224 Seiten
gebunden
FISCHER Sauerländer
Ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-7373-5648-0
13€
"Der Eisblumengarten" ist ein sehr anspruchsvolles Kinderbuch, welches von Freundschaft, Trauer und Krankheit erzählt, wobei viele schöne Momente der Story die Traurigkeit, die es umgibt, nehmen konnte, um junge Leser ab 10 Jahren nicht zu überfordern. Es ist ein Kinderbuch, welches nachwirkt und auch für eine Leserschar geeignet ist, die das empfohlene Lesealter längst überschritten hat. Die eingebauten Elemente einer fantastischen Story geben ganz viel Raum für Emotionen und hinterlassen nach Beenden des Kinderbuches ein gutes Gefühl, auch wenn ein wirkliches Happy End ausbleibt, so ist es doch wunderbar zu erleben, wie sich Jess Leben als Mondscheinkind verändert. Jess, die sich niemals der Sonne zuwenden kann, da ihre Haut auf die Sonne reagiert, trägt einen speziellen Anzug, um sich zu schützen und macht sich dadurch zur Außenseiterin. Sie ist dennoch lebensfroh und durch ihre Fantasie entwickelt sich eine sehr schöne, harmonische Freundschaft, die nur im Dunkeln stattfinden kann. Ein erschaffener Eisblumengarten und ein ganz besonderes Geschenk sind dienlich dafür, dass Jess heilen kann. Die Heilung führt allerdings dazu, das sie liebgewonnenes verliert, daher muss sie sich entscheiden, was für ihr Leben an Wert hat. Mir hat sehr gefallen, das "Der Eisblumengarten" sehr viel Tiefgang beinhaltet und nicht nur eine abenteuerliche, spannende Geschichte erzählt, denn dieses ist ein Bonus zu Krankheit und jeder Menge Traurigkeit, die eben auch in dieser Story zu finden war. Letztendlich glänzt dieses Buch nicht nur durch die Schönheit des Covers, sondern auch durch ein gelungenes Szenario, welches mich zwar nicht komplett begeistert hat, mich aber dazu hinreißen lässt, "Der Eisblumengarten" eine Leseempfehlung auszusprechen, wobei ich darauf hinweisen möchte, das Eltern sich dazu bereit erklären müssen, sich damit auseinanderzusetzen, das Fragen auftreten könnten, die mit Kindern besprochen werden müssen. Manche Erkrankungen sind so kurios, das sie bei sensiblen Kindern sicherlich einen hohen Redebedarf erfordern könnten.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen