Samstag, 9. Februar 2013

Illegales Guerilla-Restaurant




Jana Scheerer

Dinner Club

Das Guerilla-Restaurant im Schulkeller

Bei Pia ist gerade richtig was los: Seit ihre Freundin Georgina die fixe Idee hatte, im Schulkeller ein Guerilla-Restaurant zu eröffnen, ist sie schwer damit beschäftigt, diese Aktion mit ihrer Videokamera festzuhalten und alles auf Youtube hochzuladen. Ihre anderen Freundinnen Anke, Paula und Jule sind am Anfang nicht sehr begeistert davon, den Kochlöffel zu schwingen, aber als sich erste kulinarische Erfolge einstellen und Pia in der Gegenwart des Hausmeistersohnes nur noch Herzen sieht, scheint das Ganze eine Win-Win-Geschichte zu werden. Bis die fiese Valeska ihre Krallen ausfährt und droht, dem ganzen Projekt auf die Schliche zu kommen …

PINK!
220 Seiten
Ab 13
ISBN 978-3-86430-010-3
11,99 Euro



Meine Meinung:
Die Cover des PINK! Verlages stechen einfach hervor, denn sie haben wirklich schreiend bunte Cover. Sie fielen mir im Internet gleich ins Auge, da sie sich tatsächlich von anderen Büchern abheben. Hier würde mich Farben und Schrift motivieren zum Buch zu greifen und mir den Klappentext durchzulesen. Die Storys der einzelnen Romane sprechen mich sehr an, da sie für Teens und das was sie erleben wirklich interessant sind.  Freundschaft, Liebe, Praktikum, Highschool, diverse Fettnäppfchen, Schmetterlinge im Bauch ........... alles mitten aus dem Leben eines Teenagers. Sie sind meiner Meinung nach ansprechend für die Zielgruppe und das sage ich jetzt als Mutter die mit zwei Spezis dieser Gattung Teenager in einem Haus lebt und sich mit dem einen oder anderem Thema tagtäglich beschäftigt.Ich vermute das das eine oder andere noch in unserem Bücherregal einziehen wird. Den Anfang machte "Dinner Club" welches ich auf lovelybooks.de gewann um mich darüber auszutauschen und natürlich auch eine Rezension zu schreiben. Wie schon erwähnt, erwartete ich ein ganz tolles Buch für meine Tochter, die ebenso wie Mama eine echte Leseratte ist.
Die Geschichte um das Guerilla - Restaurant ist rund und ich fühlte mich beim Lesen sehr wohl. Ich flog förmlich durch die Seiten und erinnerte mich zwischendurch an mich selbst und erkannte auch Dinge, die mir täglich an meiner Tochter auffallen. Bei Pia ist es die zu große Nase und eine Matheschwäche. Bei meiner Tochter sind es andere Dinge, aber immer wieder ist es doch die Frage nach dem "Wie komme ich bei den anderen an?" und vor allem auch beim anderen Geschlecht. Wenn dann auch noch Verliebtsein dazu kommt ist der Ofen aus und das Denken ist verwirrt. Man schaltet einfach aus und lässt sich treiben. Mitunter unterhält man sich vielleicht auch mit den Schmetterlingen in seinem Bauch? So geschieht es zumindest bei Pia und es dauert sehr, sehr lange bis Pia begreift wo der Hase lang läuft und Valentin sie eigentlich nur benutzt.
Auffällig ist hier auch, das es wohl scheinbar immer eine Georgina geben muss, die bestimmt was gemacht wird und sich alle an dem orientieren was sie sagt oder tut. Jede/r möchte mit ihr befreundet sein.
Die Idee mit dem Guerilla - Restaurant fand ich klasse, denn es bringt einfach ein bissel Bewegung in die Story. Ich habe zum Beispiel auch nicht gewusst, das es illegale Restaurants tatsächlich gibt. Nun ja, dann habe ich einfach wieder einmal etwas dazugelernt.
Valeska, die ihre Mädchengang um sich scharrt und die eigentlich Pias Feindin ist, will plötzlich ihre Freundin sein? Schon sehr kurios, denn so wie ich sie von Anfang an eingeschätzt habe, führt sie nichts Gutes im Schilde. Ich täusche mich selten und war daher nicht überrascht das das eintritt was ich befürchtet habe. Letztendlich ist die Annäherung an Pia eine Intrige, die dazu führt das beim großen Showdown am Ende das Abenteuer Guerilla - Restaurant in einem Kochduell ausartet. Gerade das ende fand ich sehr amüsant und gelungen.
Es geht natürlich nicht nur ums Kochen, sondern auch um den täglichen Teenageralltag, obwohl ich finde, das das einige Gläser Eierlikör, der Wein oder andere alkoholische Getränke ruhig hätten weggelassen werden können. Mit knapp 17 sollte man sich noch nicht mit Alkohol bei Laune halten. Eigentlich auch nicht wenn man älter ist, aber das sollte natürlich jedem selbst überlassen werden. Mir ist es nur aufgefallen und es wurde auch in der Leserunde angesprochen.
Pia, deren Eltern sich getrennt haben hat keinen Kontakt zu ihrem Vater und besonders schön finde ich, das sie sich da wieder annähern kann und den Groll begraben kann. Es tut immer weh, wenn man verlassen wird und die Autorin hat dies besonders gut aufgefangen und die Gefühle dabei sehr gut eingefangen.
Das Buch ist der Altersgruppe bis auf Kleinigkeiten wirklich angemessen und ist dabei witzig, gefühlvoll und wirklich lebendig. Meiner Tochter werde ich es gerne zu lesen geben und denke das sie es ähnlich wie ich empfinden wird.

Eine Leseempfehlung!



1 Kommentar:

  1. Eine schöne Rezension ;)
    Ich selbst kenne das Buch nicht, aber um so mehr interessiert mich deine Rezension.
    Ich finde die Kugel bei deinem Header echt faszinierend und einfallreich.
    Alles Liebe Niz von www.bookmoiselles.blogspot.com

    AntwortenLöschen