"Love & Gelato" eignet sich hervorragend, um Schlechtwettertage in Gute Laune umzuwandeln. Das ya! (young adults) deutet schon daraufhin, dass es sich bei dem Roman um einen Jugendroman handelt. Mich schreckte es nicht ab und ich freute mich auf Urlaubsstimmung und Amore. Der Autorin ist es gelungen mich abzuholen. Am Ende konnte ich mein Buch mit einem Lächeln zusammenklappen, denn ich bekam ein Happy End, welches ich mir gewünscht hatte. Der Anfang des Romans ist recht traurig, da Lina ihre Mutter verloren hat und nun in Italien ihren Vater kennen lernt, den sie nie zuvor gesehen hat und von dem ihre Mutter zuvor nie ein Wort verloren hat. Zudem liebt dieser auf einem Friedhof, was im ersten Moment eine komische Kulisse ist, um Trauer zu bewältigen. Howard gibt Lina sehr viel Zeit und überfordert sie nicht, was ich ihm hoch anrechne. Auf der anderen Seite fasst er sie auch nicht mit Samthandschuhen an. Er ist ein toller Charakter, der schnell begreifen lässt, warum Linas Mutter ihn geliebt hat. Warum sie keinen Kontakt aufgenommen hat, klärt sich durch ein Tagebuch, welches Lina überreicht bekommt und sich auf die Spuren ihrer Mutter begebend beginnt Lina langsam zu begreifen.
Mir hat sehr gefallen, dass "Love & Gelato" nicht oberflächlich bleibt, sondern sehr intensiv auf Linas Trauerarbeit eingeht. Außerdem wird verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass wir Menschen unserer Wurzeln kennen müssen, um uns komplett zu fühlen. Eine eingebaute Liebesgeschichte mit all ihren Wirrungen und Irrungen verknüpfend mit der Suche nach Wahrheit, ergeben ein komplettes Ganzes, was mich letztendlich zufrieden stellt und mir keine andere Möglichkeit lässt, um "Love & Gelato" eine echte Leseempfehlung auszusprechen. Eine ideale Sommerlektüre für alle young adults, Junggebliebenen und für alle diejenigen, die Urlaub vom Alltag brauchen.
★★★★★

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