Dienstag, 5. März 2013

Schräger Schlägertyp?




Playground

Du kannst es schaffen!

Der 13-jährige Burton ist alles andere als cool: schwarz, dick, ein totaler Außenseiter. Er hasst die Schule, die trost­lose New Yorker Vorstadt, seine kaputte Familie, und er hasst seinen Spitznamen: Butterball.
Als er einen Mitschüler brutal verprügelt, gewinnt er kurz­zeitig den Respekt einer Straßengang. Dafür droht jetzt der Schulverweis. Außerdem verdonnert die Schule Butterball zu einer Gesprächstherapie.
Doch er denkt gar nicht daran, sich der Psychologin Liz zu öffnen. Denn er hatte gute Gründe für die Tat. Und ­manche Ereignisse kann man eben nicht erzählen …

Manche Geschichten dagegen muss man erzählen. Butterballs Schicksal ist eine davon.

«Ich verneige mich vor 50 Cent, weil er dieses Buch
geschrieben hat.» Bette Midler




Rowohlt Polaris
Taschenbuch, 192 S.
13,95 €
978-3-86252-032-9


Leseprobe: Klick!


Der Autor:
Curtis Jackson wird in einem der heruntergekommensten Stadtteile New Yorks als Sohn einer fünfzehnjährigen Crackdealerin geboren. Mit seiner Mutter lebt er in ärmlichsten Verhältnissen – sie wird umgebracht, als Curtis acht Jahre alt ist. Mit zwölf beginnt er seine Dealer-Karriere, im Alter von 25 Jahren überlebt er mit Glück einen Mordanschlag. Doch seine Leidenschaft für Musik verschafft ihm die Chance auf ein besseres Leben. Heute ist er einer der erfolgreichsten Rapmusiker weltweit.






Meine Meinung:
50 Cent ist eine echte Hausnummer. Wer kennt den Rapper nicht? Daher war ich wirklich neugierig auf das Buch "Playground", was übersetzt Schulhof heißt. es ist ein Buch, welches man lesen kann, es aber nicht unbedingt muss. Dennoch ist es interessant mal wieder vor Augen geführt zu bekommen, wie es in Amerika mit den ganzen Straßengangs abläuft und wie jemand, der im Prinzip ein Außenseiter ist von vorne bis hinten verarscht wird und durch die Zuneigung, die er urplötzlich bekommt Dinge tut, die seinem Wesen nicht entsprechen. Butterball / B-Butter ist ein dicklicher Schwarzer, der eher ausgegrenzt wird, bis zu dem Tag an dem er Maurice die Fresse poliert. Sorry, für meine Worte, die eigentlich nicht meinem Naturell entsprechen, diesem Buch aber angemessen erscheinen. Ich will es dadurch nicht schlecht machen, nur verdeutlichen, wie es sprachlich teilweise gehandelt wird, zumindest in der Sprache der Jugendlichen denen wir im Buch begegnen. Warum Butterball auf Maurice losgeht kommt erst recht spät zur Sprache, denn eigentlich waren die beiden Außenseiter Freunde. Warum der Bruch? Warum die Veränderung in Butterballs Leben, der eigentlich alles andere will als Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und sich lieber irgendwo alleine auf dem Schulhof in den Pausen verkrümelt um sich quasi unsichtbar zu machen. Es liest sich heraus, das er aufgrund seiner Körpermasse einiges an Spott und Mobbing ertragen musste. Warum bricht es eines Tages aus ihm heraus? Gewalt ist keine Lösung und seine Therapeutin führt ihn ganz langsam und sanft wieder in die richtige Richtung.
Burton, wie Butterball eigentlich heißt, ist ein Scheidungskind. Mir kam es so vor, als würde er zwischen seinen Eltern hin und hergereicht. Seine Mutter, die viel arbeitet um zu überleben und der Vater mit seinen ständig wechselnden Freundin. Nicht unbedingt ein Umfeld das man Kindern wünscht um Erwachsen zu werden. Was ich damit aussagen will, ist eigentlich das Butterball Halt und Geborgenheit fehlt. Selbst sein Vater macht Witze über sein Gewicht, das ist grausam und für einen Teenager etwas was das Innere zerstört.
Die Therapeutin kitzelt viele gute Dinge aus Butterball heraus und am Ende kann Butterball entdecken wie er seine Gaben und Talente einsetzen kann ohne auf jemanden einzuprügeln und dennoch Erfolg haben kann. Im Prinzip spricht daraus eine Moral und im großen und ganzen hat mir das Buch wirklich gefallen und ich denke das es sehr großen Anklang in der Zielgruppe für die es geschrieben wurde finden wird.






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