Samstag, 3. Juli 2021

Absolut krankhaft


 

Der Nachlass

Jonas Winner

"Der Nachlass" ist ein Thriller, der absolut krank und widerwärtig erscheint. Wie der Titel es schon aussagt, geht es um einen Nachlass und dieser muss von den Angehörigen der Verstorbenen erspielt werden. Der Einsatz ist hoch und wird immer höher, aber der Gewinn ist Millionenschwer, wobei die Frage ist, ist es lohnenswert sich von seinen Werten zu trennen? 

Die zu erfüllenden Aufgaben sind absolut grauenhaft und einem Psychothriller angemessen. Ich habe mich hin und wieder so geekelt, dass ich mich wirklich gefragt habe, warum ich die Story weiter verfolgen sollte. Ich war mittlerweile so vom Geschehen gefesselt, dass ich nicht anders konnte als weiterzulesen. Mitunter gleicht die Story einem Horrorfilm, da die Aufgaben ein Maß annehmen, was wirklich unverständlich ist, da die Aufgaben von der Mutter und Oma verfasst wurden. Wer hasst seine Kinder / Enkelkinder/ Ehemann  dermaßen, dass sogar ein Mord nicht auszuschließen ist? Natürlich geht es um viel, viel Geld und es soll sich verdient werden, verständlich, aber solch grausames Spiel ist dann doch zu viel des Guten. Es ist makaber und überschreitet mehr als eine Grenze. Wer eine Aufgabe verweigert, verliert alle bisher erspielten Punkte und ist raus. Eigentlich ganz simpel, wenn nicht die Aufgaben wären, die mir zum Teil doch sehr unmenschlich erscheinen. 

Ein Thriller, der definitiv unter die Haut geht, dabei aber komplett Ausmaße annimmt, die unmenschlich erscheinen und sich hinterher als etwas offenbaren, was schnell ersichtlich wird und dennoch überraschen konnte. Nervenkitzel und Hochspannung sind garantiert, aber eben auch jede Menge Schockmomente und hier und da auch echter Ekel. Wer sich davon nicht schockieren lässt, wird einen Thriller zu lesen bekommen, der oftmals unerwartet agiert und ein Ende bietet, welches schlüssig erscheint.

Gerne eine Leseempfehlung!

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HEYNE

ISBN: 978-3-453-44088-3

12,99€




1 Kommentar:

  1. Hallo Mel,

    oh ha, die Leseprobe liegt hier noch rum und eigentlich klingt das Buch ganz gut, aber was du so schreibst, da muss ich doch noch einmal überlegen, ob es was für mich ist. Wenn es so extrem wird, finde ich es auch irgendwie unrealistisch.

    Liebe Grüße,
    Sandra

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