Dienstag, 14. Mai 2019

Fünf junge Menschen mit Ecken und Kanten



Her mit dem schönen Leben

Fünf Jugendliche, ein Hausboot und die große Freiheit!

Ab 13 Jahre
288 Seiten
ISBN: 978-3-522-65407-4
Preis: 9,99




"Her mit dem schönen Leben" ist ein Jugendroman voller Ecken und Kanten, welcher mir einige interessante Lesestunden beschert hat. Ich habe von der Autorin schon ein anderes Buch gelesen, welches mich leider weniger angesprochen hatte, aber "Her mit dem schönen Leben" ist unglaublich amüsant und charmant, dass das Lesen wirklich Spaß gemacht hat, wobei es die Protagonisten waren, die mich gewonnen haben, da sie eben nicht alltäglich sind, sondern innerhalb des Romans reifen und letztendlich um einiges weniger selbstsüchtig wirken. Letztendlich ist es ein Zusammenspiel vieler kleiner Begebenheiten, die dazu führen, das Wohnen auf dem Hausboot zu sichern. Dieses gestaltet sich nämlich nicht ohne Zwischenfälle, da die "Erste Liebe" verkauft werden soll und das direkt nach dem Einzug der jungen Leute, die sich gerade erst kennen lernen und ihre Pläne als WG durchführen wollen. Die Unterschiedlichkeit wird schnell deutlich und schön ist, das keine/r der Fünf damit gerechnet hat sich auch innerlich zu verändern. Es ist nicht nur ein Miteinander Wohnen, sondern viel, viel mehr. Alt und jung agieren zusammen und können den Kampf nur gemeinsam gewinnen. Claas der Eigentümer der "Erste Liebe"  ist ein echtes Urgestein und ich fand gerade die Szenen, in der er auftauchte ganz wunderbar, da er das sonst schnöde Miteinander aufmischt und lebendig hält. 
Ein Jugendroman, der ganz viele Klischees beinhaltet, die Jugendlichen Leser_innen sicherlich genauso gut gefallen werden wie mir. Jobsuche, Mobbing, Intrigen und vieles, vieles mehr, was leider nicht unbedingt nur erdacht ist, denn ich vermute tatsächlich, dass manche Wege die Menschen gehen, sich genauso abspielen könnten, da sich in unserer Welt jeder selbst der Nächste ist, so leid mir dieses tut. Ich vergebe gerne eine Leseempfehlung, da ich mich wirklich sehr amüsiert habe und quasi durch die Seiten flog, um am Ende festzustellen, das mir die Fahrt auf der "Erste Liebe" wirklich gefallen hat. Eine Bootstour, die immer mehr an Fahrt aufnimmt und eigentlich nicht langweilig wurde, da Steffi von Wolff immer wieder kleine Überraschungen eingebaut hat, die meist völlig unerwartet kamen und daher sehr erfrischend auf mich wirken konnten. 

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