Freitag, 18. Januar 2019

Wenn Sterne Wünsche erfüllen könnten



Zwischen uns die Sterne


ISBN: 9783955768621, 416 Seiten, Mira Taschenbuch, 9,99€




"Zwischen uns die Sterne" beinhaltet viele Facetten der Emotionen, was mich diesen Roman als sehr authentisch dargestellt wahrnehmen ließ. Natürlich trieft es vor Kitsch und Schmalz, aber dennoch war es äußerst passend dargestellt. Wie soll sich aus einer Freundschaft, die schon ewig andauert, die echte wahre Liebe werden, wenn man Dinge nicht anspricht und eher vor seinen Gefühlen davonrennt? Irgendwann sind es die Sterne, die endlich Rat und Lösung bieten, aber bis dahin ist es ein weiter Weg voller Irrungen und Wirrungen. Das es letztendlich ein Happy End gibt, muss nicht extra erwähnt werden, da dieses in Liebesromanen absolut üblich ist und ich somit auch nichts anderes lesen wollte. 
Jedes Jahr im Sommer wird ganz traditionell im Baumhaus des Camps, welches Camerons Eltern gehört Geburtstag gefeiert. Die Wünsche des jeweiligen werden auf Sternpapier geschrieben und in eine Box verpackt. Dieses geschieht nun seit vielen Jahren und keiner der drei Protagonisten weiß, was auf den Sternen steht und inwieweit sich diese erfüllt haben. Am meisten fasziniert haben mich die Einblicke in die Kinder - und Jugendtage von Cameron, Aiden und Everett, da ihre Freundschaft eine ganz Besondere ist. Nachdem Aiden an Krebs verstirbt, ist er es, der Everett zurückholt, auch wenn es einige Zeit dauern wird, bis dieser auf Cameron trifft und diese letztendlich komplett aus der Bahn wirft. 
Eigentlich sind es einige Missverständnisse und der fehlende Mut Dinge anzusprechen, damit aus Everett und Cameron ein Paar werden können. Es sind einige Wunden, die letztendlich dazu führen sich Liebe einzugestehen und Vergangenes ruhen zu lassen. 
Posttraumatische Belastungsstörungen in eine Liebesgeschichte einzuflechten empfand ich als sehr interessant, denn es zeigt auch die Nachteile eines Krieges auf, der Familien durch das Erlebte der Männer zum größten Teil spalten kann und das Camp, welches mittlerweile in Camerons Hand liegt, soll helfen Familien wieder zusammenzuführen und Heilung zu geben. Die Idee dahinter ging mir recht nah und ich hätte es schrecklich gefunden, wenn es aufgrund von Kosten nicht hätte weitergeführt werden können.
Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung an einen Roman, der mir mitunter fast schon zu viel Leidenschaft beinhaltete, dennoch ganz viel Wärme, Trost und Hoffnung verspricht. Die Seiten sind schnell gelesen und hinterlassen letztendlich ein gutes Gefühl, so wie ich es mir vom Cover und Klappentext versprochen hatte.

★★★★

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