Samstag, 6. August 2016

Chris Carter - Meister des Thrills


I Am Death. Der Totmacher


Eine brutal zugerichtete Leiche wird vor dem Los Angeles International Airport gefunden. Sie wurde wie ein Pentagramm in Menschenform hindrapiert. In ihrem Hals steckt ein Zettel mit einer Botschaft: Ich bin der Tod. Detective Robert Hunter ist sich sicher, den Mörder zu kennen. Doch langsam kommt ihm der Verdacht, dass er den Falschen jagt. Und der wahre Täter ein Geheimnis verbirgt, so entsetzlich, dass kein Mord seinen Hunger nach fremdem Leid jemals stillen kann.


  • 384 Seiten
  • I Am Death
  • Aus dem Englischen übersetzt von Sybille Uplegger.
  • ISBN-13 9783548287133
  • ULLSTEIN TASCHENBUCH
  • 9,99€



Chris Carter hat auf ganzer Linie geschafft, mich auch mit "I am Death. Der Totmacher" zu überzeugen. Der Autor beherrscht die Kunst mich emotional zu überfordern, da die Sprache des Thrillers nahezu bildlich ist. Immer wieder werden mir leichte Schauer des Grauens über den Rücken gejagt und ich bin so sehr in seine Thriller vertieft, das mich selbst die Fliege an der Wand maßlos erschrecken würde. Ich genieße es abzutauchen in echten Horror, denn nichts anderes kann ich hier entdecken, da ein kaltblütiger geplanter Mord als nichts anderes anzusehen ist als dieses. "Ich bin der Tod" wird uns einige Male begegnen und die Obsession des Täters wird schnell deutlich. Die Hoffnung den Täter schnell auf die Spur zu kommen zerschlägt sich schnell und einige weitere folgen, immer grausamer und widerlicher, sodass man sich als Leser tatsächlich wünscht, dass das Grauen und der Schmerz der Opfer schnell ein Ende findet. 

Rasant nimmt "I am Death. Der Totmacher" schnell an Fahrt auf und bietet sich tatsächlich an sofort in einem Rutsch gelesen zu werden. Ich habe das Buch erst zur Seite legen können, als ich die letzte Seite beendet habe. Der Spannungsbogen ist enorm hoch und die falschen Fährten die gelegt werden sind absolut hochwertig. Ich erlebte eine echte Überraschung am Ende und beginne die Erzählperspektive die immer wieder eingeflochten wurde zu begreifen. Ein Hilferuf. Ein Hilfeschrei, der nur von Robert Hunter gehört werden kann, da ich als Leserin komplett in die Irre geführt wurde. Mich hat dies letztendlich aber wieder einmal komplett überzeugt. Chris Carters Thriller sind blutig und brutal, daher würde ich sie empfindlichen Menschen nicht weiterempfehlen, da sie wirklich zu Alpträumen führen könnten. Die Bilder die sich im Kopf abspielen, sind barbarisch und grausam, dennoch empfinde ich einen tiefen Sog, sobald ein neuer Carter erscheint, denn ich genieße diesen Thrill sehr, auch wenn es etwas eigentümlich klingen könnte. Chris Carter ist und bleibt der Meister meiner Alpträume. Leseempfehlung!


★★★

1 Kommentar:

  1. Hi Mel,

    dieses mal war ich überraschenderweise vom neuen Carter enttäuscht und dachte, dass die Luft wohl so langsam raus ist.
    Bin gespannt, ob mich der neue Band dann wieder überzeugen kann :)

    Viele Grüße,
    Christian

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