Montag, 18. März 2013

Meine russische Schwiegermutter .....





Meine russische Schwiegermutter und andere Katastrophen




Kann man einen Tsunami aufhalten? Eine Lawine? Einen Hurrikan? Ebenso hoffnungslos ist es, Paulas russische Schwiegermutter vom Gegenteil zu überzeugen, wenn diese beschließt, einen zwei Zentner schweren Neufundländer nachts auf einem Hamburger Friedhof zu begraben. Denn Darya ist stur wie ein russischer Panzer und verrückt wie ein tollwütiges Frettchen. Mit Logik ist da nichts zu machen, nur Betteln hilft – manchmal. Wäre da nicht Daryas Sohn Artjom, Paula hätte längst die Flucht ergriffen.
Zugegeben, Artjom liebt Wodka, Nachtklubs und Chopin, aber er hat eine Stimme, die Paulas Kniescheiben zum Vibrieren bringt .....




Quality Paperback, Knaur TB
320 S.

ISBN: 978-3-426-51256-2
 12,99






Meine Meinung:
"Meine russische Schwiegermutter ...." ist der Wahnsinn. So charmant witzig, dabei fast glaubhaft und so richtig originell wird Paulas Leben durch Artjom und seine Familie komplett auf den Kopf gestellt. Es fließt der Wodka und zwischendurch kam mir auch der Gedanke an die russische Mafia, vor allem, wenn mal wieder mächtig viel Geld im Spiel ist und Artjom mal wieder so richtig die Fresse poliert bekommt. Alles halb so wild, denn seine Frau ist ja Anwältin, die man engagiert hat um ein altes Familienerbstück zurückzuerlangen, mit gefälschten Papieren wohlbemerkt. Überhaupt ist in dieser Familie so einiges gefälscht, was Paula mitunter den Boden unter den Füßen wegzieht.
Ich musste oft grinsen und habe das Lesen wirklich genossen. Die Russen sind ein Volk für sich und da mein Mann auch dort geboren wurde, als Modawien noch zu Russland gehört hatte, habe ich ein klein wenig mitfühlen können, wie sich Paula gefühlt haben muss, obwohl mein Mann ja eher ein Aussiedler ist und in diesem Roman werden diese eher abwertend gesehen. Trotzdem kenne ich manche Sitten, wenn auch nur aus Erzählungen, aber in einigen Dingen sind sich die Russen und Aussiedler doch ähnlich und zwar wenn es darum geht mächtig gut zu essen, da nehmen sich beide Kulturen nicht die Butter vom Brot und zwischendurch lief mir echt das Wasser im Munde zusammen. Die Russen trinken Wodka und die Aussiedler Tee oder Kaffee, aber das war es dann auch schon fast.
Es war wirklich amüsant und man muss das Buch lesen mit einem Zwinkern im Auge, wie bei der Matrjoschka auf dem Cover, denn nur dann kann man das Buch wirklich genießen.
Ein Buch was ich ohne Einschränkungen weiterempfehlen kann an alle die sich einfach mal fallen lassen möchten um einfach mal auf andere Gedanken bringen zu lassen, dem Alltag einfach mal den Rücken zukehren und sich durch Artjom (was für ein Name!) und Paula verzaubern lassen möchte. Ich bin mir sicher, auch ihr werdet euch mitunter mit einem Grinsen im Gesicht wiederfinden.
Eine Stelle muss ich aber noch erwähnen und zwar sind die Tischdecken die Paula und Artjom zur Hochzeit bekommen haben mit Initialen bestickt - P + K. Was auch immer das bedeuten mag. Als ich die Auflösung im Buch las, habe ich vor lauter Lachen fast ins Buch gebissen. Ulkig und charmant, mehr mag ich nicht schreiben und ende mit einer Leseempfehlung!





1 Kommentar:

  1. Das Buch klingt wirklich witzig! :)

    Bin über das Buchcasino auf deine Seite gestoßen und lass dir liebe Grüße da!

    Steffi

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