Donnerstag, 26. Oktober 2017

Heaven Eyes




David Almond

Heaven

Hardcover
224 Seiten, empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren, ISBN: 978-3-7373-4094-6, 15€, FISCHER KJB
„Überraschend, brillant und geheimnisvoll“ urteilt The Times über Heaven, dieses so anrührende wie atemlos spannende Buch des preisgekrönten Autors David Almond.

Als Erin mit Januar und Maus aus dem Waisenhaus abhaut, geschieht dies nicht zum ersten Mal. Doch noch nie hatten sie sich auf den Fluss gewagt. Weit weg von zuhause landen sie in einem düsteren verlassenen Fabrikgelände. Dort treffen sie auf Heaven. Doch wer ist sie? Ein Mädchen? Ein Geist? Oder ein Wesen aus einer anderen Welt? Warum hält Heaven Erin und die beiden Jungs für ihre verschollene Familie? Erin begreift, dass Heaven ein schreckliches Geheimnis hütet. Erin weiß selbst, wie es sich anfühlt, alles verloren zu haben. Und sie beschließt, Heaven zu helfen und den Bann zu brechen, der sie an diesen düsteren Ort fesselt.

Aus der Reihe der Bücher mit dem blauen Band. Herausgegeben von Tilman Spreckelsen.



"Heaven" ist definitiv ein Roman, dem man durchaus als himmlisch bezeichnen könnte, obwohl ich ehrlich gesagt die Altersempfehlung viel zu niedrig angesetzt finde. Die Story ist an sich rund, aber wird hier und da definitiv überfordern. Es ist genügend Drama und Traurigkeit vorhanden, um selbst mich sehr zu berühren.  Echte Schönheit ist nur zwischen den Zeilen zu finden. Es könnte also schnell geschehen, hier und da etwas zu überlesen. 

Heaven Eyes belebt die Story unglaublich und der Namen, den Gramps ihr verpasst hat, ist absolut gelungen gewählt. Heaven ist natürlich und unverkrampft, da sie sich ihrer eigenen Vergangenheit nicht bewusst zu sein scheint. Sie ist eine Suchende. Ob sie finden wird, wonach sie sich sehnt?

Erin, January und Maus treffen auf Heaven Eyes, nachdem sie aus dem Waisenhaus abgehauen sind und zügig mit dem selbstgebauten Floss gestrandet sind. Es entwickelt sich rasch eine Freundschaft und Heaven glänzt von Kapitel zu Kapitel mehr und mehr. Maus bleibt leider etwas blass. Ich hätte mir mehr Auftritte seiner Person gewünscht, da er sehr interessant zu sein scheint. Schon sein Name ist Programm, aber leider entwickelt er sich zur Nebenfigur. Obwohl sich die drei Kinder recht nah an ihrem ursprünglichen Zuhause befinden, ist es für sie, als wären sie in einer anderen Welt gestrandet. 

Um Gramps Hintergründe zu verstehen braucht es einige Seiten und obwohl er zu Beginn sehr beängstigend auf mich wirkte, steckt in ihm ein weicher Kern. 

Die Schriftgröße und die Kapitellängen sind der empfohlenen Zielgruppe angemessen. Lediglich das empfohlene Lesealter würde ich auf etwa 13 Jahre hochsetzen, denn meine jüngste Tochter (fast 10) würde von den freiliegenden Emotionen förmlich überrollt werden. Ich würde das Buch nur mit ihr gemeinsam lesen, um sofort Fragen zur Story beantworten zu können. Natürlich sollten sich Kinder mit dem Tod auseinandersetzen, aber in so geballter Form wie in "Heaven" könnte ängstigen und benötigt Feingefühl seitens der Eltern.

Ich vergebe sehr gerne eine Leseempfehlung für das Kinder - und Jugendbuch "Heaven". Bis auf kleine Kritikpunkte die ich als Mutter zu genügend aufgeführt habe, konnte mich die Story überzeugen, was natürlich der Protagonistin geschuldet wird, deren Charakter wirklich wunderbar gezeichnet wurde.

★★★







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