Freitag, 23. November 2018

Mittelmäßige Spannung in Sienna



Aquila


ab 14 Jahren
432 Seiten
ISBN 978-3-7855-8613-6

Klappenbroschur mit ledergenarbter Oberfläche und Goldprägung
16,95€





Das Blut ist nicht deines. 
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist. 
Halte dich fern von Adler und Einhorn ... 

Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen? 

Ohne Erinnerungen zu sein, stelle ich mir anstrengend und beängstigend vor. Nika, die Protagonistin des Buches erlebt ihren eigenen Alptraum und muss sich vielen Herausforderungen stellen und sich natürlich oftmals selbst fragen, ob es eine Verbindung zwischen ihr und Jennifer gibt, die sie erfolgreich verdrängt? Ein geheimnisvoller Zettel offenbart mehr und mehr Informationen und zeigt auf, wie die menschliche Psyche gestrickt ist. Diesen Part habe ich als sehr gelungen empfunden, während anderes rund um die Story gewoben, leider nicht überzeugen konnte. Eine guter Plot, aber in meinen Augen nicht ganz stimmig und überzeugend. Leider hat mich "Aquila" nicht so erreicht, wie ich es von der Autorin Ursula Poznanski normalerweise gewohnt war. Ich hatte mir Spannung und Nervenkitzel gewünscht und stattdessen nach meinen Empfindungen eine nervende Protagonistin gewonnen, die bis zum Ende hin wenig Sympathiepunkte gewinnen konnte, auch nicht durch die Tatsache, dass sie eventuell unschuldig verdächtigt wird. Jennifer ist mir noch unangenehmer und scheint völlig im Wahn zu sein, was sich letztendlich ja auch besttigen kann. 
So zog sich dieser Thriller durch einige Ungereimtheiten, die sich erst zum Ende hin klären und zuvor viele, viele Fragen aufwerfen. Auch wenn die Autorin ihren wunderbaren Schreibstil beibehält, hat mich "Aquila" trotz des gelungenen Covers und der hohen Erwartungen die ich hatte nicht abgeholt, sondern sogar ein klein wenig enttäuscht zurück gelassen.

★★★

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