Samstag, 17. Oktober 2020

Für mich zu viel Leidenschaft für ein Jugendbuch ab 14 Jahren

 


Jennifer Niven



Anhand meiner Überschrift zur Rezension lässt sich schnell erkennen, das ich entweder sehr, sehr prüde bin, absolut weltfremd und definitiv keine geeignete Leserin für diesen Roman, da mich der Inhalt förmlich erschlagen hat. Warum ich dennoch eine 3,5 Sterne Bewertung vergebe ist die Tatsache, das wenn ich nicht förmlich von Leidenschaft erschlagen worden wäre, dieser Roman mich sehr begeistert hätte. Es werden viele Dinge angesprochen, die für junge Mädchen relevant sein könnten: Erste Liebe, Scheidung, Schule (Berufswahl oder doch lieber Studium?), erster Liebeskummer und definitiv sehr, sehr wichtig Freunde, die auch auf große Entfernung immer präsent sind.
Claudes Welt liegt ins Scherben, so verheißt es schon der Klappentext, da sie aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen wird, da sich ihre Eltern trennen wollen. Für Claude heißt dies, auf alles zu verzichten. was sie sich in diesem Sommer vorgenommen hat und sich neu zu finden. So also ein genialer Plot, wenn nicht das ewige Denken an xxx wäre und die Tatsache, das sich in Claudes Leben alles nur um Jungs dreht. Ich frage mich, ist das normal? Vielleicht bin ich einfach zu alt für solche Bücher, da ich als Mutter natürlich meine Kinder in einem ganz anderen Licht sehe und sie gerne noch Kinder bleiben dürfen ohne Freund und Leidenschaft. Eigentlich ist "Für einen Sommer unsterblich" vollgepackt mit Nacktheit und Leidenschaft, was ich in einem Roman für die Zielgruppe junger Leserinnen ab 14 Jahren einfach noch nicht sehe. Wahrscheinlich bin ich da alleine mit meiner Meinung, aber ich möchte es mir dennoch von der Seele schreiben, denn genau das war es, was das Buch in mir ausgelöst hat - leichtes Entsetzen und die Frage: Denken wirklich alle jungen Mädchen nur an das Eine? xxx überwiegt hier und das ist für mich erschreckend. xxx sells, was sich wieder einmal bestätigt. Und Ja, ich bin wahrscheinlich wirklich prüde ☺
Ansonsten ein tolles Cover, was definitiv ansprechend wirkt und junge Leserinnen sicherlich zum Buchkauf animieren würde. Auch der ausgewählte Titel passt optimal, da es dieser eine Sommer sein wird, den Claude und Jeremiah miteinander verbringen und innerlich heilen und reifen. 
"Stell dir vor, das ich dich liebe" war ein ganz besonderes Buch, sodass ich wirklich hohe Erwartungen an den neuen Roman der Autorin hatte und nun tatsächlich leicht enttäuscht bin. Ich kann leider nur eine eingeschränkte Leseemfehlung vergeben. Sorry!

3,5 Sterne 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen