Freitag, 8. März 2019

Deckname SPY - Sporty, Professionell, Youngster?



SPY - Highspeed London




ab 12 Jahren  

304 Seiten 
ISBN 978-3-7855-8841-3
Klappenbroschur mit Spotlack und Prägung
9,95 € 





"SPY - Highspeed London" ist ein sehr gelungener Jugendroman, der für die ausgewählte Zielgruppe junger Leser_innen bestens geeignet erscheint. Ich bin zwar überzeugt, dass er doch eher Jungen ansprechen wird als Mädchen, aber ich lasse mich hierbei gerne eines Besseren belehren. Nick (Abkürzung von Dominik) Nader vermutet zunächst, dass er sich in einem Spiel befindet, welches von seinem Vater inszeniert wurde. Durch von einem Hinterhof, an dem er einem Handydieb stellen will, gelangt er durch ein Hüpfspiel direkt in die unterirdische Schule und es gelingt ihm somit der zweite Platz an Schnelligkeit an der BND. Bald schon muss er sich der Echtheit der Akademie beugen und befindet sich ab da in einem echten Abenteuer. 
Es gibt einen relativ schnellen Zeitsprung gleich zu Beginn der Story, denn kurz nach der Aufnahme in der Schule springt der Autor sogleich drei Jahre weiter. Zeitsprünge sind der Aufmacher dieser besonderen Story, aber mehr werde ich dazu nun nichts schreiben, denn es ist sowohl Fluch als auch Segen für Nick. Ebenfalls Fluch und Segen ist sein ständiger Begleiter "Bruno", sein Interface. Durch "Bruno" kommt sehr viel Wortwitz in die Handlung, denn diese Unterhaltungen peppen wahrlich auf. Manchmal ist es verständlich, dass Nick genervt reagiert. 
Als Halbwaise ist es natürlich manchmal sehr einsam und wenn man dann auch noch spitz kriegt, dass der eigene Vater als Agent arbeitet und verschwunden bleibt, wird man als Sohn automatisch die Spur aufnehmen, sobald sich die Gelegenheit bietet. So reist Nick als nach London und vertraut dabei den falschen Menschen und gerät selbst in die Fänge des Verbrechens. Abenteuer und Action mit einem doch recht hohen Tempo wird hervorragend miteinander verknüpft und es entwickelt sich somit ein großer Spannungsbogen, der mir sehr zusagte. Junge Leser_innen werden sicherlich ebenso gebannt an der Story haften, wie ich es tat.
Auch im Bereich Jugendbuch konnte Arno Strobel bei mir punkten. Ich fand Nick anfangs sehr naiv und seine Entwicklung innerhalb der Story kam letztendlich einem jugendlichen James Bond gleich. Das Buch endet mit einem Cliffhanger und der Aussicht auf einen Folgeband, der im Herbst 2019 erscheint. Ich vergebe gerne eine Leseempfehlung, da mir die Idee einer geheimen Schule und die Sehnsucht und Suche nach Nicks Vater sehr zusagte. Nick selbst hat sehr viel Potential und außergewöhnliche Begabungen, die er geschickt einzusetzen versteht, nachdem er sie selbst zu verstehen beginnt. Durch "Bruno" wirkt die Story amüsant und gibt der Handlung immer wieder neue Wendungen. Nick muss lernen, wem er vertrauen kann und wem nicht und letztendlich zeigt sich, das einige Schüler mit ihm agieren und nicht gegen ihn arbeiten, wobei es zunächst so erschien, als wäre Nick ein Einzelkämpfer. Es zeigt sich zum Ende hin, da er Teil einer Gemeinschaft ist und dieses wirkt sich  äußerst positiv auf seine doch verletzte Seele aus. 


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