Aktuell und zeitlos zugleich, zutiefst menschlich und authentisch – einfach große Frauenunterhaltung.
Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …
Gebundenes Buch mit SchutzumschlagISBN: 978-3-570-10292-319,99€C. Bertelsmann
Herzflattern mit Karamell oder Wie ich in zwei Wochen mein Leben ruinierte
Roman
Hardcover
Aus dem australischen Englisch von Yvonne Hergane
Ein eigenes Café leiten – das ist doch viel besser als lernen!
Als Delilahs Vater auf Weltreise geht, muss die Siebzehnjährige plötzlich alleine sein Café in Sydney leiten, das ›Flywheel‹. In die Schule will sie sowieso nicht mehr. Außerdem hat sie vom Café aus den perfekten Blick auf Rosa, die Kellnerin im Restaurant gegenüber. Für sie und ihren besten Freund Charlie wird das ›Flywheel‹ ihre eigene kleine Welt. Doch dann scheint sich alles und jeder gegen Delilah zu verschwören, und sie muss sich der entscheidenden Frage stellen: Wie viel Flywheel-Spezial-Karamell-Milchshake braucht man wirklich, um ein ruiniertes Leben zu retten?
Ein bittersüßer, witziger Roman über das Unabhängigwerden, über absolut unmögliche beste Freunde und das Finden (und Behalten!) der großen Liebe 352 Seiten empfohlen ab 14 Jahren ISBN: 978-3-7373-4028-1 15,99€ KJB
Ein Mädchen, das nicht reden will. 53 Spielkarten, die ihre Geschichte erzählen.
Ein junges Mädchen erzählt die tragische Geschichte ihrer Familie mit Hilfe eines Kartenspiels – des lateinamerikanischen Lotería. Elf Jahre alt ist Luz. Ihre ältere Schwester Estrella liegt auf der Intensivstation, ihr Vater sitzt im Gefängnis, die Mutter hat Mexiko verlassen. Luz, allein auf sich gestellt, zieht sich hinter eine Mauer des Schweigens zurück. »Lass dir von den Karten helfen«, sagt man ihr im Heim. Jedes der bunten Motive – die Meerjungfrau, der Tod, die Sterne – lässt ihre Erinnerung Funken schlagen. Zusammengesetzt wie ein Satz Spielkarten erzählen die Kapitel dieses Romans Luz‘ Leben, sie erzählen von allem Schönen und allem Schrecklichen – berührend und poetisch, lebenssatt und so bunt, wie die vierfarbigen Illustrationen von Lotería-Karten.
Gebundenes Buch, HalbleinenISBN: 978-3-630-87441-822,99€Luchterhand Leseprobe auf Verlagsseite verfügbar!
"Winterhonig" erzählt von einer lebensgefährlichen Liebe in einer archaischen, grausamen Welt, die noch gar nicht so lang Geschichte ist. Inspiriert von den Erlebnissen ihrer eigenen Großmutter, lässt uns Daniela Ohms die Zeit des Zweiten Weltkriegs aus Sicht der Landbevölkerung erleben: Das harte, entbehrungsreiche Leben, das Mathilda als zehntes Kind eines Bauern führt; die Anstrengungen, die der junge Karl unternimmt, um seine Abstammung vor den Nazis geheim zu halten; die Liebe der beiden, die nicht sein darf, bringt sie Mathilda doch in große Gefahr; die Schrecken des Krieges, der drohende Tod durch Bomben oder Verrat. Und über allem die Hoffnung.
Kate will ihren Sohn und sich obsessiv vor allen Risiken schützen. Ist das paranoid oder berechtigt? Der raffinierte Psychothriller für Frauen.
