Montag, 25. Juli 2016

Unbedingt mit Popcorn und Cola genießen



Cornelia Franke

Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen

Ab 12 Jahren


Jess' große Leidenschaft sind Filme und seit dem Tod ihrer Mutter ist das Kino ihr zweites Zuhause. So scheint es ein Leichtes, für ein Schulprojekt einen Blog über ihr Lieblingsthema ins Leben zu rufen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Und dann ist da auch noch Marvin, der plötzlich mehr von ihr will, als nur der hilfsbereite Freund zu sein. Langsam merkt Jess, dass sich das Leben durchaus nicht immer wie im Film abspielt ...



eBook (epub)ISBN: 978-3-641-15501-88,99€cbt

"Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen" ist ein wirklich amüsantes Jugendbuch, welches auch meine Lust und Liebe am Film verdeutlicht. Der Autorin ist es gelungen, mir auf 320 Seiten mehrfach ein Schmunzeln aufs Gesicht zu zaubern. Ein Wohlfühlbuch der Extraklasse, welches für die angegebene Zielgruppe (junge Leser ab 12 Jahren) unbedingt geeignet ist. Erste Liebe, Stress mit den Erziehungsberechtigten und ein Medienprojekt, welches Jess vor große Herausforderungen stellt. Es macht einfach Spaß ihr zu begegnen und mit ihr zu leiden und zu lachen. Auch wenn es oft ernst wurde in der Story, gewann doch das Schöne die Oberhand. Äußerst passend gewählt empfand ich das Cover, welches durch den rosa Grundton auf ein Buch für junge Mädchen hinweist und durch Titel und Cover verdeutlicht, das es sich um Filme handelt. Filme, die man am Besten mit Popcorn und Cola genießt. Beides hatte ich nicht zur Hand beim Lesen, dennoch war das Abtauchen in die Story wundervoll, da es auch das Bloggen beinhaltet, was ja schließlich etwas ist, was auch mich oft und gerne beschäftigt hält. Über Filme zu Bloggen entwickelt ein Eigenleben und Klicks und Kommentare würden zu einem Sieg im Schulprojekt bedeuten. Was natürlich noch wichtiger ist, sind die Preise, die für die besten Blogs ausgeschrieben sind, denn einer davon würde Jess ins Filmarchiv von Babelsberg entführen und würde sie ihrer Mutter ein kleines Stück näher bringen. Mir gefielen die vielen kleinen Aussagen, die verdeutlichen, wie wichtig es ist, seine Wurzeln zu kennen und wie unsinnig es ist, sich in seiner Trauer zu vergraben. "Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen" ist intensiv und wunderbar zu lesen. die 320 Seiten vergingen wie im Flug und ließen mich am Ende mit einem befriedigten Seufzer zurück. Meine Erwartungen wurden voll erfüllt und daher muss ich einfach eine Leseempfehlung für ein Buch aussprechen, welches mich nicht erst bei "Tatsächlich Liebe" oder "Nur mit Dir" um den Finger gewickelt hat.









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