Donnerstag, 17. März 2016

Sommernachtstraum im Heute und Jetzt



Tanya Lieske Herausgeber: Tilman Spreckelsen

Sommernachtstraum

Roman
Hardcover
ISBN: 978-3-7373-4018-2
14,99


Shakespeares ›Sommernachtstraum‹ als Schultheaterprojekt! Voller Vorfreude stürzen sich Ben und seine Schüler in die Proben. Hermia liebt Lysander, Helena will Demetrius, Oberon straft Titania, und die Feenkönigin liebt plötzlich einen Esel: willkommen in Shakespeares Sommernachtstraum! Während die Theatertruppe versucht, der verschlungenen Verwechslungskomödie um verwirrte Liebespaare Herr zu werden, geraten die Liebesgeschicke aller Beteiligten ziemlich durcheinander: Struppi liebt Mireille, Mary Jane will Ben und Bens Freundin trifft sich heimlich mit Mireilles Vater. Bald weiß niemand mehr, wer eigentlich gerade in wen verliebt ist …





"Sommernachtstraum" von Shakespeare ist sicherlich jedem irgendwie und irgendwo im Laufe des Lebens begegnet. Ich gehöre zu den Menschen, die es verinnerlicht haben, dass es ein Stück von Shakespeare ist und das war es dann eigentlich auch schon. Es hat sich bisher nicht ergeben, dass ich mich mit dem Stück beschäftige.
Angezogen vom wirklich wundervollen Cover freute ich mich auf eine Liebesgeschichte, die chaotisch ist wie das Leben selbst, denn davon spricht der Klappentext und es gelingt auch, mich hier und da absolut zu begeistern. Gerade die Fußnoten geben der Story einen angemessenen Rahmen. Ich spürte Shakespeares Flair, auch wenn mich nicht alles begeistern konnte.
In "Sommernachtstraum" werden sehr viele Probleme deutlich, die junge Menschen dieses Alters haben könnten. Es geht von Essstörungen zu Drogen und verdeutlicht, dass eigentlich jeder Mensch die Sehnsucht hat, akzeptiert und geliebt zu werden. In einem Elitegymnasium werden Probleme einfach unter den Teppich gekehrt und eventuell auch hier und da von den Eltern eine höhere Spende eingesetzt, um dem Kind den Platz an der Schule zu erhalten. Es geht also auch um Korruption und anderem, während deutlich wir, dass es nicht das ist, was den Schülern fehlt. Es fehlt jemand der zuhört und echte Begeisterung für ein echtes Ziel wecken kann. Dieses Ziel könnte eine Schulfeier sein, zu dem ein Stück von Shakespeare aufgeführt werden soll. Plötzlich erwachen schlummernde Talente und Menschen beginnen zu lieben.
Während vieles am Ende einen Sinn ergibt, bleibt manches unausgesprochen. Dieses fand ich Schade, denn so wirkt es nicht schlüssig am Ende und hinterlässt daher ein winziges Gefühl der Leere. Nicht immer gelingt es, zwischen den Zeilen herauszulesen.

Fazit:
Ein Jugendbuch, welches Shakespeares Sommernachtstraum eine würzige und interessante Note verpasst. Liebesdinge im Gestern und Jetzt werden vermischt und ergänzen sich.

★★★


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