Kate Parker fühlt sich, als ob ein Fluch auf ihrem Leben liegt. Denn ihr ist schon viel Schlimmes passiert. Jetzt tut sie alles, um ihren Sohn Jack und sich vor Gefahren schützen – aber die Leute sagen, sie sei überängstlich und paranoid. Da lernt sie einen Oxford-Professor kennen, der ihr Hilfe verspricht. Aber seine Methoden sind ungewöhnlich. Wenn sie wieder Lebensfreude empfinden will, muss sie lernen, Risiken einzugehen. Kate versucht es. Als ein Nachbar immer mehr Interesse an ihr und ihrem Alltag zeigt, bleibt Kate cool und ignoriert sein aufdringliches Verhalten. Aber was, wenn in diesem Fall die Gefahr tatsächlich nah ist? Psychologisch brillant baut Louise Millar Spannung auf zwischen Kates Ängsten und dem Risiko, das sie nie hätte eingehen dürfen.
Hörbuch CD ISBN: 978-3-8445-2131-319,99€der Hörverlag
Der neue Jonasson ... ein Feuerwerk an schrägen Ideen!
Anders, ein Kleinkrimineller – seit seinen zahllosen Gefängnisaufenthalten nur noch „Mörder Anders“ genannt –, ist frisch aus dem Knast entlassen und braucht einen neuen Job. Da kommt ihm die Begegnung mit der geschäftsfreudigen Pfarrerin Johanna, die wegen ihrer atheistischen Gesinnung arbeitslos geworden ist, gerade recht. Zusammen mit dem Hotelmitarbeiter Per gründen sie eine „Körperverletzungsagentur“ mit Anders in der Rolle des Auftragsschlägers. Die Nachfrage läuft blendend - bis Anders nach dem höheren Sinn des Ganzen fragt. Ein Wunder geschieht: Jesus antwortet. Von diesem Augenblick an will Anders sein Leben in neue Bahnen lenken. Und so hat Johanna gleich die nächste geniale Business-Idee parat: Mit Anders' religiöser Leidenschaft lässt sich wunderbar Geld verdienen – indem man eine eigene Kirche, oder (noch viel besser!) gleich eine eigene Religion gründet …
Augenzwinkernd, respektlos und mit rabenschwarzem Humor hält Jonas Jonasson in „Mörder Anders“ der modernen Gesellschaft einen Spiegel vor. Mit einem Feuerwerk an Einfällen nimmt er die Gier nach immer neuen Geschäftsideen, die religiöse Heuchelei und die menschliche Dummheit aufs Korn und hat mit Anders einen unvergesslichen Anti-Helden erschaffen.
Annika liebt Lügen. Die Wahrheit findet sie meistens zum Gähnen langweilig. Und Sommerferien zu Hause in Stockholm auch. Deshalb kommt es ihr recht, dass die anderen Kinder im Park bei »Wahrheit oder Pflicht« genauso wenig Lust auf die Wahrheit haben wie sie. Doch aus kleinen Mutproben werden bald große Herausforderungen, denn die Sommerparkkids haben einen sechsten Sinn dafür, was einem am meisten Angst einjagt: ein Papa, der seinen Sohn um jeden Preis zum Profifußballer machen will; Eltern, denen man lästig ist; oder ein kleiner Bruder, der im Krankenhaus liegt und vielleicht nicht mehr rauskommt – wie bei Annika. Sich selbst zu belügen ist zwar auch keine Lösung, aber darüber lachen vielleicht schon, finden Annika und ihre Freunde. Ein wundervolles Sommerferienabenteuer – mit viel Humor und Zuneigung erzählt.
