Freitag, 15. April 2016

Wenig Liebesgeschichte, dafür sehr viel Drama





Estelle Laure: Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance

Interpret: Julia Meier
Gesamtspielzeit: 04:05:05
Lucille sollte sich eigentlich auf ihr Abschlussjahr freuen: Sie versteht sich gut mit ihrer kleinen Schwester Wren, ihre beste Freundin Eden ist immer für sie da und sie ist heimlich verliebt. Doch am ersten Schultag nach den Sommerferien kommt Lucilles Mutter nicht aus dem Urlaub zurück und die beiden Schwestern müssen allein zurechtkommen. Aber Lucille gibt nicht auf und versucht, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Sie verdient Geld, bezahlt Rechnungen und kümmert sich um Wren. Da bleibt nicht viel Zeit, vor allem nicht für große Gefühle. Aber wer kann sich schon wehren, wenn die wahre Liebe vor der Tür steht?

Gefühlvoll und fesselnd interpretiert Julia Meier diese Geschichte über das Schicksal, auf sich allein gestellt zu sein und die Hoffnung nicht zu verlieren.

Das Hörbuch basiert auf dem gleichnamigen Buch bei FISCHER KJB, das von Sophie Zeitz aus dem amerikanischen Englisch übersetzt wurde.

3 CDs • ISBN 978-3-8337-3548-6 • Goya libre des Jumbo Neue Medien Verlages • 16,99€





"Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance" ist ein Jugendbuch, welches anders war, als ich erwartet hatte. Mir ist nach Beenden des Hörbuchs auch nicht unbedingt schlüssig, wie es zu der Titelauswahl gekommen ist. Im Original heißt das Buch "The raging light" und auch dieses verwirrt mich etwas. Auch wenn ich mit dem Titel nicht übereinstimmen kann, empfand ich das Hörbuch sehr lebendig und durch seine Protagonisten sehr interessant und wohltuend. Ich konnte der Hörbuchsprecherin Julia Meier sehr gut zuhören, denn ihre Stimme ist angenehm und sie konnte dem Hörbuch Leben einhauchen.
Erzählt wird die Geschichte von Lucille, die sich für ihre jüngere Schwester verantwortlich fühlt, nachdem ihre Mutter nicht mehr nach Hause kommt. Sie bekommt dabei sehr viel Unterstützung, auch wenn sie zuerst nicht weiß woher. Lucille erscheint mir als sehr stark, die die Bedürfnisse ihrer Schwester Wren immer in den Vordergrund stellt. Ich empfand dies als vorbildlich, denn eigentlich solle Lucille das Leben genießen und sich nicht nur darum sorgen müssen, wie sie Rechnungen bezahlen kann. Ihre eigene Zukunft ist auch ungewiss, denn wer sorgt für Wren, wenn Lucille sich am College bewirbt? Eine gewisse Selbstaufgabe, eine ungewisse Zukunft und ganz viele Ängste machen sich breit. Die Tatsache, dass sich Lucille in Digby verliebt, gibt dem Hörbuch eine knackigere Note, die aber leider etwas zu kurz kommt. Wirklich gefallen hat mir auch nicht, wenn sich andere in bestehende Beziehungen drängen. Oder kann man nur Beziehungen zerstören, die sowieso schon angeknackst sind? Manchmal glaubte ich, dass Lucille und Digby gerade in dieser Hinsicht noch Erwachsen werden müssen. Trotzdem mochte ich Lucille, denn sie entwickelt sich in einigen Hinsichten zu einer echten Persönlichkeit. Mutig, stark und manchmal verrückt. "Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance" ist unvorhersehbar in vielen Dingen und steckt voller Überraschungen. Das Ende ist offen und gibt ganz viel Hoffnung auf Veränderungen, obwohl immer noch nicht klar ist, wer für Lucille und Wren sorgen wird.
Die gezählten Tage, die sich erst nach dem Verschwinden der Mutter richten, nehmen durch ein anderes Ereignis eine andere Wende und Lucille beginnt von Neuem zu zählen, da sich ihr Fokus auf etwas anderes richtet. Manchmal war das Hörbuch auch etwas schwermütig und traurig, was sich hin und wieder aber auch durch sehr schöne Ereignisse ablösen konnte. Insgesamt gesehen, empfand ich das Hörbuch als angenehm und erfrischend, auch wenn nicht alles stimmig war und meine Erwartungen eine andere.


 ★★★


Mein Dank an dieser Stelle an BloggdeinBuch und Goya libre des Jumbo Neue Medien Verlages für die Bereitstellung des Hörbuches.


1 Kommentar:

  1. Hey,

    also ich fand das Buch ganz große klasse, obwohl es nicht besonders dick (in deinem Fall wohl lang *lach*) war. Sicher, nicht alles ist 100 pro realistisch, aber ich fand es sehr lebensbejahend :)

    LG
    Sonja

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