Dienstag, 5. Juli 2016

Die dunkle Zeit


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Moira Fowley-Doyle

Wenn der Sommer endet

Ab 14 Jahren



Zeit der Dunkelheit, Zeit der Geheimnisse ...

So lasst uns die Gläser erheben auf die dunkle Zeit … Die dunkle Zeit, wie die 17-jährige Cara, ihre Schwester Alice und ihre restliche Familie es nennen, scheint wie ein Fluch, der sie einmal im Jahr für ein paar Wochen heimsucht. In diesem Zeitraum passieren Unfälle, geliebte Menschen sind schon gestorben. Und dieses Jahr soll es eine der schlimmsten dunklen Zeiten werden, prophezeit Caras Freundin Bea. Mysteriöse Dinge geschehen und bald weiß Cara nicht mehr, was Traum und was Realität, was Magie und was echt ist. Die Grenzen verschwimmen, und als lange vergessene tragische Ereignisse ans Licht kommen, könnte es für Cara, ihre große Liebe Sam und ihre Schwester Alice schon zu spät sein …

Gebundenes Buch mit SchutzumschlagISBN: 978-3-570-16407-516,99€cbt




"Wenn der Sommer endet" ist ein recht außergewöhnliches Jugendbuch, welches schon allein durch seine Protagonisten glänzen konnte. Ich fühlt mich in dieser magischen und mysteriösen Story sehr, sehr wohl, da ich nie wusste, was mich letztendlich erwarten wird und dadurch ein hoher Spannungsbogen vorherrschen konnte.
Ein Jugendbuch, welches am Ende nicht sehr viel preisgibt und den Leser vor die Herausforderung stellt, selbst nachzudenken und die Gedanken kreisen zu lassen. Nicht immer wird dies angenehm sein, denn das Ende liegt ganz alleine beim Betrachter der Tatsachen, die unausgesprochen bleiben und lediglich eingeflochten wurden. Vielleicht auch, um noch mehr Verwirrung zu stiften?
Die dunkle Zeit wirkt beängstigend, da sie immer wieder Raum einnimmt und ich als Leserin hin und hergerissen war, ob ich Tarotkarten Glauben schenken soll oder ob ich doch besser beginne zwischen den Zeilen zu lesen. Vielleicht räume ich auch Elsie einen höheren Stellenwert ein, denn scheinbar ist sie nur sichtbar für Cara? Es wirkt insgesamt so mysteriös, das es auch einen leichten Gruselfaktor bereithält. Hin und hergerissen zwischen Wahrheit und Fiktion ließ ich mich einlullen und erwartete Großartiges. Als dann die Auflösung kommt, geschieht dieses quasi nur in meinen Gedanken, denn der Autorin gelingt es, ohne große Worte mein Gehirn zu nutzen, um mich zu überzeugen oder die Probleme als zu groß einzustufen, das ich mich abwende. Ganz, ganz großes Kino und übrig bleibt ein echter WOW! Effekt.
"Wenn der Sommer endet" hat mich restlos überzeugt. Ich flog förmlich durch die Buchseiten und ließ mich in Geheimnis und Alptraum hineinfallen. Sehr gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus, da die dunkle Zeit nicht immer vorherrscht und sehr viele helle Zeiten Raum einnehmen, um zu überzeugen. Nur düsteres Geschehen hätte mich eher abgestoßen und das reizvolle Erkennen dessen, was die Story letztendlich glaubhaft macht, wäre oberflächlich geblieben.

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