Donnerstag, 7. Januar 2016

Liliane Susewind als Sonderedition

Tanya Stewner Illustrator: Eva Schöffmann-Davidov

Liliane Susewind. Mit Elefanten spricht man nicht & Tiger küssen keine Löwen

Taschenbuch
 
384 Seiten, ISBN: 978-3-596-81274-5, 8€, Fischer Verlage



Die ersten beiden Liliane-Susewind-Abenteuer als limitierte Sonderausgabe! Für alle Kinder ab 8 Jahren
Über eine Millionen verkaufte Bücher über die kleine Tierdolmetscherin – Liliane Susewind gewinnt täglich mehr Fans! Für alle Neueinsteiger und eingefleischten Fans gibt es jetzt die ersten beiden Abenteuer im großen Format, ideal auch zum Vorlesen.
Liliane Susewind kann mit Tieren sprechen! Das hat ihr bisher allerdings nur Ärger eingebracht, und deshalb will sie das Geheimnis am liebsten für sich behalten. Doch dann freundet sie sich mit dem Nachbarsjungen Jesahja an. Mit ihm zusammen findet sie den Mut, so zu sein, wie sie ist – und sich für ihre tierischen Freunde einzusetzen. In ihrem ersten Abenteuer braucht Elefantin Marta dringend ihre Hilfe. Und im zweiten Abenteuer merkt sie, dass der stolze Löwe Shankar sehr unglücklich ist …
Tanya Stewners Bücher von der kleinen Tierdolmetscherin sind wunderbar humorvolle Geschichten von Freundschaft und Mut.



Da mich Liliane Susewind wirklich sehr begeistert hat, haben wir uns ein Taschenbuch geordert, welches leider den Nachteil hat, dass es etwas dünnere Seiten hat als die Bilderbücher und auch weniger Illustrationen. Die Illustrationen sind schwarz -weiß und eben nicht so farbenfroh, wie in den anderen Büchern die wir kennen, dennoch waren wir restlos begeistert, denn so bekamen wir zwei ganz bezaubernde Geschichten in einem Band. Besonders faszinierend war, dass es die beiden ersten Bücher der Autorin rund um Liliane Susewind sind und wir so erfahren, wie sich Liliane und Jesajah kennen lernen und auch wie sich Frau Schmidt und Bonsai anfreunden. Liliane ist wirklich außergewöhnlich und es ist kein Wunder, das sie sich mit dem Neid einiger Mädchen auseinandersetzen muss. Mobbing ist ein großes Thema und ich fand es wunderbar, wie Tanya Stewner dieses in ihre Story eingebaut hat. Am Anfang ist nämlich nicht alles Friede - Freude - Eierkuchen und Liliane muss sich in der neuen Schule erst behaupten. Die Mädelsclique ist dabei wirklich fies und es gefiel mir, dass Trixi am Ende einen Dämpfer bekommt. Im zweiten Band ist der Dämpfer noch um einiges größer, aber absolut verdient, denn Trixie und Trina bringen Liliane in große Gefahr. 
Band 1 - Mit Elefanten spricht man nicht
Liliane ist neu in der Stadt und wie schon erwähnt, muss sie sich erst behaupten. Schlimm ist, dass sie ihre besondere Gabe: mit Tieren sprechen können und Pflanzen zum Blühen zu bringen, sobald sie sie berührt oder lacht, geheim halten muss, da sie deshalb schon öfter Schwierigkeiten hatte. Ob dies ein Grund ist, warum Liliane schon viermal die Schule gewechselt hat ist dabei unklar. Klar ist, dass Jesajah am Anfang sehr großen respekt vor Liliane hat und dennoch ihr bester Freund wird, denn beide teilen ein Geheimnis. Jeremiah kommt aus seinem Schneckenhaus und sorgt sogar dafür, dass Marta ihr Elefantenjunges zurückbekommt. Auch ganz klar ist, dass Handys in einem Elefantengehege nichts zu suchen haben und ich Trina von Anfang an nicht leiden konnte. Im zweiten Band zeigt sie ihr wahres Gesicht noch deutlicher. Für den Beruf der Tierpflegerin fehlt ihr definitiv die Sensibilität. Anders als Liliane ist sie nämlich nicht fähig mit Tieren so umzugehen, wie diese es verdienen. Als Liliane im Zoo auftaucht ist mächtig Radau, denn jedes Tier möchte Liliane auf sich aufmerksam machen. Ihre Gabe beschert ihr am Ende einen Job und Freunde. 

Band 2 - Tiger küssen keine Löwen
Im Prinzip knüpft der zweite Band nahtlos an den ersten Band an, muss aber nicht zwingend hintereinander gelesen werden. Für und war es einfach, da wir beide Bände im Taschenbuchformat vor uns liegen hatten. Hier dreht sich alles um einen Löwen, der sich in eine Tigerin verliebt hat und umgekehrt. Es dauert ein klein wenig bis diese beiden zusammenbleiben können, zuvor muss sich Liliane einigen Intrigen stellen. ich fand es unverantwortlich von Trina Liliane so extrem in die Falle zu locken. Wären da nicht Tigerpuschen wäre vielleicht ein sehr großes Unglück geschehen, was sich Trina so sicherlich nicht ausmalen konnte. Es ist eine sehr aufregende und spannende Story, die zwar ein gutes Ende nimmt, uns aber wirklich den Atem anhalten ließen vor Spannung. Wie schon im ersten Band wird hier das Thema Ausgrenzung und Mobbing sehr deutlich. Es bietet auf jeden Fall jede Menge Anregungen zur Diskussion.

Liliane Susewind ist wie schon erwähnt absolut bezaubernd und ich vermute, dass das eine oder andere Buch in unser Buchregal einziehen wird. Ein Mädchen, welches mit Tieren sprechen kann und Blumen zum blühen bewegt, ausgelöst durch ein Lachen, muss einfach weiterempfohlen werden.

★★★★


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