Gebundenes Buch mit SchutzumschlagISBN: 978-3-630-87487-624,99€Luchterhand
Der große Gesellschaftsroman von Juli Zeh
Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist …
Der neue wunderbare Sommerroman von Top-5-Bestseller-Autorin Mary Kay Andrews, der Garantin für die perfekte Urlaubslektüre:
Liebe, Sonne und ein Dorf unter Palmen – an Floridas Golfküste ist Greer auf der Suche nach dem schönsten Strand für einen Kinofilm. Vielleicht findet sie dabei auch die große Liebe? Greer ist Location-Scout. Sie ist immer auf der Suche nach den besten Drehorten für die großen Kinofilme und sieht die schönsten Flecken dieser Welt, ein echter Traumberuf. Wäre da nicht ihr letzter Auftrag gewesen, bei dem eine ganze Plantage von der Filmcrew zerstört wurde – und Greer als die Schuldige abgestempelt wurde. Jetzt hat sie noch eine letzte Chance, um weiter im Geschäft zu bleiben: Für einen wichtigen Produzenten soll sie den perfekten Drehort finden. Nach einer endlosen Suche stößt Greer auf Cypress Key, das wohl letzte urige Fischerdorf an der Golfküste Floridas. Hier hat alles noch seinen ursprünglichen Charme – und das gilt leider auch für den umweltbewussten, aber durchaus attraktiven Bürgermeister Eden. Der ist nämlich alles andere als begeistert von der Idee, dass eine riesige Filmcrew sein geliebtes Städtchen bevölkert und verschmutzt. Während die beiden noch streiten, merkt Greer, dass sie vielleicht gerade ihr Herz verliert …
Hallöchen und Herzlich Willkommen auf meinem Blog, ich habe mich riesig gefreut. als ich die Anfrage bekam, ob ich Interesse hätte an einer Blogtour zu Katrin Bongards neustem Roman "Lass uns fliegen" teilzunehmen. Ich sagte zu und habe nun die große Ehre, euch ein ganz besonderes Interview zu präsentieren. Katrin sagte mir schon vorher, dass ich ein klein wenig daran beteiligt war, dass "Lass uns fliegen" nicht nur eine Idee geblieben ist. Ihr werdet sehen, dass Leserunden auf Lovelybooks (Leserunde zu "Lass uns fliegen" -> Hier!) Ideen reifen und wachsen lassen. Als ich die Screenshots der Unterhaltung mit Katrin sah, die wir vor längerer Zeit geführt haben, fiel es mir wieder ein und daher werde ich sie euch nicht vorenthalten. Katrin hat ganz offen und spontan auf meine Fragen reagiert und daher ist das Interview sehr authentisch geworden. Ich freue mich wirklich sehr, denn es schafft Einblicke in ein ganz Besonderes Buch. Lasst euch überraschen. Mel im Gespräch mit Katrin Bongard Wann ist die Idee zum Buch „Lass
uns fliegen“ entstanden? Und wie ist es dir gelungen, alle
deine kreativen Gedanken in Worte zu fassen?
Katrin:
Leserunde zu
Schattenzwilling auf LB:
(Auch) Hier ist
die Idee entstanden. Oder sagen wir ... sie nahm Gestalt an. Die
Idee, etwas über Süchte zu schreiben. So viel zu Drogen, dass
niemand es mehr weglesen kann ^
Um alles in Worte
zu fassen, hat mir tatsächlich die Zeit in Wiepsersdorf beim
Stipendium sehr geholfen. Ich konnte Tag und Nacht darüber brüten,
nachdenken, zeichnen. Es waren also ideale Bedingungen.
Mel:
„Lass uns fliegen“
beinhaltet sehr viele unterschiedliche Emotionen. Mir hat gefallen,
wie du mit Trauer umgegangen bist, da es eine absolut
nachvollziehende Reaktion auf den Tod eines geliebten Menschen ist.
Jeder von uns wird anders trauern. Der eine schafft es schneller sich
emotional zu lösen und der andere wird vielleicht sogar Hilfe in
Anspruch nehmen müssen. Loslassen hat etwas mit fliegen zu
tun, oder irre ich mich da und du hattest eine ganz andere
Assoziation zum Titel deines Buches?
Katrin:
Den Titel hat der
damalige Verlagsleiter Markus Niesen (jetzt bei Random House)
ausgesucht. Er bestand absolut auf diesen Titel, da war nichts zu
rütteln. Ich sah da immer diese kitschigen Songs vor mir ... und war
nicht sooo zufrieden. Jetzt mache ich das Beste darauf. Ja, im Rausch
fliegen aber eben auch loslassen und losfliegen. Genau.
