Anne Barns
"Eisblumenwinter" ist meiner Meinung nach eher eine Familiengeschichte als eine romantische Story, auch wenn hier und da die Liebe aufblüht ist es doch eher eine warmherzige und liebevolle Story über eine Großmutter und ihre Enkeltöchter. Eine Großmutter, die sich jeder wünscht, das weise und absolut mitten im Leben stehend. Mir gefiel es sehr kurzweilig auf Rügen Urlaub zu machen, wenn auch nur auf Buchseiten. Die Atmosphäre der Insel sprang sehr schnell auf mich über und bot ein kleines Gefühl von Ferien inmitten des Lockdowns. Mir hat Land und Leute sehr zugesagt und wenn ich mich zurück erinnere an meine Kindheit, dann vermisse ich tatsächlich die Eisblumen an den Fenstern. Vielleicht, weil unsere Fenster heute besser isoliert sind? Definitiv etwas, was einen ganz gewissen Zauber versprüht und mir ein Gefühl von Geborgenheit hinterlassen hat.
Insgesamt bietet "Eisblumenwinter" ganz viele Geheimnisse die entdeckt werden wollen. Manches ist ganz tief in der Vergangenheit begraben und lässt sich dennoch aufdecken. Hinzu kommt Familienzuwachs aus Dänemark, was das Familienleben viel bunter gestalten wird. Viele Menschen, die den Roman beleben und damit ganz viel Herzenswärme versprühen können.
Der Klappentext hat meiner Meinung nach etwas ganz anderes versprochen und ist somit komplett irreführend, was aber die Leselust nicht schmälert. Ich vergebe sehr gerne eine Leseempfehlung an einen Roman, der seine eigene Harmonie und Wärme ausdrückt und für kalte Wintertage bestens geeignet erscheint.
Details zum Roman:
- Harper Collins
- 352 Seiten
- ISBN 9783959675369
- 12€
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