähhhhhhh so ein Ding mit schwarzen Streifen durchs Wohnzimmer getobt und hat alles zerkratzt und die Möbel auseinandergepflückt. Arme Miezi, denn Lilly schimpft wieder ganz fürchterlich mit ihr. Wie soll Miezi sich mitteilen, das sie es nicht war, die die Kissen zerrupft hat? Würde Lilly mal genauer hinsehen, würde sie sofort sehen, das da ein langer Schwanz hinter der Gardine hervorblitzt.

Lilly ist stinksauer und brüllt Miezi richtig an, die nun völlig zerstört im Garten sitzt und die Schimpftiraden über sich ergehen lassen muss.

Wir wissen ja, wer hinter all der Zerstörung steckt, aber wie soll Miezi sich Lilly mitteilen? Immerhin ist die Katzenklappe zerstört und alle Würstchen aufgefressen. Dazu kommt noch das zerstörte Wohnzimmer und die verwüstete Küche. Arme Miezi!

Natürlich hinterlässt so ein oranges Ding mit Streifen (welches interessanterweise für Lilly unsichtbar bleibt) Spuren im Haus. Haare im Bett (Ihhhh) und der Bettvorleger mit nun a, so stinkenden Zeug was Katzen nun einmal hinterlassen, wenn sie die Katzentoilette nicht benutzen (noch widerlicher).

Lilly ist wirklich wütend und glaubt, das Mama wirklich ausflippt, wenn sie nach Hause kommt. Ich könnte es ihr nicht verdenken, denn  wenn es mein Haus wäre, würde ich auch nicht ruhig bleiben können, wenn ich an all die Zerstörung denke.
Plötzlich hören wir ein ganz lautes KNURRRRRRR! und ein Etwas im Garten ist zu sehen. Es hat Zähne, es hat Klauen, es hat Streifen ..........

Pat, der nachbarshund. Ein Westi mit Pullover in orange und Streifen. Richtig albern eigentlich. Lilly hat echt Angst und wenn man genauer hinschaut Miezi auch. Und wenn man noch genauer hinschaut, sieht man auch eine Großkatze die über den Gartenzaun schaut und dazu führt, das Pat rennt, als wäre ein Tiger hinter ihm her.

Lilly ist total stolz auf Miezi, das sie sie verteidigt hat und schon ist vergessen, was vorher alles im Haus geschehen ist. Es gibt eine extra Schmusestunden auf dem Sofa und einen Vortrag darüber, was Miezi darf und was nicht. Lilly ist irgendwie blind für alles um sich herum, denn im Garten wimmelt es vor ......... Nun ja, um das herauszufinden, solltet ihr vielleicht selbst das Buch gemeinsam mit eurem Kind lesen, denn es ist wirklich witzig und so schön bebildert, das sich die Anschaffung lohnen wird.

Von uns gibt es einstimmig eine Leseempfehlung für "Schlimme Miezi" welches uns wie auch schon die anderen Bilder zuvor aus dem Verlag wirklich begeistern konnte. Mich hätte jetzt nur noch interessiert was Mama zu dem ganzen Chaos im Haus gesagt hat, aber ich könnte es ihr nicht verdenken, wenn sie wie Lilly etwas lauter geworden wäre.

Unser Dank gilt an dieser Stelle Blogg dein Buch und dem Langenscheidt Verlag für dieses wirklich herrliche Kinderbuch mit einer ganz bezaubernden Geschichte, die uns wieder einige Leseabende versüßt hat.