Montag, 6. August 2018

Unsterblich und voller Rätsel



Meagan Spooner und Amie Kaufman: Undying – Das Vermächtnis
Zwei wie Feuer und Wasser. Er: ein verwöhntes Oxfordgenie, sie: eine Plünderin aus der Unterwelt Chicagos. Doch als sie sich auf dem Planeten Gaia begegnen, ist sofort klar, dass sie einander brauchen werden. Eine pragmatische Zweckgemeinschaft für eine halsbrecherische Mission, nichts weiter. Oder ist da etwa doch mehr? 

ISBN: 978-3-7373-5600-8
19€




"Undying - Das Vermächtnis" erzählt eine recht außergewöhnliche Story über den Planeten Gaia. Dort sind Schätze vorhanden, die noch nicht entdeckt und geplündert worden sind. Die Gefahr, die es beinhaltet den Schatz zu bergen ist erkannt, aber nicht ernst genommen worden. Stattdessen wirft man den Unruhestifter ins Gefängnis, was dazu führt, dass sich dessen Sohn auf die Reise macht, um die Weste seines Vaters reinzuwaschen. Jules ist ein sehr schlaues Köpfchen und gemeinsam mit Amelia gelingt ihnen mehr, als anderen zuvor. Gaia ist gefährlich und die Rätsel tödlich, wenn sie nicht richtig gelöst sind. Indiana Jones in Space, absolut gelungen, auch wenn Science Fiction nicht meine bevorzugte Genre ist, flog ich förmlich durch das E-Book und war regelrecht fasziniert von dieser erschaffenen Welt. 

Abenteuerlich und oftmals brutal eröffnet "Undying - Das Vermächtnis" den Auftakt eines Zweireihers. Mir kam das Ende des ersten Bandes sehr abrupt, denn meine Neugier war sehr groß, denn mich interessierte sehr, welche Gefahren für die Erde nun entfesselt wurden. Gaias Bewohner erscheinen klug und ihrer Zeit voraus, daher ist nun alles möglich und die Neugier des Lesers, der Leserin geschürt. Ist das Erbe der Untoten wirklich Rettung oder doch eher Fluch?

Faszinierend ist, wie schnell sich Amelia und Jules einander annähern, wobei dieses natürlich vorhersehbar war. Sie ergänzen sich in der Lösung der Rätsel und dem Überleben. Diese beiden doch sehr unterschiedliche Protagonisten sind wunderbar gezeichnet und Amelias Plan scheint auch vorerst aufzugehen, denn sie hat eine eigene innere Mission zu erledigen, die mehrfach zu scheitern droht. Persönliche Problem in dieses Abenteuer zu verpflanzen macht den Roman menschlicher, ansonsten wäre es mir zu wenig emotional geworden. Abenteuerlich reicht mitunter einfach nicht aus, wenn Protagonisten zu blass erscheinen würden. In "Undying - Das Vermächtnis" ist es genau angemessen. Auch die emotionale Ebene ist abgedeckt und glaubhaft dargestellt, auch wenn die erschaffene Welt mitunter wenig glaubwürdig erscheint und mitunter auch überfordert. Dieser starre Kampf nach Lösungen zu suchen und die Erkenntnis der Gefahr gegenüber, die auf Gaia lauert ist interessant dargestellt und wirkten auf mich äußerst positiv, wobei ich manche Situationen als zu brutal empfunden habe. Letztendlich entwickelt es sich zu einem Überlebenskampf.

Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung an diesen äußerst faszinierenden Science Fiction Roman, der durch viele interessante Begebenheiten nicht langweilig wurde. Meine Neugier auf den zweiten Band ist definitiv erwacht. 











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