Samstag, 11. März 2017

Manchmal ist weniger mehr (Kurzrezension)


Sarah Winman

Das Jahr der wundersamen BegegnungenRoman

Gebundenes Buch mit SchutzumschlagISBN: 978-3-8090-2662-419,99€LImes


Manchmal schenkt einem das Leben eine unerwartete Freundschaft

Cornwall, 1947. Marvellous Ways und Freddie Drake könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch das Schicksal führt die neunzigjährige Frau und den jungen Soldaten zusammen, denn Freddy, der einem im Sterben liegenden Freund versprochen hat, dessen Vater einen letzten Brief nach Cornwall zu bringen, landet unversehens bei Marvellous in ihrer selbsterwählten Einsamkeit. Sie nimmt den körperlich wie seelisch gebrochenen Mann bei sich auf, und eine unerwartete Freundschaft nimmt ihren Anfang. Wird Freddy Marvellous das geben können, was sie braucht, um dieser Welt auf Wiedersehen zu sagen? Und kann sie ihm geben, was er braucht, um weiterzumachen?




"Das Jahr der wundersamen Begegnungen" ist leider nicht der Roman, den ich mir erhofft hätte. Der Klappentext spricht eine andere Sprache als die, die ich letztendlich im Roman auffinde. Was passend ist, ist das "wundersam" im Titel des Buches. Leider waren mir die eingeflochtenen Phantasieelemente zu verwirrend, da sie mich davon abhielten der Story aufmerksam folgen zu können. Ich schweifte immer wieder ab und konnte mich leider nicht auf Marvellous und Freddie einlssen, wie sie es vielleicht verdient hätten. Beide Protagonisten sind auf ihre eigene Art und Weise interessant, dennoch springt mir der Autor zu schnell zwischen beiden hin und her, um einen Beziehungsaufbau möglich zu machen. Es blieb für mich leicht oberflächlich, auch wenn die Grundidee des Buches wirklich gelungen ist. Durch die vielen Handlungssprünge verliert die Story ihren Reiz, da es aufmerksames Lesen erfordert und auch zum Ende hin leider nicht alles aufgeklärt ist. Zudem empfand ich den Schreibstil als zu magisch gewollt, auch wenn ich hin und wieder schmunzeln musste oder eben auch eine gewisse Faszination erspürte, komplett mitgerissen wurde ich nicht. 

Leider kann ich für "Das Jahr der wundersamen Begegnungen" nur eine eingeschränkte Leseempfehlung vergeben, da ich immer noch das Gefühl habe, dass mir der magische Moment abhanden kam. Vielleicht habe ich auch einfach nicht verstanden, welche Wege die Autorin gehen wollte? Letztendlich ist klar, dass jeder Mensch sein Leben überdenken muss, wenn er am Ende seines Lebens angelangt ist. Diese Botschaft war klar und deutlich, alles andere für mich zu verworren und zu verschwommen, Sehr Schade, denn Cover und Klappentext waren so gelungen, dass ich mir das Buch zu lesen gewünscht hatte. 

★★★

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