Mel:
Mir ist während
des Lesens mehrfach bewusst geworden, dass wir sehr viele Spuren im
Internet hinterlassen, die auch dann noch zu lesen sind, wenn der
Mensch, der sie auf Twitter, Facebook oder diversen anderen Seiten
gepostet hat, verstorben ist. Der Gedanke war für mich sehr
berührend und ich fand es großartig, es in einem Jugendbuch zur
Sprache gebracht worden ist. Wolltest du uns damit sensibilisieren,
wie viel wir Internet von uns preisgeben wollen oder steckt ein ganz
anderer Gedanke dahinter?
Katrin:
Mir ist es
aufgefallen, weil ein Bekannter gestorben ist, aber sein Facebook
Account weiter bestand. Wer hatte schon Lust, sich darum zu kümmern?
Das war ein merkwürdiges Gefühl.
Meine Tochter
(also die, die in Ostwind die Fanny spielt) hat das umgekehrte
Problem. Da erschaffen ständig Leute auf Instagram einen Account in
ihrem Namen, tun so, als sie sie wären, kopieren Fotos aus dem Netz
oder von ihrem echten Insta- Account) und posten sogra unter ihrem
Namen Kommentare. Schon verrückt. Also, ja, es ging um Spuren, um
falsche Fährten, um echte Erinnerungen. Wir sind nie eine Person,
wir sind überall und immer jemand anderes. Das finde ich
interessant.
Mel:
Für Paulina sind die Nachrichten an
ihre Schwester eine Hilfe in ihrem Trauerprozess und ich kann mich
erinnern, dass ich die ersten Tage, nachdem meine Großeltern
verstarben auch in Gedanken noch viel mit ihnen kommuniziert habe.
Ich weiß, dass diese Frage sehr persönlich ist und vielleicht auch
schmerzhaft, aber dennoch möchte ich sie stellen. Es bleibt dir
überlassen, ob du sie beantworten möchtest und wie viel du von dir
preisgeben möchtest. Hast du eigene Erfahrungen in Bezug auf den Tod
eines geliebten Menschen in „Lass uns fliegen“
verarbeitet? Mir kam gerade das Thema „Trauer“ so
authentisch vor, dass es mir einfach auf der Seele brannte
nachzufragen.
Katrin:
Nun, Verlust
beschäftigt einen ja das ganze Leben. Ich weiß, dass mich das
Sterben, also Verschwinden, schon als Kind beschäftigt hat, als die
Mutter meines Freundes an Krebs gestorben ist. Ich habe für ihn
getrauert. Ich habe mein ganzes Leben am „Loslassen“ gearbeitet,
weil ich an vielem sehr hänge. Aber mehr Gedanken, Erinnerungen,
Verletzungen, Bilder als an materiellem Besitz. m November ist meine
Mutter gestorben, ich merke, das das Thema jetzt aktueller wird und
mich zum Beispiel in dem Buch, das ich gerade schreibe, sehr
beschäftigt.
Mel:
Ich möchte noch einmal auf das Thema
fliegen zurückzukommen, denn wenn ich deinen Roman genauer
betrachte, ist es nicht nur die Trauer und das Loslassen,
dem Befreien von Schwermut und Traurigkeit, sondern auch die Drogen
die in geballter Form Raum einnehmen. Ich finde es sehr krass, wie
leichtfertig Vincent mit verschiedenen Drogen umgeht, obwohl er ja
ein Negativbeispiel innerhalb seiner Familie hat. Weshalb haben
Drogen in den verschiedensten Formen soviel Raum einnehmen können?
Und Nein, meine Frage ist jetzt nicht, inwieweit du selbst mit Drogen
experimentiert hast ☺
Katrin:
Haben Raum
einnehmen könne? Im Buch, im Leben? Im Buch ganz klar, weil ich
weiß, wie sehr Drogen im Leben von Teenagern Raum einnehmen. Mich
stört, dass viele Eltern das verdrängen. Es ist wichtig, die Kinder
da zu begleiten (was nicht heißt, mit ihnen Drogen zu nehmen! Ganz
im Gegenteil.) Aber eben auch nicht nur pauschal zu verbieten. Reden,
Hinsehen.
