Der Zauber von Immerda
Die Suche nach dem verschwundenen Dienstag
"Der Zauber von Immerda" ist ein entzückender Auftakt einer Kinderbuchreihe, die nicht nur durch Magie glänzt, sondern auch durch eine starke Protagonistin, die sich immer mehr und mehr weiterentwickelt. Anemona ist zu Beginn eher eine sehr schüchterne Hexe, die sich ihrer wunderbare Gabe "Sachen / Dinge wieder zu finden" nicht bewusst ist, da es eher lächerlich gegenüber dem erscheint, was ihre Schwestern hexen können. Um den verschwundenen Dienstag wiederzufinden, kann nur Anemona helfen und die Aufgabe, die ihr die mächtige Hexe Moreg Vaine überträgt scheint zunächst viel zu schwer zu erfüllen. Anemona bekommt unerwartet Hilfe von unterschiedlichen Kreaturen und echte Freundschaften entstehen. Mir hat sehr gefallen, wie sehr Anemona in den Fokus gerückt wird, da sie zu Beginn doch eher unscheinbar erschien.
Die Story ist absolut kindgerecht verpackt, voller Abenteuer und Zauber, ganz viel Freundschaft und magischen Wesen, die die Story ebenso bunt erscheinen lassen, wie das Cover, welches ich ebenfalls sehr ansprechend finde. Das Monster unter dem Bett ist definitiv nicht zum Fürchten, sondern sorgt durch seinen Sprachfehler immer wieder zu einem Grinsen.
Es sind die vielen Begegnungen innerhalb der Story, die wirklich beleben, durch die unterschiedlichen Charaktere. Wirklich Böse wird es zum Ende des Buches, wenn herauskommt, was mit dem verschwundenen Dienstag geschah und zu welchem Zweck er gestohlen wurde. Manchmal stecken fiese und finstere Absichten hinter einer Tat, ebenso hier. Anemona kann sich durch echte Cleverness aus dieser doch gefährlichen Situation winden, auch wenn sich zeigt, das "alte" Zaubersprüche eine eigene große Macht besitzen. Letztendlich zeigt sich, das "Sachen / Dinge wiederfinden" einen großen Wert haben und auch Anerkennung innerhalb der Familie finden werden.
Zum Ende hin wird die Story traurig, denn auch für Anemona hat der verschwundene Dienstag Begebenheiten, die für sie schmerzlich waren, vergessen gemacht. Nun werden Wunden wieder aufgerissen, wobei ich gestehen muss, dass dieses vielleicht für ein Kinderbuch nicht unbedingt angemessen war, da es den Zauber ein klein wenig nimmt und ein sensibles Kind vielleicht überfordern könnte.
Insgesamt aber eine starke Story, die Spaß gemacht hat zu lesen und definitiv eine Leseempfehlung verdient.
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