Mittwoch, 19. Juli 2017

Spannung bleibt eher im Verborgenen




Don't You Cry - Falsche Tränen


  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: HarperCollins 
  • ISBN-13: 978-3959671057
  • 12,99€

Mitbewohnerin.
Freundin.
Mörderin?
Eines Nachts verschwindet die junge Studentin Esther Vaughan spurlos aus ihrem Appartement in Chicago. Ihre Mitbewohnerin Quinn findet nur einen mysteriösen Brief, der vor die Frage stellt, wie gut sie die vermeintlich brave Frau wirklich kennt. Als sie dann noch erfährt, dass schon längst per Anzeige nach einer Nachmieterin für ihr Zimmer gesucht wird, bekommt sie langsam Angst. Quinn beginnt zu recherchieren: Was ist eigentlich aus dem Mädchen geworden, das vorher mit Esther zusammengewohnt hat? Je mehr sie erfährt, desto mehr bringt Quinn sich in tödliche Gefahr.



"Don´t You Cry - Falsche Tränen" ist ein Roman, der wenig von einem Thriller aufweisen konnte. Der Klappentext versprach eine gewisse Spannung, die aber eher im Verborgenen zu finden war. Lediglich der letzte Leseabschnitt wurde einem Thriller gerecht, zuvor plätscherte die Handlung eher vor sich hin. Es ist kein schlechtes Buch, denn die Grundidee ist sehr gut gelungen, aber mir fehlte letztendlich ein direkter Bezug zu Esther und Quinn. Ein kleiner Spannungsbogen ist wahrnehmbar. Dieser wäre allerdings ausbaufähig gewesen. Als Leserin befinde ich mich auf Spurensuche und die gelieferten Informationen machten mich nur bedingt neugierig auf die Auflösung. Gerettet hat den Lesefluss tatsächlich die letzten 50 - 60 Seiten, denn ab da überschlugen sich die Ereignisse und könnten daher aus einem Roman einen Thriller machen. Bis dahin war die Story leider eher seicht zu nennen und ohne wirkliche Tiefe. Hinterher offenbaren sich psychotische Machenschaften, die auf der einen Seite einen guten Ausgang nehmen, auf der anderen Seite aufzeigen, wie echter Wahnsinn aussehen kann. Trotzdem hielt sich meine Begeisterung leider in Grenzen. 
Die Erzählperspektive wechselt sich durch die Sichtweisen von Alex und Quinn ab. Alex übernimmt letztendlich einen großen Beitrag innerhalb der Story, auch wenn es nicht sofort ersichtlich ist, warum er dieser Story beigefügt wurde. Im großen Showdown ist er letztendlich ein Held der einem Familiendrama ein Ende setzten konnte. Bis dahin steht man als Leser/in eher vor einem Rätsel bis sich die Auflösung endlich offenbaren kann. Es ist ein gewisser Grusel wahrnehmbar und hier und da auch beängstigend, wie sehr die menschliche Psyche außer Kontrolle geraten kann.
Im Gesamtergebnis bin ich unsicher, wie ich "Don´t You Cry - Falsche Tränen" einordnen kann, da ich mich nicht komplett zufrieden gestellt fühle. Der Roman lässt sich leicht und flüssig lesen, bietet für einen Thriller allerdings zu wenig Spannung, da der Mittelteil des Buches eher vor sich hinplätschert, um dann mit einem großen Knall zu enden. Meine Erwartungshaltung war durch Klappentext und Cover sehr hoch.Ich vergebe daher eine bedingte Leseempfehlung und 3,5 Sterne, da mir einiges fehlte. Die Protagonistin Quinn erschien mir als etwas zu blass und auch die eingestreuten Informationen konnten mich nicht mitreißen. Ein gutes Buch ohne wirklichen Thrill, welches sich trotz kleiner Mängel und fehlender Spannung gut lesen ließ. 

1 Kommentar:

  1. Liebe Mel,
    ich habe das Buch gestern beendet und bin echt froh es hinter mir zu haben. So ein schlechtes Buch habe ich schon ewig nicht mehr gelesen!!!
    Liebe Grüße
    Martina

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