Donnerstag, 21. März 2019

Unerträglich im positiven Sinne



Limonadentage


304 Seiten
ISBN: 9783956498718
9,99€


"Limonadentage" hat mir außerordentlich gut gefallen, da ich mich zuvor mit dem Klappentext auseinandergesetzt hatte und mir bewusst war, das ich einen Liebesroman lesen werde. Hin und wieder brauche ich einfach etwas für das Herz und dieser Roman eignete sich dafür hervorragend. Da es nicht meine bevorzugte Genre ist, da ich zuviel Kitsch und Schmalz einfach unerträglich finde, war ich positiv überrascht und freue mich total auf die Fortsetzung "Limonadenträume", die im Juli 2019 erscheinen wird. 
Das Ende des Romans hat mich nicht überrascht, sondern lediglich sehr erzürnt und ich erhoffe mir, das sich die Liebesgeschichte zwischen Avery und Caden so entwickeln wird, wie ich es mir wünschen würde. An Averys Stelle würde ich Caden allerdings mitsamt Melinda in die Wüste verbannen, denn diese scheint Caden ja relativ gut im Griff zu haben. Jetzt zäume ich allerdings das Pferd von hinten auf, da ich mich ehrlich gesagt sehr über Caden geärgert habe, wobei es eigentlich darauf hinauszielte, das er ein Mann der leichten Lösungen ist, aber vielleicht steckt ja auch mehr dahinter, was noch nicht offensichtlich war?
Der Titel "Limonadentage" ist äußerst passend gewählt, da Limonade in der gemeinsam verbrachten Kinder - und Jugendzeit von Caden und Avery immer eine Rolle gespielt hat. Avery ist Cadens erste große Liebe und umgekehrt ebenso. Die Erinnerungen, die immer wieder einfließen geben dem Roman echte Schönheit und zeigen auf, welch wertvoller Mensch Avery ist. Melinda kann gegen diese innere Schönheit keineswegs punkten und ich ärgere mich gerade erneut über das Ende des Romans. Ich empfinde Melinda als bösartig, oberflächlich und sehr bestimmt, was ihre Beziehung zu Caden betrifft. Klar, sie hat viele gute Kontakte durch ihren Vater und es scheint tatsächlich so, dass die entwickelte App "Benjamin" nur so ein voller Erfolg geworden ist, da sie ihre Hände mit im Spiel hatte. Erfolg darf doch definitiv nicht vor Liebe stehen, oder? Vielleicht ist es Erpressung? In meinen Augen ist Caden ein Feigling und ich sehe in ihm nur einen Mann mit wenig Widerstand. 
"Limonadentage" ist wundervoll, auch wenn ich nicht zufrieden bin, da ich an Averys Stelle das Vertrauen in Caden gänzlich verloren hätte. Wer einmal ein Herz bricht, bricht es zweimal oder sogar dreimal? Ich bin sehr gespannt auf die Auflösung, die sich in "Limonadenträume" verbirgt. Von mir eine absolute Leseempfehlung an einen Liebesroman, der zunächst kein Happy End aufweist und mich tatsächlich sauer gemacht hat am Ende. Es war als hätte man in eine Zitrone gebissen, was wiederum passend zum Titel erscheint.  


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