Montag, 18. Februar 2013

Sei mal ganz, ganz still! Kannst du es hören?

Kannst du es hören? Kannst du hören, wie der Wald nach dir ruft? Kannst du hören, wie die Vögel in den Zweigen zwitschern? Hörst du vielleicht die Biber die ihre Dämme bauen? Wie? Nein? Du kannst es wirklich nicht hören? Liegt es vielleicht daran, das wir vergessen haben inne zuhalten und dem zu lauschen was uns die Natur berichten möchte? Haben wir verlernt im Stress des Alltags einfach mal mal still zu werden und dem Wind und dem Rauschen der Blätter in den Bäumen zu hören? Vielleicht sind es aber auch unsere Haustiere, die uns etwas sagen möchten? Kannst du sie verstehen? Oder besser gefragt, möchtest du es überhaupt? Indirekt ist das Kinderbuch, welches ich euch heute vorstelle eine Warnung an uns (ich habe es so zumindest so empfunden) vielleicht einmal darüber nachzudenken was die Wälder uns Gutes tun und wie viel Leben zerstört wird, wenn plötzlich Wälder abgeholzt werden sollen um ein riesiges neues Einkaufszentrum zu bauen.
Bevor ich abschweife, hier erst einmal die Buchdaten & Co und hinterher geht es dann weiter mit meiner Meinung zu "Der Wisperwald" von Jörg Benne.




Der Wisperwald 


ISBN B00AV5703Y, E-Buch Text, 210 Seiten,  bookshouse
eBook 3,99 Euro (verschiedene Formate auf der HP des Verlages erhältlich)
Taschenbuch 9,99 Euro



Inhalt:
Vincent und Julian verbringen eine Woche bei ihrer Großmutter auf dem Land. Als ihre 
Kaninchen in den angrenzenden Wisperwald entlaufen und sich die ungleichen Brüder auf die Suche 
machen, lernen sie schnell, warum der Wald diesen Namen trägt. Tiere und Pflanzen können sprechen.

Normalerweise beschützt der mutige Sentar Nuval alle friedlichen Waldbewohner und ihr 
besonderes Zuhause, doch der Bau eines Einkaufszentrums droht, alles zu zerstören. Jeder bisherige Versuch, das Unternehmen zu stoppen, misslang. Vincent will unbedingt helfen und ahnt nicht, in welch große Gefahr er sich damit bringt.



Der Autor:
Jörg Benne, 1975 in Bottrop geboren, begann schon in der Grundschule Geschichten zu verfassen. Nach dem Studium der Informatik arbeitete er mehrere Jahre als Software-Entwickler und startete 1999 nebenbei ein Online-Magazin, das er bis heute betreut. 2006 gab er seinen Entwickler-Beruf auf und kümmert sich seither um seine beiden Kinder. Er lebt mit seiner Familie im Rheinland.
Er schreibt sowohl Fantasy-Romane als auch Kinderbücher.

Ein Interview mit dem Autor könnt ihr HIER! nachlesen




Meine Meinung:
Mir hat das Buch wirklich sehr gefallen. Die 210 Seiten waren auf dem Kindle wirklich zügig gelesen. Obwohl es sich um ein fantastisches Kinderbuch handelt, würde ich dennoch eine Botschaft zwischen den Zeilen vermuten. Ich habe es oben schon angemerkt, das mich das Buch tatsächlich zum Nachdenken gebracht hat. Klar, das ein Wald flüstert und wispert und auch die Tiere reden ist natürlich Fiktion, zumindest können wir sie nicht verstehen. Untereinander kommunizieren sie sicherlich. Gerade das ist spannend und bringt mich wieder auf die Gedanken bewusst in den Wald zu gehen und den Geräuschen dort zu lauschen. Stille werden und zur Ruhe kommen. 
Ich gestehe, das ich Julian Vinis großen Bruder am Anfang überhaupt nicht mochte. Ein echter Kotzbrocken (Sorry!) der nur über seiner Spielkonsole hängt und seinen Bruder nur ärgert. Ich fand ihn unangenehm und doof. Über seine Verwandlung war ich positiv überrascht, obwohl ich ihn natürlich nicht lieb gewonnen habe, mich aber gefreut habe darüber das er sich verändert durch das Abenteuer, welches er zusammen mit den beiden Kaninchen Rita und Bommel, Oma und Vincent erlebt.
Der Wisperwald ist nämlich kein gewöhnlicher Wald, hier sprechen die Tiere und die Bäume und das macht ihn so außergewöhnlich. Ich fand die Geschichte wirklich gelungen und fand es besonders genial, das "Gut" und "Böse" so prächtig hervorscheinen. Es birgt die nötige Spannung um Kinder wie festgewachsen am Lesen zu halten und eine so farbige Sprache, das die Tiere und die geschaffenen Kreaturen vor unserem inneren Auge erscheinen. 

Von mir eine Leseempfehlung! 




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen