Samstag, 12. März 2016

Dramatisch, geheimnisvoll und ein hoher Spannungsbogen - Absolut gelungen!



Kate Morton

Das SeehausRoman

Eine Mittsommernacht am See, die noch jahrzehntelang ihre Schatten wirft

Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.

Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag604 SeitenISBN: 978-3-453-29137-922,99€DIANA






Immer wieder bin ich erstaunt darüber, was ein wunderschönes Cover vorgaukeln kann und die Erwartungshaltung an eine Story absolut verändern kann. Drama und Tragödie hatten in meiner Vorstellung keinen Platz, obwohl dies natürlich dem Klappentext zuzuordnen gewesen wäre.
Ein Unglück und ein schwererVerlust zieht sich durch die Buchseiten wie ein roter Faden. Emotionen werden wunderbar wiedergegeben und das Lesen ist flüssig, obwohl wir mehr als 600 Seiten vor uns haben werden. Ein runder Abschluss auf den ich regelrecht hingefiebert habe, gibt "Das Seeehaus" die optimale Würze, damit ich mich zufrieden zurücklehnen und den Roman zuklappen konnte.
Die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind sehr gelungen und führen mich mehr und mehr in die Handlung ein. Zuerst verirrte es etwas und benötigte etwas Konzentration oder ein Zurückblättern der Seite, um den Anschluss zu finden. Gerade die Protagonisten der Vergangenheit gefielen mir sehr und gerade die Erzählstränge werteten den Roman auf. Falsche Fährten werden gelegt und bieten so einen reichlichen Spannungsbogen, der sich lange hält. Der Fokus in dem Roman liegt auf Alice und ich blickte lange nicht hinter ihre Fassade. Ich vermutete tatsächlich, dass sie hinterdem Verschwinden ihres Bruders Theo steckt. Ob aus Eifersucht oder anderen Motiven? Vielleicht muss man auch die perfekte Entführung ausführen, um einen optimalen Roman schreiben zu können? Alice ist Schriftstellerin und scheint das Verschwinden ihres Bruders auch nicht verwunden zu haben. Immer wieder ist es Thema in ihren Gedanken, was sie verdächtigt macht. Die Hintergründe die sich im Nachhinein offenbaren sind anders als vermutet und geben Hinweise auf Erlebnisse, die wir hoffentlich nie erleben werden. Letztendlich ist es Traum und Drama innerhalb einer Familie, die trotz Liebe und gutem Willen nicht heilbar sind. Ich finde es immer sehr ansprechend und faszinierend, wenn eine Autorin / ein Autor ihre Gedanken und Ideen mit uns teilen. In den Danksagungen bekommen wir Aufklärungen und Erläuterungen, die mich aufklären über etwas, was ich zwar schon vorher gehört habe, mich aber erneut ins Nachdenken gebracht hat. Das Ziel der Autorin mich fesseln zu können ist erreicht worden und ich habe das Buch zufrieden beendet. Es war interessanter und faszinierender durch die allgemeine Grundstimmung als vermutet, daher bleibt mir als Fazit nur, eine absolute Leseempfehlung auszusprechen und ★★★★★  Sterne zu vergeben.


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