Mel:
„Lass uns fliegen“ steckt
voller Geheimnisse. Hast du selbst ein Geheimnis, welches du nicht
offenbaren würdest, weil es zu schmerzlich oder auch viel zu
peinlich wäre?
Katrin:
Mein Mann weiß
fast alles, meine Kinder fast, fast alles, die Freunde fast, fast,
fast alles, das ist eine Zwiebel, und selbst ich selber weiß ja
nicht alles über mich, vieles ist verborgen im Unterbewusstsein.
Mel:
Vincent ist für mich ein absoluter
Traumtyp. Am Ende des Buches hätte ich ihn am liebsten adoptiert.
Hat für dich schon mal ein Junge / Mann ein Gedicht geschrieben?
Mein Mann hat mir ein Haus gebaut, was ja auch schon sehr kreativ
ist, aber mit Worten jonglieren gehört leider nicht zu seinen Gaben.
Ich würde dahinschmelzen, wenn er mir mit reichlich Worten seine
Liebe zu mir umschreiben würde. Der, der bei uns dichten und
schreiben kann ist mein Sohn. Ich vermute fast, dass ich schon weiß,
wer ihm das Talent gegeben hat. Der Nachteil ist, dass er keinen
Nagel in die wand hauen kann und auch da weiß ich, von wem er dieses
nicht vorhandene Talent geerbt hat.
Katrin:
Ja, mein Mann,
die Liebe meines Lebens hat mir schon (mehre) Gedichte geschrieben.
Und tatsächlich auch meine Kinder. Jep, ich liebe sie.
Mel:
Ein ganz wichtiges Thema in „Lass
uns fliegen“ ist die Eltern – Kind – Beziehung, die mich
doch sehr nachdenklich gestimmt hat. Ich habe bemerkt, dass sich
sowohl Vincents als auch Paulinas Eltern zurückziehen. Es werden
Entscheidungen über die Köpfe der Kinder entschieden, ohne einen
Moment an die Gefühle desjenigen oder derjenigen zu denken. Auch die
Verantwortung die Vincent übertragen wird, empfand ich als
schwierig. Hast du aus persönlichem Erleben diese Szenen in den
Roman eingebaut?
Katrin:
Ja. Leider. Das
habe ich viel beobachtet bei Familien im Umfeld, und mir schreiben ja
auch Leser, Jugendliche. Ich habe mit Sozialarbeitern gesprochen, als
wir in Potsdam eine Skaterampe gesponsert haben, die von reichen
Familien mit „verwahrlosten“ Kinder erzählt haben.
Wir sind sicher
unübliche Eltern, weil wir beide Künstler sind und immer für
unsere Kinder - also auch ganz physisch und zum Reden sowieso, da
sein konnten. Trotzdem, es ist eine riesige Herausforderung Kinder zu
haben, auch für uns.
Mel:
Fliegen könnte aber auch ganz
einfach auf das Skaten hinweisen. Vincent und sein Board sind ja fest
miteinander verbunden und auf Fotos wie diesem hier, hat es ja auch
den Eindruck des Fliegens. Ich kann leider nicht lange auf einem
Skateboard stehen ohne hinunterzufliegen. Hast du diese
Sportart für dich entdecken können? Vielleicht bist du aber auch
diejenige, die sich eher ihre Ballettschuhe anzieht? Beide Sportarten
sind auf ihre eigene Art und Weise ästhetisch und trotzdem ein
krasser Gegensatz. Wie kamst du auf die Idee, beide miteinander zu
verknüpfen?
Katrin:
Meine Töchter
tanzen. Ich habe viel zugesehen, viel mitbekommen.
