Freitag, 14. September 2012

Zu den Anfängen

Um das folgende Buch zu lesen muss man sich Zeit nehmen und den Kopf freihaben, denn es ist ein sehr, sehr intensives Buch. Ich musste es zwischendurch wirklich zur Seite legen oder auch eine Seite erneut lesen, da mir manche Handlungen nicht sofort schlüssig waren. Ich werde das Buch definitiv nicht abwerten, aber ich muss sagen der Einstieg fiel mir wirklich schwer. Vielleicht lag es an meiner Erkältung? Vielleicht lag es aber auch daran, das 608 Seiten auch erst einmal gelesen werden müssen? Die Sprache ist recht altertümlich würde ich jetzt mal spontan sagen und auch fremde Worte (die im Glossar hinten recht gut erklärt werden) finden ihren Platz und müssen erst einmal verstanden werden und dem Leser schlüssig sein, viele Personen und Orte machen das Buch mitunter doch schwer zu lesen, vor allem dann wenn die Nase zu sitzt. Ich habe noch an keinem Buch so lange geknackt wie an diesem und ich war manches Mal tatsächlich nah dran aufzugeben und das Buch in die Ecke zu pfeffern. Ich gab dem Buch aber noch eine Chance und noch eine und endlich habe ich den Sinn erkannt und konnte es beenden und muss sagen es hat sich doch noch gelohnt. Ich hatte wirklich enorme Startschwierigkeiten, das muss ich gestehen, aber es hat sich dann doch gelohnt, denn scheinbar hat es in meinem Kopf "Klick" gemacht, denn ab da ließ sich das Buch sehr flüssig lesen und ich musste auch nicht mehr nachdenken, was könnte denn dieses oder jenes bedeuten und auch die recht schwere Sprache erschloss sich mir dann doch noch. Manchmal muss man einfach dranbleiben, auch wenn es schwer fällt. Es wird sich vielleicht nicht immer lohnen, aber bei "Zwölf Wasser" war dies dann im Nachhinein dann doch der Fall.




Zwölf Wasser Buch 1: Zu den Anfängen

Taschenbuch: 608 Seiten

Verlag: dtv

  • 16,90 Euro im Buchhandel
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423249145
  • ISBN-13: 978-3423249140



Kurze Zusammenfassung des Buches:
Wasserstände sinken, Quellen versiegen. Noch ist die Bedrohung des Kontinents kaum spürbar, die Völker leben in Frieden. Aber die dunklen Vorzeichen einer Katastrophe, weit grausamer als eine weltweite Dürre, häufen sich. Denn die Quellen spenden mehr als nur Wasser ...
Die Undae, eine Gemeinschaft von Frauen, die dem Wasser verbunden sind und darin lesen können, brechen ihr jahrhundertelanges Schweigen und warnen die Menschen. Drei von ihnen machen sich auf den langen Weg zu den zwölf Quellen mit dem Ziel, die Katastrophe vom Kontinent abzuwenden. Sie gehen nicht allein. Ein Schwertkämpfer, der sich gegen seine Bestimmung wehrt, ein junger Hirte auf der Suche nach Rache und sein Falke begleiten sie. Aber wie soll man eine ganze Welt retten, wenn es unmöglich scheint, sich selbst zu retten?



Der Autor:
E. L. Greiff, 1966 in Kapstadt geboren, lebt heute in den Niederlanden. Studium der Theaterwissenschaften und Germanistik, anschließend zahlreiche freie Regiearbeiten. Die Fantasy-Trilogie ›Zwölf Wasser‹ ist ein Romandebüt.



Leseprobe:






Informationen zum Buch der Verlagsseite http://www.dtv.de entnommen!



Meine Meinung:
Wie ich das Buch empfunden habe, habe ich ja schon groß und breit erklärt. Der Einstieg fiel sehr schwer, bis ich dann doch noch kapierte welchen Sinn das Buch hat und ab da gefiel es mir urplötzlich. Es geht um Wasser, um Wasserstände die sinken, das sagt uns ja auch schon der Klappentext, aber es geht doch umso viel mehr. Die Personen die uns begegnen werden sehr intensiv beschrieben und hinterher könnte man fast schon sagen, das  wir gute Freunde dabei begleiten die Menschheit zu retten - zurück zu den Anfängen. 
Natürlich ist dieses mit ganz viel Abenteuer und Spannung untermalt. Manches ist auch wirklich grausam und prägt sich tief in meinen Kopf ein. Das Buch ist insgesamt kein bisschen oberflächlich, sondern hat gerade zum Ende hin wirklich Tiefgang. Die Anfänge der Menschheit mit all ihren Facetten, ihrer Charaktereigenschaften, Gutes und Böses miteinander verstrickt, alles dieses macht uns zu dem was wir sind. Manchmal ist da auch Schuld, aber manchmal ist da auch ein Neubeginn möglich. Ein Umdenken!

Wer hätte vorher gedacht, das ein Welse, eine Undae, ein Hirte und ein Falke zusammen ein tiefgehendes Abenteuer bestreiten. Wer hat sie zusammengeführt und was ist der Sinn ihrer Mission? Personen die man spontan nicht zusammenbringen würde, da sie einfach zu verschieden sind, aber dennoch passen sie im Endeffekt doch zusammen und vollbringen Großes.

Mir hat es gefallen und ich würde sagen, das dieses Debüt wirklich gelungen ist. Fantasy einmal völlig anders, aber wie schon gesagt man muss sich darauf einlassen können. Es ist zwischendurch etwas langatmig, aber um die Geschichte abzurunden ist dieses sicherlich nötig.

Ich hatte schon früher Angst vor Wölfen und bin froh, das ich sie nur in Zoogehegen oder Tierparks sehe in einer gewissen Entfernung, aber hier muss ich sie mehrmals erleben und muss sagen, das war für mich sehr furchteinflössend, denn sie begegnen uns mehrmals und immer hinterlassen sie eine blutige Spur, die wirklich gruselig, aber genial erdacht ist.

Ich weiß, ich neige dazu mir selbst zu widersprechen oder mich zu wiederholen, aber da müsst ihr einfach Nachsicht mit mir üben, denn 608 Seiten müssen auch erst einmal so zusammengefasst werden, das sie erstens einen Sinn ergeben und zweitens nicht die ganze Handlung wiedergeben, denn das ist ja nicht Sinn und Zweck. Mein Ziel ist es ja, euch ein ganz klein wenig neugierig zu machen und ihr das Buch selbst zu Hand nehmen wollt. Nacherzählen kann ja jede/r.

Von mir eine Leseempfehlung und 4 Sterne. Einen Stern muss das Buch lassen, weil mir der Einstieg so schwer fiel und nachdem ich mich schon vorher durch einige Rezensionen gelesen hatte (natürlich nachdem ich das Buch beendet hatte!) fiel mir auf, das ich nicht die einzige mit diesem Problem war. Wenn man erst einmal warm geworden ist mit Felt, Babu, Reva und dem Falken, liest sich das Buch ganz, ganz anders und man beginnt zu genießen. Eine Reise zu den Anfängen in einem unbekannten Land, einer ganz anderen Kultur und wirklich interessanten Menschen. 











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