Donnerstag, 18. April 2013

Aller Anfang ist Apulien

„Eine einzige Postkarte kann alles verändern.“




Als sie an ihrem Geburtstag durch Zufall erfährt, dass ihr Mann sie betrügt, ist Elena erst mal weg: Sie packt ihre Koffer und ihren kleinen Sohn und fährt nach Süditalien, ins Land ihrer Kindheit. Im apulischen Lecce quartiert sie sich im Palazzo ihres Onkels Gigi ein. Dort lernt sie Michele kennen, einen jungen Maler aus Rom, der ebenfalls neu in der kleinen Stadt ist – und seiner Familiengeschichte auf der Spur.
Auf einem nächtlichen Spaziergang machen die beiden eine Entdeckung, die das Leben in der kleinen Stadt auf den Kopf zu stellen droht – und die mehr mit ihnen zu tun hat, als sie ahnen.
Eine brisante Affäre, ein lang gehütetes Familiengeheimnis und eine ungewöhnliche Liebesgeschichte – der Roman einer großen Entscheidung unter dem azurblauen Himmel Süditaliens.

Verlag: KiWi
Preis DE 8.99 €
Seiten: 320
ISBN: 9783462044973





Meine Meinung:

Das Cover sieht so leicht und unbeschwert aus, das ich einen leichten und seichten Roman erwartete, den ich einfach mal so und zwischendurch weglesen konnte. Es kam dann alles ganz anders und eigentlich fand ich das im Nachhinein sehr angenehm, obwohl ich manchmal auch einfach ganz leichte Lektüre zum Abschalten brauche ohne meine Gehirnzellen, die am Abend nicht mehr so richtig funktionieren wollen zu beanspruchen.

Mich hat das Buch sehr beeindruckt, denn hier wird uns nicht nur das Drama eines Ehebruchs geboten und eine Frau dargestellt, die ihren Mann durch ihren großen Schmerz, den er durch seine Untreue hunzugefügt hat, verlässt und einen Neuanfang wagen will, sondern eine mutige und starke Frau die in Leece Frauenhandel und Mafiamethoden aufdeckt. In den Danksagungen erwähnt Kirsten Wulf den Frauenhandel aus Nigeria, was also bedeutet, das die Story so wie sie beschrieben wird tatsächlich stimmen könnte. Bücher die Wahrheiten, zwar versteckt offenbaren beeindrucken mich und zeigt mir immer wieder auf, wie krank wir Menschen doch sind und das es tatsächlich Menschen gibt, die Menschen nur wie Ware oder Fleisch behandeln. Sind wir nicht viel mehr wert? Es beängstigt mich und dennoch bin ich dankbar, das ich aus meiner kleinen heilen Welt mitgenommen werden konnte und eine kurze Reise unternehmen konnte nach Apulien.


Gefehlt hat mir hierbei doch ein wenig der Geruch der Olivenbäume und die intensive Beschreibung eines Städtchens, eines Landes, welches mich zum Träumen gebracht hätte. Als ich anfing mit dem Buch lag draußen noch Schnee und ich hätte mir gewünscht abgeholt zu werden in einen wunderbaren Sommertag in der ich die Sonne förmlich auf meiner Nasenspitze hätte fühlen können.


Es ist also kein typischer Frauenroman, so wie ich es anfangs erwartet hätte, sondern bietet teilweise auch leichte Krimieinheiten, die mir aber gefallen haben. Ein echter Neuanfang für Michele und Elena, die Wahrheiten erkennen und auch begreifen müssen, auch wenn es mitunter wirklich schmerzt. Gut, das man Familie hat, die hinter einem steht und stärkt.


Von mir gibt es eine Leseempfehlung an alle die gerne Frauenromane lesen und auch Spannung und Abenteuer nicht scheuen.



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