Ähnlich ist es
bei Skateboard. Ich habe künstlerisch viel dazu gearbeitet, etliche,
viele hunderte von Skatvideos gesehen. Mich interessiert die Balance
ganz allgemein, zwischen einem so wichtigen Sprot oder der Kunst und
dem Leben. Die Art, auf die Skater ihren Sport betreiben. Also immer
überall. Genauso wie beim Ballett. Das erinnert mich daran, wie ich
Kunst mache, male zeichne, schreibe. Man muss es machen, es ist ...
das Leben.
Mel:
„Lass uns fliegen“ hat mich
insgesamt sehr nachdenklich gestimmt. Ich empfand die Stimmung oft
erdrückend und durch die vielen schönen Momente die Paulina und
Vincent gemeinsam miteinander erleben, wird vieles was niederdrücken
würde, aufgewertet. Besonders schön war für mich zu sehen, dass
sich emotional etwas ändert und die Trauer nicht überhand genommen
hat, sondern durch das Verliebtsein und das Vertrauen, was sich nach
und nach aufbaut, etwas Neues entstehen konnte. Was ist dein
persönliches Ziel gewesen, als das Buch nach und nach Gestalt
angenommen hat? Oder anders gefragt: Was wolltest du aussagen? Mir
ganz persönlich mitteilen? Habe ich etwas Wichtiges übersehen?
Katrin:
Wenn ich ein Buch
beginne, ist es auch für mich eine Art Reise. Keine Ahnung, wo ich
genau ankomme. Also gibt es auch keine Botschaften, die ich mir
vornehme zu vermitteln. Außer: Das ich eben schon eine Menge erlebt
habe und das fließt natürlich in den Text ein. Ich wusste - und das
hat mir wirklich eine Riesenangst eingejagt - bis eine Woche vor
Abgabetermin, noch nicht genau, wie das Ende wird. Ob Vincent es
„schafft“. Ich war so froh, als ich das Ende gefunden hatte und
alles gut war, das Buch sich „schloss“. Natürlich gibt es auf einer Blogtour Gewinne und zwar ist dies täglich ein Printexemplar von "Lass uns fliegen". Es lohnt sich also mehrmals am Gewinnspiel teilzunehmen, um die Chancen zu erhöhen. Die Gewinner werden am Ende gesammelt in einem Post bekanntgegeben. Mit einem Klick auf den Namen des Blogtourfahrplans kommt ihr sofort auf den jeweiligen Blog!
Wer mir einen Kommentar hinterlässt und mir einen wirklich zwingenden Grund nennt, warum er / sie "Lass und fliegen" unbedingt lesen muss, landet im Lostopf. Die Auslosung findet am 16.5. direkt im Anschluss an die Blogtour statt. Falls ihr noch nicht 18 seid, wäre es gut, wenn ihr uns die Einverständniserklärung eurer Eltern nachweisen könnt. Außerdem benötige ich eine Kontaktmöglichkeit, um dich im Gewinnfall erreichen zu können.
Für alle, die es bisher geschafft haben DANKE. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich würde mich über viele positive Rezensionen zu dem Buch erfreuen, denn Katrin hätte es mehr als verdient. Meine Rezension findest du HIER! Wünsche euch weiterhin viel Spaß auf unserer Tour zu "Lass uns fliegen". Schaut auch morgen bei MANJA rein. Auch ihr Thema ist sehr, sehr spannend. Viele Grüße, Mel
Vielen, vielen Dank für die reichliche Teilnahme an meinem Gewinnspiel anlässlich der Aktion Blogger schenken Lesefreuden. Ich habe einige Lose gebastelt und völlig herkömmlich auslosen lassen. Die Glücksfee hat folgende Namen gezogen:
Hörbuch 1 geht an:
Hörbuch 2 geht an:
Buch 3 geht an:
Buch 4 geht an:
Ich wünsche euch jetzt schon viel Spaß an euren Gewinnen. Wir nutzen das schöne Wetter und gehen jetzt erst einmal ein Eis essen. Falls ich es nicht schaffe, euch heute zu benachrichtigen könnt ihr mir eine Mail mit eurer Adresse an Mel33818(at)aol.com schicken. Ansonsten melde ich mich im Laufe des morgigen Tages.